Das sind die Hürden im Smart Home Fallstricke im Smart Home – Das Wichtigste für Einsteiger

Smart Homes erleichtern den Alltag vieler Menschen. Sie werden immer beliebter in den verschiedensten gesellschaftlichen Gruppen. Allerdings gibt es von Anfang an einiges zu beachten, um mögliche Fallstricke und Probleme zu umgehen. Was sollten Neulinge auf dem Gebiet wissen?

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Fehler bei Kauf und Einrichtung

Bereits beim Einrichten des Smart Homes sollten wichtige Aspekte beachtet werden. Dies ist kaum verwunderlich: An diesem Punkt werden die Weichen gestellt, die später darüber entscheiden, wie einfach und alltagserleichternd die Bedienung und die Funktionen des Systems sind.

Qualität hat ihren Preis

Grundsätzlich sollten Nutzer vor einem Kauf auf die Qualität achten. Neben Markenprodukten gibt es weitaus günstigere Import-Varianten. Diese bringen allerdings viele Nachteile mit sich. Solche negativen Faktoren können sich unter anderem beziehen auf:

  • Sicherheit
  • Bedienbarkeit
  • Funktionsweise und Lebensdauer

Daher kann es sinnvoll sein, etwas mehr zu investieren, da sich dies auf Dauer auszahlen wird. Gerade für Einsteiger ist es besonders ärgerlich und frustrierend, wenn bereits nach kurzer Zeit bemerkt wird, dass das Produkt nicht das erfüllt, was der Nutzer sich erhofft hatte.

Was wird wirklich benötigt?

Zudem sollten sich Nutzer Gedanken machen, welche Anwendungen sie wirklich im Alltag benötigen. Eine Investition in etwas, dass am Ende nur selten genutzt wird, kann ebenfalls ärgerlich sein.

Andererseits sollten wirkliche benötigte Anwendungen von Anfang an nicht fehlen. Zwar gibt es je nach System die Möglichkeit eines Nachrüstens, das Vorhandensein der wichtigsten Basics kann den Zugang zum Smart Home und die entsprechende Freude daran jedoch deutlich steigern.

So können beispielsweise Personen, die einen hohen Wert auf Nachhaltigkeit legen, dies durch entsprechende Geräte im Smart Home umsetzen. Dazu gehören beispielsweise Anwendungen, die den Stromverbrauch regulieren.

Gleiches gilt für die Leistung der Heizung sowie den Wasserverbrauch. Häufig kann es zudem grundsätzlich sinnvoll sein, von Beginn an auf ein ganzes System, das zu den Wünschen und Anforderungen des Nutzers passt, anstatt auf einzelne Komponenten zu setzen.

Kompatibilität

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Kompatibilität der Komponenten untereinander. Dies ist vor allem dann relevant, wenn Möglichkeiten zur Erweiterung bestehen sollen oder einzelne Anwendungen, die benötigt werden, nicht von allen Herstellern angeboten werden. Es gibt mehrere Arten von Smart-Home-Systemen:

  • offene Systeme
  • geschlossene Systeme

Offene Systeme haben den Vorteil, dass Tools verschiedener Hersteller hierbei kombiniert werden können. Dies wird über das Funkprotokoll bzw. den Funkstandard umgesetzt. Gerade wenn mögliche Erweiterungen geplant sind, bei welchen nicht sicher ist, ob sie alle von einem einzelnen Hersteller angeboten werden, ist dies sinnvoll. Allerdings erfordern sie ein gewisses Vorwissen, können also für Einsteiger Komplikationen mit sich bringen.

Geschlossene Systeme wiederum ermöglichen nur das Einbinden von Anwendungen eines einzigen Herstellers. Auch hierbei ist das Funkprotokoll der zentrale Faktor. Dies hat für mögliche Erweiterungen entsprechende Nachteile. Allerdings ist die Nutzung gerade für Einsteiger einfacher.

Bedienbarkeit

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Neben den genannten Faktoren sollte die Bedienbarkeit von Beginn an eine Rolle spielen. Hierfür sind zum einen grundsätzliche Faktoren relevant. Wie einfach ist die Nutzung der verschiedenen Anwendungen gestaltet?

Zudem können individuelle Aspekte eine Rolle spielen. Ein System, welches für eine Person einfach zu bedienen ist, kann für andere durchaus kompliziert sein. Daher ist es wichtig, ähnlich wie bei der Qualität bereits im Vorhinein Informationen zur Bedienbarkeit einzuholen. Hierfür können Vergleiche verschiedener Produkte eine Hilfe sein, zudem gibt es die Option, den Bekanntenkreis zu konsultieren.

Rechtliches

Auch im rechtlichen Bereich kann es bezüglich eines Smart Homes Fallstricke geben. Ihr Umfang ist vom Hersteller, aber auch von anderen Aspekten wie der Versicherung und in einigen Fällen vom Nutzer abhängig.

Unklarheiten

In vielen Fällen ist beispielsweise die Haftung für Schäden, die durch ein Smart-Home-System oder einzelne Anwendungen entstehen, unklar. Das bedeutet, dass im Zweifelsfall aus rein juristischer Sicht Hersteller kaum haftbar gemacht werden können. Dies liegt daran, dass sowohl der Nutzer als auch der Anbieter, in einigen Fällen sogar weitere Personen Einfluss auf die Smart-Home-Anwendungen nehmen können.

