Saarland statt Silicon Valley ODP S3: Ein Sprachassistent mit vielen Stimmen

SemVox ist ein kleines, aber sehr selbstbewusstes Unternehmen aus dem Saarland. Es möchte sich nicht auf eine Stufe mit Google, Amazon, Samsung und Apple stellen – sondern darüber. SemVox hält die Sprachassistenten der „Big Four“ für überbewertet. Noch konzentrieren sich die Medien vor allem auf Amazons Alexa und Apples Siri - ODP S3 kennt keiner. Ob sich das bald ändern wird?

ODP S3 - ein unpersönlicher Name, aber ein individueller Sprachassistent

Gut aufgestellt, um Investoren anzuziehen

ODP S3 ist kein eingängiger Name. Der Sprachassistent von SemVox hat auch keine charmante Stimme - und genau damit will SemVox punkten. Die Software-Plattform ODP S3 bietet allen Entwicklern die Möglichkeit, ihren eigenen Digital Assistant  zu charakterisieren. ODP S3 ist der Sprachassistent mit tausend Gesichtern: Name, Stimme, Reaktionen und Befehle können individuell an die Bedürfnisse des jeweiligen Unternehmens angepasst werden. Ein gutes Argument für Investoren. Neben mittelständischen Unternehmen wird SemVox von der deutschen Telekom, Audi und Volkswagen unterstützt.

Produkte mit  integrierter Sprachsteuerung  werden immer beliebter.

 

Mit ODP S3 bekommt jede Brand eine eigene Stimme

ODP S3 ist ein Hybrid-System

Wieso sprechen denn alle nur von Siri, Alexa und Google Assistant? Das ist einfach beantwortet. Die Unternehmen haben ein eigenes Universum geschaffen, das den einfachen Zugang zu einem großen Endverbraucher-Markt sichert. SemVox reiht ihren Sprachassistenten trotzdem selbstbewusst in die Reihe ein. Das Start-up besitzt schließlich ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal: Der Sprachassistent ODP S3 funktioniert embedded, cloud-basiert und hybrid. Heißt: Die ODP S3 Cloud-Lösungen können auf den eigenen Infrastrukturen gehostet werden, ausschließlich über das Internet kommunizieren oder beides. Die Datenhoheit ist somit gewährleistet.

ODP S3 könnte der Sprachassistent des B2B-Markts sein

Individualität und Datensicherheit prädestinieren den ODP S3 auch für den B2B-Bereich, der derzeit noch weniger bedacht wird. Ein Krankenhaus, das Sprachsteuerung während einer Operation nutzt, würde in Teufels Küche kommen, wenn es derlei sensible Daten an amerikanische Server schickt. ODP S3 gibt außerdem an, dass die Entwicklungszeit mit der Software-Plattform - im Vergleich zur Konkurrenz - auf die Hälfte sinkt. Ein interessanter Aspekt für den IoT-Bereich, der gute Chancen für Neuentwicklungen bietet – wenn man schnell genug ist.

 

Saarland statt Silicon Valley: Ein fortschrittlicher Sprachassistent

Artificial Intelligence at its best

ODP S3 will nicht nur der sicherste und schnellste Sprachassistent sein, sondern auch der Klügste. Die AI des Systems versteht nicht nur starre Befehlsformen, sondern den natürlichen Sprachfluss. Bei unvollständigen Spracheingaben fragt das System nach. Außerdem fließen Informationen über die Position des Nutzers, die Tageszeit, Gewohnheiten und Termine mit in die Antworten ein. Das System lernt also täglich dazu.

 

Gestensteuerung trifft Spracherkennung

Natürlich bewegen sich auch die Sprachassistenten der Big Four in diese Richtung. Die Saarländer können aber einen weiteren Trumpf ausspielen: Das Framework der ODP S3 Software erlaubt die Auswertung von Gestensteuerung, GPS-Daten und Spracheingabe im Kontext. Beispielsweise wäre es damit möglich, aus dem fahrenden Auto auf ein Gebäude zu zeigen und auf die Frage „Was ist das?“ eine angemessene Antwort zu erhalten. Zahlreiche Anwendungsfälle für Smart Home, Connected Car, Robotik, Industrie 4.0 und Medizin bieten sich an.

Viv Labs geht in die gleiche Richtung

So selbstbewusst sich SemVox auch gibt, einen starken Konkurrenten werden sie vermutlich so leicht nicht abschütteln: Die offene Plattform Viv Labs, gegründet von den Entwicklern von Siri, will ebenfalls Sprache und Gestik verbinden. Trotzdem geht SemVox mit derzeit etwa 50 Mitarbeitern voran und präsentiert ODP S3 auf der CeBIT 2017 in Halle 11, Stand C20 einem internationalen Publikum.

Von links nach rechts: Jan Schehl (Head of Solutions Department), Dr. Norbert Pfleger (CEO), Alexander Pfalzgraf (CTO), Jochen Steigner (CSO)

Weitere Informationen finden Sie auf der  Unternehmensseite  .

 

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homeandsmart Redaktion Alina Günder

Ausgebildete Veranstaltungskauffrau bei der FUNKE Mediengruppe, Studium der Literatur- und Kulturwissenschaften in Dortmund. Längere Auslandsaufenthalte, um Perspektiven zu wechseln. Praktika in Radio- und Printredaktionen sowie im Online-Marketing. Selbständige Autorentätigkeit bei verschiedenen Onlineformaten. Heute Redakteurin bei homeandsmart.de mit einem kritischen Blick auf neue Technologien. Dabei immer im Fokus: Wie kann smarte Technik unseren Alltag erleichtern?

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