Wohnungssuche in der Corona-Krise Mit virtuellen Besichtigungen zur Mietwohnung: Worauf es ankommt

Wer derzeit nach einer neuen Wohnung sucht, muss mit Einschränkungen rechnen. Die Corona-Krise hat sich auf den Wohnungsmarkt ausgewirkt. Doch gibt es auch Positives zu berichten: Laut Branchenangaben ist die Nachfrage nach Mietwohnungen bei gleich gebliebenem Angebot zurückgegangen. Aufgrund der Ansteckungsgefahr entscheiden sich immer mehr Menschen für eine virtuelle Wohnungsbesichtigung.

Überflüssige Besichtigungstermine können durch virtuelle Besichtigungen vermieden werden

Strenge Sicherheits- und Hygienevorschriften

Auch ohne das Coronavirus ist die Wohnungssuche eine nervenaufreibende Gelegenheit. Ironischerweise könnte sich dieser Umstand wegen des Virus für Interessenten zum Besseren gewendet haben. Massenbesichtigungen sind trotz Einschränkungslockerungen nach wie vor verboten. Zur Wohnungsbesichtigung trifft man sich zum Einzelrundgang. Doch was für Interessenten angenehm ist, stellt für die meisten Makler einen großen Zeitaufwand dar. Bei jeder Besichtigung müssen besondere Sicherheitsmaßnahmen berücksichtigt werden: Schutzmaske, Desinfektionsmittel, Abstandsregeln. Je nach Bundesland herrschen unterschiedliche Auflagen, was die Übersicht zusätzlich erschwert. Wie sich die Lage in Zukunft ausspielen wird, lässt sich nur schwer vorhersagen. Viele Menschen haben Angst vor einer Ansteckung und schieben die Suche nach einer neuen Wohnung auf.

Alternativen bei der Wohnungssuche

Das Leben geht trotz Corona-Krise weiter. Und wenn ein Umzug aufgeschoben ist, ist er noch längst nicht aufgehoben. Hier kommt die Digitalisierung ins Spiel, denn dank neuer Technologien ist heutzutage eine virtuelle 360° Wohnungsbesichtigung auf einem Immobilienportal problemlos möglich. Einige Hausverwalter, wie die GCP, bieten ihren Mietinteressenten eine virtuelle 360° Wohnungsbesichtigung. Dies ermöglicht es jedem Mietinteressenten sich einen ersten Eindruck zu verschaffen und, das bequem von der Couch von Zuhause aus oder unterwegs.

Als Mietinteressent können Sie die virtuelle Wohnungstour auf Ihrem Tablet oder Computer starten - ganz gemütlich vom heimischen Sofa aus. Die Aufnahmen werden mithilfe einer 360°-Kamera gemacht und anschließend von einer speziellen Software bearbeitet.

Welche Vorteile bietet die virtuelle Wohnungsvermittlung via 360°-Video?

360°-Besichtigungen setzen neue Maßstäbe in der Immobilienbranche. Diese Art der Wohnungsbesichtigung hat es noch nie gegeben. Der größte Vorteil liegt auf der Hand: Mietinteressenten können orts- und zeitunabhängig mehrere Objekte besichtigen, ohne eine längere Anreise in Kauf nehmen zu müssen. Die virtuelle Tour ist kostenfrei. Wenn man sich vor Augen führt, dass bei einer herkömmlichen Wohnungsbesichtigung Transportkosten und Parkgebühren anfallen, entpuppt sich die virtuelle Tour eindeutig als kostengünstigere Variante. Wenn Sie sich für mehrere Wohnungen interessieren, können Sie Ihre Lieblingsobjekte mehrmals ansehen, um eine engere Auswahl zu treffen. In Zeiten von Corona bietet eine virtuelle Wohnungsbesichtigung zudem zusätzlichen Schutz vor einer Ansteckung. Anhand der Aufnahmen kann man sich als Interessent einen guten Überblick über eine bestimmte Immobilie verschaffen. Für Makler ist dieser Vorgang insofern vorteilhaft, als es gar nicht zu einer Enttäuschung bei einer realen Wohnungsbesichtigung kommen kann. Ein weiterer Vorteil bietet die Tatsache, dass Sie als Mietinteressent bei der virtuellen Wohnungsbesichtigung Ihre Freunde, Arbeitskollegen oder Mitbewohner direkt nach ihrer Meinung fragen können.

