Smarte Küche Küche zum Smart Home machen: Maßnahmen und Kosten im Überblick

Smart Home – das heißt für viele Eigenheimbesitzer: intelligente Beleuchtung, smartes Sicherheitssystem und eine energiebewusste Heizungssteuerung. Doch auch die Küche lässt sich mit den passenden Geräten und Verbindungen smart gestalten. Was gilt es dabei zu beachten und wie hoch sind die Kosten für eine „kluge“ Küchenkomplettausstattung?

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Mehr Sicherheit in der Küche dank Smart-Home Technologie

Eine smarte Küche bedeutet für den Nutzer in erster Linie ein Plus an Sicherheit: Wenn sämtliche Geräte mit dem Heimnetz verbunden sind, schalten sie sich beim Verlassen des Hauses automatisch ab. Qualvolle Sorgen über eine nicht abgeschaltete Herdplatte gehören damit endgültig der Vergangenheit an. Darüber hinaus übernehmen smarte Herdplatten und Öfen selbstständig die Temperaturkontrolle und lassen die Kochzeit im Vorhinein programmieren. Der Vorteil: Nichts kann mehr in Flammen aufgehen, falls der Koch abgelenkt wird. Wer noch kein Smart Home bewohnt, aber in puncto Küchen-Sicherheit günstig starten will, sollte die Priorität auf die folgenden Geräte mit relativ geringen Investitionskosten legen:

Smarte Rauchmelder
Sie können als Einstieg in die smarte Küche dienen – insbesondere, wenn Toaster, Herd und Co noch nicht über eine intelligente Anbindung verfügen. Mit einem smarten Rauchmelder an der Küchendecke braucht sich niemand mehr sorgenvoll zu fragen, ob in der eigenen Abwesenheit irgendetwas anbrennt, denn die Geräte warnen bei Rauchentwicklung nicht nur per Audiosignal, sondern schicken auch eine Push-Nachricht aufs Smartphone.

Die Basisausstattung gibt es bereits ab 37€ pro Stück, z.B. von brennenstuhl Connect. Der „Mercedes“ unter den smarten Rauchmeldern, „Nest Protect“ von Google, kostet hingegen knapp 120€. Dafür bietet das Gerät vielfältige Funktionen als Nachtlicht, Frühwarninstanz und Rauchmelder. Es unterscheidet brenzlige Situationen wie einen schwarzgebrannten Toast von gefährlicher Rauchentwicklung - dagegen löst es bei Wasserdampf nicht aus. Ein weiterer Vorteil: Dieser Rauchmelder ist auch in der Lage, geruchloses Kohlenmonoxid zu detektieren. Daher ist er insbesondere für Eigentümer und Mieter von Räumen mit alten Heizungsanlagen interessant.

Smarte Luftreiniger
Hier informiert die smarte Variante per Push-Nachricht über die Luftqualität im Raum und bringt in einer vielgenutzten Küche entscheidende Vorteile. Denn Luftreiniger filtern nicht nur Allergene und Abgase aus der Raumluft, sondern neutralisieren auch Stickstoff-Dioxid, das aus Gasherden austreten kann.

Hier beginnen die Modelle bei rund 135€ (z.B. der Xiaomi Smart Air Purifier) und enden bei knapp 500€. Bei den Luxus-Varianten lässt sich ein Luftsauberkeits-Zielwert definieren, den das Gerät selbstständig wiederherstellt, wenn eine Abweichung auftritt.

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Mehr Komfort dank smarter Geräte

Die Küchengeräte der neuen Generation bieten viel Komfort, doch sind dabei nicht günstig. Das können und kosten die beliebtesten Modelle:

Smarter Kühlschrank
Die intelligenten Kühlschränke der neuesten Generation sind nicht nur energieeffizient, sondern lassen sich zumeist auch über das Smartphone steuern. Per Nachricht wird der Besitzer z.B. darüber informiert, falls die Tür nicht korrekt verschlossen ist. Zusätzlich schicken Innenkameras bei Bedarf Bilder des Kühlschrankinhalts auf das Smartphone, sodass der Nutzer seinen Einkauf klug planen kann.

