Zendure SolarFlow 2400 Pro: Test-Fazit auf einen Blick
Der Zendure SolarFlow 2400 Pro ist im Praxistest mehr als ein klassischer Balkonkraftwerk-Speicher. Vier separate MPPT-Eingänge, eine echte Notstromsteckdose mit 2.400 W Dauerleistung, optionale Heimnetz-Integration über MQTT und eine spürbar überarbeitete App machen das Gerät zu einem Heimspeicher, der mit dem Haushalt mitwächst.
In unserem Test überzeugte der SolarFlow 2400 Pro besonders hinsichtlich der simplen Inbetriebnahme, der übersichtlichen und praktischen App und der größtenteils selbsterklärenden Bedienung.

Die Verarbeitung ist sehr gut, allerdings war bei einem MC4-Stecker die Ummantelung nicht tief genug im Gehäuse, sodass der Aderkern sichtbar wurde. Wir gehen von einem Einzelfall aus, weisen aber der Vollständigkeit halber darauf hin.
Gut zu wissen: Über diesen Testbericht
Die hier beschriebenen Eindrücke vom Zendure SolarFlow 2400 Pro hinsichtlich Lieferumfang, Aufbau, App, Funktion, Integration und Bedienung stammen aus unserem eigenen Test im April 2026.
Für Aspekte, die wir in der bisherigen Testlaufzeit noch nicht abschließend bewerten konnten – etwa die Langzeit-Effizienz, die KI-Steuerung ‚Zenki‘ im Verbund mit dynamischen Stromtarifen oder das Verhalten bei großen Batterie-Erweiterungen – ergänzen wir transparent Messwerte und Beobachtungen aus aktuellen Tests anderer Fachredaktionen sowie den Hersteller-Angaben.

Wie funktioniert der Zendure SolarFlow 2400 Pro?
Der SolarFlow 2400 Pro ist ein klassisches Plug & Play Hybridsystem: Solarmodule lassen sich direkt an vier separate MPPT-Tracker anschließen, gleichzeitig kann das Gerät über eine Schuko-Steckdose ins Hausnetz einspeisen oder dort Energie aufnehmen.
Die integrierte 2,4-kWh-LiFePO4-Batterie speichert den Solarstrom für den Abend – und lässt sich über zusätzliche AB3000L-Module bis auf 16,8 kWh erweitern.
Im Standardmodus speist der SolarFlow 2400 Pro nur die in Deutschland zulässigen 800 Watt ins Hausnetz ein. Wer mehr will, kann nach Freischaltung in der App und Festinstallation durch einen Elektriker bis zu 2.400 Watt einspeisen.
Die Steuerung läuft über die Zendure-App – wahlweise als einzelnes Gerät, als Teil des Zendure HEMS (Home Energy Management System) oder über MQTT in einer eigenen Smart-Home-Zentrale wie Home Assistant.


Zendure SolarFlow 2400 Pro: Ausstattung und Lieferumfang im Überblick
Beim Auspacken merkt man: Zendure hat sein Premium-Modell sauber verpackt. Wir hatten das 2,4 kWh Basismodul im Test, das in einem doppelwandigen Karton und mit Verbundschaum-Ecken sicher und unbeschädigt den Weg in unsere Redaktion fand.
Das Gerät selbst wirkt komplett aus einem Guss – keine vorstehenden Kanten und keine sichtbaren Schrauben. Die Abdeckkappen aller Ports sitzen sauber und verhindern das Eindringen von Schmutz und Feuchtigkeit.
Das Display ist sehr aufgeräumt und zeigt nur das Wichtigste: Statusanzeige, Ladestandsanzeige und WLAN-Konnektivität.
Praktisches Feature: Für den Fall, dass der Speicher in größerer Entfernung zum Router steht, wurde er mit einer zusätzlichen WLAN-Antenne für einen besseren Empfang ausgestattet. Sie ist zwischen den Gehäuserippen integriert und lässt sich bei Bedarf ausklappen.
An einem MC4 Stecker fiel uns auf, dass der Schrumpfschlauch nicht ausreichend weit in das Gehäuse führt. Biegt man ihn leicht zur Seite oder hat nach dem Anschluss der Solarmodule seitlichen Zug auf dem Stecker, sieht man den Aderkern.

