Zentrale Themen und Netzwerk-Hotspots CeBIT 2017 – Internet of Things unter uns

„Die CeBIT 2017 wird die Digitalisierung für unsere Besucher so konkret erlebbar machen wie noch nie", sagt CeBIT-Chef Oliver Frese. Wirft man einen Blick auf Aussteller und Angebote scheint das realistisch. Eine Fahrt im selbstfahrenden Postwagen, Drohnen fliegen, Roboter grüßen sind einige der diesjährigen Highlights, die direkt aus der Zukunft kommen. Partnerland Japan sorgt zusätzlich für futuristischen Wind. Wie immer bietet die CeBIT zahlreiche Plattformen für Vernetzung und Diskussion. Bedarf gibt es für beides genug.

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Das sind die heißen Themen

Messechef Oliver Freese verspricht für die CeBIT 2017, die vom 20. bis 24. März in Hannover Einzug hält, zahlreiche praktische Anwendungsbeispiele. Diese Themen spielen dieses Jahr eine große Rolle:

  • Künstliche Intelligenz: Wann ist ein System überhaupt künstlich intelligent und wie hilft das dem Menschen in Arbeitsalltag und Haushalt? Können Systeme klüger werden als der Mensch? Die CeBIT 2017 wird mit zahlreichen KI-Produkten und humanoiden Robotern Antworten darauf finden. Über die Zukunft der KI spricht Googles Director of Engineering, Ray Kurzweil, als einer der international profiliertesten Experten zum Thema (CeBIT Global Conferences)
  • Selbstfahrende Automobile & Elektroautos: Wann kommt das selbstfahrende Auto? Was können E-Wagen schon leisten? Autopiloten und Touchscreen-Infotainment-Systeme können getestet werden. Ein heißes Thema im Auto 4.0 ist außerdem die Verfügbarkeit aller Dienste per Sprachsteuerung – auch die des Smartphones.
  • Drohnen: So richtig beliebt ist das Thema Drohnen nicht. Einsatzmöglichkeiten im IoT stehen im Fokus der Diskussion. Immerhin widmet sich eine ganze Halle den fliegenden Robotern.
  • Smart Home und IoT: Technik, die sich selber steuert, kümmert sich ganz von allein um die Energieeffizienz von Büro oder Fabrik. Außerdem verbrauchen Geräte an sich immer weniger Energie. Dabei stehen moderne Lösungen mittlerweile auch für kleine bis mittelständische Unternehmen parat. Im Bereich Smart Home stehen zusätzlich die Themen Überwachung, Gesundheit und Entertainment im Fokus.
  • Die digitale Arbeitswelt & das papierlose Office: Arbeitsabläufe automatisieren, Papiereinsatz reduzieren. Das digitale Office bietet interessante Lösungen um Ressourcen zu schonen. Interaktive Ausstellerflächen zeigen wie man den Laden in Zukunft ökologisch-wertvoller und effizienter schmeißt.
  • Datensicherheit: Dass mehr als 300 Unternehmen das Thema Datensicherheit fokussieren zeigt, dass hier Handlungsbedarf besteht und Lösungen gefunden werden. Zudem werden fünf Bundesminister Denkstöße zu Chancen und Risiken der digitalen Lebenswelt geben.

Japan und Deutschland – Eine Beziehung mit Potenzial

Takeshi Yagi, japanischer Botschafter, findet große Worte, wenn es um die Rolle Japans als Gastland auf der CeBIT geht. Japan wolle als starke Kraft in der produzierenden Industrie seine Kompetenz im Bereich IoT verbessern und sieht Deutschland dafür als idealen Partner. 120 Unternehmen verteilt auf zwei Hallen zeigen aber auch, dass Japan sich keineswegs verstecken muss: Mit humanoiden Robotern, intelligenten Prothesen und digitalen Altenpflegern trifft Japan zukunftsweisende Trends. Der CeBIT Japan Summit trägt den gleichen Namen wie das japanische Regierungsprogramm – „Society 5.0“. Hier zeigt das Partnerland, welche Weichen es für Wirtschaft und Gesellschaft stellt, um die Chancen der Digitalisierung zu nutzen.