Für den smarten Kühlschrank müssen Käufer 1.700 bis 6.000€ aufbringen – je nach gewünschten Features. Beliebt ist die Samsung-Familiy-Hub-Serie ab 2700 €. Hier bietet ein integrierter Touchscreen die Möglichkeit, Kochshows zu schauen oder den Terminplan zu verwalten.

Smarte Spülmaschine
Hier steht die Energieeffizienz im Mittelpunkt: Smarte Spülautomaten können so programmiert oder über das Handy ferngesteuert werden, dass sie stets zur Uhrzeit mit den günstigsten Strompreisen aktiv sind. Per Benachrichtigung informiert das Gerät über die Restlaufzeit sowie über den Vorrat an Klarspüler und Spülmaschinentabs. Besonders interessant: Viele Geräte können bei einer Fehlfunktion vom Kundendienst per Fernwartung geprüft werden.

Je nach gewünschter Energieklasse und Ausstattung kosten die smarten Spülmaschinen zwischen 750€ und 2.000€, z.B. für das Siemens-Modell iQ700.

Smarter Herd und Backofen
Diese Geräte machen sich durch Vorheizen bereit, wenn der Nutzer ihnen das gewünschte Rezept übermittelt. Ist die programmierte Garzeit abgelaufen, sendet der Ofen eine Benachrichtigung auf das Smartphone. Zudem sorgen Luftsensoren und eine automatische Abzugshaubensteuerung dafür, dass sich fettige Dämpfe nicht in der Wohnung ausbreiten können.

Die Geräte rangieren im Bereich 1000 bis 3400€ - am oberen Ende der Preisskala findet sich zum Beispiel der N90 von Neff, der zusätzlich über Dampffunktion verfügt.

Smarte Kaffeemaschine
Wer bereits am Anfang der Woche festlegen will, wann er seinen Morgenkaffee trinken will, der ist mit einem smarten Kaffeevollautomaten bestens bedient. Die Geräte lassen sich sowohl per App fernsteuern als auch auf ein exaktes Datum mit Uhrzeit programmieren. Mahlgrad und Brühzeit kann jedes Familienmitglied im persönlichen Nutzerprofil abspeichern. Der Clou: Einige Maschinen lassen sich so programmieren, dass sie den Kaffee immer dann bereithalten, wenn der Nutzer gerade nachhause kommt.

Die Preise liegen hier zwischen 600 und 2000€, z.B. für den Miele CM 7550 Kaffeevollautomat. Besonders günstig ist die Kapselmaschine Qbo von Tschibo, die es bereits für unter 100 Euro gibt. Sie erlaubt ebenfalls das Anlegen von Benutzerprofilen und das Abspeichern von individuellen Einstellungen, die sich dann auf jede Maschine desselben Typs übertragen lassen.

Smarte Küchenmaschine
Wiegen, mixen, kochen, dämpfen, kneten – all diese Funktionen und noch mehr verspricht die neue Generation der Küchenmaschinen. Besondere Erleichterungen verspricht der Kochassistent, der den Nutzer Schritt für Schritt durch ein auf die Maschine geladenes Rezept leitet.

Der teure Klassiker in der Kategorie Küchenmaschinen heißt Thermomix und kostet über 1.300 €. Eine günstige Variante gibt es beim Discounter: den Monsieur Cuisine Connect von Lidl für knapp 400€.

Was kommt in der Summe zusammen?

