Sigfox Schmalband Ein eigenes Netz für das Internet der Dinge

In einer Welt, in der sich alles um Breitband dreht, stellte sich Sigfox als einer der ersten dagegen und setzte auf Schmalband. Die Vision des 2009 gestarteten Start-ups mit Sitz im französischen Labège war, ein weltweites Netz für das Internet of Things zu stricken. Dafür hat es sich jetzt einen starken Partner zu Seite geholt: Telefonica. Einer der weltweit größten Telekommunikationsanbieter sieht den steigenden Bedarf an „Low-Energy“-Lösungen, der mit IoT-Technik und Smart Home einhergeht und legt so einen weiteren Meilenstein für Sigfox.

Sigfox: Großer Schritt zu auf ein einheitliches IoT

Energiesparende Alternative zu Breitband-Internet

Das Internet of Things wartet auf eine gute Alternative zu Telefonnetz, GPS und energiefressenden Funkstandards: Ein Netz, das geringe Datenmengen kostengünstig und sicher transportiert. Am Anfang hielten die meisten Ludovic Le Moan für verrückt, als er mit Sigfox den Aufbau eines weltweiten Netzes für Niedrigenergie vorantreiben wollte. Das hat sich geändert, spätestens seitdem das Unternehmen im Februar 2015 verkündete, dass es 115 Millionen Dollar Venture Kapital aufgebracht hat - bis dahin einmalig in der Geschichte Frankreichs. 

Mit Telefonica wird der Erfolg von Sigfox greifbarer

Jetzt kündigt Sigfox die Zusammenarbeit mit der Telefonica an. Das Sigfox-Netz soll künftig in das Mobilfunknetz des Providers integriert werden. Man sei auch in Gesprächen mit der Deutschen Telekom, sagte Le Moan. Damit wird der Plan, DAS globale Kommunikationsnetzwerk für IoT zu werden, immer greifbarer. Zuvor hat SigFox bereits wichtige Telekom-Providern für sich gewonnen. Von Beginn an war die Idee hinter Sigfox, mithilfe von Telekommunikationsanbietern ein länderübergreifendes Antennennetz aufzubauen. Finanziert wird das Netzwerk mit einer Grundgebühr für die IoT- und Smart-Home-Geräte, die über Sigfox verbunden werden.

Sigfox könnte das dominierende Schmalband-Netzwerk werden

Damit dem Internet of Things nicht die Puste ausgeht

Sigfox konnte bereits 31 Länder und 1,9 Quadratkilometer Fläche erobern. Im Gegensatz zu herkömmlichen Lösungen, benötigt Sigfox wesentlich weniger Energie und sorgt dafür, dass die Welt der Dinge ohne riesige Batterien oder ständiges Akkuladen auskommt. Damit werden IoT- und Smart-Home-Anwendungen zuverlässiger. Die Nutzung von Schmalband koste zu dem vier bis fünfmal weniger als die Nutzung von Mobilfunk, gibt CEO und Mitgründer Le Moan an. Angriffsmöglichkeiten von außen seien nicht möglich, da es nicht mit den IP-Netzen verbunden sei.

Wie funktioniert Sigfox?

Geräte werden durch ein kleines Sigfox-Modul mit dem Netzwerk verbunden. Die Geräte sind dann in der Lage, Kleinstmengen an Daten über das Niedrigband, typischerweise 12kb, zu senden.

Kleines Paket, für kleinen Inhalt: Das ist das Narrowband-Prinzip von Sigfox

Die Konkurrenz schläft nicht

Sigfox ist ein Pionier, aber längst nicht mehr allein im Rennen um die Kommunikationslösung für IoT-Geräte. LoRaWAN (Low Power Wide Area Network) möchte ebenfalls das energiesparende Bindeglied für die IoT-Welt werden und kann bereits Fortschritte verzeichnen. Das ioT-Start-up Actility beispielsweise konnte 25 Millionen Dollar eintreiben, um seine Softwareplattform und Komponenten zu entwickeln, die das LoRA-Protokoll unterstützen. Auch deutsche Start-ups ziehen nach: Mit Investoren wie Foxconn und Orange, Frankreichs größter Telekommunikationsanbieter, nimmt LoRa den Kampf auf.

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homeandsmart Redaktion Alina Günder

Ausgebildete Veranstaltungskauffrau bei der FUNKE Mediengruppe, Studium der Literatur- und Kulturwissenschaften in Dortmund. Längere Auslandsaufenthalte, Praktika in Radio- und Printredaktionen sowie im Online-Marketing. Selbständige Autorentätigkeit bei verschiedenen Onlineformaten und bei homeandsmart.de. Dabei immer im Fokus: Wie kann smarte Technik unseren Alltag erleichtern?

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