Neue Methode ohne Kommandos Roboter durch natürliche Gedanken steuern

Die Steuerung von Robotern mittels Gedanken zählt seit Jahren zu den größten Herausforderungen im Umgang mit künstlicher Intelligenz. Im Erfolgsfall könnten Roboter alltägliche Aufgaben für Personen mit körperlichen Einschränkungen übernehmen, die ihren technischen Helfer ausschließlich über die Gedanken steuern. Einem Team des renommierten MIT als Forschungseinrichtung an der US-amerikanischen Ostküste ist es gelungen, einen Steuermechanismus alleine über die Gedanken des Steuernden zu entwickeln, der nicht auf explizite Anweisungen und Kommandos basiert.

Neue Roboter-Technik lässt die Kommandofreie Steuerung zu
Apple HomeKit Licht & Sicherheit Starter ermöglicht den einfachen Einstieg ins smarte Zuhause
Perfekt für iPhone und Co.
Works with Apple HomeKit

Smart sein und sparen: Die Apple HomeKit Startersets von tink.de ermöglichen iOS-Nutzern mit wenigen Klicks den Einstieg ins smarte Zuhause. Die Geräte lassen sich anschließend direkt im Control Center steuern.

Bei tink entdecken

Roboter mit Gedanken steuern - so funktioniert die Methode

Das Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (CSAIL) des MIT hatte es sich zur Aufgabe gemacht, bislang etablierte Formen der Roboter-Steuerung durch einen einfache und intuitive Methode zu ersetzen. Bislang waren für die Kontrolle von Robotern zur Ausführung einfacher Aufgaben verbale Kommandos oder das Denken spezieller Kommandos notwendig. Die neu entwickelte Methode macht sich ein anderes Prinzip des menschlichen Gehirns zu Nutze: Die spontane Reaktion auf Außenreize, die vom Denkenden als falsch oder fehlerhaft empfunden werden.

Roboter reagiert auf Einschätzung des Menschen

Die Methode nutzt sogenannte ErrPs - Spannungspotenziale des Gehirns, die bei der Fehlererkennung äußerer Reize aktiv werden. Der getestete Roboter des CSAIL ist darauf geschult, Hirnreaktionen des Probanden nach Ausführung bestimmter Befehle im Zeitabstand von 10 bis 30 Millisekunden zu analysieren. Werden ErrPs aktiv und als aktive Gehirnbereiche an den Roboter übermittelt, weiß dieser, dass die zuletzt ausgeübte Handlung falsch war. Eine direkte Anpassung und die Ausführung der gegenteiligen Aktion ist die Folge. Das Gedanken steuern erfolgt hierdurch somit indirekt, basierend auf einer natürlichen Hirnreaktion des Probanden.

Roboter passt sich dem Menschen an

Einen Roboter mit den Gedanken steuern zu können, bewegt sich trotz des Forschungserfolges noch immer im Anfangsstadium. Die Tests des CSAIL setzten Rahmenbedingungen eines Forschungslabors voraus, für die Verbindung zum Roboter trugen die Probanden eine EEG-Kappe zur Auswertung der Aktivität sämtlicher Hirnareale. Als großen Vorteil der Methode wertete CSAIL-Direktorin Daniela Rus ihren intuitiven Charakter. Für die erfolgreiche Steuerung des Roboters war weder Training noch Erlernen spezieller Kommandos notwendig. Stattdessen reicht die Zustimmung oder Ablehnung mit bestimmten Aktionen des Roboters aus.

Noch funktioniert die Gedankenübertragung nur unter Laborbedingungen

Vorerst Erfüllung einfacher Aufgaben

Auch die Art der zu erfüllenden Aufgaben bewegt sich in der aktuellen Testphase noch auf einem überschaubaren Niveau. Im konkreten Fall sollte der Roboter mit seinem Greifarm Farbdosen oder Drahtspulen und einen jeweils hierfür zugeteilten Behälter hineinlegen. Der Roboter legte das jeweils aufgenommene Objekt nach eigenem Ermessen ab bzw. setzte eine ablehnende Reaktion des Probanden sofort um und wählte den anderen Behälter aus. Ein erster Schritt, um auch komplexere Arbeiten und Aufgaben auszuführen und eines Tages in den Lebensalltag zu integrieren.

IKEA TRADFRI - Die günstige Philips Hue Alternative
Smarte Lampen aus Schweden
IKEA TRÅDFRI

Mit TRÅDFRI steigt IKEA in die smarte Lampensteuerung ein. Neben Einsteigersets mit benötigtem Gateway, sind viele einzelne Komponenten erhältlich und können direkt im Onlinestore bestellt werden. Dank Update jetzt auch kompatibel mit Amazon Alexa und Google Home.

Bei IKEA entdecken

Forschung zur Ausführung umfangreicher Aufgaben schreitet voran

Damit sich auch vielfältigere Aufgaben und Arbeitsschritte mittels Gedanken steuern lassen, wird in den Folgejahren eine umfassende Forschung notwendig sein. Als Ansatz für zukünftige Erfolge sieht das CSAIL die Auswertung der Intensität aktivierter Hirnbereiche bei einer Fehlentscheidung des Roboters. Anhand einer präzisen Aufzeichnung würde es möglich, den Grad des Fehlers oder Irrtums anhand der Hirnreaktion zu bemessen und das Verhalten des Roboters graduell anzupassen, um die gewünschte Verhaltensweise auszulösen.

Lesetipps zum Thema Robotik

Zenbo von Asus: Effizienter Roboter für das Smart Home
Ubtech Cruzr: Dieser Roboter entlastet den Büroalltag
Cozmo Spielroboter: Der niedlichste Assistent der Welt

Alle News aus unserer Rubrik kurz&smart
Mehr Infos und Trends zum Smart Home

Wie gefällt Ihnen dieser Artikel?
gefällt das
Gefällt mir Gefällt mir nicht
Sie können den Artikel nur einmal bewerten.
Vielen Dank für Ihre Bewertung!
homeandsmart Redaktion Alina Günder

Ausgebildete Veranstaltungskauffrau bei der FUNKE Mediengruppe, Studium der Literatur- und Kulturwissenschaften in Dortmund. Längere Auslandsaufenthalte, um Perspektiven zu wechseln. Praktika in Radio- und Printredaktionen sowie im Online-Marketing. Selbständige Autorentätigkeit bei verschiedenen Onlineformaten. Heute Redakteurin bei homeandsmart.de mit einem kritischen Blick auf neue Technologien. Dabei immer im Fokus: Wie kann smarte Technik unseren Alltag erleichtern?