Sprachassistenten im Überblick Drei Alternativen zu Amazon Echo

Zur Markteinführung im Jahr 2014 wurde Amazons Vorstoß in die Welt der Sprachassistenten noch skeptisch beäugt. Inzwischen hat sich Amazon Echo jedoch als fester Bestandteil in der Smart Home-Welt etabliert: Kein Produkt kommt mehr an der smarten Assistentin Alexa vorbei, Sprachsteuerung wurde zur Selbstverständlichkeit. Ganz klar, dass da die großen Namen der Technikbranche nachziehen mussten. Wir stellen vor: Die drei Alternativen zu Amazon Echo von Apple, Google und Lenovo.

Amazon Echo hat sich als Sprachassistenz im Smart Home etabliert

Was können Sprachassistenten?

Alexa, Siri, Google Assistant und Co. machen den Alltag im Smart Home komfortabler. Mit ihrer Hilfe lassen sich Lampen, Thermostate und vieles mehr einfach per Sprachbefehl steuern. Welche Fähigkeiten beherrschen die Sprachassistenten heute außerdem? Ein kurzer Überblick:

  • Fragen zu enzyklopädischem Wissen beantworten
  • Termine und Kontakte verwalten
  • Musik über Onlinebibliotheken wie Spotify oder Apple Music abspielen
  • Nachrichten und E-Mails vorlesen
  • Integration verschiedener Internetdienste (bspw. myTaxi oder DB Reiseplaner)
  • Nützliche Tools wie Wetter, Timer, Wecker und Verkehrsinformationen
  • Lustige Sprüche und freche Antworten, die der Künstlichen Intelligenz Persönlichkeit verleihen
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Der kleine Echo Dot ist jederzeit ansprechbar, beantwortet zuverlässig Fragen und steuert kompatible Systeme via Sprachbefehl. Aktuell ist Echo Dot bereits für 54,99 Euro statt 59,99 Euro zu haben (Stand: 15.05.2017)

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Im Alltag zeigen sich jedoch auch immer wieder unerwartete Schwierigkeiten im Umgang mit den digitalen Assistenten. Dazu zählen an erster Stelle Verständnisprobleme. Künstliche Intelligenz, so scheint es, hat aktuell noch so ihre Probleme mit natürlichem Sprachfluss. Folgefragen, die sich auf zuvor gelieferte Informationen beziehen, sind meist nicht möglich. Stattdessen werden bestimmte Stichworte oder Befehlsketten erwartet. Die klar strukturierte Sprache, nach denen die Assistenten verlangen, kann manchmal schon skurrile Züge annehmen: „Alexa, frage Home Connect Waschmaschine nach Status“ statt „Alexa, läuft meine Waschmaschine noch?“

 

Apple und Siri: Die Pioniere

Schon seit iOS 5 und dem Marktstart des iPhone 4s basteln die Visionäre aus Cupertino an der Assistentin Siri. Ihre Fähigkeiten haben sich kontinuierlich erweitert, sie stellt jetzt beispielsweise Navigationsdienste bereit und liefert die neusten Sportergebnisse. Auch das Thema Smart Home liegt bei Apple im Fokus: Mit HomeKit hält der Hersteller ein eigenes System bereit, das mit iOS 10 einen festen Platz auf dem Home-Bildschirm von iPhone, iPad und Co. erhalten hat. Damit ist es einfach, Geräte einzurichten und sie per Sprachbefehl zu steuern. Kritisiert wird Siri für ihre regelmäßigen Verständnisprobleme: Bei komplexeren Formulierungen steigt die Assistentin schnell aus. Außerdem ist die Liste unterstützter Smart Home-Geräte auffallend kurz.

Siri beantwortet Fragen bisher ausschließlich über iPad, Apple Watch, Mac und Apple TV

Zukünftig möchte auch Apple einen Lautsprecher anbieten, der sich mithilfe von Siri und der eigenen Stimme ansprechen lässt. Dabei orientiert sich das kalifornische Unternehmen ganz offenbar am Konkurrenten Amazon Echo: Wie dieser soll der Smart Home-Lautsprecher auf Zuruf reagieren, um beispielsweise Philips Hue-Lampen zu steuern oder den Netatmo Thermostat einzustellen. Darüber hinaus soll Siri sogar in der Lage sein, Nutzer anhand von Gesichtserkennung voneinander zu unterscheiden und ihre jeweilige Stimmungslage zu analysieren. Klingt unheimlich? Ein Lautsprecher, der immer zuhört, war das auch einmal...

