Kurz zusammengefasst
- Anker SOLIX 4 Pro → für alle, die das Maximum wollen und bereit sind, dafür zu zahlen
- Marstek Venus A → für alle, die ein günstiges Einsteigermodell suchen
Die wichtigsten Unterschiede der beiden Speicher auf einen Blick
Zwei Speicher, die kaum unterschiedlicher sein könnten: Die Anker SOLIX Solarbank 4 Pro als neues Flaggschiff mit maximaler Leistung auf der einen Seite — der Marstek Venus A als kompakte Budget-Option mit überraschend starker Ausstattung auf der anderen. Wer auf der Suche nach einem Balkonkraftwerk Speicher ist, steht schnell vor der Frage: Lohnt sich die Investition in das Topmodell — oder reicht der Günstigere für den Alltag völlig aus?
Anker SOLIX Solarbank 4 Pro: Der Premium-Alleskönner
Die brandneue Anker SOLIX Solarbank 4 Pro ist die bisher leistungsstärkste Solarbank, die Anker je gebaut hat. Mit 5 kWh Basiskapazität, 5.000 Watt PV-Eingang und 2.500 Watt bidirektionalem Laden aus dem Netz setzt sie neue Maßstäbe im Segment der Balkonkraftwerk-Speicher. Wer maximale Leistung, Home-Assistant-Integration und langfristige Skalierbarkeit bis 30 kWh sucht, ist hier richtig — muss dafür aber auch tief in die Tasche greifen.

Marstek Venus A: Der Einstig in die Welt der Stromspeicher
Der Marstek Venus A spielt in einer völlig anderen Preisklasse. Für unter 500 Euro bekommt man ein All-in-One-System mit 2,12 kWh, vier MPPT-Eingängen und einem bidirektionalen Wechselrichter — alles integriert in einem kompakten, hochglänzend schwarzen Gehäuse. Wer ein solides Balkonkraftwerk-Setup ohne großen Aufwand und ohne großes Budget aufbauen möchte, findet im Venus A einen ernstzunehmenden Kandidaten.
Der entscheidende Unterschied zwischen SOLIX und Venus
Anker bietet fast doppelt so viel PV-Eingangsleistung, mehr als doppelt so viel Basiskapazität, deutlich mehr Notstromleistung und native Home-Assistant-Unterstützung. Marstek kontert mit einem Bruchteil des Preises und einem kompakten, unauffälligen Design, das auch zu kleineren Balkonen passt.
Vergleichstabelle: Anker SOLIX 4 Pro vs. Marstek Venus A
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Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro
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Marstek Venus A
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|---|---|---|
![]() |
![]() |
|
| Preis |
|
499,00 €
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| Zum Angebot |
zur Zeit kein Angebot vorhanden
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| Testbewertung |
– |
TESTNOTE
Gut
|
| AC-Ausgangsleistung |
600 / 790 / 800 / 2.500 W
|
–
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| AC-Ladefunktion |
3.600 W
|
–
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| Akku-Typ |
LFP – InfiniPower
|
–
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| App |
Anker App
|
–
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| Ausgangsleistung (Hausnetz) |
600 / 790 / 800 / 2.500 W
|
–
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| Dynamische Stromtarife |
|
–
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| Einsatzbereich |
k.A.
|
–
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| Garantie |
10 Jahre
|
–
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| Gewicht |
50 kg
|
–
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| Größe |
46 x 30,5 x 35,5 cm
|
–
|
| KI-Funktionen |
|
–
|
| Marke |
–
|
GreenSun Solar
|
| Max. Erweiterungskapazität |
30 kWh
|
–
|
| Max. PV-Ladeleistung |
5.000 W
|
–
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| MPPT |
4
|
–
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| Notstromfunktion |
2.500 W
|
–
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| Opt. Nulleinspeisung |
|
–
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| Schutzklasse |
IP66
|
–
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| Speicherkapazität |
5 kWh
|
–
|
| Wechselrichter |
Im Speicher integriert
|
–
|
| Zyklen |
10.000
|
–
|


