Unser Test-Fazit zum Hoymiles HiOne Stromspeicher
Der Hoymiles HiOne hinterlässt im Test einen guten Gesamteindruck. Die Installation verlief reibungslos, das Gehäuse ist kompakt und hochwertig verarbeitet, und das System reagiert in der Praxis schnell und zuverlässig auf wechselnde Lastsituationen.
Besonders die Leistungsdichte beeindruckt: Ein Wechselrichter, der bis zu 40 kWp PV-Leistung verarbeiten kann, passt in ein erstaunlich schlankes Gehäuse – die Batterie mit über 8 kWh ebenso.
Auch die S-Miles Cloud App macht vieles richtig. Energieflüsse, Ladezustände und Historien sind klar visualisiert, die Einrichtung wird Schritt für Schritt durch den Bildschirm geführt, und Firmware-Updates lassen sich direkt aus der App anstoßen.
Kleine Anzeigefehler bei der Netzimport-Statistik und die fehlende Autarkie-Anzeige im Webportal trüben das Bild etwas, sind aber nicht entscheidend.
Wer den HiOne in ein bestehendes Smart Home integrieren möchte, hat dazu mittlerweile mehrere Wege: Hoymiles unterstützt seit Kurzem Modbus TCP, sodass eine direkte lokale Anbindung an Drittsysteme möglich ist. Eine offizielle HomeAssistant-Integration gibt es zum Testzeitpunkt zwar noch nicht, durch Modbus TCP lassen sich entsprechende Setups aber selbst aufsetzen. Wer mehr Komfort möchte, kann zudem auf die Cloud-Anbindung zurückgreifen.
Technisch solide, optisch ansprechend, in der Grundkonfiguration erschwinglich – der HiOne ist damit vor allem ein starkes Angebot für alle, die ein unkompliziertes, modulares Speichersystem suchen.
Von uns gibt es dafür ein „Gut“ sowie eine Empfehlung für Personen, die ihren Stromverbrauch in Kombination mit einer PV-Anlage weiter optimieren wollen.
Lieferung und Installation: Unkompliziert und in wenigen Stunden erledigt
Der Hoymiles HiOne Stromspeicher wurde in drei Paketen geliefert. Zwei davon – der Wechselrichter samt Datastick und Energy Meter sowie Fuß- und Kopfplatte – kamen innerhalb von zwei Wochen nach Bestellung an.

Das Batteriemodul folgte mit etwas Verzögerung, transportsicher in einer zusätzlichen Holzkiste, die den Transport per Hubwagen ermöglicht. Alle Komponenten sehr sorgfältig verpackt und mit Schaumstoff gepolstert.
Installiert wurde das System von einem selbst beauftragten Elektrofachbetrieb. Ein Hoymiles-Installationspartner ist nicht zwingend nötig, erleichtert im Zweifelsfall aber die Abstimmung mit Netzbetreiber und Zählerwechsel.
In unserem Testhaushalt wurde der Speicher im Keller in unmittelbarer Nähe zur Hauptverteilung und auf dem Boden montiert. Bauliche Maßnahmen wie Wanddurchbrüche waren nicht erforderlich.
Die Installation des Gesamtsystems inklusive Verkabelung, PV-Anbindung und Inbetriebnahme hat in unserem Test rund vier Stunden gedauert. Die HiOne-Einheit selbst war dabei in ca.15 Minuten montiert – die übrige Zeit entfiel auf die zugehörige Verkabelung, die PV-Seite und die Einbindung in die Hauptverteilung.

Alle Anschlüsse sind am Gerät eindeutig beschriftet, das mitgelieferte Handbuch enthält die notwendigen Angaben zu empfohlenen Sicherungen und Kabelstärken.
Wer elektrotechnisch geübt ist, kann sich daran gut orientieren – die Anschlussarbeiten müssen aber trotzdem zwingend von einem Fachbetrieb durchgeführt werden.
Unsere Test-PV-Anlage – 5,4 kWp, Süd-Ost-Ausrichtung, Schrägdach – wurde gemeinsam mit dem HiOne installiert. Ein bestehender Wechselrichter musste also nicht ersetzt werden.
Der Zählerwechsel durch den Netzbetreiber stand zum Redaktionsschluss noch aus und wurde für die Folgewoche angekündigt.
Ersteinrichtung über die S-Miles Cloud App
Die Inbetriebnahme bzw. das Koppeln mit der S-Miles Cloud App wird Schritt für Schritt auch in der App durchgeführt. In unserem Test ist dabei der Selbsttest der Installation fehlgeschlagen – auf Nachfrage bei Hoymiles stellte sich heraus, dass die Funktion zum Testzeitpunkt noch nicht final implementiert war. Die Einrichtung ließ sich trotzdem ohne Probleme abschließen.
Der Datastick, Hoymiles‘ Kommunikationsmodul zwischen Speicher und Cloud, wurde in unserem Setup per LAN-Kabel angebunden. Das ist nicht zwingend nötig, wirkt sich aber positiv auf die Zuverlässigkeit aus.

