Deshalb sind Zahlungsdienstleister so beliebt Zahlungsdienstleister – eine Chance für Online Shops und Kunden

Das Jahr 2020 brachte einen gewaltigen Boom im Bereich des Online Shoppings. Durch die zahlreichen Ladenschließungen im Frühjahr mussten auch Unterstützer des örtlichen Einzelhandels vermehrt die Dienste des Onlinehandels nutzen. Doch vielen Händlern vermiest eine geringe Auswahl an möglichen Zahlmethoden oft das Geschäft. Besonders gängig sind dabei Zahlungen über PayPal oder Kreditkarte, denn damit kann der Verkäufer auf Nummer Sicher gehen.

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Doch nicht alle potentiellen Kunden besitzen eine eigene Kreditkarte oder ein PayPal Konto und möchten dies auch nicht ändern. Der große Nachteil im Bereich Käuferschutz liegt bei VISA oder Master auf der Hand: Dabei wird das Geld sofort beim Kauf vom Bankkonto des Kunden abgebucht beziehungsweise auf dem Kreditkartenumsatz belastet. So fehlt dem Kunden die Gelegenheit, das bestellte Produkt in Ruhe zu begutachten. Sendet er es dann als Retoure zurück an den Versandhandel, dauert es oft lange, bis der Betrag wieder gutgeschrieben oder zurücküberwiesen wird. Moderne Zahlungsdienstleister unterstützen Unternehmen beim Eintreiben ihrer Forderungen, ermöglichen aber gleichzeitig den Rechnungskauf für Kunden.

Deshalb lehnen viele Online Shops den Kauf auf Rechnung ab

Wer im Internet einkauft und vielleicht sogar vorhat, manche Artikel nach der Anprobe gemäß Fernabsatzgesetz wieder zurückzusenden, zahlt in der Regel erst dann gerne, wenn feststeht, dass die Bestellung behalten wird. Denn auch wenn Unternehmen Beträge für retournierte Gegenstände bei Kreditkartenzahlung wieder zurücküberweisen müssen, nimmt dieser Vorgang oft sehr viel Zeit in Anspruch. Erst wenn das retournierte Produkt wieder entgegengenommen und eingebucht wurde, kann die Buchhaltung die Erstattung des Betrags in die Wege leiten. Bei der Kreditkarte wird die Gutschrift dann häufig sogar erst im Folgemonat sichtbar. Eine Sofortzahlung bei Bestellung beeinträchtigt also die Liquidität von Kunden, weshalb der Rechnungskauf meist bevorzugt wird.

Dennoch scheuen sich einige Versandhäuser davor, Kauf auf Rechnung anzubieten. Zu schlecht ist die Zahlungsmoral einiger Kunden, die erst nach mehrmaliger Aufforderung oder nach Übergabe an ein Inkassobüro den ausstehenden Betrag begleichen. Oft kann die Buchhaltung das Eintreiben offener Rechnungen einfach nicht stemmen oder aber die Liquidität des Unternehmens selbst erlaubt wenig Spielraum. In der Regel liegt es also nicht daran, dass Onlineshops ihren Kunden nicht mehr Komfort bieten möchten, sondern schlichtweg daran, dass sie um ihre Existenz fürchten, welche Nichtzahler gefährden würden.

Kompromiss für Shop und Kunden: Zahlungsdienstleister

Was das sogenannte Factoring für Unternehmen ist, ist die Zahlung über einen Drittanbieter für Privatkunden. Zahlungsdienstleister wie Klarna, PayPal oder BillPay sorgen dafür, dass Unternehmen ihr Geld sicher erhalten und nehmen ihnen die Arbeit rund um Mahnwesen, Inkasso und Geldeingang ab. Die Unternehmen treten ihre Forderungen dabei an den Zahlungsdienstleister ab und lassen diesem freie Hand beim weiteren Prozedere. Ihre Rechnung leiten sie nach Bearbeitung einer Bestellung an den Drittanbieter weiter und konzentrieren sich auf den Versand.

Während PayPal das Geld des Kunden direkt bei der Sofortzahlung an den Verkäufer weiterleitet, überweise Klarna Unternehmen offene Beträge zu einem bestimmten Zeitpunkt - auch dann, wenn der Kunde noch nicht bezahlt hat. So können sich Unternehmen absichern und Kunden erhalten ihr Geld im Zweifel schnell zurück.

Weitere Vorteile für den Kunden

Wer über den Kauf per Rechnung online Waren bestellt, genießt aber auch einen größeren Schutz seiner Daten. Der Bestellprozess läuft dabei ganz normal ab, doch die Eingabe sensibler Kontoinformationen oder das Hinterlegen von Kreditkarteninformationen entfällt dabei. Indem man die Zahlungsart Klarna, BillPay oder PayPal wählt, wird man bei Abschließen der Bestellung direkt zur sicheren Seite des Zahlungsdienstleisters weitergeleitet.

Neben dem Datenschutz fällt aber auch die Rückbuchung der Kosten für retournierte Waren leichter. Kunden können bei Klarna meist direkt warten bis die Rechnung fällig wird und erst dann überweisen. Wird der Artikel, beispielsweise ein e-Book Reader zurückgeschickt, kann man die Zahlung ausfallen lassen. PayPal sorgt für eine schnelle Rückerstattung bereits überwiesener Beträge und schützt so den Käufer.

Mehr Freiheit beim Online Shopping

Beim Kauf auf Rechnung ist die Liquidität des Kunden nicht so stark gebunden. Das bedeutet, er kann im Falle eines Mangels oder einer Retoure über sein Geld verfügen, ohne einen langwierigen Rückerstattungsprozess zu erdulden, während der Verkäufer weiß: Schulden werden beglichen.

homeandsmart Redaktion Samira Kammerer

Teil des Gründerteams, von Anfang an mit viel Herzblut dabei. Verantwortliche für das Ressort E-Mobilität bei homeandsmart. Zu ihren Lieblingsthemen zählen außerdem smarte Gadgets, Fitness-Tracker und intelligente Haushaltsgeräte. Als Digital Native vor allem auf Pinterest und Instagram unterwegs.

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