Facebooks digitaler Assistent Wieso Facebooks Sprachassistent unser Verhalten verändern kann

Neben Google und Amazon soll im nächsten Jahr auch das Social Media-Unternehmen Facebook für das Smart Home interessant werden. Wie weit die Pläne für den Smart Home-Assistenten von Facebook bereits vorangeschritten sind, weiß niemand so genau. Dafür kursieren aber bereits sehr genaue Beschreibungen des künftigen Echo Show-Konkurrenten. Wie könnte der Alltag mit dem Facebook-Sprachassistenten aussehen und wollen wir das?

Facebook arbeitet angeblich daran, dass wir zum Nutzen der sozialen Plattform nicht mehr am Bildschirm kleben
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Hands-free-Facebook löst ein Problem

Facebook hat unser Leben verändert: Kontakte pflegen über Kontinente hinweg und die einfache Organisation von Gruppen und Events machen das soziale Netzwerk zu einem Alltagstool. Viele Nutzer steigen trotzdem aus und legen den Facebook-Account auf Eis, weil die Plattform viel Zeit am Computer- oder Smartphone-Bildschirm einnimmt.

Das soziale Netzwerk als Austauschplattform für Nachrichten, Bilder und Videos ist ein relativ neues Kommunikationsmittel - wir müssen erst lernen, sinnvoll damit umzugehen, ohne in unzähligen Informationen und Statusupdates unterzugehen. Facebooks Sprachassistent könnte eine Antwort auf dieses Problem sein und es erleichtern, uns zu organisieren und den Kontakt untereinander persönlicher zu gestalten.

Wie sähe ein Tag mit dem Facebook Smart Speaker aus?

Smart Home-Assistenten wie Amazon Echo Show oder Apples Homepod möchten unsere Alltagshelden werden, die uns daran erinnern, was im Kühlschrank fehlt oder Musik abspielen, wenn wir danach fragen. Facebook könnte diese Features ebenfalls bieten, hätte den Mitbewerbern gegenüber aber einen weiteren Vorteil: Kontakte, Events, Posts, Fotos, und Videos liegen bereits auf der sozialen Plattform bereit. Diese Daten übersichtlich auf einem Bildschirm zu visualisieren und per Sprachnachfrage zugänglich zu machen, könnte die Art und Weise, wie wir Facebook nutzen verändern und Facebooks Assistenten – trotz Entwicklungsrückstand – zu einem Erfolg machen. Wie könnte ein Tag mit dem Facebook Sprachassistenten also aussehen?

  • Der Startbildschirm des Facebook Smart Home-Assistenten begrüßt uns mit einer Slide-Show des zuletzt angelegten Fotoalbums.
  • Ein Fingertipp auf den Startbildschirm weckt diesen auf. Neben Datum und Uhrzeit werden die Kontakte angezeigt, die heute Geburtstag haben. Per Schnellwahl können wir eine Geburtstagsnachricht eingeben oder einsprechen. Weitere Symbole führen zu den heutigen Events, zu den Updates unserer abonnierten Kanäle und Gruppen oder neuen Freundschaftsanfragen.
  • Anstatt sich mit dem Smartphone auf die Couch zu setzen, um eine Konversation über die Facebook-App zu führen, geben wir die Nachricht während des Kochens per Sprache ein oder starten einen Videoanruf.
  • Vernetzte LEDs, etwa Philips Hue-Glühbirnen, blinken blau, wenn wir einen Facebook-Anruf erhalten, damit kein Störfaktor entsteht und wir auch in entlegenden Räumen von dem Anruf erfahren.
Der Facebook-Assistent ist gleichzeitig Bilderrahmen für unsere Galerien

Fokus auf Video-Telefonie

Neben den erwähnten Kommunikationsfunktionen, die Facebook spielend leicht mit dem Assistenten verknüpfen könnte, gibt es Bloomberg zufolge bereits eindeutige Aussagen zur Gestaltung des Facebook-Assistenten. Zusätzlich zu Mikrofonen und Lautsprechern, die zum Standard-Rüstzeug eines Smart Home-Lautsprechers gehören, soll die Hardware mit einer Weitsichtkamera und einem 13 bis 15 Zoll großen Bildschirm ausgestattet sein. Das wären mindestens 6 Zoll mehr als bei Amazon Echo Show. Ein Grund für den auffälligen Bildschirm könnte der Fokus auf die Videotelefonie über Facebook sein, die ein Gefühl von körperlicher Anwesenheit vermitteln soll. Trotz der Bildschirmausmaße könnte Facebooks Smart Home-Assistent filigraner wirken als Echo Show, denn er soll auf einem dünnen, vertikalen Fuß stehen. Die anonyme Quelle von Bloomberg gibt außerdem an, das Gerät werde voraussichtlich auf Android basieren statt auf Facebooks eigenem Betriebssystem.

Als Ergänzung zu dem beschriebenen Screen-Device, das sich preislich im Rahmen des Amazon Echo Show bewegen dürfte, soll es auch einen reinen Lautsprecher-Assistenten geben, der für unter 100 Dollar angeboten wird und damit günstiger als Amazon Echo oder Google Home ist. Sollten die Gerüchte um den Facebook Smart Home-Assistenten stimmen, wäre die Entwicklung eines Echo-Pendants nur logisch, da die günstigen Lautsprecher als Erweiterung der Sprachsteuerung in der ganzen Wohung dienen. Ha Thai, die Sprecherin von Facebooks Hardware-Labor Building 8, in dem Entwicklungen dieser Art umgesetzt werden, verweigerte aber bisher die Aussage zu beiden Smart Home-Geräten.

Das könnte Facebooks Assistent das Genick brechen

Mark Zuckerbergs offizielle Agenda lautet, die Nutzer von Facebook noch näher zusammen zu bringen. Über den Smart Home-Assistenten mit Videotelefonie wäre dies möglich. In Facebooks Hardware-Historie zeigt sich aber, dass der Schritt ins Smart Home für Facebook kein leichter wird: 2013 versuchte Facebook bereits, ein Android-Smartphone auf den Markt zu bringen. An den technischen Details gab es nichts auszusetzen, trotzdem wurde das Handy von den Facebook-Nutzern eiskalt ignoriert. Obwohl 2 Milliarden Menschen jeden Monat auf Facebook zugreifen, um diverse Kommunikationskanäle zu nutzen, fehlt das Vertrauen in das Unternehmen hinter dem Netzwerk - soziale und umsatzgesteuerte Angebote sind längst schwer zu unterscheiden. Das unangenehme Gefühl, unwissentlich Werbung von Unternehmen auf den Seiten von Freunden zu posten, kennen die meisten. Ein Facebook-zentriertes Smartphone wollte also keiner. Wenn das beim Smart Home-Assistenten anders werden soll, muss Facebook sich etwas Gutes einfallen lassen. Ein Smart Home-Assistent ist schließlich da, wo die meisten Facebook derzeit nicht haben wollen: noch näher in unserem Privatleben.

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homeandsmart Redaktion Alina Günder

Ausgebildete Veranstaltungskauffrau bei der FUNKE Mediengruppe, Studium der Literatur- und Kulturwissenschaften in Dortmund. Längere Auslandsaufenthalte, um Perspektiven zu wechseln. Praktika in Radio- und Printredaktionen sowie im Online-Marketing. Selbständige Autorentätigkeit bei verschiedenen Onlineformaten. Heute Redakteurin bei homeandsmart.de mit einem kritischen Blick auf neue Technologien. Dabei immer im Fokus: Wie kann smarte Technik unseren Alltag erleichtern?