ZigBee präsentiert übergreifende Smart Home Plattform Dotdot – Ein Konkurrent für Apple HomeKit?

Die ZigBee-Gruppe stellt Dotdot vor - eine Applikationsebene, die unterschiedliche Funkprotokolle miteinander verknüpfen soll. Das Ziel ist, vorherrschende Konnektivitätsprobleme im Bereich IoT und Smart Home auszumerzen. Endlich sollen Heizungen, Lautsprecher und Lampen miteinander reden können - egal von welchem Hersteller. Ein großes Unterfangen mit dem sich ZigBee neben Smart Home Softwarelösungen wie das Apple HomeKit stellt. Wieviel Potential hat Dotdot?

Logo von dotdot

Das IoT-Rennen der Funkstandards

Der Funkstandard ZigBee spielt eine große Rolle im Smart Home. Derzeit aber nur in Bezug auf Lichtsteuerung: Kassenschlager Philips Hue verwendet das ZigBee-Protokoll, genauso wie viele weitere LED-Hersteller. Als „DAS Smart Home Protokoll schlecht hin“ konnte sich ZigBee aber nicht durchsetzen - wie bisher auch kein anderes Protokoll. Wohl aber zeichnet sich ab, dass WLAN und Bluetooth, trotz höherem Energieverbrauchs, das Rennen machen könnten. Deshalb versucht ZigBee das Pferd nun von der anderen Seite aufzuzäumen und eine Smart Home Software auf dem Markt zu etablieren, die als „Metasprache“ alle Funkprotokolle zusammenführt. Als offene Plattform können  Hardware-Hersteller Dotdot nutzen, um ihre Smart Devices systemübergreifend kompatibel zu machen.

 

Bisher nur Thread- und ZigBee-Komponenten

Noch ist Dotdot nicht wirklich Spruchreif. Erst vor ein paar Tagen stellte das Unternehmen die Applikationsebene auf der CES in Las Vegas vor, die als Übersetzer im Smart Home groß rauskommen will. Obwohl Dotdot in Zukunft alle Funkstandards verstehen soll, wurden bei der Consumer Electronics Show nur Produkte vorgestellt, die mit Thread funken. Der recht junge Funkstandard Thread ist derzeit noch kaum verbreitet, birgt aber hohes Potenzial aufgrund der großen Namen, die sich an der Weiterentwicklung und Verbreitung des Funkstandards beteiligen (darunter Nest Labs, Samsung, Qualcomm, Silicon Labs, Big Ass Solutions, Somfy und OSRAM). Neben Thread ist die Applikation natürlich auch für ZigBee verfügbar. Erst wenn Dotdot aber weitere dominante Funkstandards wie WLAN, Bluetooth und Z-Wave integriert, hat die Applikation eine Chance sich als DAS Bindeglied im Smart Home durchzusetzen und damit eine Lösung für derzeitige Kompatibilitätsprobleme zu werden.

 

Grafik zum Aufbau des ZigBee-Protokolls

Apple Home vs. Dotdot

Apple prüft und zertifiziert derzeit ein Produkt nach dem anderen für ihr Apple HomeKit. Iphone-, Apple TV- und Mac-Besitzer haben damit bereits heute viele Möglichkeiten ihr Smart Home herstellerunabhängig zu gestalten und per Apple Home App zu steuern. Ein Manko gibt es: HomeKit unterstützt nur WLAN und Bluetooth-Komponenten, also jene Standards die direkt mit iPhone und Tablet kommunizieren können. Außerdem bindet HomeKit an Apple Hardware. Aus diesem Grund wäre Dotdot in seiner vollendeten Form eine wünschenswerte Applikation - gerade für Android-Nutzer, die nicht von Apple HomeKit profitieren können. ZigBee sollte sich aber ranhalten, um sich den „First-Mover“-Vorteil nicht nehmen zu lassen.

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homeandsmart Redaktion Alina Günder

Ausgebildete Veranstaltungskauffrau bei der FUNKE Mediengruppe, Studium der Literatur- und Kulturwissenschaften in Dortmund. Längere Auslandsaufenthalte, um Perspektiven zu wechseln. Praktika in Radio- und Printredaktionen sowie im Online-Marketing. Selbständige Autorentätigkeit bei verschiedenen Onlineformaten. Heute Redakteurin bei homeandsmart.de mit einem kritischen Blick auf neue Technologien. Dabei immer im Fokus: Wie kann smarte Technik unseren Alltag erleichtern?