Mit 27,8 kg ist der SolarFlow 2400 Pro alleine noch zu tragen, aber kein Gerät, das man mal eben einhändig auf den Balkon schleppt. Immerhin sind die Einkerbungen groß und tief genug, um das Gerät sicher mit zwei Händen transportieren zu können.
Zum Lieferumfang des Basismoduls gehören:
- Zendure SolarFlow 2400 Pro Basis
- 3 m Netzkabel (16 A AC)
- Befestigungs- und Montagezubehör
- Benutzerhandbuch


Aufbau und Anschluss im Test
Die Solarmodule werden an die vier MC4-Eingänge auf der Seite gekoppelt, das Schuko-Kabel verbindet das Plug & Play Gerät mit einer normalen Steckdose.
Wer wie wir auf einen LAN-Anschluss Wert legt: Der RJ45-Port am Gehäuse sorgt für eine stabile Verbindung – ohne sich auf das WLAN verlassen zu müssen.
Im Auslieferungszustand ist die AC-Ausgangsleistung gesetzeskonform auf 800 Watt begrenzt – damit ist der SolarFlow 2400 Pro ein klassisches Balkonkraftwerk-Setup, das lediglich im Marktstammdatenregister angemeldet werden muss.
Praktisch: Mit IP65 und passiver Kühlung läuft der SolarFlow 2400 Pro absolut geräuschlos. Wir hörten weder Lüfter noch ein dauerhaftes Brummen
Wer die volle Einspeiseleistung von 2.400 Watt nutzen will, verlässt das Plug-and-Play-Regime: Pflicht sind dann ein Festanschluss durch einen zertifizierten Elektriker an einen eigenen Leitungsschutzschalter sowie die Anmeldung als Speicherwechselrichter im Marktstammdatenregister.

App-Einrichtung und Inbetriebnahme
Die Zendure-App führt schrittweise durch WLAN-Konfiguration, Geräte-Pairing und die wichtigsten Einstellungen. In unserem Test war das Setup in weniger als zehn Minuten erledigt – inklusive Firmware-Update.
Was uns in der Praxis gefällt:
- Der Startbildschirm zeigt die wichtigsten Werte wie Solarertrag, Akkustand, Einspeisung, Hausverbrauch auf einen Blick.
- Per Tipp auf das kleine i-Symbol gibt es zu fast jeder Einstellung eine Klartext-Erklärung – das senkt die Hemmschwelle für Einsteiger spürbar.
- Die Betriebsmodi (Solarpriorität, Zeitplan, Smart-Meter-Steuerung, Strompreis-Modus, Zenki-KI) lassen sich klar getrennt aktivieren und kombinieren.
- Über das Menü ‚MQTT‘ lässt sich der lokale Zugriff für Home Assistant aktivieren – allerdings ist die App-Steuerung danach deaktiviert (Entweder-oder-Logik).
Was uns in der Praxis nicht gefällt:
- Der Zendure SolarFlow 2400 Pro hat keine eigene FAQ in der App
- Der Chatbot des Online-Kundenservice reagiert nicht

Aus unserem Test: Unsere Setup-Erfahrung
Pairing per Bluetooth, anschließend WLAN-Konfiguration: Hat auf Anhieb funktioniert. Auch die optionale LAN-Verbindung erkannte das System automatisch. Der Wechsel zwischen zwei unterschiedlichen Netzwerken geht problemlos.
Ein Punkt, der uns ehrlich gesagt überrascht hat: Die Off-Grid-Steckdose ließ sich in unserem ersten Test über die App noch nicht aktivieren. Dies kann allerdings auch über zweimaliges Drücken der Starttaste am Gerät erfolgen.
Wer mehr aus dem System holen will, sollte gleich ein Smart Meter mitbestellen. Denn erst mit dem Shelly Pro 3EM oder dem neuen Zendure Smart Meter D0 wird aus dem Speicher ein vollwertiges Energiemanagement – ohne Last-Erkennung bleibt das Potenzial bei der Nulleinspeisung weitgehend ungenutzt.

