Quartalsergebnisse Google Google unterstützt Experimente mit künstlicher Intelligenz

Computer, die aus ihren eigenen Erfahrungen lernen und sich weiterentwickeln: Diese lange Zeit für Fiktion gehaltene Idee könnte schon bald zum Alltag gehören. Denn Google setzt alles daran, die Entwicklung künstlicher Intelligenz voranzutreiben. Dementsprechend weist auch der Google-Mutterkonzern Alphabet in seinem neuen Quartalsbericht darauf hin, dass sich alternative Geschäftsmodelle durchaus lohnen - insbesondere in Bezug auf künstliche Intelligenz und den Bereich Smart Home.

So könnte eine Google Serverfarm aussehen

Warum Google in künstliche Intelligenz investiert

Zu Beginn der Firmengeschichte ahnte nicht einmal der Google Konzerngründer Sergey Brin, welche Bedeutung künstliche Intelligenz erhalten könnte. Selbst als der Konzern in den 90er-Jahren mit der Entwicklung von Google Brain begann, mit dem Ziel ein menschliches Gehirn digital nachzubilden, hielt Brin dies für eher nebensächlich. Heute jedoch ist Google Brain ein elementarer Bestandteil aller Firmenbereiche. Vor drei Jahren zahlte der Suchmaschinenriese sogar über 450 Millionen Dollar, um das britische Labor Deep Mind aufzukaufen und seine Aktivitäten im Bereich künstlicher Intelligenz auszuweiten. Schon bald sollen Computer unter anderem fähig sein, selbstständig zu erkennen, wem sie Geheimnisse mitteilen dürfen und wem nicht.

Für die Investition des Konzerns in künstliche Intelligenz gibt es jedoch noch einen weiteren Grund: Google ist zwar die meistbesuchte Webseite überhaupt, laut dem aktuellen Quartalsbericht von Alphabet haben im Kerngeschäft, der Internet-Suchmaschine, die Gewinne jedoch deutlich abgenommen. Bereits jetzt zahlen Werbekunden 15 Prozent niedrigere Anzeigengebühren als im letzten Jahr. Außerdem schmälert eine höhere Steuerquote den Gewinn.

Google Suchmaschinen Symbol

Mehr Gewinnpotenzial durch neue Strategien

Mittlerweile konzentriert sich Google immer mehr auf Geschäftsideen außerhalb seines Kernbereiches. Zwar brachte klassische Werbung dem Konzern immer noch die meisten Einnahmen, aber andere Geschäftsmodelle erwiesen sich als vielversprechend. Im direkten Vergleich mit letztem Jahr nahm zum Beispiel der Gewinn aus dem App-Store und dem Cloud- beziehungsweise Hardware-Vertrieb um beachtliche 62 Prozent zu. Zusätzliche Gewinnmöglichkeiten sieht Google-Finanzchefin Ruth Porat außerdem in der vermehrten Kommerzialisierung der Tochtergesellschaft youtube.

Um die Verluste auszugleichen sparte der Konzern außerdem bei risikoreichen Investitionsbereichen, sogenannten „other bets“ und konnte dadurch seine Kosten im letzten Quartal von 1,2 Milliarden Verlust auf 1,1 Milliarden senken. Den stärksten Umsatz machte laut Google der 2014 aufgekaufte Thermostat-Produzent Nest - gefolgt vom Infrastrukturprojekt Google Fiber, das am Aufbau eines Hochgeschwindigkeits-Glasfasernetzes arbeitet.

Herausforderungen digitaler Assistenz

Durch die Kommerzialisierung von Sprachassistenzsystemen wird Alphabet vor große Herausforderungen gestellt. So ist schon jetzt ersichtlich, dass die Integration von Werbeformaten in digitale Assistenten sehr komplex sein wird. Im schlimmsten Fall könnten die Werbeanzeigen sogar die Suchfunktion der Geräte verlangsamen. Aus diesem Grund möchte Google neue Möglichkeiten für die Nutzung digitaler Assistenten entwickeln. Laut Google-CEO Sundar Pichai sollen diese bald schon überall dort verfügbar sein, wo sie im Alltag gebraucht werden. Er weist ganz offen darauf hin, dass die smarten Helfer die User in Zukunft auch zu Werbeanzeigen lotsen werden. Schließlich müssen sich die immensen Investitionssummen rentieren.

Wie gefällt Ihnen dieser Artikel?
gefällt das
Gefällt mir Gefällt mir nicht
Sie können den Artikel nur einmal bewerten.
Vielen Dank für Ihre Bewertung!
homeandsmart Redaktion Mariella Wendel

Bereits als Kind an Fotografie-Projekten beteiligt. Später Germanistik und Multimedia Studium. Seit 2009  für verschiedene Websiten und als Buchautorin in den Bereichen Erlebnispädagogik und Pflege tätig. Heute Redakteurin bei homeandsmart.de und zuständig für Anwendungsratgeber, Produktbilder und Testprodukte. Lässt sich auch von komplexen Bedienungsanleitungen nicht aus der Ruhe bringen. 

IKEA TRÅDFRI - Das smarte Beleuchtungssystem von IKEA
Smarte Lampen ab 12,99 €
IKEA TRÅDFRI

Mit der TRÅDFRI-Serie  steigt IKEA in die smarte Lampensteuerung ein. Beleuchtung einfach per Smartphone oder Sprache steuern.
Kompatibel mit Amazon Alexa, Apple HomeKit und Google Home.

IKEA-Onlineshop