City of Tomorrow Fords Vorstellung von urbaner Mobilität der Zukunft

Die Automobilbranche befindet sich in einer Phase der Ungewissheit: Elektromotor, Hybridantrieb, autonomes Fahren, Connected Cars und Sharing-Modelle überlagern das Bild, das wir seit der Geburt des Verbrennungsmotor vom Autofahren haben. Ford denkt voraus und schwimmt auf der Smart-Mobility-Welle mit – dabei entstehen interessante Modelle für Fortbewegung und Transport in den Städten von Morgen.

Neben alternativen Fortbewegungsoptionen plant Ford, bis 2021 ein fahrerloses Auto auf den Markt zu bringen

Automobilindustrie im Umbruch

Das Auto, wie wir es kennen, wird es nicht mehr lange geben. Connected Cars sind momentan im Entstehungsprozess, stellen jedoch nur eine Etappe auf dem Weg zum führerlosen Fahrzeug dar. Auch der Verbrennungsmotor ist nicht mehr zeitgemäß – Alternativen wie Hybrid oder Elektroantrieb bieten umweltbewusstere Lösungen. Und die Einstellung beim Verbraucher ändert sich: Statt Autos selbst zu besitzen geht der Trend besonders in Städten Richtung Carsharing oder an Taxidiensten orientierte Modelle wie Uber. Lösen diese Entwicklungen also Existenzängste bei traditionellen Autoherstellern aus?

Ford als Mobilitätsdienstleister statt Autohersteller

Der amerikanische Automobilkonzern Ford scheint die neue Welt der Fortbewegung mit offenen Armen zu empfangen. Mark Fields, CEO der Ford Motor Company, bezeichnete diese bereits im letzten Jahr als Auto-, aber auch Mobilitätskonzern. Das Unternehmen arbeitet am ersten führerlosen Automodell, das bis 2021 straßentauglich sein soll. Gleichzeitig legt es den Fokus seit einiger Zeit von der reinen Produktion auf verbesserte Fortbewegungsmöglichkeiten - ob mit oder ohne eigenem Auto - in von täglichen Staus und Abgasbelastung geprägten Städten.

Investitionen in Modelle der smarten Mobilität

Im Zuge der neuen Unternehmensstrategie wurde die Ford Smart Mobility LLC gegründet, in die Entwicklung der FordPass-App und Mobilitätsdienste wie den Bikesharingdienst Ford GoBike investiert. Im September 2016 erwarb Ford Chariot, einen app-basierten Shuttleservice, der Transportengpässe sowohl in überfüllten Innenstädten als auch in schlecht angebundenen Gegenden schmälern soll. Car- und Bikesharing, Mitfahr- und Shuttle-Konzepte statt einzelner Taxifahrten entlasten die Verkehrssituation und verringern die Umweltbelastung in Städten. Nebenbei bieten diese Servicemodelle Ford ein lukratives Standbein für eine weniger Auto-zentrierte Zukunft.

Chariot und GoBike: Ford investiert in Alternativen für die urbane Mobilität

City of Tomorrow: Ford denkt voraus

Auch für die fernere Zukunft tüftelt Ford bereits an Lösungen rund um das Thema Verkehr: Konzepte für das Management eines Alltags mit autonomen Fahrzeugen, für Transportmechanismen und urbane Mobilität. Berücksichtigt werden auch Faktoren wie die Müllentsorgung. Im Rahmen der Last Mile Mobility Challenge auf dem Mobile World Congress 2017 präsentierte Ford drei mögliche Modelle für die verschiedenen Bereiche der City of Tomorrow: Carr-E, TriCiti und Autolivery. Carr-E sieht aus wie ein Saugroboter, dient aber sowohl dem Transport von Personen – wie ein Segway ohne Handgriff – als auch schweren Gegenständen. Wie der Cargobot Gita von Piaggio folgt das elektrobetriebene Carr-E dem Nutzer oder findet den Weg via Geo-Tracking.

Die Transportdrohne Carr-E funktioniert wie ein Segway ohne Lenker

TriCiti ist ein dreibeiniges, rollatorähnliches Fahrgestell, das primär als Lieferhilfe in urbaner Umgebung dienen soll, mit bis zu 20 km/h aber auch einen City-Roller ersetzen könnte. Weitere Einsatzmöglichkeiten sind Einkaufswagen, Golf-Caddy, Kinderwagen oder Gepäckwagen etwa am Flughafen. Zusammengeklappt ist das Gefährt im Alltag leicht mitzunehmen.

TriCiti soll vorrangig für Lieferdienste oder größere Transportvorhaben eingesetzt werden

Autolivery ist ein selbständiger Zustelldienst in Form einer Transportdrohne mit Elektroantrieb. Wie der Service tatsächlich funktionieren soll, zeigt das Promo-Video:

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homeandsmart.de Redaktion Sarah Mall

Studium der Kultur- & Medienwissenschaft, freiberufliche Tätigkeiten als Übersetzerin, Lektorin und Texterin. Neugierig und gerne auf Entdeckungsreise. Heute Redakteurin bei homeandsmart.de. Smart-Home-Technik als neues Terrain, das erforscht werden will. Mit positiver Energie und sonnengelbem Schal die Solaranlage der Redaktion.