Vor- und Nachteile von Anker SOLIX 4 Pro und Marstek Venus A auf einen Blick
| Anker SOLIX Solarbank 4 Pro | Marstek Venus A | |
| Vorteile | 5 kWh Basiskapazität (komplett entladbar) 5.000 W PV-Eingang 2.500 W Notstrom 10.000 Ladezyklen bis 30 kWh erweiterbarnativer Home-Assistant-Supportbis zu 3 Einheiten parallel (Plug & Play) | Einstiegspreis unter 500 € kompaktes, hochwertiges Design 4 MPPT 1.200 W Notstrom < 15 ms Umschaltzeit modular bis 12,72 kWh erweiterbar· Shelly-kompatibel |
| Nachteile | Premium-Preis größeres Gehäuse | nur 2,12 kWh Basiskapazität kein Home AssistantLadeleistung auf 1.800 W begrenzt (auch mit voller PV-Leistung) App-Stabilität ungenügend |
| Preis | ab ca. 1.299 € | ab ca. 449 € |
Anker SOLIX Solarbank 4 Pro: Ausstattung und Funktionen
Die SOLIX Solarbank 4 Pro ist Ankers bisheriges Flaggschiff und der konsequente Nachfolger der von uns und vielen anderen Testern sehr gut bewerteten Solarbank 3 Pro. Die Weiterentwicklung ist bei SOLIX 4 in fast jeder Kategorie spürbar.

PV-Eingang und bidirektionales Laden
Der größte Sprung gegenüber der Vorgängergeneration liegt beim PV-Eingang: 5.000 Watt sind bei Anker SOLIX 4 möglich, was den Anschluss von bis zu acht Modulen erlaubt — je zwei parallel pro MPPT-Eingang. Wer noch mehr braucht, kann theoretisch sogar bis zu zwölf Module anschließen. Das bidirektionale Laden aus dem Netz wurde von 1.200 auf 2.500 Watt mehr als verdoppelt, was besonders bei negativen Börsenstrompreisen mit einem dynamischen Stromtarif interessant ist: Den Speicher in weniger als zwei Stunden vollladen und den Strom dann teuer wieder abgeben — das funktioniert mit der 4 Pro deutlich schneller als mit der Vorgänger-Generation.
Kapazität und Erweiterbarkeit
Das Basisgerät speichert 5 kWh und kann bis auf 0 % entladen werden — bei der Solarbank 3 lag die Kapazität dagegen nur bei 2,7 kWh. Ein Zusatzakku (BP5000) der SOLIX 4 bringt nochmals 5 kWh, was mit einer Einheit bereits 10 kWh ergibt. Maximal sind fünf Erweiterungen möglich, also bis zu 30 kWh Gesamtkapazität. Wer bereits Akkus der Solarbank 2 oder 3 hat, kann diese weiterhin nutzen — Anker hat die Rückwärtskompatibilität beibehalten, was bei Systemen dieser Preisklasse keine Selbstverständlichkeit ist.
Notstrom, Parallelbetrieb und Home Assistant
Mit 2.500 Watt Notstromleistung lassen sich damit schon die meisten Haushaltsgeräte versorgen. Wer mit einem Elektriker und Anmeldung bis zu 2.500 Watt direkt ins Hausnetz einspeisen will, ist ebenfalls abgedeckt. Bis zu drei SOLIX 4 Pro lassen sich parallel betreiben — per einfachem Plug & Play über die Haushaltssteckdose, solange die drei Geräte zusammen nicht mehr als 800 Watt pro Phase ins Hausnetz einspeisen. Das klingt simpel, erfordert in der Praxis aber ein gutes Verständnis der eigenen Hauselektrik: Wer weiß schon genau, wie die einzelnen Phasen im Haus verlaufen?
Wer die volle Leistung von 7,5 kW Einspeisung und bis zu 90 kWh Speicherkapazität ausschöpfen will, kommt um einen Elektriker und eine abgesicherte Steckdose — etwa einen Wieland-Stecker — nicht herum. Mit dem Anker Power Dock sogar das Vierfache. Das mit der Solarbank Max AC eingeführte offene Ökosystem ist jetzt auch bei der 4 Pro dabei: Native Home-Assistant-Integration war bei der Solarbank 3 noch ein Wunschtraum, bei der 4 Pro ist sie Realität.
Marstek Venus A: Ausstattung und Funktionen
Der Marstek Venus A ist kein abgespecktes Einsteiger-Produkt für schmales Budget — er ist ein All-in-One-System, das für Balkonkraftwerk-Nutzer mit bis zu vier Modulen vieles mitbringt, was man braucht. Allerdings gibt es einige Punkte, die man vor dem Kauf kennen sollte.

