Wie viel Strom braucht ein Smart Home? Stromversorgung im Smart Home: So lassen sich Kosten senken

Für ein Smart Home spricht, dass die Technik beim Energiesparen hilft. Das ist der meistgenannte Grund für Smart Home-Technik. Es ist richtig, dass sich vernetzte Lampen und Steckdosen auf den Stromverbrauch positiv auswirken. Smarte Thermostate helfen dabei die Heizkosten zu senken. Sie eliminieren unnötigen Verbrauch. Doch diese Geräte brauchen ebenfalls Strom. Drahtlose LED-Lampen und Funksteckdosen beziehen ihre Energie aus dem Netz, genauso wie die Funkzentralen für die verschiedenen Systeme. Um jederzeit einsatzbereit zu sein, sind auch Multiroom- und Smart-Speaker mit Sprachsteuerung darauf angewiesen, permanent mit dem Stromnetz verbunden zu sein. Dabei verbrauchen diese Geräte im Standby-Betrieb unterschiedlich viel Strom. Wer hier schon beim Kauf auf einen geringen Stromverbrauch im Standby-Betrieb achtet, kann zusätzlich Energie und damit Geld sparen.

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Steuersysteme brauchen eine effiziente Versorgung

Die Grundlage eines Smart Homes liefert ein Steuersystem, bestehend aus „Aktoren“, „Sensoren“ und der Leitung. Aktoren sind beispielsweise Türöffner, der Fernseher oder der Küchenherd. Zu den Sensoren zählen Bewegungsmelder oder Temperaturfühler. Diese sammeln Daten, die über die Steuerleitung an die richtige Adresse übertragen werden.

In Smart Homes sind Steuersysteme für viele kleine Geräte mit geringer Leistungsaufnahme notwendig, die ständig im Standbybetrieb sind, bis sie gebraucht werden. Damit hier der Stromverbrauch durch den Standbybetrieb nicht enorm ansteigt, sind entsprechende Netzteile mit einem sehr geringen Standby-Verbrauch notwendig. Dafür gibt es Mini-Netzteile, die sich sowohl für den Einbau direkt auf der Platine als auch „off-board“ eignen und einen Standby-Verbrauch im Milliwatt-Bereich haben. Diese kleinen Netzteile liefern lokal die DC-Power, die für die intelligente Gebäudeautomation notwendig ist, und bieten gleichzeitig ein hohes Maß an Sicherheit.

Wie helfen intelligente Steckdosen?

Mithilfe intelligenter Steckdosen, die auch Zwischenstecker oder Smart Plugs heißen, lassen sich Geräte, die mit dieser Steckdose verbunden sind, individuell steuern. Über das Internet ist es möglich, die Stromversorgung zu kontrollieren und die Geräte ganz nach Bedarf ein- und auszustellen. Damit lässt sich der Stromverbrauch im Smart Home sehr gut kontrollieren. Die Handhabung der intelligenten Steckdosen ist sehr einfach. Dafür braucht niemand spezielle elektrotechnische Kenntnisse. Die smarte Steckdose kommt einfach in eine vorhandene Steckdose, die bereits am zentralen Stromnetzwerk angeschlossen ist. Die erweiterte Steckdose versorgt normale Haushaltsgeräte mit Strom, wie den Fernseher oder die Kaffeemaschine.

In die smarten Steckdosen ist eine Empfangs- und Sendekomponente eingebaut, die sich mit einem Router verbinden lässt. Für die Steuerung gibt es von den meisten Herstellern die passende App, die sich einfach auf dem Smartphone installieren lässt. Nach dem erfolgreichen Verbindungsaufbau zur Steckdose lässt sich das angeschlossene Gerät und dessen Stromversorgung aus der Ferne steuern. Es lassen sich beispielsweise bestimmte Uhrzeiten einstellen und die Stromversorgung anpassen.

Welche Vorteile haben intelligente Steckdosen?

Intelligente Steckdosen im Haushalt sind attraktiv. Damit lässt sich der Stromverbrauch optimieren und Stromfresser lassen sich besser kontrollieren. Die meisten intelligenten Steckdosen sind per App über das Smartphone steuerbar. Sie messen auch den Stromverbrauch der angeschlossenen Geräte, sodass dieser genau in der App angezeigt wird. Kommt es zu einem Stromausfall oder anderweitigen Störungen, kann der Nutzer die App so einstellen, dass er eine Push-Nachricht bekommt und so jederzeit über den Status des Gerätes informiert ist. Kommt es zu einem Zwischenfall zuhause, sind die Bewohner auch bei Abwesenheit bestens informiert. Sie können auch aus der Ferne eingreifen und die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen treffen, um einen möglichen Schaden zu begrenzen.