Dank der Besichtigung per 360° Video lässt sich von der Couch aus die nächste Wohnung finden

Die wichtigsten Vorteile auf einen Blick:

  • Flexibilität: Virtuelle Besichtigungen sind orts- und zeitunabhängig
  • Kostenersparnis: Sowohl Makler als auch Mietinteressenten sparen bei virtuellen Besichtigungen Geld.
  • Zeitersparnis: Überflüssige Besichtigungstermine werden gänzlich vermieden.
  • Meinungsaustausch: Freunde oder Mitbewohner können ihre Meinung äußern, ohne zum Termin mitkommen zu müssen.

Welche Nachteile sind bei einer virtuellen Wohnungsbesichtigung zu verzeichnen?

Für potenzielle Mieter spielt nicht nur die Wohnung eine Rolle. Vielmehr geht es auch um die Lage sowie die Atmosphäre, die in einem bestimmten Gebäude herrscht. Bei gewöhnlichen Wohnungsbesichtigungen erkunden viele Interessenten auch die unmittelbare Gegend, um sich einen Überblick über die vorhandene Infrastruktur zu machen. Zwar kann man diese Informationen online einholen, doch kommt es immer wieder vor, dass Handelsregister unvollständig sind oder sich in der Zwischenzeit einiges geändert hat.

Die wichtigsten Nachteile auf einen Blick:

  • Fehlender Bezug: kein Rundgang durch das Wohnviertel möglich
  • Wohlfühlfaktor: Die Atmosphäre lässt sich nicht einschätzen.
  • Störfaktoren: Bei einer virtuellen Wohnungsbesichtigung fallen diese nicht auf.

Lassen sich reale Wohnungsbesichtigungen durch virtuelle Besichtigungen ersetzen?

Eine virtuelle Wohnungsbesichtigung kann niemals eine reale Besichtigung ersetzen, da allzu viele Faktoren auf diese Weise nicht richtig eingeschätzt werden können. Beispielsweise könnte sich jemand von einem penetranten Geruch im Treppenhaus gestört fühlen, anderen Mietinteressenten hingegen ist es zu laut. Wenn es keinen Fahrstuhl gibt und die Wohnung in einer höheren Etage liegt, kann man sich den Kraftaufwand beim Treppensteigen nur theoretisch vorstellen. Außerdem können Aufnahmen mehr Raum vortäuschen und eine Wohnung somit attraktiver erscheinen lassen. Virtuelle Wohnungstouren eignen sich jedoch ausgezeichnet als eine Art Vorausscheidung vor der realen Besichtigung.

Ohne die Fahrtkosten sparen Makler und Mietinteressenten bei virtuellen Besichtigungen Geld

Fazit

Bei der virtuellen 360° Wohnungsbesichtigung überwiegen die Vorteile, doch die bestehenden Nachteile sind nicht von der Hand zu weisen. Bei virtuellen Immobilienbesichtigungen lassen sich immerhin überflüssige Termine vermeiden, bei denen der Mietinteressent durch und durch enttäuscht wird. Außerdem lassen sich somit Kosten sparen. Allerdings muss der Eigentümer das nötige Zubehör sowie eine spezielle App erwerben, um eine virtuelle Präsentation überhaupt möglich zu machen. Potenzielle Mieter können sich keinen Eindruck von dem Gebäude und er Umgebung machen, Störfaktoren können online nicht identifiziert werden. Es bleibt abzusehen, ob sich virtuelle Wohnungsbesichtigung mit der fortschreitenden Digitalisierung durchsetzen werden, zumal auch Mietverträge problemlos online abgeschlossen werden können.

Alle Start-ups aus unserer Rubrik Ganz schön smart!

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Philip Macdonald

Philip Macdonald geht den Dingen gerne auf den Grund und erklärt neue Technik verständlich und alltagsnah. Seine Leidenschaft gilt innovativen Start-up Projekten, die mit ungewöhnlichen Ideen die Welt verändern wollen. Wenn er nicht gerade für home&smart schreibt, studiert Philip Macdonald Germanistik und Anglistik in Köln.

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