Dem FRITZ!Labor entwachsen AVM released ihr FRITZ!OS 6.80 nun auch für das Modell 7490

Die beiden Topmodelle 7580 und 7560 aus dem Hause AVM hatten schon Mitte Dezember 2016 ein Update für das FRITZ!OS 6.80 bekommen. Jetzt wurde auch für Januar das entsprechende Update für das FRITZ!Box-Modell 7490 angekündigt. Mit diesem Update kommen die Router in den Genuss von etwa 80 neuen Funktionen und Verbesserungen gegenüber dem vorangegangen Release. Weiter lässt AVM verlautbaren, dass auch alle weiteren aktuellen FRITZ!Box-Modelle diese Firmware-Version schrittweise erhalten werden. Besitzer der Router Modelle 4040, 6820, 6840, 7362 SL, 7340 und 7390, für die es aktuell noch kein veröffentlichtes Release gibt, können sich schon jetzt eine Beta Version aus dem FRITZ!Labor installieren und die neuen Funktionen testen. Was ist neu?

AVM FritzBox Labor

Welche neuen Funktionen bringt das OS 6.80 mit sich

Im Wesentlichen bietet das neue OS bei Modellen mit Dualband-WLAN (2.4 GHz und 5 GHz Funkfrequenz) die Funktion „Band Steering“ einzusetzen um damit eine verbesserte und störungsarme WLAN-Verbindung mit Endgeräten zu ermöglichen. Diese Funktion wird von den Modellen 7580, 7490, 7560, 6490, 4040 und 3490 unterstützt. Auch im DECT Bereich sind mehrere neue Funktionen für das FRITZ!Fon hinzugekommen:

  •  neue Startbildschirme
  • ein vom Umgebungslicht abhängiger Nachtmodus, der das Display dimmt
  • eine Unterstützung für den Betrieb von CAT-iq 2.0 fähigen Handgeräten

Auch für Smart Home Anwender gibt es einiges Neues mit der Firmware zu entdecken. Mit dieser kann nun das Schalten der Steckdose FRITZ!DECT 200 über eine Geräuscherkennung ermöglicht werden, so dass durch Händeklatschen oder Fingerschnippen ein an der smarten Steckdose angeschlossenes Gerät, ein- oder ausgeschaltet wird. Diese und auch anderen Funktionalitäten in Verbindung mit der FRITZ!DECT 200 Steckdose oder dem FRITZ!Fon erfordern jedoch mindestens die Firmware Version 3.80 auf jeweiligen Geräten. Bei der Verwendung von einem Gastzugang kann nun die Bandbreite festgelegt werden, so dass sich der Besitzer der FRITZ!Box immer sicher sein kann, genügend Bandbreite selbst zur Verfügung zu haben. Ist dieser jedoch nicht online, so können sich die Gäste über die gesamte Bandbreite freuen. Weiter sind nun auch die Benutzeroberflächen des MyFRITZ!-Dienstes (myfritz.net) und von FRITZ!NAS im Responsive Design gestaltet und AVM verspricht durch den Einsatz nicht näher genannter technischer Finessen ein ganz neues Interneterlebnis mit schnellerem Seitenaufbau und schneller startenden Streaminginhalten. Daneben sind aber noch zahlreiche weitere Neuerungen und Verbesserungen in dem neuen OS enthalten, die auf der Webseite von AVM nachzulesen sind.

AVM Kunden können sich über neue Optionen freuen

Update durchführen

Neben den beiden Topmodellen 7580 und 7560 aus der FRITZ!Box-Modellpalette erfreut sich die 7490 nach wie vor großer Beliebtheit und einer weiten Verbreitung. Somit ist es auch nicht verwunderlich das AVM zeitnah die offizielle Firmware 6.80 für dieses Modell nachgeschoben hat, zudem in den letzten Wochen bereits mehrmals Beta Updates 06.69-XXXXX aus dem FRITZ!Labor zur Verfügung gestellt wurden. Die Aktualisierung der Firmware kann entweder automatisch über die Auto-Update-Funktion erfolgen, wenn dies so eingestellt ist, oder der Anwender stößt diesen Vorgang manuell an, in dem er über den Browser mit „http://fritz.box“ auf die Benutzeroberfläche der FRITZ!Box zugreift und dort den Update-Assistenten auswählt.

AVM FritzBox Router

Was ist eine FRITZ!Labor Firmware?

Neben dem offiziellen FRITZ!OS bietet AVM traditionell auch immer aktuelle Beta-Versionen aus ihrem sogenannten FRITZ!Labor an. Mit dieser können bereits zu einem frühen Zeitpunkt Funktionen getestet werden bevor diese in das normale OS einfließen. Auch wenn es sich dabei um eine Firmware vom Hersteller selbst handelt, die bereits vor dieser Veröffentlichung in Standardumgebungen getestet wurde und nicht von einem Drittanbieter aus den Weiten des Internets stammt, so weißt AVM explizit darauf hin, dass es sich um keine supportfähige Version handelt, bei der gegebenenfalls Probleme und Fehlfunktionen auftreten können. Auch für etwaige Schäden die daraus entstehen können wird keine Haftung übernommen. Der Anwender hat zudem die Möglichkeit mit dem im Firmware-Zip beiliegenden Windows-Programm „recover.exe“ das originale OS wiederaufspielen zu können. Diese OS wird nicht „Over-the-Air“ ausgespielt, hier muss der Anwender die entsprechende Version für sein Modell bei AVM herunterladen. Eine Installationsanleitung ist im Download enthalten.

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Michael Artmann

Ausbildung in Kommunikationselektronik und Informationstechnik. Mehrere Jahre bei einem internationalen PC-Hersteller tätig – Lieblingsaufgabe: Prototypen-Tests für den Europäischen Markt. Schwerpunkte: Video/3D/Netzwerke. Nachgelegt: Studium Energiemanagement. Sieht die Welten von IT und Energiewirtschaft zusammenwachsen. Heute business developer bei einem Energiekonzern und unersetzliche Unterstützung der homeandsmart.de-Redaktion. 

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