Sprachassistentin spricht menschlicher Amazon SSML: Alexa flüstert und flucht

Alexa ist bisher wenig humorvoll und spricht etwas steif. Das wird sich in Zukunft ändern. Amazon stellt Entwicklern nun Erweitungen für die Amazon Speech Synthesis Markup Language (Amazon SSML) zur Verfügung. Durch spezielle Programmiercodes können sie Einfluss auf die Lautstärke, Aussprachevariationen und das Repertoire an regionalen Floskeln nehmen. Die Interaktion mit Alexa soll damit natürlicher und unterhaltsamer werden. Auch Dialekte ließen sich damit umsetzen. Freilich eine interessante Vorstellung!

Alexa bekommt durch die neuen SSML-Features mehr Humor

Amazon SSML  - Worte in Sprachfluss bringen

Alexas Stärke ist ihr Schatz an Wissen und Funktionen auf den sie dank tausender Skills zugreifen kann. Nur Persönlichkeit und Humor lassen zu wünschen übrig. Amazon möchte aber, dass sich Alexa nahtlos ins Smart Home einfügt und nicht durch Steifheit auffällt. Eine Lösung dafür stellen die fünf neuen Features für die Amazon SSML dar. Sie ermöglichen es den Entwicklern von Skills, Alexas Sprachfluss und Sprachgebrauch natürlicher zu gestalten. Als Speech Synthesis Markup Language bezeichnet man allgemein eine Auszeichnungssprache, durch die Textbefehle von Programmen in Sprache umsetzt werden.

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Diese neuen Amazon SSML-Features stehen zur Verfügung:

1.     Whispers – Flüstern
2.     Expletive beeps – Piepstöne überdecken Worte
3.     Sub – Individuelle Aussprache von Worten (z.B. werden Abkürzungen ausgesprochen)
4.     Emphasis – Akzentuierte Betonung von Geschwindigkeit und Lautstärke
5.     Prosody – Steuerung von Lautstärke, Tonhöhe und Geschwindigkeit

Die SSML-Features im Überblick

Was sind Speechcons?

Neben der Möglichkeit Einfluss auf die Art und Weise zu nehmen, wie Alexa Worte in Sprache umsetzt, können Entwickler Alexas Sprach-Repertoire mit Umgangssprache und Bauernweisheiten erweitern. Dafür stehen die sogenannten Speechcons zur Verfügung, die ebenfalls per Code in die SSML integriert werden können. Bei den Speechcons handelt es sich um bereits vorprogrammierte Worte und Sätze, die sich durch eine ausgeprägte bzw. regional-typische Aussprache auszeichnen. Ein mitfühlendes „Achje“ oder ein staunendes „Du meine Güte“ kommen bald also nicht nur von der Oma, sondern auch von Alexa.

Hier kann man sich die Speechcons anhören

Auf diese Speechcons freuen wir uns

  • Bazinga
  • Dito
  • Ich glaub mich tritt ein Pferd
  • Ohne Scheiß
  • Spoileralarm
  • Pustekuchen

Wieso genau der Speechcon „Ich glaub ich bin im Kino“ zur Verfügung steht, ist uns nicht ganz klar. Eine falsche Übersetzung von „Ich glaub ich bin im falschen Film“ vielleicht?

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Alexa-Skills können sich stärker differenzieren

Ohne Frage, Sprachassistenten werden in Zukunft menschlicher werden. Mit den Neuerungen der SSML tut Amazon einen weiteren Schritt in diese Richtung. Somit können die Entwickler ihre Skills nicht nur unterhaltsamer, sondern auch lokaler gestalten und sich von anderen Angeboten abheben. Ob Alexa schon bald schwäbelt oder bayrisch spricht, ist aber fraglich. Mit Speechcons wie „Grüß Gott“ oder „Ade“, können zwar Heimatgefühle geweckt werden, jedes Wort in den Dialekt zu übertragen wäre sehr viel Aufwand, der sich kaum lohnen würde.

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homeandsmart Redaktion Alina Günder

Ausgebildete Veranstaltungskauffrau bei der FUNKE Mediengruppe, Studium der Literatur- und Kulturwissenschaften in Dortmund. Längere Auslandsaufenthalte, um Perspektiven zu wechseln. Praktika in Radio- und Printredaktionen sowie im Online-Marketing. Selbständige Autorentätigkeit bei verschiedenen Onlineformaten. Heute Redakteurin bei homeandsmart.de mit einem kritischen Blick auf neue Technologien. Dabei immer im Fokus: Wie kann smarte Technik unseren Alltag erleichtern?