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Wer ist der Stargast?

Der japanische Premierminister Shinzo Abe und Bundeskanzlerin Angela Merkel werden die CeBIT bei der Welcome Night am 19. März offiziell eröffnen. In der Berichterstattung zur CeBIT geht es aber meist nur um einen „Gast“: Edward Snowden meldet sich per Live-Übertragung aus dem russischen Exil zu Wort.

CeBIT als Höhle der Löwen

300 Start-ups aus 40 Ländern haben sich bei der CeBIT angemeldet. Das kommt nicht von ungefähr. Die Networking-Plattform SCALE11 auf der CeBIT hat sich zum wichtigsten Meet-and-Greet für Start-ups in Europa gemausert. Alte Hasen, Jungunternehmer, Investoren und Politiker treffen hier zusammen.

Die Barcamps 2017

Auch eines der diesjährigen Barcamps steht ganz im Zeichen der Start-up Szene. Das Barcamp zum „SCALE11“ soll abseits starrer Veranstaltungsformate dafür sorgen, dass Ideen und Menschen zueinander finden. Zwei weitere Barcamps widmen sich den Themen „Research & Innovation“ und „Internet of Things“. Das ungewöhnliche Workshop-Format geht auf den Amerikaner Tim O’Reilley zurück, der zum ersten Barcamp 2003 in San Francisco zu sich nach Hause einlud. Statt ein Programm vorzugeben, vertraute er dem Entstehen eines Prozesses, der durch Austausch und Verbindungen entsteht.

Die Teilnahme an den Camps ist kostenlos und berechtigt zum Besuch aller Messehallen. Eine Anmeldung mit Themenvorschlag ist Voraussetzung. Die Camps starten um 9.30 Uhr und enden um 14 Uhr mit einer Feedbackrunde.

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Die CeBIT Digital Summits

Die CeBIT Digital Summits sind eine feste Größe auf der Technologiemesse. Obwohl es hier ein formales Programm gibt, besteht die Möglichkeit für zwangloses Netzwerken und Expertendialoge. Die Themen der Digital Summits:

  • Digital Healthcare: Welche Technologien ändern das Gesundheitssystem? Welche neuen Ideen zum Thema sollten gefördert werden und mit welchen Mitteln?
  • Blockchain: Neuartige Geschäftsmodelle und Anwendungsfälle für DIE Technologie der Zukunft im Bereich Datenspeicherung und Verarbeitung
  • Digitale Arbeitswelten: Personalabteilungen müssen neue Schwerpunkte setzen und in die Entwicklung von Personal investieren.
  • Woman in Digital Business: Big Data, Security und neue Technologien sind zentrale Themen. Außerdem: Welche Chancen birgt Digitalisierung für Positionen, die häufig von Frauen besetzt werden?

An jedem Summit nehmen 150-200 Teilnehmer teil. Ein Ticket kostet 89 Euro. Das Programm startet um 10 Uhr und endet um 17.30 Uhr.

Sprungbrett Messestand

Neben vielen Gelegenheiten zum fachlichen Austausch, bietet die CeBIT auch eine job and carreer Plattform an. Erstmals in diesem Jahr wird dafür die „Bewerber-Arena“ ins Leben gerufen, die Bewerber und Unternehmen direkt zusammenbringt. Company-Slam und Career Networking Party lockern das Kennenlernen auf. Auch online kann man sich den Unternehmen präsentieren. Die CeBIT Homepage bietet dafür extra ein Jobportal.

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homeandsmart Redaktion Alina Günder

Ausgebildete Veranstaltungskauffrau bei der FUNKE Mediengruppe, Studium der Literatur- und Kulturwissenschaften in Dortmund. Längere Auslandsaufenthalte, um Perspektiven zu wechseln. Praktika in Radio- und Printredaktionen sowie im Online-Marketing. Selbständige Autorentätigkeit bei verschiedenen Onlineformaten. Heute Redakteurin bei homeandsmart.de mit einem kritischen Blick auf neue Technologien. Dabei immer im Fokus: Wie kann smarte Technik unseren Alltag erleichtern?