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Intelligente Steckdosen können noch mehr. Sie messen beispielsweise auch die Temperatur im Raum. Wer diesen Komfort bei sich zuhause genießen möchte, muss zunächst Geld investieren. Die smarten Steckdosen kosten um die 30 Euro im Handel. Der Kauf amortisiert sich im Lauf der Zeit durch die bessere Kontrolle und die Stromersparnis. Darüber hinaus bieten sie ein hohes Maß an Flexibilität, was den Nutzern das Leben wesentlich erleichtert.

Vor der intelligenten Steckdose gab es schon Möglichkeiten, bestimmte Elektrogeräte zu steuern. Diese analogen Zeitstecker oder Zeitschaltuhren ließen sich so einstellen, dass das angeschlossene Gerät sich zu einer bestimmten Uhrzeit ein- und wieder ausgeschaltet hat.

Wie viel Geld lässt sich mit intelligenten Steckdosen sparen?

Wie viel Geld sich damit sparen lässt, hängt von der individuellen Wohnsituation ab. Die Leerlaufverluste von verschiedenen Elektrogeräten, also der Betrieb im Standby-Modus, liegt laut Umweltbundesamt bei mehreren Milliarden Euro allein in Deutschland. Die Xbox beispielsweise verursacht bis zu 40 Euro Extrakosten, wenn sie das ganz Jahr im Standby-Modus in Betrieb ist. Die EU-Ökodesign-Richtlinie hat mittlerweile allerdings festgelegt, dass ein Gerät nur noch maximal 1 Watt Leistung im Standby-Betrieb haben darf. Doch selbst die smartesten Plugs haben Strombedarf. Wenn ein Gerät mit 1 Watt an 365 Tagen 24 Stunden eingeschaltet ist, ergibt sich daraus folgender Stromverbrauch:

1 Watt x 365 Tage x 24 Stunden = 8,76 kWh. Bei einem Strompreis von 0,30 Euro pro kWh ergeben sich 2,63 Euro Stromkosten. Sind dann gleich mehrere solcher Smart Plugs in Betrieb, summiert sich das.

Wer also ein Entertainment-System mit mehreren angeschlossenen Geräten hat, kann ordentich sparen, wenn sie alle zusammen an einem Smart Plug angeschlossen sind. Je nach Kosten für die Steckdose amortisiert sich diese innerhalb kurzer Zeit.

Wie Bewegungsmelder im Smart Home helfen

Das Licht im Flur oder im Treppenhaus ist oft über viele Stunden eingeschaltet, obwohl es nur ein paar Minuten gebraucht wird. Wenn kein Zeitschalter installiert ist, der das Licht nach ein paar Minuten immer wieder selbst ausschaltet, geht das ganz schön ins Geld. Bewegungsmelder sind sehr hilfreich, wenn es darum geht, die Stromkosten zu senken. Klassische Bewegungsmelder zu installieren ist sehr aufwendig. Das übernimmt am besten ein erfahrender Elektriker. Die neuen, smarten Bewegungsmelder lassen sich sehr einfach mit Schrauben oder Kleber an der gewünschten Stelle montieren. Ein Stromanschluss ist nicht notwendig, da sie mit Batterien arbeiten. In der zum Produkt gehörigen App lassen sich die Sensoren konfigurieren und so einstellen, dass die dazugehörige Lampe sich einschaltet, wenn der Sensor Bewegung meldet und das Tageslicht nicht mehr ausreichend ist.

homeandsmart Redaktion David Wulf

Smart Home Experte und seit der Gründung bei home&smart. Geschäftsführer und Redaktionsleiter mit Blick für die neuesten Marktentwicklungen, außerdem als Referent auf zahlreichen Messen & Events vertreten. Stets up to Date über die aktuellen Trends und Entwicklungen im Bereich Smart Home, E-Mobilität und Sprachassistenten. Die Frage nach dem vernetzten Leben von morgen ist sein Lebenselixir.

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