Kaffeebestellung mit Alexa Starbucks‘ neue Barista – Katastrophe vorprogrammiert?

Wer Starbucks liebt, nimmt längere Wartezeiten bei der Kaffeebestellung stoisch hin. Erleichterung, wenn der eigene Name endlich auf dem Kaffeebecher erscheint. Starbucks, bekannt für das Augenmerk auf persönlichen Service, will Warteschlangen verkürzen: Per Sprachbefehl ins Smartphone oder an Amazon Echo wird das personalisierte Getränk vorbestellt und steht wenige Minuten später in der nächstgelegenen Filiale zur Abholung bereit. Den Kaffee online vorbestellen - das wird durch das Upgrade der Order-And-Pay-App also noch einfacher. Ob das für Schweißausbrüche bei den echten Baristas sorgt? Und wie viele verwaiste, kalte Cappuccinos wohl demnächst die Starbucks-Tresen zieren?

Per Sprachbefehl an Alexa zu Kaffee und Kuchen

Alexa-Skill: My Starbucks Barista-App mit Spracherkennung

Mit den neuen Funktionen für die Starbucks-Smartphone-App greift der Kaffeekonzern den Trend stimmbasierter Technologie auf. Ein virtueller Assistent soll die Bestellung noch einfacher und zeitsparender gestalten. Wünsche des Kunden werden über Sprachbefehle entgegengenommen, gezahlt wird direkt in der App. Die Benutzeroberfläche für den Bestellprozess erinnert an ein Chatprogramm wie Whatsapp. Darüber bestätigt der Assistent die Bestellung, stellt Rückfragen und meldet, wann und in welcher Filiale die Bestellung abgeholt werden kann. Alles soll genauso funktionieren wie beim Barista an der Ladentheke. Auch Sonderwünsche nimmt der virtuelle Assistent von Starbucks geduldig entgegen.

Zum How-To-Video zur sprachgesteuerten Bestellung bei Starbucks

„Alexa, order my Starbucks!“

Mithilfe eines neuen Skills für Amazons Alexa kann der Getränkewunsch auch an einen Amazon Echo-Lautsprecher oder ein vergleichbares Gadget mit Alexa-Unterstützung gerichtet werden. Wie auch der Sprachassistent der Starbucks-App, nimmt Alexa die Kaffeebestellung auf und leitet sie an die nächste Filiale weiter. Eine Einschränkung gibt es allerdings: Amazon Alexa kann nur wiederkehrende Bestellungen auslösen, die bereits in der My Starbucks Barista-App gespeichert sind. Die installierte Starbucks-App samt Account ist also Voraussetzung, um den neuen Alexa Skill zu nutzen.

Wie soll Ihr Kaffee schmecken? Die Preorder-App schlägt in Amerika voll ein.

Amazon Alexa als Barista: Zeitersparnis oder Irrsinn?

Starbucks ist in Amerika quasi eine Institution. Für viele gehört der morgendliche To-Go-Becher zur Tagesroutine. Auch in Deutschland ist der Umsatz der Kaffee-Kette in den letzten Jahren stetig gestiegen. Die Idee, den Kaffee für morgens um 6 Uhr vorzubestellen und Warteschlagen zu umgehen ist in der Theorie nicht schlecht. Logistisch gesehen ist Starbucks mit seinem Preorder-System im ersten Quartal 2017 bereits in die Bredouille gekommen. Vor allem stellt sich die Frage, ob diese Art des Bestellprozesses einen verbesserten Service darstellt oder die Menschen noch mehr stresst. Dabei sind sowohl die Konsequenzen für die Baristas hinter der Theke als auch für die Kunden zu bedenken.

Gefällt Alexa-Skill den Starbucks-Stammkunden?

Bisher wird ein Kunde nach dem nächsten bedient. Jeder muss warten, bekommt aber seinen Kaffee vor den eigenen Augen zubereitet und erhält ein frisches Produkt. Oft werden die Kunden dabei mit Namen angesprochen. Starbucks setzt auf persönliche Beziehung - in Amerika noch stärker als in Deutschland. Ob diese Strategie weiterhin funktioniert, wenn sich Onlinebesteller in die Schlange mogeln und die Baristas auf den Punkt genau abliefern müssen? Auch die Kunden sind auf einmal unter Zeitdruck. Dauert der Weg zur Arbeit mal länger, kommt noch ein Anruf rein oder der Kollege auf einen Plausch vorbei – dafür ist dann eigentlich keine Zeit.

Stammkunden rennen Starbucks seit Einführung der Preorder-App davon

Beta-Phase für Alexa-Skill & amerikanische iPhone-Nutzer

Vorerst ist die neue Version der My Starbucks Barista-App inklusive Starbucks-Assistent und Alexa-Skill den Kunden aus den USA vorbehalten. Starbucks hat angekündigt, in einem ersten Beta-Test zunächst etwa eintausend Kunden mit iOS-Geräten den Zugang zur digitalen Kaffee-Assistenz zu gewähren. Der offizielle Arbeitsbeginn für Alexa soll dann im Sommer 2017 liegen. Android-Nutzer sind Ende des Jahres dran. Vielleicht ist die Idee bis dahin aber auch längst kalter Kaffee.

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homeandsmart Redaktion Alina Günder

Ausgebildete Veranstaltungskauffrau bei der FUNKE Mediengruppe, Studium der Literatur- und Kulturwissenschaften in Dortmund. Längere Auslandsaufenthalte, Praktika in Radio- und Printredaktionen sowie im Online-Marketing. Selbständige Autorentätigkeit bei verschiedenen Onlineformaten und bei homeandsmart.de. Dabei immer im Fokus: Wie kann smarte Technik unseren Alltag erleichtern?

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