In den ersten Tagen trat ein Firmware-Problem auf: Sobald der Akku vollgeladen war, stellte der Wechselrichter die Stromabgabe vollständig ein und musste manuell aus- und wieder eingeschaltet werden.
Hoymiles hat das Problem per Ferndiagnose erkannt und selbstständig ein Firmware-Update eingespielt und das Problem behoben. Inzwischen sind die Updates auch in der App integriert – das letzte manuell angestoßene Update verlief in unserem Test einwandfrei.
Design und Verarbeitung des Hoymiles HiOne: Kompakt und wohnraumtauglich
Optisch wirkt der HiOne schlank und hochwertwertig. Der Korpus besteht überwiegend aus Metall, Deckel und Seitenteilen aus Kunststoff. Die Kunststoffteile sitzen beim Darüberfahren mit der Hand an einigen Stellen nicht ganz exakt bündig – ein Punkt, der beim reinen Hinsehen nicht auffällt, bei genauerer Begutachtung aber erkennbar ist.

Der Kopfbereich mit integrierter Anzeige macht einen sehr edlen Eindruck, spiegelt aber deutlich und zeigt Fingerabdrücke sehr schnell. Wer den Speicher in einem vorzeigbaren Raum platzieren möchte, sollte daher ein Mikrofasertuch griffbereit haben.
Besonders beeindruckt hat uns die kompakte Baugröße. Sowohl das Batteriemodul mit über 8 kWh Kapazität als auch der Wechselrichter mit bis zu 40 kWp PV-Leistung fallen deutlich kompakter aus als es angesichts dieser Werte zu erwarten wäre.
Die Integration in vergleichsweise enge Aufstellorte ist damit problemlos möglich, und der HiOne ist nicht zwingend ein reines Keller-Gerät – er lässt sich auch in Räumen mit höheren gestalterischen Ansprüchen einsetzen.
Status-LEDs am Gerät
Am Gerät selbst informieren sechs Anzeigen über den Zustand des Systems: drei Fehler-LEDs für die Smart-Meter-Verbindung, das Netz/Sicherungen und das Netzwerk/Cloud sowie drei Wert-Anzeigen für aktuellen Solarertrag, Batterieladezustand in Prozent und aktuellen Hausverbrauch. Die Darstellung ist funktional, nicht spektakulär, liefert aber einen schnellen Überblick ohne App.
Geräuschentwicklung
Im Alltag arbeitet der HiOne sehr leise. Gelegentlich ist ein leises Brummen wahrnehmbar, der Lüfter war in unserem Test praktisch nie hörbar im Einsatz. Allerdings relativiert sich dieser Wert durch die im Verhältnis zur maximal möglichen Wechselrichterleistung eher kleine 5,4-kWp-PV-Anlage – bei Volllast dürfte der Lüfter häufiger anspringen.
Die Leistung des Hoymiles HiOne im Alltag: Schnelle Reaktionen, kleines Energiefenster
Im Test- bzw. Beobachtungszeitraum vom 8. Februar bis 17. April 2026 hat die 5,4-kWp-Anlage rund 800 kWh Strom erzeugt. Davon wurden etwa 330 kWh in den Speicher geladen und 310 kWh wieder entnommen – das entspricht einem guten Wirkungsgrad im Ladezyklus.