Handhabung im Alltag: Was uns aufgefallen ist
Im Alltag war der SolarFlow 2400 Pro vor allem eines: unauffällig – im positiven Sinne. Sobald die Module Energie liefern, lädt der Speicher; wird Strom im Haushalt gebraucht, gibt er ihn wieder ab. Über die App lassen sich Tagesverlauf, Akkustand und Einspeisung minutengenau nachvollziehen.
Folgende Modi stehen beim SolarFlow 2400 Pro in der App zur Auswahl:
- ZENKI (KI-Steuerung)
- Automatikmodus
- Modus für Smart Meter
- Modus für smarte Steckdosen
- Grundlastmodus
- Stromtarifmodus
Praktische Alltags-Features
- Schnelle Reaktion auf Lastwechsel: Springt der Verbrauch im Haus hoch, regelt der Speicher die Einspeisung in wenigen Sekunden nach
- Energiefluss-Visualisierung: Übersichtliche Pfeile zeigen, woher der Strom kommt und wohin er fließt
- Bypass-Modus: Wenn der Akku voll ist oder der aktuelle Verbrauch exakt der Solarproduktion entspricht, leitet das Gerät den Strom an den Akkuzellen vorbei direkt ins Hausnetz – das spart Umwandlungsverluste und schont die Zellen.
Zenki & dynamische Tarife: Sparpotenziale dank KI
- Die KI-Steuerung ‚Zenki‘ und der eigene dynamische Tarif ‚ZenWave‘ (Grundgebühr 4,99 €/Monat) sind in der Theorie der spannendste Teil des Systems. In unserem aktuellen Testaufbau ohne dynamischen Tarif können wir diese Funktion noch nicht abschließend bewerten – wir holen das in einem Folgetest nach.
- Wer noch keinen dynamischen Stromtarif nutzt, sollte vor der Aktivierung der KI-Steuerung Zenki einmal nachrechnen: Erst wenn der Spread zwischen günstigster und teuerster Stunde deutlich über 20 Prozent liegt, übersteigt der Spareffekt die Umwandlungsverluste beim AC-Laden des Akkus
- Für Haushalte mit eigener PV-Anlage und durchschnittlichem Verbrauch ist die Zenki-Logik für die Eigenverbrauchsoptimierung unkritisch – die Verluste fallen nur bei aktivem Netzladen ins Gewicht.


Weitere Tests und Erfahrungsberichte zum SolarFlow 2400 Pro
Damit dieser Test nicht nur unsere Eindrücke widerspiegelt, haben wir die aktuellen Reviews der wichtigsten deutschsprachigen Fachredaktionen zusammengetragen. Diese Recherche beeinflusst jedoch nicht unsere eigenen Testnoten.
- heise online hebt den SolarFlow 2400 Pro im Bestenlisten-Test als Premium-Speicher mit Top-Leistungswerten hervor. Im eigenen Messlabor erreicht das Gerät bei 800 Watt Einspeiseleistung eine Effizienz von rund 98 Prozent, beim Laden über die Steckdose werden hingegen rund 18 Prozent Umwandlungsverluste gemessen. Als besonders erwähnenswert listet die heise Redaktion die optionale lokale Steuerung über MQTT, mit der sich das System ohne Cloud in Home Assistant einbinden lässt. Kritisch bewertet wurde dagegen derrelativ hoher Preis (rund 360 € pro kWh) und die Tatsache, dass die MQTT-Anbindung manuelle Anpassungen erfordert. (Stand: 04/2026)
- Die wattmoves-Redaktion lobt die schnelle Inbetriebnahme, die offene Smart-Home-Anbindung über MQTT/Home Assistant und die saubere Funktion mit dem neuen Zendure Smart Meter D0. Als spürbarste Schwäche nennt der Tester ein deutlich hörbares Relais-Klacken bei häufigen Lastwechseln – im Hauswirtschaftsraum unkritisch, im Wohnraum hörbar. Außerdem weist wattmoves darauf hin, dass pro MPPT-Eingang in der Praxis nur rund 660 W nutzbar sind – wer ein in Reihe geschaltetes Modul-Feld direkt anschließen will, stößt damit an Grenzen. (Stand: 04/2026)

