Dienstwagen mit Wallbox zuhause laden – das Wichtigste in Kürze
Eine heimische Wallbox ist nicht nur für Besitzer eines E-Autos eine praktische Anschaffung. Auch Nutzer, die ein elektrisches E-Fahrzeug als Dienstwagen gestellt bekommen profitieren von einer eigenen Ladestation. Dabei gilt:
- Kosten-Übernahme: Am einfachsten ist es, wenn Arbeitnehmer bereits eine eigene Wallbox besitzen. Ansonsten gibt es auch die Möglichkeit, dass Arbeitgeber die Wallbox-Kosten für die Installation und den Kauf übernehmen oder z. B. ein Leasing-Modell vereinbaren.
- Abrechnung: Wird das Firmenfahrzeug über die Wallbox zuhause aufgeladen, müssen die Verbräuche nachvollziehbar sein, wenn der Arbeitgeber für die Kosten der Ladung des E-Fahrzeugs aufkommt. Dabei gibt es Pauschal-Lösungen oder Optionen, um Verbräuche kilowattstundegenau für die Abrechnung nachvollziehen und aufzeichnen zu können.
- Installation: Für die Installation einer Wallbox muss eine Elektrofachkraft beauftragt werden. Laien riskieren bei der Montage einen gefährlichen Stromschlag. Denn für den Betrieb einer Wallbox ist die Verbindung zu Starkstrom erforderlich. Wir empfehlen einen vollumfänglichen Installations-Service, bei dem Experten alle Schritte bei der Einrichtung übernehmen. Ein solches Angebot lässt sich über das folgende Formular kostenlos und unverbindlich konfigurieren.
Wer bezahlt den Strom für das Firmenfahrzeug?
Befinden sich Ladelösungen auf dem Firmenparkplatz, ist die Aufladung für Mitarbeiter meistens kostenlos. Dabei ist es nicht relevant, ob es sich dabei um ein privates Elektrofahrzeug handelt oder ein E-Auto, das als Firmenwagen zur Verfügung gestellt wurde.
Doch wie ist es bei der Aufladung zuhause? In der Regel werden die Kosten für den Ladestrom des Dienstwagens von der Wallbox zuhause auch direkt durch den Arbeitgeber erstattet. Trägt der Arbeitnehmer die Kosten selbst, gibt es Pauschalbeträge, die die eigenen Ausgaben reduzieren.
Dienstwagen zuhause laden – Wie kann die Wallbox Ladung abgerechnet werden?
Wer einen Benziner als Dienstfahrzeug fährt, erhält vom Arbeitgeber meist eine Tankkarte, über die der Verbrauch direkt abgerechnet werden kann.
Um das Pendant auch bei Elektrofahrzeugen als Dienstwagen umsetzen zu können, muss der Verbrauch an der Wallbox nachvollzogen und abgerechnet werden. Wir stellen die gängigsten Varianten vor, in welcher Form die Ladung des Dienstwagens zuhause abgerechnet und von Arbeitgebern übernommen werden kann.
Ladestrom für Dienstwagen über eigene Wallbox pauschal abrechnen
Laden Arbeitnehmer ihren elektrischen Dienstwagen an der Wallbox zuhause, können sie monatliche Pauschalbeträge vom Arbeitgeber erstatten. Funktioniert das nicht, lässt sich durch die Pauschalen der geldwerte Vorteil des Dienstwagens reduzieren.
Wie hoch die monatliche Pauschale ausfällt, ist abhängig davon, ob es sich um einen vollelektrischen Dienstwagen handelt oder ein Hybrid-Modell. Ein weiterer Indikator besteht darin, ob der Arbeitgeber vor Ort eigene Ladelösungen bietet oder nicht.
Pauschale, wenn es Ladelösungen beim Arbeitgeber gibt:
- 30 Euro pro Monat für Elektrofahrzeuge
- 15 Euro pro Monat für Hybrid-Varianten
Pauschale, wenn es keine Ladelösung beim Arbeitgeber gibt:
- 70 Euro pro Monat für Elektrofahrzeuge
- 35 Euro pro Monat für Hybrid-Varianten
Vorteile: Keine Einzelnachweise über tatsächliche Verbräuche nötig, unbürokratische Lösung.
