Ferdinand-Porsche-Fern-FH testet neuartigen Sozialroboter Smarter Raupen-Roboter holt Senioren aus ihrer Einsamkeit

Wenn die körperliche Fitness langsam nachlässt und Erledigungen außer Haus immer anstrengender werden, verbringen viele Senioren oft viele Stunden oder Tage zuhause - ohne andere Menschen zu Gesicht zu bekommen. Damit es nicht zur Vereinsamung kommt, sollen Senioren in Zukunft mit einem neuen Sozial-Roboter der Ferdinand-Porsche-Fern-FH Kontakt zu Familie oder Pflegern aufnehmen können. Wir erklären, wie der smarte „Sozialarbeiter“ funktioniert.

In Zukunft werden Roboter vielleicht sogar zu Pflegern (Symbolfoto)

Sozial-Roboter kämpfen gegen Vereinsamung und Vorurteile

Es ist allgemein bekannt, dass immer mehr Menschen in Deutschland alleine leben. Senioren, die weder berufliche Kontakte noch Familienmitglieder im direkten Umfeld haben trifft es dabei besonders hart. Im schlimmsten Fall kann die so entstehende Vereinsamung sogar die Lebenserwartung deutlich verkürzen.

Die größten Herausforderungen entstehen bei der Entwicklung von Sozial-Robotern (engl. „social robot“) durch zwei sehr gegensätzliche Probleme. Zum einen ist es eine höchst komplexe Aufgabe Roboter menschlich wirken zu lassen, zum Anderen reagieren besonders Senioren sehr schnell ablehnend gegenüber Fremdem. Sie für moderne Technik zu begeistern ist oft nicht einfach.

Dass der Einsatz von Sozial-Robotern dennoch sinnvoll sein und funktionieren kann, zeigt die Roboter-Robbe Paro. Sie ist rund einen halben Meter lang, drei Kilo schwer und reagiert durch Geräusche und Bewegungen auf Menschen. Doch warum gerade eine Robbe? Ganz einfach, viele Menschen haben im Laufe ihres Lebens schlechte Erfahrungen mit Hunden oder anderen Haustieren gemacht und so reagieren vor allem Demenzpatienten manchmal unvorhergesehen panisch auf Hilfsroboter in Tierform. Die Robbe entspricht hingegen stark dem Kindchenschema und wirkt so beruhigend. Eingesetzt wird sie laut einem Bericht von welt.de bereits in circa 50 Pflegeheimen. Privatpersonen können sich den etwa 5.000 Euro teuren Sozial-Roboter hingegen wohl kaum leisten.

Bei alleinstehenden Menschen können Sozial-Roboter die Lebensqualität erhöhen

Raupen-Roboter der Ferdinand-Porsche-Fern-FH erleichtert die Kommunikation

In einem Forschungsprojekt  der Ferdinand-Porsche-Fern-FH bzw. dem Studiengang "Aging Services Management" entstand ein Roboter zur mobilen Videokommunikation. Ausgestattet mit einem Raupenfahrwerk überwindet er z.B. Türschwellen. Eine hochauflösende Kamera und ein 12 Zoll Monitor, der auf Augenhöhe ausgefahren werden kann, sorgen für einfache Kommunikation.

Der Roboter kann dabei im Notfall auch vom Anrufer (z.B. einem Pfleger) bedient werden, sofern ein alter Mensch nicht mehr in der Lage ist selbst den Anruf abzunehmen. Besonders praktisch: Sogar die Steuerung von Smart Home Geräten durch den Sozial-Roboter ist über eine Schnittstelle möglich.

Wo kommt der Sozial-Roboter zum Einsatz und was kostet er?

Laut einem Bericht von derstandard.de wird der Kommunikationshelfer wohl erst in einigen Jahren für etwa 6.000 Euro auf den Markt kommen. Hauptzielgruppe sind dabei Pflegedienste, die so leichter mit den ihnen anvertrauten hilfsbedürftigen Menschen Kontakt aufnehmen können.

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homeandsmart Redaktion Mariella Wendel

Sammelte schon im Studium Erfahrungen mit innovativen Ambient Assisted Living Geräten und bloggte viele Jahre darüber. Mariella Wendel gehört von Anfang an zum home&smart-Redaktionsteam und testete die Echo Lautsprecher bereits vor der Markteinführung in Deutschland. Außerdem verfasste sie 2017 die erste umfassende Übersicht Alexa kompatibler Geräte. Heute zählen außerdem Saugroboter, Smart Home Kameras und fernsteuerbare Gartengeräte zu ihren Lieblingsthemen.

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