Pinkelwettbewerb per App pee.win gamifiziert das Wasserlassen

Wasserfeste pBeacon-Sensoren – wo sollte man sie auch einsetzen, wenn nicht in der Toilettenschüssel? Das süddeutsche Start-up pee.win macht aus der Pullerpause reines Entertainment. Wer am längsten zielsicher pinkelt, knackt den Highscore und wird mit Prestige und Preisen belohnt. Per App erschließt sich eine Plattform mit Wettbewerbern und Herausforderern.

Die Challenge am Urinal: Bei pee.win gewinnen zielsichere Langpinkler

Pinkelwettbewerb am vernetzten Urinal

Viel trinken ist gesund, das weiß jeder. Dass die ganze Flüssigkeit irgendwann wieder aus dem Körper muss – ein alltäglicher Prozess. Die Macher von pee.win haben ein System entwickelt, das den Toilettengang gamifiziert. Ein für das nasse Milieu von Urinalen geschaffener pBeacon-Sensor wird dauerhaft in der Schüssel angebracht und misst mittels Infrarot, wie lange der Urinstrahl direkt auftrifft. Daraus ergibt sich ein Wert, der via Bluetooth Low Energy an die App übermittelt und mit den Ergebnissen von Freunden wie Fremden verglichen werden kann. Außerdem winkt Belohnung für gute Scores: pee.win hat mit Sponsoren ein Aktionssystem geschaffen. Erspielte Punkte sollen im Coupon-Shop gegen Waren eintauschbar sein; wer Challenges meistert, kann Preise gewinnen.

 

Wie funktioniert pee.win?

Geht es denn wirklich nur darum, wer am längsten kann? Bei pee.win schon. Das Konzept des Spiels ist einfach. Wie der Name schon sagt: Pee and Win. Nachdem ein Profil angelegt wurde und die App auf dem BLE-fähigen Smartphone installiert ist, muss nur noch die Blase gefüllt werden. Ist dann Zeit, sie wieder zu entleeren, wird das Smartphone mit dem pBeacon verbunden und so lange wie möglich direkt auf den Sensor gepinkelt. Schweift der Strahl zu weit ab, bleibt die Stoppuhr stehen. Die gemessene Zeit muss dann mit der pee.win-Plattform synchronisiert werden, um den erreichten Platz im Highscore festzustellen. Aus Hygienegründen empfiehlt es sich, nach dem Verbinden von App und Sensor das Smartphone in der Hosentasche zu verfrachten und vor dem Synchronisieren die Hände zu waschen.

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Wo ist pee.win bereits im Einsatz?

Wer das Pinkelspiel selbst testen will, begibt sich idealerweise mit seinem Smartphone in die Geburtsstadt des pee.win-Sensors. In Heidelberg haben bereits einige Lokalitäten IoT-Pissoirs, das Start-up hat für die ganzheitliche Erfahrung eine Tour de Pee erstellt. App runterladen, mit Freunden durch die Kneipen ziehen und schön zielen – vielleicht wird sogar der eine oder andere Highscore geknackt oder Preis gewonnen.

Es gilt den Highscore zu knacken: pee.wins Lümmelbob führt etwa in der Auflistung nach Litern

Marktchancen

Für den Health-Sektor des IoT bieten sich smarte Toiletten an – Duravit BioTracer beispielsweise misst die Bestandteile im Urin und trackt damit die körperliche Gesundheit. pee.win hingegen dient rein dem Entertainment. Als (Trink-)Spiel für den Barabend ist das Konzept gleichzeitig prädestiniert und fatal: Große Mengen an Flüssigkeit zu sich zu nehmen erhöht die Chance auf einen höheren Score, wer allerdings ausschließlich auf Alkohol setzt, wird wohl nicht mehr exakt den Sensor treffen und schlecht abschneiden. Besitzer öffentlicher Anlagen wie Bars, Restaurants oder auch allgemein zugänglicher Toiletten geben Kunden mit pee.win einen spielerischen Anreiz, eben nicht daneben zu pinkeln. Frustrierte Hausfrauen können mit der Sensor-App-Kombination versuchen, die Trefferquote auf dem heimischen Klo zu erhöhen. Oder beim Pinkelwettbewerb mit der Familie entscheiden, wer das Bad putzen muss – wer sagt, dass nur Männer zielen können?

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Preise und Verfügbarkeit von pee.win

Die pee.win-App (Android|iOS) ist kostenlos, ebenso die Registrierung auf der Plattform. Wer selbst den Sensor einbauen und damit der Öffentlichkeit oder dem eigenen Freundeskreis einen weiteren Pinkelspot zur Verfügung stellen möchte, kann ihn auf der Herstellerseite für 99 Euro vorbestellen. Ab Juni 2017 sollen die pBeacons in Serie gefertigt werden.

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homeandsmart.de Redaktion Sarah Mall

Studium der Kultur- & Medienwissenschaft, freiberufliche Tätigkeiten als Übersetzerin, Lektorin und Texterin. Neugierig und gerne auf Entdeckungsreise. Heute Redakteurin bei homeandsmart.de. Smart-Home-Technik als neues Terrain, das erforscht werden will. Mit positiver Energie und sonnengelbem Schal die Solaranlage der Redaktion.