IoT-Steuerung, die polarisiert Digiwell – Implantat statt Scheckkarte

Wer Sciencefiction liebt, wird begeistert sein. Alle anderen werden sich vielleicht gruseln. Dabei ist es (wahrscheinlich) gar nicht so dramatisch, wie man erstmal denken könnte: Digiwell stellt auf der CeBit 2017 Implantate vor, die unter die Haut gehen - im wahrsten Sinne des Wortes. Dadurch sollen Schlüssel, Mitgliedskarten und Passwortsammlungen überflüssig werden.

Digiwell besitzt derzeit als einziger Anbieter in Europa die Lizenz zum Vertrieb der Implantate

Auf zum Piercer für die IoT-Steuerung der Zukunft

Digiwell ist sehr aufgeschlossen, was die Zukunft angeht. Dass man in einigen Jahrzehnten oder Jahrhunderten das Internet per Chip ins Hirn gepflanzt bekommt, hält das Biohacking-Unternehmen für mehr als wahrscheinlich. Könnte sein, dass Digiwell mit dieser provokanten Mutmaßung davon ablenken will, dass ihr Produkt etwas weit geht: Piercer oder Arzt setzen den kleinen Chip einen Millimeter unter die Haut. Die verbleibende Narbe und das Implantat sollen mit dem bloßen Auge nach einigen Tagen nicht mehr sichtbar sein.

Das FlexNT Implantat misst 2 cm.

Wozu ein Implantat unter der Haut?

Das Argument für einen Chip unter der Haut ist klar: Bestimmte Dinge wollen wir am liebsten immer bei uns haben, aber am liebsten wollen wir uns keine Gedanken darüber machen. Scheckkarten, Schlüssel, Passwörter, Eintrittsberechtigungen, Fahrkarten, Notfallkontaktdaten, aktuelle Visitenkarten, das alles passt auf den winzigen Chip. Für Abenteurer ist vielleicht auch die GPS-Funktion interessant, durch die man immer wieder nach hause findet... spätestens jetzt könnte Unmut aufkommen.

Wird der schlimmste Sciencefiction-Alptraum wahr?

GPS-Tracking > Ortung > Kontrolle > Missbrauch > Verfolgung. Eine Gedankenkette, die sich beim Thema Implantat in der Haut schnell verselbständigt. Digiwell als einziger lizensierter Händler in Europa macht jedoch Mut: Vorschnelle Urteile sind Patrick, Aaron, Birte und Stephanie vom Digiwell-Team gewohnt und klären sie gerne auf - auch an ihrem Stand A01/7 in Halle 8 auf der CeBit 2017.

Das Digiwell-Team ist auf der CeBit 2017

Die Wahrheit über Digiwells Implantate

  • Eine Ortung über die Implantate ist nicht möglich
  • Bei der Flughafen-Security gibt es keine peinlichen Momente
  • Das Auslesen durch Spione ist nicht möglich (Passwortschutz)
  • Stromversorgung ist nicht nötig (passives System)
  • Der Chip verwächst nicht (Entfernung durch Piercer oder Arzt)

Was ist Biohacking?

Digiwell hat sich dem Thema Biohacking verschrieben. Unter dem Motto „Upgrading People“ stehen außer den Implantaten zur Unterstützung des Alltags viele weitere Produkte im Sortiment. Neben Super Foods, also Nahrung mit besonders positiver Wirkung, sind das vor allem technische Produkte, die das natürliche Leben und den Biorhythmus unterstützen. Biohacking soll also durch biologische und technische Möglichkeiten das Wohlbefinden, die Leistungsfähigkeit, die Lebenserwartung und die Gesundheit des Menschen optimieren.

Das Biohacking-Prinzip von Digiwell

Technische Details für das flexNT - Implantat (NTAG216)

  • flexibles Implantat auf Mifare-Technologie
  • Chips gelten nach EU-Recht als in Deutschland hergestellt und sind entsprechend gekennzeichnet
  • 13.56MHz ISO14443A & NFC Typ 2 NTAG216 RFID chip
  • 8x22x0.4mm
  • flexibler Biopolymer
  • NFC Type 2
  • Kompatibel mit NFC-Geräten
  • ISO14443A – kompatibel mit ISO14443A RFID Systemen

Preise und Verfügbarkeit

Das xNT-Implantat - Comfort Kit kostet auf der Herstellerseite 89 Euro, inklusive Einsetzen vor Ort in Hamburg 99 Euro.

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homeandsmart Redaktion Alina Günder

Ausgebildete Veranstaltungskauffrau bei der FUNKE Mediengruppe, Studium der Literatur- und Kulturwissenschaften in Dortmund. Längere Auslandsaufenthalte, um Perspektiven zu wechseln. Praktika in Radio- und Printredaktionen sowie im Online-Marketing. Selbständige Autorentätigkeit bei verschiedenen Onlineformaten. Heute Redakteurin bei homeandsmart.de mit einem kritischen Blick auf neue Technologien. Dabei immer im Fokus: Wie kann smarte Technik unseren Alltag erleichtern?