Sensoren vermessen das Zuhause Ein Supersensor statt vieler IoT-Geräte

Synthetic Sensors ist der Name des Projektes eines dreiköpfigen Studenten-Teams aus den USA. Aus diesem ist ein Sensor hervorgegangen, der nicht größer ist als ein Leibniz-Keks ganze Räume automatisiert überwachen kann. Er kombiniert alle Sensoren, die üblicherweise in kommerziellen Geräten und wissenschaftlichen Projekten genutzt werden auf nur einer kleinen Platine. Das macht ihn zu einem wahren Supersensor.

Das Projekt Synthetic Sensors hat einen kleinen Hardware-Chip entwickelt, der das gesamte Smart Home steuern kann

Alle Smart Home Geräte ersetzt durch einen einzigen Sensor

Mit dem Internet of Things können bereits unzählige Geräte durch ihre smarten Gegenstücke ersetzt werden. Kühlschrank, Waschmaschine, Deckenleuchte - alle sind online und machen dem Nutzer das Leben ein Stück bequemer. Den Geldbeutel allerdings auch umso leerer. Wer theoretisch alle Elektronik im Haus durch IoT-Geräte ersetzen wollte, müsste einiges investieren. Ein weiterer Schwachpunkt des Konzepts ist, dass die Kommunikation der Geräte untereinander eher die Ausnahme bildet. Das Projekt Synthetic Sensors bringt einen innovativen Ansatz mit ins Spiel, der diese Schwachstellen umgeht: Anstatt unzählige smarte Elemente im Haus zu verteilen, reicht nur eine dieser Platinen, um einen Raum zu überwachen. Auf den Einsatz einer Kamera als Mittel der Erfassung wurde dabei bewusst verzichtet - zugunsten der Privatsphäre im Haus. Ganz davon abgesehen, dass eine Kamera auch überhaupt nicht nötig ist.

Der Supersensor kann die verbrauchte Wassermenge berechnen

Ein Supersensor für alle Fälle

Der Sensor kann über einen Adapter einfach in die Steckdose gesteckt werden und verrichtet von da aus sein Werk. Per WLAN verbindet er sich mit dem Backend in der Cloud. Kommt der Hausbewohner in die Küche und schaltet den Herd ein, wird dies von einer Vielzahl der Sensoren registriert. Audio, Vibration, Licht, Hitze - alles bildet ein Muster, das dem System mitteilt: Jemand benutzt den Herd in der Küche. Aber es geht noch genauer. Einer der synthetischen Sensoren im Badezimmer könnte den Verbrauch der Papierhandtücher ermitteln und bei niedrigem Vorrat eine Nachbestellung auslösen. Die Nutzung der Handtücher wird vom Akustik- und Beschleunigungssensor registriert, woraufhin sich ein weiterer Sensor einschaltet, der nun akustisch die Anzahl der abgerissenen Handtücher mitzählt, die dann abspeichert werden kann. Einen ähnlichen Ansatz findet man bei der Notion-Bridge – einem Gerät, das über acht Sensoren diverse Zustände im Haus misst, und per App den Nutzer informiert, ob alles noch regulär läuft. Sämtliche Rohinformationen, die das Synthetic Sensor-System ermittelt, können für die Entwicklung weiterer Anwendungen genutzt werden und stehen offen zur Verfügung. Ein deutlicher Vorteil gegenüber IoT-Geräten, bei denen man voll und ganz auf die Weiterentwicklung oder auch Fehlerbehebungen seitens des Herstellers angewiesen ist.

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Fazit

Habe ich den Herd auch wirklich ausgeschaltet? Eine Frage, die sich jeder mindestens einmal nach Verlassen des Hauses gestellt haben dürfte. Diese könnte in Zukunft durch eine Sprachabfrage über das Smartphone, das per App auf den Synthetic Sensor zugreift, beantwortet werden. Das konkrete Beispiel ist bisher noch fiktiv, zeigt aber, in welche Richtung sich das Projekt entwickelt: Neuronale Netzwerke, die sich selbst durch Mustererkennung weiterbilden. Das Projekt Synthetic Sensors zeigt, wie sich diese Technologie auf das Smart Home übertragen lässt. Obsolet werden Smart Home-Geräte dadurch wohl nicht, aber vielleicht findet sich ein Weg, beide Ansätze miteinander zu verbinden.

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Verfügbarkeit Synthetic Sensor

Bisher ist der Supersensor noch in der Entwicklung. Neuigkeiten lassen sich auf der Website des Entwicklers Gierad Laput verfolgen.

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homeandsmart Redakteurin Janin Kaiser

Ausbildung und Arbeit als Fotomedienfachfrau. Aufgrund von großem IT-Wissensdurst anschließend Schwenk zur Fachinformatikerin Systemintegration. Immer schon begeistert von der digitalen Welt und den neuen Möglichkeiten smarter Technologie. Besondere Herzensangelegenheiten: Datenschutz und Datensicherheit für Endnutzer.