Der Autarkiegrad im Testzeitraum lag laut Hoymiles App bei 69 Prozent. Gemessen wurde damit, welcher Anteil des Haushaltsstroms direkt aus PV-Anlage und Speicher kam statt aus dem Netz. Für einen Zwei-Personen-Haushalt mit Wärmepumpe und einer vergleichsweise kleinen PV-Anlage ist das ein respektabler Wert – insbesondere, weil der Testzeitraum in den ertragsschwächeren Monaten Februar bis April lag.
Praktischer Nebenbefund: Statt überschüssigen Strom einzuspeisen, wurde im Testhaushalt häufig der Heizstab im Brauchwasser dazugeschaltet. Das senkt die Einspeisequote und erhöht den Eigenverbrauch deutlich – die App bildet diesen Effekt allerdings nicht separat ab.
Ladeverhalten und Reaktion auf Wetterwechsel
Beim Laden hat der HiOne den vom Datenblatt angegebenen Wert von bis zu 4 kW (bei einem Batteriemodul) im Test konstant erreicht. Eine vollständige Ladung dauerte rund 2,5 Stunden bei guter Sonneneinstrahlung.
Bei wechselhaftem Wetter reagieren Wechselrichter und Speicher sehr schnell auf veränderte Bedingungen. Wird ein Verbraucher wie ein Staubsauger zugeschaltet, steht die zusätzliche Leistung quasi verzögerungsfrei aus dem Speicher bereit. Auch bei stark schwankender PV-Erzeugung passt das System Einspeise- und Ladeleistung zügig an.
Passt die Kapazität zum Haushalt?
In unserer Testkonstellation mit einem Batteriemodul (über 8 kWh) ist der Speicher für einen Zwei-Personen-Haushalt mit Wärmepumpe grenzwertig klein. Sind die Bewohner abends außer Haus, reicht der Akku problemlos bis zum nächsten Morgen. Bei normalem Abendbetrieb zu Hause ist er meist in der Nacht leer.
Hoymiles bietet daher die Möglichkeit, die Kapazität nachträglich auszubauen. Für Haushalte mit Wärmepumpe, Wallbox oder höherem Grundverbrauch empfiehlt sich von vornherein eine größere Konfiguration.
S-Miles Cloud App und Webportal
Die S-Miles Cloud App ist in Summe intuitiv aufgebaut und liefert die wichtigsten Kennzahlen gut strukturiert. Besonders hilfreich: Beim Start der App meldet sie prominent, wenn neue Firmware-Versionen verfügbar sind.

Anlagenübersicht: Mehrere Anlagen lassen sich sauber anlegen und verwalten, alle wesentlichen Informationen zu Anlage und Eigentümer können eingetragen werden. Kleine Schwächen: Die Adresse lässt sich nur per Pin auf einer Karte hinterlegen, nicht als Text. Zudem sind einige Menünamen zwischen Übersicht und Untermenü nicht ganz verständlich benannt.
Energie-Dashboard: Die Live-Darstellung von PV-Erzeugung, Entladung, Hauslast und Netzexport ist klar und verständlich. Der Betriebsmodus lässt sich direkt aus der Übersicht umstellen, die Modi sind gut übersetzt und nachvollziehbar beschrieben. Die Autarkie-Anzeige ist prominent platziert, Icons und Farben sind sinnvoll gewählt.
Statistiken: Zwischen Tages-, Monats-, Jahres- und Gesamtansicht kann flüssig gewechselt werden, in das Säulendiagramm lässt sich hineinzoomen. Nicht ideal gelöst: Horizontales Scrollen im Diagramm gibt es nicht, und die Autarkie-Anzeige fehlt in der zeitlichen Auswertung vollständig – ein Punkt, der bei einem Eigenverbrauchsspeicher schmerzt.
Beobachteter Anzeigefehler: An einem durchgängig sonnigen Tag, an dem im Testhaushalt kein Strom aus dem Netz bezogen wurde, zeigte die App „Vom Netz: 6,5 kWh“ und zeitgleich „Zum Netz: 11,1 kWh“. Die übrigen Werte wirkten plausibel. Der „Vom Netz“-Wert stimmt zudem nicht mit den Zahlen des Stromanbieters überein – hier sollte Hoymiles nachbessern.

