KI-Tools für Bastler Google stattet Raspberry Pi mit Künstlicher Intelligenz aus

Mit seinen kompakten Maßen und dem geringen Kaufpreis hat der Raspberry Pi den Computer-Markt auf den Kopf gestellt. Bildungseinrichtungen und Bastler haben den seit 2012 erhältlichen Mini-Computer mit Begeisterung aufgenommen. Bis heute wurden über zehn Millionen der Computer verkauft. In diesem Jahr plant Google die Einsatzmöglichkeiten des Einplatinenrechners noch zu vergrößern: Mit seinem Know-How macht ihn der Internetkonzern fit für Künstliche Intelligenz und Machine-Learning. Damit werden künftig zukunftweisende Anwendungen wie Gesichtserkennung und Speech-to-Text auch für kleine Geldbeutel zur Verfügung stehen.

Künstliche Intelligenz auf dem PC nimmt zu

Raspberry Pi, der Tausendsassa im Mini-Format

Gerade einmal so groß wie eine Scheckkarte, dabei günstig im Preis und unglaublich flexibel: Der Raspberry Pi ist ein kleiner Computer, der sowohl die Bastlerszene als auch Technikfreunde und den Bildungsbereich im Sturm erobert hat. Er macht moderne Computertechnik für jeden bezahlbar. Seit seiner Markteinführung im Jahr 2012 findet der Mini-Computer in den unterschiedlichsten Projekten Anwendung: Vom intelligenten Spiegel, der Wetter und Nachrichten anzeigt, über ein umfassendes Mediacenter, das Amazon FireTV und Apple TV Konkurrenz macht, bis hin zum Smart Home-Hub, der die Geräte unterschiedlicher Hersteller über eine einheitliche Oberfläche steuert und automatisiert.

Raspberry Pi: Minicomputer mit großen Ambitionen

Was wird Google beisteuern?

Bald könnten sich die Möglichkeiten des Raspberry Pi noch vergrößern. Die Raspberry Pi Foundation, die hinter dem Kleincomputer steckt, hat eine stärkere Kooperation mit dem Internetgiganten Google angekündigt. Noch in diesem Jahr möchte Google Werkzeuge rund um die Themen Künstliche Intelligenz und Maschinenlernen bereitstellen. Per Umfrage hat sich Google in der Bastler-Community rund um den Raspberry Pi umgehört, welche Funktionen ganz oben auf der Wunschliste stehen. Details zu den geplanten Tools sind jedoch noch nicht bekannt. Wahrscheinlich handelt es sich um Software für Gesichtserkennung, die Übertragung von Sprache zu Text oder aber Werkzeuge zur Analyse von Gefühlen. Google hat seine Erfahrungen auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz nicht zuletzt durch den großen Erfolg seines Sprachassistenten Google Assistant unter Beweis gestellt.

Über die kommenden Monate plant Google, noch weitere Open Source-Tools für den Raspberry Pi bereitzustellen. Interessant für die Bastlergemeinde könnte die Integration von Technologien aus der Google-Denkerschmiede DeepMind in London sein. Sie konzentriert sich auf smarte Geräte, die mit der realen Welt interagieren können. Schon heute ist die mächtige Programmbibliothek TensorFlow für maschinelles Lernen rund um die Themen Spracherkennung und Bildverarbeitung für den Raspberry Pi verfügbar.

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Welche Möglichkeiten ergeben sich für das Smart Home?

Schon jetzt machen Open Source-Projekte für den Raspberry Pi kräftig Gebrauch von den Ressourcen, die ihnen Google zur Verfügung stellt. Das Smart Home-System Home Assistant beispielsweise nutzt die Text-to-Speech-Technik des Suchmaschinenriesen, um natürlich klingende Sprachausgaben zu ermöglichen. Ähnlich wie Amazon Alexa kann der Raspberry Pi dynamisch erstellte Sprachausgaben erstellen, die den Nutzer beispielsweise über die aktuelle Raumtemperatur, offenstehende Türen oder die frisch gewaschene Wäsche informiert. Mit Speech-to-Text-Funktionen für den Raspberry Pi könnten Bastler ihre eigene, gemeinfreie Version einer Amazon Alexa, Siri oder Google Assistant basteln. Per Sprachbefehl ließen sich dann praktische Funktionen im Smart Home abrufen. Zum Beispiel könnten damit Raumthermostate auf Wunschtemperatur eingestellt oder die Playstation für einen Heimkino- beziehungsweise Spielabend vorbereitet werden.

Mithilfe von Gesichtserkennung könnten zusätzlich die an den Raspberry Pi übermittelten Kamerabilder intelligent ausgewertet werden. Erkennt das scharf gestellte Sicherheitssystem das Gesicht eines Familienmitglieds, löst es keinen Alarm aus. Nähern sich dagegen Freunde, Nachbarn oder Bekannte der Überwachungskamera, könnte der Mini-Computer den Bewohnern nicht nur mitteilen, dass da jemand vor der Tür steht – sondern auch gleich, wer da um Einlass bittet.

Künstliche Intelligenz wird immer häufiger eingesetzt

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homeandsmart Redaktion Mariella Wendel

Studium Germanistik und Multimedia, zahlreiche Film- und Schreibprojekte, freie Autorin im Bereich Medizin, Pflege und Erlebnispädagogik. Stellt sich immer neuen technischen Herausforderungen. Kreativ und handwerklich geschickt. Heute Redakteurin bei home&smart. Mit Leidenschaft an der Entwicklung neuer Formate beteiligt. Lässt sich von Bedienungsanleitungen nicht aus der Ruhe bringen. Am Ende läuft alles rund.