Kampf der Sprachassistenten Wird Lenovos Smart Assistant Amazon Echo ausstechen?

Die smarten Heimassistenten Echo und Echo Dot von Amazon sind momentan die Verkaufschlager für Technik-Begeisterte. Während erste Praxistests bereits gezeigt haben, dass das Amazon-System nicht ohne Makel ist, bringt Lenovo nun ein vermeintliches Konkurrenzprodukt heraus. Der Smart Assistant ist günstiger, sieht besser aus und verwendet sowohl das Alexa Voice System (AVS) als auch dessen Skills – das Skurrile: Er entstand in Zusammenarbeit mit Amazon.

Lenovo Smart Assistant Harman Kardon Edition schwarz und weiß

Nachgemacht oder besser gemacht?

Der Smart Assistant von Lenovo verbindet die Skills von Alexa mit dem stilistischen Anspruch von Google Home. Er hat keinen markanten Namen, kann aber alles, was Amazon Echo kann: Via Sprachsteuerung smarte Komponenten im vernetzten Zuhause steuern, Suchanfragen beantworten, Musik abspielen und sich während alldem Benutzerspezifika merken. Die Software dahinter ist das Alexa Voice System, Daten und Anfragen werden über die Amazon Cloud verarbeitet. Auch auf den Skill-Katalog von Amazon greift der Smart Assistant zu und nutzt damit ebenso wie Echo und Dot Dienste wie Spotify, DB Reiseplaner, myTaxi oder das Örtliche, greift auf Newsanbieter wie Tagesschau, Spiegel online und Twitter zu oder steuert Philips Hue-Lampen und Thermostate von Tado.

Sensibler, schöner, preiswerter

Den Smart Assistant gibt es in zwei Ausführungen und Preiskategorien. Als Standard-Version liegt er bei rund 130 Euro kosten, die Upgrade-Edition in Kooperation mit HiFi-Hersteller Harman Kardon soll rund 180 Euro kosten - also so viel wie das Amazon-Äquivalent. Im Vergleich zum Echo ist der Smart Assistant allerdings besser ausgestattet: Mit acht statt sieben Mikrofonen nimmt er Sprachbefehle noch genauer auf. Für die beim Echo oft beanstandete Tonqualität bei der Audio-Wiedergabe bietet Lenovo in der Harman-Kardon-Variante HD-Sound mit größerem Klangraum zum selben Preis.

Was das Äußere angeht besticht Lenovos Smart Assistant einerseits durch Auswahlmöglichkeiten, andererseits durch ein Design, das sich dezenter in die Wohnumgebung einfügt: Die Standardversion in weiß erinnert an Amazon Echo, der untere Teil in Textiloptik an Google Home. Hier kann zwischen pastelligem orange, grün und grau ausgewählt werden. Ein Heimassistent darf schließlich auch optisch etwas hermachen. Die Harman-Kardon-Variante kommt ganz in schwarz.

Auf dem Papier steht der Smart Assistant tatsächlich besser da als Amazon Echo, Besucher der CES 2017 in Las Vegas begeisterte er bereits. Ob er sich gegen seinen namhaften Zwilling nach Verkaufsstart im Mai durchsetzen wird, bleibt abzuwarten.

Lenovo Smart Assistant in grau, grün und orange

Technische Daten

  • Prozessor: Intel® Celeron® N3060 Prozessor
  • Maße: 1,5l, ab 0,76 kg
  • Mikrofone: 6 + 2 Microfone, >5M, 360°
  • Lautsprecher: 1 x 5W Hochtöner + 1 x 10W Subwoofer
  • Sprachsteuerung: Alexa Voice Service (AVS)
  • Speicher: 2 GB RAM / 8 GB interner Speicher
  • Konnektivität: WLAN: 1 x 1 WiFi 802.11n, Bluetooth: Bluetooth 4.0
  • Knöpfe: 1 Bedienknopf, 1 Drehelement zur Lautstärkeregulierung

Preise und Verfügbarkeit

Lenovos Smart Assistant soll ab Mai 2017 verfügbar sein, die reguläre Version ist mit rund 130 Euro veranschlagt. Die Harman-Kardon-Edition wird rund 180 Euro kosten.

homeandsmart.de Redaktion Sarah Mall

Studium der Kultur- & Medienwissenschaft, freiberufliche Tätigkeiten als Übersetzerin, Lektorin und Texterin. Neugierig und gerne auf Entdeckungsreise. Heute Redakteurin bei homeandsmart.de. Smart-Home-Technik als neues Terrain, das erforscht werden will. Mit positiver Energie und sonnengelbem Schal die Solaranlage der Redaktion.

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