Einstellungen und Steuerung: Einzelne Geräte (Wechselrichter, Datastick, Smart Meter) lassen sich separat ansprechen: Ein- und Ausschalten, Neustart, Standardeinstellungen wiederherstellen, Alarm löschen, Echtzeitdaten hochladen oder ein Gerät aus dem System entfernen. Auch Firmware-Updates werden hier angestoßen.
Ein erweitertes Einstellungsmenü erlaubt den Zugriff auf präzise Parameter, etwa das netzseitige Stromwandlerverhältnis. Eine Nutzerführung oder Kontexthilfe gibt es hier nicht – technische Kenntnisse sind zwingend. Positiv: SOC- und Ladelimits lassen sich problemlos setzen.
Webportal: Gut ergänzt, mit kleinen Lücken
Neben der App steht ein Webportal mit annähernd gleichem Funktionsumfang zur Verfügung. Pluspunkte: Eine Heatmap zeigt den täglichen Ertrag übersichtlich und lässt sich filtern, Daten lassen sich als Bild und als CSV-Datei exportieren (in der App nur als Bild). Auf der Minusseite: Die Autarkie-Anzeige fehlt im Webportal komplett.
Smart-Home-Integration: Modbus TCP statt nur Cloud
Hoymiles unterstützt für den HiOne mittlerweile Modbus TCP. Damit lässt sich der Speicher lokal in Energiemanagement-Systeme einbinden – inklusive Echtzeit-Auslesung von Lade- und Entladewerten und schneller Reaktion auf Lastsituationen, wie sie etwa für dynamische Stromtarife oder eigene Überschuss-Steuerungen gebraucht wird.
Eine offizielle HomeAssistant-Integration warum Testzeitpunkt nicht enthalten – sie lässt sich aber mit etwas technischem Verständnis selbst über die Modbus-TCP-Schnittstelle umsetzen. Wer es bequemer haben möchte, kann zusätzlich die Cloud-Anbindung nutzen.
Damit ist der HiOne in Sachen Smart-Home-Integration deutlich offener aufgestellt als zum ursprünglichen Marktstart. Die Modbus-TCP-Anbindung selbst konnten wir im Rahmen unseres Tests noch nicht ausprobieren.
Kombination mit anderen Wechselrichtern: Interessanter Nebeneffekt
Im Testhaushalt sind einige Solarmodule noch an andere Wechselrichter angeschlossen. Meldet der Hoymiles Energy Meter Einspeisung ins Netz, lädt der HiOne auch von der AC-Seite zurück. Praktischer Effekt: Überschüssige Energie aus Fremd-Wechselrichtern landet automatisch im HiOne-Speicher – das erleichtert die Nachrüstung eines Speichers bei bestehenden PV-Anlagen erheblich.
Kehrseite: In dieser Konstellation werden Solarerträge und Lasten in der App nicht vollständig korrekt berechnet, weil der HiOne nur die an ihn direkt angeschlossenen Module sieht.
Kosten und Wirtschaftlichkeit des Hoymiles HiOne
Offizielle Listenpreise für den HiOne nennt Hoymiles nicht – wie bei vielen Heimspeichern hängt der Endpreis stark von der Konfiguration (Anzahl Batteriemodule, Zubehör wie Gateway) sowie von der Installation vor Ort ab. Der Vertrieb läuft überwiegend über Fachinstallateure.
Für den Testhaushalt beläuft sich die monatliche Stromkostenersparnis auf etwa 60 bis 70 Euro. Damit bewegt sich die Amortisation im Rahmen dessen, was von einem gut dimensionierten Speicher in einem Zwei-Personen-Haushalt mit kleiner PV-Anlage zu erwarten ist. Eine spätere Erweiterung der PV-Anlage ist bereits geplant; in Kombination mit der modularen Erweiterbarkeit des HiOne bleibt das System damit zukunftsfähig.
Hoymiles HiOne: Technische Daten
- Testmodell: HiOne-20T-G3 mit einem Batteriemodul, Hoymiles Energy Meter, Datastick
- Batteriemodul: über 8 kWh nutzbare Kapazität pro Modul, modular erweiterbar
- Ladeleistung (ein Modul): bis zu 4 kW (im Test als Alltagswert bestätigt)
- PV-Anbindung (Wechselrichter): bis zu 40 kWp PV-Eingangsleistung, All-in-One-Konzept mit integriertem Hybrid-Wechselrichter
- Netzanschluss: dreiphasig, inkl. Einspeise- und Überschussladebetrieb über den Hoymiles Energy Meter
- Batteriechemie: Lithium-Eisenphosphat (LiFePO₄)
- Montage: Wand- und Bodenmontage möglich (im Test Bodenmontage im Keller)
- Statusanzeigen am Gerät: drei Fehler-LEDs (Meter, Netz/Sicherungen, Netzwerk/Cloud) und drei Wert-Anzeigen (Solarertrag, Batterie-SOC, Hausverbrauch)
- Konnektivität: Datastick mit LAN- und WLAN-Anbindung an die S-Miles Cloud
- Steuerung: S-Miles Cloud App (iOS/Android) sowie Webportal mit CSV-Export
- Notstromfunktion: optional mit separatem Hoymiles Gateway
- Firmware-Updates: Over-the-Air über die App
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