Amazon vs. Google: Kampf ums Smart Home AmazonTube – Amazons „Pläne“ für eine Google YouTube-Alternative

Der Internet-Konzern Amazon hat beim US-amerikanischen Patent- und Markenamt der Vereinigten Staaten USPTO Markenschutz für AmazonTube beantragt. Eine Social Media-Videoplattform, die in direkter Konkurrenz zu Googles beliebter Videostreaming-Plattform YouTube stehen würde. Doch AmazonTube ist mehr als nur eine Videoplattform. Erst Mitte Dezember hatte Google angekündigt, seine YouTube App für die Amazon Fire TV-Geräte zurückzuziehen, eine erste Eskalationsstufe im Kampf ums Smart Home.

AmazonTube ist die Antwort von Amazon auf Google YouTube

AmazonTube: Amazons Antwort auf Google YouTube

Amazons Markenschutzantrag mit der Nummer 87709325 vom 5. Dezember gibt einen guten Überblick über die geplanten Services. Demnach soll AmazonTube nicht nur das Hochladen von Clips und Filmen für Nutzer ermöglichen, sondern Amazon denkt auch darüber nach, AmazonTube als Werbeplattform zu nutzen:

  • Die Verbreitung von Werbung für Dritte
  • Entwicklung und Bereitstellung von Marketingprogrammen für Werbetreibende, Vermarkter und Content-Anbieter
  • Bereitstellung von Applikationen und Diensten, über die Werbetreibende, Marketingexperten und Content-Anbieter Online-Nuzter zu Werbezwecken erreichen können.

AmazonTube: Die ungeborene Google YouTube-Alternative

Auf Nutzerseite will sich der E-Commerce-Riese nicht auf Video-Content beschränken. AmazonTube soll so eine Kommunikation über fast alle elektronischen Geräte bieten, stationär und mobil. Laut dem Markenschutzantrag soll AmazonTube es Benutzern ermöglichen, Videos, Bücher, Daten, Bilder, Dokumente und andere Werke in elektronischer Form zu teilen. Zudem spricht Amazon in seinem Antrag von Foren, Chat-Rooms und der Übertragung von Nachrichten zwischen den Nutzern in Bezug auf Bewertungen, Kritiken und Empfehlungen, die sich auf Video-, Audio-, audiovisuelle und andere elektronischen Werke beziehen. Amazon könnte mit der AmazonTube Videoinhalte auch auf seine Smart Home-Geräte Echo Show und Echo Spot streamen.

Der smarte Lautsprecher  Amazon Echo Show  ist für 144,99 Euro bei Amazon erhältlich. (Stand: 18.12.2017)

 

AmazonTube: Wie alles begann – Fire TV und Chromecast

Erst Mitte Dezember kam es zum Streit zwischen Google und Amazon, da Google angekündigt hatte, YouTube ab Anfang nächsten Jahres nicht mehr über Amazons TV-Streaming-Lösungen Amazon Fire TV und Fire TV-Stick auszuspielen. Grund war, dass Amazon Googles TV-Streaming-Lösung Chromecast nicht auf dem Amazon Marktplatz listet. Daraufhin machte Amazon den Internet Browser für Fire TV für seine Streaming Option Fire TV zugänglich. Über die Firefox App für Fire TV ist es Nutzern wieder möglich, YouTube auf einem TV-Gerät zu streamen.

 

Analyse: AmazonTube und der Kampf ums Smart Home

AmazonTube ist der Beschreibung nach, mehr als nur eine Streaming-Plattform wie YouTube. Setzt Amazon alles um, was sich der Konzern in seinem Markenschutzantrag offen hält, würde der E-Commerce-Riese eine eigene Social-Community-Plattform erhalten. Diese kann Amazon dann mit seinem Online-Marktplatz und anderen Diensten wie Amazon Music Unlimited, Audible oder dem Video Gaming-Streamingdienst Twitch verknüpfen. Es ist nicht verwunderlich, dass Google die Aktivitäten von Amazon argwöhnisch beäugt, denn Content ist der Schlüssel zur Werbevermarktung. Mit seiner Suchmaschine und dem Videoportal YouTube im Rücken hat Google zwar eine starke Position, aber bereits Facebook hat bewiesen, dass es trotz Googles starker Vermarkterpräsenz möglich ist, einen Teil des Online-Werbekuchens auf den eigenen Tisch zu bringen.

 

Mit dem Internet der Dinge ist die Schlacht um neue Vermarktermodelle erneut entbrannt. Zwar werden die Werbeeinnahmen über Internetwerbung, die am Bildschirm eingespielt wird auch zukünftig noch weitersprudeln, aber mit den intelligenten Lautsprechern wie Amazon Echo oder Echo Dot sowie Google Home und Google Home Mini verlagern sich die Geschäftsmodelle. Es ist bequemer, einfach Alexa oder Google Assistant nach Informationen zu fragen, als das Smartphone oder den Computer zu starten und eine Suchmaschine zu befragen. Das gilt auch für Videoinhalte, die sich über Fire TV oder Google Chromecast direkt auf ein TV-Gerät übertragen und dann via Sprachassistenten Alexa oder Google Assistant steuern lassen. Die Attraktivität der Geräte ist aber von den damit verknüpften und aufrufbaren Services abhängig. Hier bietet Amazon mit seiner Content-Vielfalt und Smart Home-Gerätekompatibilität derzeit mehr als sein direkter Wettbewerber Google.

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Ulrich Klein

Ausbildung als Verlagskaufmann und Studium der Betriebswirtschaft, danach mehrjährige Tätigkeit als Redakteur und freier Journalist für verschiedene Print- und Online-Publikationen. Nach einem mehrjährigen Schwenk ins Marketing als Copywriter jetzt Redakteur bei homeandsmart.de. Immer neugierig auf die Technik- und Digitaltrends von morgen und wie sie schon heute unser tägliches Leben verändern. Definitiv Team Alexa.

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