Offene Standards für Connected Cars GENIVI Alliance & Open Connectivity Foundation

Die Organisationen GENIVI Alliance und Open Connectivity Foundation planen eine standardisierte Herangehensweise in Bezug auf die Vernetzung von Autos. Dadurch sollen neue Technologien weltweit besser miteinander interagieren können. Dieses Ziel wollen die beiden Kooperationspartner durch die Entwicklung offener Konnektivität-Standards und vereinfachten Fahrzeug-Datentausch erreichen.

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Wer ist für die neuen Standards verantwortlich?

Die GENIVI Alliance ist eine gemeinnützige Organisation, deren Schwerpunkt auf der Entwicklung von Open-Source-Software für die Automobilbranche liegt. Konkret bedeutet dies: die GENIVI Alliance entwickelt In-Vehicle Infotainment (IVI)-Produkte und -Software. Darüber hinaus setzt sie sich intensiv für die Festlegung von Standards für Connected Cars, in Form einer Konnektivitätsplattform für die Transportindustrie, ein.

Die Open Connectivity Foundation (OCF) dagegen gehört zu den führenden Normenorganisationen für Internet-of-Things (IoT) Standards. Sie finanziert derzeit ein Open-Source-Projekt und setzt sich dafür ein, eine einzige offene Spezifikation durchzusetzen. Beide wollen mit ihrem Engagement eine endgültige Vereinheitlichung der Fahrzeugvernetzung erreichen.

Warum ist ein gemeinsamer Standard so wichtig?                                                                               

Zu Beginn der IoT-Entwicklung brachte (fast) jeder Hersteller einen eigenen Funkstandard auf den Markt. Dadurch waren die Systeme sehr störanfällig und die Verbindung von Komponenten verschiedener Hersteller schwierig bis unmöglich. Auch die Manipulation von unbefugten Dritten wurde durch die vielen notwendigen Schnittstellen erleichtert.  Deshalb schließen sich – nicht nur im Bereich Connected Car- inzwischen immer mehr Hersteller von Smart Home Produkten zusammen und entwickeln gemeinsame Standards.

Einheitliche Datenaustauschmodelle erhöhen jedoch nicht nur die Sicherheit, sondern dienen auch als Basis für die stetig zunehmende Anzahl an Vehicle-to-Everything-Lösungen (V2X). Diese basieren meist auf WLAN-Kommunikation zwischen einem vernetzten Auto und anderen Fahrzeugen oder auch Infrakstrukturobjekten. Dabei gilt: Je mehr Autos untereinander vernetzt sind und miteinander kommunizieren, desto schneller kann Gefahrenpotenzial erkannt und den Verkehrsteilnehmern mitgeteilt werden. In der Praxis werden V2X-Lösungen verwendet um den Fahrer vor Kollisionen, Fahrzeugkolonnen, unerwarteten Spurwechseln oder Straßenbauarbeiten zu warnen.

Zukunftsvision für Connected Cars

Die GENIVI Alliance und die Open Connectiviy Foundation wollen verstärkt mit der W3C Automotive Working Group kooperieren, um alle vernetzten Autos effektiver und sicherer zu machen. Diese wird Web-Anwendungsentwicklern eine offene Web-Plattform API-Spezifikation mit Fahrzeugdaten zur Verfügung stellen.

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homeandsmart Redaktion Mariella Wendel

Studium Germanistik und Multimedia, zahlreiche Film- und Schreibprojekte, freie Autorin im Bereich Medizin, Pflege und Erlebnispädagogik. Stellt sich immer neuen technischen Herausforderungen. Kreativ und handwerklich geschickt. Heute Redakteurin bei home&smart. Mit Leidenschaft an der Entwicklung neuer Formate beteiligt. Lässt sich von Bedienungsanleitungen nicht aus der Ruhe bringen. Am Ende läuft alles rund.