Daher ist die Verantwortung zu klären, was nicht immer ganz einfach ist. Hat der Nutzer einen Fehler gemacht? Oder liegt das Problem beim Gerät? Oft ist der entsprechende Nachweis nur schwer zu erbringen. Solche Fälle können vor einem Kauf beim entsprechenden Anbieter angesprochen werden, womöglich gibt es hier je nach Hersteller Unterschiede im Umgang mit dem Problem und der entsprechenden Kulanz.

Eindeutigere Fälle

In anderen Fällen ist die Lage klarer. Dies ist vor allem dann gegeben, wenn die Verantwortung beim Nutzer liegt. In einigen dieser Situationen ist sogar ausschließlich der Nutzer verantwortlich und muss den entstandenen Schaden selbst tragen.

Wird zum Beispiel eine smarte Waschmaschine von unterwegs aus bedient und läuft aus (verursacht also einen Wasserschaden), ist in den allermeisten Fällen davon auszugehen, dass eine Versicherung den Schaden nicht übernimmt. Dies liegt darin begründet, dass der Nutzer, der nicht vor Ort war, dadurch fahrlässig gehandelt hat. Übrigens gilt dies nicht nur bei smarten Waschmaschinen, sondern auch für herkömmliche Modelle.

Nicht nur bei Waschmaschinen ist dieser Umstand gegeben, sondern auch in anderen Bereichen des Smart Homes. Nutzer sollten daher immer darauf achten, verantwortungsvoll mit der künstlichen Intelligenz umzugehen.

Im Zweifelsfall ist es zielführend, bei bestimmten Arbeiten, die von Robotern erledigt werden, in der Nähe zu bleiben und das entsprechende Gerät und seine Anwendung genau zu kennen. Dazu können neben dem Waschen beispielsweise auch das Mähen mit Mährobotern oder das Staubsaugen zählen.

Datenschutz und Sicherheit

Ein weiterer Faktor ist das Thema Datenschutz und Sicherheit vor Hackerangriffen. Hier sollten sich Einsteiger ebenfalls bereits vor einem Kauf informieren. Das Niveau der Sicherheit kann vom System abhängen, zudem haben Nutzer jedoch die Möglichkeit, selbst gewisse Vorkehrungen zu treffen.

Zunächst gilt, dass geschlossene Systeme in den meisten Fällen sicherer sind als offene. Dies liegt unter anderem daran, dass alles aus der Produktion eines Herstellers kommt und so Lücken unwahrscheinlicher sind.

Des Weiteren kann der Sicherheitsstandard je nach Anbieter unterschiedlich sein. Verschiedene Hersteller haben diverse Lösungen für die Sicherheit entwickelt. Nicht alle funktionieren gleich gut und effektiv.

Zudem haben die Nutzer eine Smart Homes verschiedene Möglichkeiten, selbst die Sicherheit und den Datenschutz zu verbessern. Hierfür können beispielsweise entsprechende Vorkehrungen beim WLAN getroffen werden. Unter anderem eine Änderung des Netzwerknamens, aber auch die Verschlüsslung durch Passwörter sind hierbei relevant.

Übrigens: Der Umstand, dass Dritte Daten von einem Smart Home erlangen, muss nicht immer negativ sein. In einigen Fällen kann dies sogar Leben retten. So können bestimmte Informationen, die vom Smart Home nach außen übertragen werden, beispielsweise in einem Brandfall der Feuerwehr die Arbeit erleichtern. Entsprechende Konzepte werden unter anderem an der Universität Paderborn entwickelt.

Umgang mit Problemen und Ausfällen

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Ein weiterer Faktor ist der Umgang mit Problemen und Ausfällen. Hierfür sollten Einsteiger im Bereich des Smart Homes ebenfalls gerüstet sein. Dafür sind verschiedene Aspekte relevant.

Zum einen besteht die Möglichkeit, von Anfang an zu wissen, wer bei solchen Fragestellungen Hilfe bietet. Hierfür ist es sinnvoll, die entsprechenden Kontaktformulare und Service-Hotlines zu kennen.

Des Weiteren ist des zielführend, von Beginn an die Technik möglichst gut zu kennen und diesbezüglich umfangreich informiert zu sein. Auf diese Weise können einige Fehler womöglich vom Nutzer selbst behoben werden. Dieses Wissen sollte mit jeder neuen Anwendung, aber auch bei einem Update aufgefrischt werden.

Fazit

Fallstricke bei einem Smart Home können gerade für Einsteiger in ganz verschiedenen Bereichen bestehen. Dazu gehören unter anderem Fehlentscheidungen beim Kauf, rechtliche Fragen, der Datenschutz sowie der Umgang mit auftretenden Problemen und Ausfällen. Um Frust zu vermeiden, ist es zielführend, von Beginn an auf jeder dieser Gebiete ausreichend Informationen einzuholen. Dies gilt sowohl im Allgemeinen als auch für das konkret genutzte Smart-Home-System und die entsprechenden Anwendungen.

homeandsmart.de Redaktion

Als Vordenker und Smart Home Fan der ersten Stunde, schrieb Kai bereits 2014 über IoT-Trends und testete als einer der ersten deutschen Nutzer eine große Anzahl an vernetzten Geräten. Kai begleitet als langjähriger Experte auch die home&smart-Redaktion. Bis heute genießt er täglich die Vorzüge seines professionellen Smart Homes und begeistert sich für alle innovativen Dinge im Internet.

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