Gemeinsame Vision von Home-To-Car Blau trifft Pink: VW arbeitet mit Telekom Smart Home Plattform

Der Trend zu vernetzten Geschäftsmodellen setzt sich weiter fort. VW als Experte für Mobilität und die deutsche Telekom als IT- und Kommunikationsexperte wollen in Sachen Connected-Car-Technologie und Smart-Home-Lösungen gemeinsame Wege gehen. Die verbreitete Telekom Plattform Qivicon wird mit dem VW Auto verbunden. Ein cleverer Schulterschluss für beide Parteien.

VW arbeitet mit Magenta SmartHome

VW unternimmt kleine und große Schritte zu Home-To-Car

Vor kurzem noch präsentierte Deutschlands führender Automobilkonzern VW seine Vision auf dem Genfer Autosalon: „Sedric“ ist starke Antwort auf eine der vielen Zukunftsfragen, die den Konzern derzeit umringen. Der Prototyp des geplanten autonomen E-Autos ist Teil der angekündigten „TRANSFORM 2025+“-Zukunftsstrategie, die auf mehr Konnektivität und Elektromobilität setzt und den Konzern neu aufstellen soll. Ähnliche Ansätze verfolgt man mit neuen Kooperationen, etwa mit der Hörmann-Gruppe, dem führenden Anbieter für Türen und Tore und dem Start-Up-Unternehmen Bird Home Automation, das mit Erfolg die smarte Video-Türsprechanlage DoorBird vertreibt. Volkswagens Car-Net-App beziehungsweise das Infotainment-System des VW-Fahrzeugs erweitert somit ständig seine Kompatibilität zu Smart Home Produkten externer Hersteller. Dies sind nun kleine, smarte Schritte, die Volkswagen da bisher gegangen ist. Mit der Deutschen Telekom-Kooperation zieht der Automobilkonzern die Geschwindigkeit deutlich an:

Ausgangspunkt der Zusammenarbeit soll Telekoms herstellerübergreifende Smart-Home-Plattform Qivicon darstellen, die den Zugriff auf Geräte gewährleistet, die mit Qivicon vernetzt sind. Durch die Unterstützung zahlreicher Funkstandards bietet die Qivicon Smart Home Zentrale ein offenes Smart Home System mit vielen Vernetzungsmöglichkeiten. Dazu zählen auch die Smart-Home-Produkte der Deutschen Telekom selbst.

VW stellte den GTI Prototypen mit vernetzter Magenta Lösung auf der CeBIT vor

Mirrorlink und Magenta-Smart-Home

Die Verbindung zwischen Fahrzeug und Smart Home erfolgt mithilfe VWs MirrorLink-App. Darüber haben Autofahrer Zugriff auf die Schnittstelle der Qivicon. Die Plattform wiederum ist vernetzt mit weiteren Apps, die die Steuerung smarter Geräte ermöglicht. So gelingt der direkte Zugriff via MirrorLink auf Telekoms Smart-Home-Lösung Magenta. Einzelne Geräte lassen sich direkt vom Auto aus steuern – das geht nun weit über das Garagentoröffnen oder die Bedienung der Freisprechanlage hinaus: Über MirrorLink lässt sich die Heizung bereits auf dem Nachhauseweg vom Auto aus anschalten. Wenn es morgens zu hektisch war, werden die Rolladen unterwegs runter gelassen. Die Sicherheits-Kamera schickt ihre Bilder direkt ins Auto, sollte der Alarm ausgelöst werden. Die ganze Spannbreite der Dienste, auf die Fahrer von ihrem Fahrzeug aus zugreifen können, soll nach dem Pay-Per-Use-Prinzip berechnet werden. Die Daten werden cloud-basiert zwischen Haus und Wohnung verschickt – und nur bei Bedarf berechnet.

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Ein neues Kriterium beim Autokauf?

Das Smart Home vom Auto aus steuern ist nun kein Novum. Immer mehr Automobilkonzerne setzen auf die Connected-Car-Technologie und streben mehr Konnektivität und Elektromobilität an. Volkswagen hinkt in der Umsetzung der smarten Zukunftsstrategie vergleichsweise hinterher. Konkurrent BMW ist längst vernetzt mit der Qivicon-Plattform. Fahrer der vernetzten Modelle können über das Borddisplay smarte Anweisungen geben und ähnlich wie bei VW etwa, Standbilder der Überwachungskameras übertragen lassen. Insgesamt werden sich die Automobilhersteller in ihren Home-to-Car-Lösungen in Zukunft sicherlich diversifizieren. Ob beispielsweise Smart Home Assistenten wie der Google Assistant oder Amazon Alexa in das Infotainment-System integriert werden, macht (zumindest derzeit) einen großen Unterschied in Hinblick auf Verknüpfungsmöglichkeiten. Ein wichtiges Kriterium beim Autokauf könnte in Zukunft also die integrierte Smart Home Plattform sein.

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homeandsmart Redaktion David Wulf

Studium Wirtschaftsingenieurwesen in Karlsruhe. Praktika in der Energiewirtschaft. Heute Projektleiter bei homeandsmart.de. Fasziniert von denkenden Dingen. Mit dem ersten Kaffee bereits die neuesten Smart Home Marktentwicklungen intus. Hält die Redaktion mit Elan und guter Laune auf Trab. Spinnt die Fäden im Hintergrund und schreibt an vorderster Front – immer die Frage im Kopf: Wie sieht das Leben von morgen aus?