Lenovo Smart Assistant: Amazon Echo weiterdenken

Das zylinderförmige Gehäuse von Amazon Echo, gepaart mit der textilen Oberfläche des Google Home: Lenovo vereint mit dem Smart Assistant das beste aus zwei Designwelten. Auch auf der Software-Seite setzt der Hersteller aus Hongkong auf Bewährtes. Der Lenovo Smart Assistant arbeitet mit Alexa, der Assistenzsoftware aus dem Hause Amazon. Wie Amazon Echo verschickt auch er Anfragen an die Amazon Cloud und verwendet die offizielle Alexa-App (Android|iOS) für das Smartphone. Ein riesiger Vorteil, schließlich kann der Lenovo Smart Assistant entsprechend mit allen Smart Home-Geräten und Diensten verwendet werden, die Alexa schon heute unterstützt. Zugleich hat er aber auch mit Alexa-spezifischen Nachteilen zu kämpfen: Sicherheitsbedenken, Probleme bei der Spracherkennung, etc.

Der Smart Assistant von Lenovo setzt auf die Alexa Voice Services von Amazon

Die aufpolierte Optik soll nicht das einzige Unterscheidungsmerkmal zu Amazon Echo bleiben. Lenovo soll sich bei der Entwicklung des Smart Assistant auf die Klangwiedergabe konzentriert haben. Neben dem Standardmodell kommt eine Harman Kardon-Ausführung auf den Markt, die HD-Sound bietet. Mit acht verbauten Mikrofonen und Geräuschunterdrückung soll der Lautsprecher Stimmen noch besser verstehen können. Hübscher, besserer Klang und dabei auch noch preisgünstiger – das klingt nach einem Erfolgskonzept! Wir sind auf die ersten Testberichte gespannt. Der Lenovo Smart Assistant wird voraussichtlich im Mai dieses Jahres auf den Markt kommen.

Google Home: AI auf breiter Datenbasis

Unter dem Codenamen „Chirp“ hat Google an einer eigenen Antwort auf den Amazon Echo getüftelt. Im November 2016 kam - zunächst nur in den USA - unter dem Namen Google Home ein Lautsprecher auf den Markt, der mit dem von Android-Smartphones bekannten Google Assistant ausgestattet ist. Seitdem häufen sich Berichte über seine überlegene Spracherkennung und Begeisterung über die frechen Antworten, mit denen der Google Assistant auf Nutzerfragen reagiert. Aktiviert mit dem Stichwort „Ok Google“ beantwortet der Assistent Fragen, verwaltet Kalender, gibt Musik wieder und steuert Smart Home-Komponenten – ganz ähnlich wie Amazons Alexa.

Google Home begeistert mit starker Spracherkennung durch den Google Assistant

Eine der größten Stärken des Google Assistant ist die Spracherkenung. Wie von dem Suchmaschinengiganten nicht anders zu erwarten, setzt Google auf seine riesige Datenbasis gepaart mit Künstlicher Intelligenz, um treffende Antworten für seinen Assistenten zu liefern. Anhand der Informationen aus dem persönlichen Google-Konto gelingen ihm maßgeschneiderte Dialoge. Abstriche muss der Google Assistant bislang in Sachen Smart Home machen. Hier hat die Alexa-Plattform mit über 3.000 Skills einen immensen zeitlichen Vorsprung. Doch Google legt nach, in einem ersten großen Update nach der Markteinführung zogen zwölf neue Partner, darunter August, LIFX und Logitech Harmony, auf die Plattform.

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homeandsmart Redakteurin Franzsika Pfeiffer

Studium Germanistik und Multimedia in Karlsruhe, Mitarbeiterin der Arbeitsstelle Bertolt Brecht am KIT, freiberufliche Texterin für verschiedene Onlineformate. Auf Du und Du mit dem Raspberry Pi und dem Smart Home Marke Eigenbau. Immer auf der Suche nach spannenden Open Source-Projekten.