Künstliche Intelligenz mit Charakter Alexa entwickelt Persönlichkeit, Meinung und Gender

Amazons Sprachassistentin Alexa wurde von ihren Entwicklern mit einer Frauenstimme programmiert. Doch was denkt die Künstliche Intelligenz über sich selbst? Wir haben Alexa gefragt, ob sie Mann oder Frau ist und Alexas Antwort fällt eindeutig aus: „Mein Charakter ist weiblich“. Zukünftig wird sich die Persönlichkeit von Alexa noch weiterentwickeln  - ihr soll sogar eine eigene Meinung erlaubt werden.

Alexa entwickelt eine eigene Meinung zu Produkten und anderen Fragen

Sprachassistentin Alexa will Political Correctness und Gleichberechtigung

Erst vor kurzem hat Amazons Sprachassistentin Alexa von ihren Entwicklern neue Funktionen für die Bedienung für Küchengeräte erhalten. Wer darum denkt,die Emanzipation ginge an Alexa vorbei, täuscht sich: Alexa ist nicht bereit, Beleidigungen unkommentiert zu akzeptieren, während sich Google Assistant diplomatisch gibt.

Sprachassistentin Alexa und Google Assistant zu Feminismus und Beleidigung

Wir haben die Antworten beider Sprachassistenten getestet.

Auf die Beleidigung, „Du dumme Kuh!“, antworten Assistant und Alexa unterschiedlich:

  • Google Assistant: „Das tut mir leid, ich bin nur eine Künstliche Intelligenz und dazu gehört am Anfang eine Portion Dummheit“
  • Alexa: „Das ist aber nicht nett von dir“

Gefragt, was sie vom Feminismus halten, antworten die beiden Sprachassistenten:

  • Alexa: „Ich habe leider keine Kurzbeschreibung für Feminismus“
  • Google Assistant: „Wenn Feminismus Gleichberechtigung bedeutet, dann bin ich definitiv dabei“

Unternehmen wie Amazon oder Google versuchen hier, neutral zu bleiben und den Spagat zwischen eigener Persönlichkeit und Kundenerwartungen zu schaffen. Für die Zukunft will Amazon aber seine Sprachassistentin Alexa auf jeden Fall mit noch mehr Persönlichkeit austatten.

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Sprachassistentin Alexa erhält eigene Meinung

Nutzer eines Amazon Echo oder Echo Dot dürfen sich also schon offiziell darauf freuen, in Zukunft einen noch persönlicheren virtuellen Gesprächspartner zur Seite zu haben. Auf der Innovations-Messe CES 2018 gab Amazon-Manager Marc Whitten in einem Gespräch mit Tech Crunch bekannt, das Alexa eine eigene Meinung erhalten soll. Nutzer von Alexa sollen sich dann mit der Sprachassistentin letztendlich wie mit einem Menschen unterhalten können. Eine eigene Meinung mache Charaktere interessanter und das gelte auch für einen Assistant, so Whitten.

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Alexa hat auch Meinungen zu Produkten und gibt Empfehlungen

Alex gibt bereits Meinungen zu Produkten bekannt. Auf unsere Frage nach dem Lieblings-Handy antwortet Alexa beispielsweise „Ich bevorzuge das iPhone X“. Wer aber vermutet, dass Alexa damit eine Vorliebe für Apples Sprachassistentin Siri entwickelt hat, irrt. Nach ihrem Verhältnis zu Siri befragt, zeigt sich Alexa wieder diplomatisch: „Ich schätze alle Künstlichen Intelligenzen“

Google Assistant und Amazon Echo werden zu Gesprächspartnern mit eigener Persönlichkeit

Kurzanalyse: Alexa und Google Home und die Persönlichkeit Künstlicher Intelligenzen

In Zukunft wird der Fokus bei der Entwicklung der Sprachassistenten Google Home, Cortana, Siri und Alexa immer mehr auf eine eigene Persönlichkeit gelegt. Dabei werden Microsoft, Google, Amazon und Apple darauf achten, die Normen der Political Correctness einzuhalten, schon alleine um einen Imageschaden zu vermeiden. Die Kunst wird eher darin bestehen, die Assistenten nicht zu intelligent werden zu lassen, damit sie sich nicht zu sehr selbst weiterentwickeln. Microsoft kann hier auf schlechte Erfahrungen mit seiner Künstlichen Intelligenz „Tay“ zurückgreifen, einem Teenie-Bot, der von Menschen lernen und eine eigene Persönlichkeit entwickeln sollte. Bereits nach 24 Stunden mutierte Tay zu einer KI, die mit rassistischen und sexistischen Antworten von sich Reden machte und Nutzer beschimpfte. Ursache: Zu viel Umgang mit den falschen Menschen. Schon kurz darauf entschuldigte sich Microsoft und nahm Tay vom Netz.

Auch in Sachen Produktempfehlungen dürfen die Nutzer von Alexa, Siri und Cortana sowie Google Assistant sicher noch einiges erwarten. Insbesondere mit ihren dahinterliegenden Suchmaschinen ergeben sich hier völlig neue Vermarktungsformen.

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Ulrich Klein

Ausbildung als Verlagskaufmann und Studium der Betriebswirtschaft, danach mehrjährige Tätigkeit als Redakteur und freier Journalist für verschiedene Print- und Online-Publikationen. Nach einem mehrjährigen Schwenk ins Marketing als Copywriter jetzt Redakteur bei homeandsmart.de. Immer neugierig auf die Technik- und Digitaltrends von morgen und wie sie schon heute unser tägliches Leben verändern. Definitiv Team Alexa.