Nachteile: Die Pauschalen fallen niedrig aus. Ein hoher Ladebedarf zuhause oder steigende Stromkosten sind nicht darin eingepreist, sodass Zusatzkosten für den Arbeitnehmer entstehen.
Abrechnung über einen separaten Stromzähler für Wallbox
Eine Alternative zum Pauschal-Betrag ist die Abrechnung über einen separaten Stromzähler, der mit der Wallbox verbunden wird, über die der Dienstwagen zuhause geladen wird.
Vorteile: Abrechnungen sind genau nachvollziehbar. Der separate Zähler kommt vom Stromversorger und es wird eine Rechnung erstellt, die ausschließlich die Verbräuche des Dienstwagens aufschlüsselt. Neben dem Verbrauch können die Zählerkosten und Stromkosten mit dem Arbeitgeber gut abgerechnet werden.
Nachteile: Durch die Installation eines separaten Stromzählers für die Wallbox können hohe Installationskosten entstehen. Denn für den Zähler wird auch ein weiterer Zählerplatz beansprucht. Weil die Wallbox für den Dienstwagen montiert wird bzw. dessen genaue Abrechnung, darf entsprechend nur das elektrische Firmenfahrzeug über diesen Ladepunkt aufgeladen werden. Die Ladung eines privaten Zweitfahrzeugs ist nicht gestattet.
Separater Zwischenzähler als Alternative zu separatem Zähler vom Energieversorger
Wer nicht gleich einen separaten Zähler durch den Energieversorger installieren lassen möchte oder darf, kann sich stattdessen für einen geeichten Zwischenzähler entscheiden. Dieser wird zwischen Stromzähler und der Wallbox montiert.
Vorteil: Ebenfalls genaue Abrechnung und kostengünstiger als ein separater Stromzähler. Für die Installation sind keine größeren Umbaumaßnahmen nötig.
Nachteil: Da bei dieser Lösung wie bei einem separaten Stromzähler keine Erfassung von unterschiedlichen Fahrzeugen möglich ist, kann darüber nur das Dienstfahrzeug geladen und abgerechnet werden. Die Ladung des Privatfahrzeugs an der Wallbox würde die Verbräuche für die Abrechnung verfälschen.
Beste Lösung: Abrechnung über integrierten Stromzähler
Am besten und einfachsten ist es, wenn Anwender sich für eine Wallbox entscheiden, die bereits einen Stromzähler integriert hat. Dabei reicht ein MID Zähler. Verbräuche werden darüber genau abgerechnet. Das Mess- und Eichgesetzt gilt in diesem Fall allerdings nicht, da die Wallbox zuhause nicht kommerziell genutzt wird oder öffentlich zugänglich ist. Das wäre nur beispielsweise für Wallboxen für Hotels ein relevanter Faktor.
Vorteil: Verfügen private Wallboxen für die Dienstwagen-Abrechnung nicht nur über einen integrierten Stromzähler, sondern eine Zugangskontrolle, lässt sich über die Ladestation auch das private Fahrzeug laden.
Dafür müssen Nutzer lediglich ihren Dienstwagen z. B. einer RFID-Karte zuordnen und einer anderen RDIF-Karte ihrem privaten E-Auto. Damit ist klar nachvollziehbar, wann das Firmenfahrzeug und wann das eigene Elektrofahrzeug über die Wallbox geladen wurde. Für die einzelnen Fahrzeuge werden eigene Verbräuche gemessen.
Ebenfalls praktisch: Handelt es sich um ein smartes Modell, können die Verbräuche der Wallbox ganz einfach auf dem Smartphone aufgerufen und an den Arbeitgeber weitergeleitet werden.
Nachteile gibt es keine Nennenswerten: Im Vergleich zum Zwischenzähler oder separaten Stromzähler lassen sich mehrere Fahrzeuge problemlos laden, ohne den Verbrauch des Dienstwagens an der Wallbox zu verfälschen.
Zusatzkosten bei der Installation fallen nicht an, ausschließlich der Listenpreis ist im Vergleich zu Modellen ohne Stromzähler etwas höher. Jener Aufpreis ist allerdings in den meisten Fällen geringer als die Kosten, die beispielsweise beim Kauf und der Montage eines separaten Stromzählers entstehen.

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