Preis und Verfügbarkeit
Zendure positioniert den SolarFlow 2400 Pro im oberen Preissegment der Balkonkraftwerk-Speicher und damit klar oberhalb klassischer 800 W Lösungen. Die UVP liegt bei 1.199 €, in laufenden Aktionen ist das Basismodul aktuell bereits ab rund 999 € erhältlich (Stand: 04/2026).
Lohnt sich der Aufpreis gegenüber dem SolarFlow 800 Pro?
Wer ausschließlich ein einzelnes Balkonkraftwerk mit maximal 800 W AC-Einspeisung betreiben will, fährt mit dem deutlich günstigeren SolarFlow 800 Pro wirtschaftlicher. Auch dieser ist gut erweiterbar und bietet eine Notstromfunktion.
Der Aufpreis des SolarFlow 2400 Pro lohnt sich vor allem dann, wenn eine höhere Notstromleistung, eine spätere Erweiterung über die 2,4 kWh Basis hinaus oder der Einsatz mit dynamischen Stromtarifen geplant ist. Zudem bietet er mehr Spielraum bei der PV-Leistung (bis 3.000 W statt 2.640 W beim 800 Pro) und eine deutlich stärkere Notstromausgabe.
Technische Daten im Überblick
Die folgenden Daten haben wir aus dem offiziellen Datenblatt von Zendure zusammengestellt.
| Zendure SolarFlow 2400 Pro | Werte |
| Batterietechnologie | LiFePO4 (Lithium-Eisenphosphat) |
| Nennenergie / Kapazität | 2.400 Wh (Basis), erweiterbar auf 16,8 kWh |
| Nennspannung Akku | 48 V DC |
| Lade-/Entladeleistung | Bis 2.400 W |
| Lebensdauer | > 6.000 Ladezyklen (Hersteller) |
| PV-Eingänge (DC) | 4 × MPPT, max. 55 V DC, 18 A pro Eingang, ges. 3.000 W |
| Startspannung MPPT | 14 V DC |
| AC-Ausgang (Standard) | 800 W bei 230 V / 50 Hz |
| AC-Ausgang (Festinstallation) | Bis 2.400 W bei 230 V / 50 Hz |
| AC-Eingang max. | 3.200 W |
| Off-Grid / Inselbetrieb | Bis 2.400 VA Dauer, 3.600 W Spitze (200 ms) |
| Konnektivität | WLAN (2,4 GHz), Bluetooth 5.0, LAN (RJ45), MQTT, Home Assistant |
| Smart-Home-Standards | MQTT, SG Ready (Wärmepumpe), Shelly, HomeWizard |
| Schutzart | IP65 |
| Maße (B × H × T) | 326 × 294 × 251 mm |
| Gewicht | 27,8 kg |
| Betriebstemperatur | −20 °C bis +55 °C |
| Sicherheitsfeatures | Integriertes Brandschutzmanagement-System, Aerosol-Brandschutz (ab 170 °C), Klasse I |
| Garantie (laut Hersteller) | 10 Jahre auf Akku, 5 Jahre auf Wechselrichter |
Darf ich den SolarFlow 2400 Pro einfach in die Steckdose stecken?
Ja – im Auslieferungszustand mit 800 W AC-Einspeisung geh das. Das System verhält sich dann wie ein klassisches Balkonkraftwerk und muss nur im Marktstammdatenregister angemeldet werden. Erst wenn man die volle Einspeiseleistung von 2.400 W nutzen will, wird ein Festanschluss durch einen Elektriker und eine umfangreichere Anmeldung zur Pflicht.
Brauche ich zwingend ein Smart Meter?
Nein, aber es ist sehr empfehlenswert. Ohne Smart Meter (z. B. Shelly Pro 3EM oder Zendure Smart Meter D0) kann das System nicht zuverlässig auf den aktuellen Hausverbrauch reagieren – Nulleinspeisung und HEMS-Steuerung greifen damit nicht. Im reinen Balkonkraftwerk-Modus mit 800 W Einspeisung funktioniert der Speicher trotzdem, allerdings ohne den großen Eigenverbrauchs-Bonus.
Wie viele Solarmodule kann ich anschließen?
An die vier MPPT-Eingänge passen jeweils Module mit max. 55 V Leerlaufspannung und rund 660 bis 750 W Leistung. In Summe sind bis zu 3.000 W DC-Eingangsleistung möglich.
Über den Off-Grid-Port lassen sich zusätzlich bis zu 1.800 W aus einem bestehenden Wechselrichter einspeisen – der theoretische Gesamt-PV-Eingang liegt damit bei 4.800 W.
Funktioniert der Speicher bei Stromausfall (Notstrom)?
Ja – über die separate Off-Grid-Steckdose mit bis zu 2.400 VA Dauerleistung und 3.600 W Spitze (200 ms).
Lässt sich der SolarFlow 2400 Pro ohne Cloud betreiben?
Ja, über das integrierte MQTT-Protokoll – damit kann das System lokal in Home Assistant oder andere Smart-Home-Zentralen eingebunden werden.
Hinweis: Solange MQTT aktiv ist, ist die Steuerung über die Zendure-App nicht parallel möglich (Entweder-oder-Logik).
Wie lange hält der Akku?
Zendure spezifiziert die LiFePO4-Zellen für über 6.000 Ladezyklen mit minimaler Kapazitätsdegradation. Bei einem typischen täglichen Vollzyklus entspricht das einer rechnerischen Lebensdauer von rund 16 Jahren – konservative Praxis-Werte liegen erfahrungsgemäß etwas darunter.

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