PV-Eingang und bidirektionales Laden
Vier unabhängige MPPT-Kanäle mit je bis zu 600 W ermöglichen bis zu 2.400 W Gesamteingangsleistung — das reicht für die meisten Standard-Balkonkraftwerk-Setups aus. Der integrierte bidirektionale Wechselrichter schafft 1.200 W, womit sich der Speicher auch über das Netz aufladen lässt. Wichtig zu wissen: Selbst, wenn 2.400 W PV-Leistung erzeugt werden, lädt der Akku maximal mit 1.800 W — die restlichen 600 W werden bei aktivierter Überschusseinspeisung ins Netz abgegeben. Wer die volle Eingangsleistung ohne Netzeinspeisung nutzen will, muss die Leistung auf 1.800 W drosseln. Das ist eine Einschränkung, die Marstek in der Kommunikation gerne in den Hintergrund rückt.
Kapazität und Erweiterbarkeit
Mit 2,12 kWh Basiskapazität ist der Venus A für kleine bis mittlere Balkonkraftwerke solide aufgestellt. Fünf Zusatzmodule bringen das System auf maximal 12,72 kWh. Das Gehäuse misst 450 × 340 × 220 mm und wiegt 26 kg — kompakter und leichter als die Solarbank 4 Pro, was im Alltag ein echter Vorteil sein kann.
Notstrom, Design und App
Die Notstromfunktion liefert 1.200 W Dauerleistung, kurz auch 1.440 W Spitze, und schaltet in unter 15 ms um — für die Versorgung wichtiger Geräte grundsätzlich ausreichend, aber mit deutlich weniger Puffer als manch teurere Konkurrenz. Äußerlich hebt sich Venus A durch seine schwarze Hochglanzfront vom grauen Standard-Look der meisten Konkurrenzprodukte ab, auf der Rückseite sitzen alle vier MPPT-Eingänge übersichtlich beschriftet sowie ein RJ45-LAN-Port für die kabelgebundene Anbindung.
Beim Software-Erlebnis sollte man hingegen keine allzu hohen Erwartungen mitbringen. Die Marstek-App erfüllt die Grundfunktionen, arbeitet im Alltag aber nicht immer zuverlässig, denn sie wies bei unseren Marstek Tests immer wieder Verbindungsprobleme auf— und das in einem Marktsegment, in dem die App-Steuerung inzwischen zum Kernversprechen gehört. Eine native Home-Assistant-Integration fehlt zudem vollständig, was für Smarthome-affine Nutzer ein klares Minus ist.

Für wen lohnt sich welcher Speicher?
Der Preisunterschied zwischen beiden Geräten ist enorm — und das spiegelt sich in der Ausstattung wider. Wer ein großes Balkonkraftwerk-Setup plant, auf Home Assistant setzt, Notstromleistung von 2.500 Watt braucht oder die Anlage später auf 10, 20 oder sogar 30 kWh skalieren will, kommt an der Anker SOLIX Solarbank 4 Pro nicht vorbei. Sie ist das leistungsstärkste Gerät in dieser Klasse und durch die 10.000 Ladezyklen auch langfristig die bessere Investition.
Wer ein klassisches Balkonkraftwerk mit zwei bis vier Modulen betreibt, keine Home-Assistant-Anforderungen hat und nicht über 1.000 Euro ausgeben möchte, findet im Marstek Venus A einen günstigen Einstieg — sollte aber wissen, worauf er sich einlässt. Für unter 500 Euro bekommt man technisch solide Hardware, die auf dem Papier einiges bietet. Ob die Software-Erfahrung im Alltag dem Preis-Leistungs-Versprechen gerecht wird, ist jedoch eine Frage, die sich erst im längeren Betrieb beantwortet.
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