Wer seine Küche vom Rauchmelder bis zur Küchenmaschine smart ausstatten will, muss mit Kosten von 4.000 bis 5.000€ rechnen, wenn er sehr preisbewusst einkauft. Etwa das Doppelte wird fällig, wenn mehr Wert auf vielfältige Funktionen gelegt wird. Besonders leistungsfähig wird das Ganze durch eine leistungsfähige Smart Home-App wie Home Connect, die alle Küchenfeatures und noch viele weitere smarte Funktionen miteinander verbindet. Zudem bieten immer mehr Hersteller kompatible Haushaltsgeräte in diesem Zusammenhang an.

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Mehr Energieeffizienz: Smarte Lösungen helfen

5.000 Euro Investition in smarte Küchengeräte – kann sich das durch die Energieersparnis auszahlen? Wenn man die durchschnittlichen Jahresstromkosten eines 3-Personen-Haushalts von 1.098€ zugrunde legt, wird das eher schwierig. Wie und Wie viel kann in der smarten Küche tatsächlich gespart werden?

  • Strom sparen als Photovoltaik-Besitzer oder per Smart Grid: Eigenheim-bewohner, die Solarstrom nutzen, können die Vorteile der smarten Küche besonders gut ausnutzen. So bietet beispielsweise Miele für die eigenen Geräte eine „Smart-Start“-Funktion an, die Spül- oder Waschmaschinen immer dann arbeiten lässt, wenn die hauseigene Solaranlage genug Energie dafür liefert. Der Nutzer muss lediglich den Zeitpunkt einprogrammieren, an dem der Spülgang spätestens durchgelaufen sein soll. Wer dagegen keine Solaranlage nutzt, sollte auf Geräte setzen, die per Smart Grid den günstigsten Strompreis im Tagesverlauf ermitteln.
  • Beispiel Kühlschrank: Zumindest Nutzer, die ein sehr altes Gerät besitzen, können den Kauf der smarten Variante durchaus in Erwägung ziehen. Denn während ein 15 Jahre alter Kühlschrank gut und gerne 600 kWh pro Jahr verbraucht und damit 180€ kostet, braucht ein Modell mit Energieklasse A+++ nur 90 kWh und 27€. Der Kauf amortisiert sich in diesem Fall zwar erst nach 10 bis 15 Jahren, doch profitiert man während der Nutzungsdauer auch anderweitig von den smarten Funktionen. Wer etwa durch die Food-Reminder-Funktion sparsamer einkauft und weniger Lebensmittel entsorgen muss, schont zusätzlich seinen Geldbeutel.
  • Beispiel Backofen: Hier ist das Einsparpotenzial eher mäßig. Während ein Altgerät im Jahr 160 kWh und 44,80€ verbraucht, liegt ein Backofen mit der Energieeffizienzklasse A+++ bei 40 kWh und 11,20€. Damit liegt die Ersparnis zwar beim Faktor 4 – in Anbetracht der hohen Anschaffungssumme der Geräte zahlt sich der Vorteil von rund 330€ in zehn Jahren jedoch kaum aus. Andererseits: Smarte Kochfelder und Öfen helfen dabei, gängige Fehler beim Energieverbrauch zu vermeiden, indem sie die Kochfeldgröße an die Topfgröße anpassen und die Temperatur automatisch abschalten, wenn der Nutzer es vergisst.

Fazit: Die Investition in eine smarte Küche lohnt sich

Noch sind smarte Küchengeräte vergleichsweise teuer in der Anschaffung, sodass sie sich allein über den Energievorteil während ihrer Lebensdauer nicht amortisieren. Dennoch steigern sie die Sicherheit und den Komfort der Bewohner und bieten Funktionen, die zu einem nachhaltigeren Lebensstil beitragen.

homeandsmart Redaktion Samira Kammerer

Teil des Gründerteams, von Anfang an mit viel Herzblut dabei. Verantwortliche für das Ressort E-Mobilität bei homeandsmart. Zu ihren Lieblingsthemen zählen außerdem smarte Gadgets, Fitness-Tracker und intelligente Haushaltsgeräte. Als Digital Native vor allem auf Pinterest und Instagram unterwegs.

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