Eine KI wie ChatGPT, die komplett auf dem eigenen Rechner läuft: Der VZMORE AX9 Max schafft das mit rund 29 Tokens pro Sekunde, also schneller, als man mitlesen kann. Wir haben geprüft, wie gut die Antworten sind, wie laut der Mini-PC dabei wird und für wen sich der Kauf lohnt.
Das Wichtigste in Kürze
- Für wen: Leiser, sparsamer Heimserver oder Büro-PC mit viel Leistung, auf dem sich KI lokal nutzen lässt. Dank V-Cooling bricht die Leistung auch unter Dauerlast nicht ein.
- Lokale KI: Das Sprachmodell antwortet mit rund 29 Tokens pro Sekunde und erreicht fast Cloud-Qualität (Note 1,8 gegenüber 1,2). Bei KI-Last ist das Gerät mit 47 dB(A) aber deutlich hörbar.
- Kauf: 1.549 Euro, nur mit 32 GB und 1 TB erhältlich. Mit unserem Code AX9MVZMS gibt es bis 30.11.2026 15 Prozent Rabatt. Der Arbeitsspeicher lässt sich aufrüsten, die Garantie läuft 3 Jahre (Stand: 28.09.2026).

VZMORE AX9 Max
Mini-PC mit Ryzen AI 9 HX 470, 32 GB RAM und 1 TB SSD für lokale KI
Technische Daten des VZMORE AX9 Max
| Merkmal | VZMORE AX9 Max |
|---|---|
| Prozessor | AMD Ryzen AI 9 HX 470, 12 Kerne, bis 5,2 GHz |
| Grafik | AMD Radeon 890M (im Prozessor integriert) |
| Arbeitsspeicher | 32 GB DDR5, aufrüstbar bis 256 GB |
| SSD | 1 TB, zweiter Steckplatz frei |
| Netzwerk | 2× 2,5-Gbit-LAN, WLAN 7, Bluetooth 5.4 |
| Anschlüsse | 2× USB4, 2× HDMI 2.1, 6× USB-A, SD-Kartenleser, Klinke |
| Maße / Gewicht | 135 × 132 × 58 mm / 778 g |
| Garantie | 3 Jahre |
| Preis | 1.549 Euro (Stand: 28.09.2026) |
Design, Verarbeitung und Lieferumfang
Der AX9 Max ist ein flacher Würfel mit gut 13 Zentimetern Kantenlänge. Das silberne Gehäuse fühlt sich sehr hochwertig an, Mängel an der Verarbeitung haben wir keine gefunden. Im Karton liegen ein 120-Watt-Netzteil, ein HDMI-Kabel und eine Halterung, mit der sich der Mini-PC hinter einen Monitor schrauben lässt.

Wichtig für KI-Nutzer: Der Arbeitsspeicher steckt als zwei austauschbare Module im Gerät. Wer später größere KI-Modelle nutzen will, kann auf 64 GB oder mehr aufrüsten.
Anschlüsse und Konnektivität
Bei den Anschlüssen fehlt kaum etwas. Vorn sitzen vier schnelle USB-A-Buchsen, an der Seite ein SD-Kartenleser. Hinten gibt es zwei USB4-Ports, zwei HDMI-Ausgänge und zwei Netzwerkbuchsen mit 2,5 Gbit/s. Einen Anschluss für externe Grafikkarten (OCuLink) hat der AX9 Max nicht.

Kühlung: So funktioniert V-Cooling
In kleinen Rechnern staut sich schnell die Wärme. Der Prozessor wird dann langsamer, und der Lüfter dreht laut hoch. VZMORE begegnet dem mit einem eigenen Kühlsystem namens V-Cooling:
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- Lufteinlass rundum: Kühle Luft strömt über einen umlaufenden Einlass an der Unterseite ins Gehäuse.
- Luftstrom durchs ganze Gerät: Die Luft kühlt nicht nur den Prozessor, sondern auch Arbeitsspeicher und SSD.
- Gedämpfter Lüfter: Spezielle Materialien sollen Vibrationen und Geräusche verringern. VZMORE gibt 38 dB unter Last an.
Unser Ergebnis: Die Kühlung hält, was sie verspricht. Auch nach zehn Minuten Volllast lief der Prozessor mit voller Dauerleistung und rund 72 °C, ohne zu drosseln. Leiser als angegeben ist der AX9 Max unter Last aber nicht: Wir haben 41 bis 47 dB(A) gemessen.
So haben wir getestet
Wir nutzen den AX9 Max nicht als Windows-PC, sondern als KI-Server im Heimnetz. Darauf läuft das Server-Betriebssystem Proxmox, darin in einem abgetrennten Bereich (Container) das Programm Ollama mit dem KI-Modell Qwen3.6-35B-A3B. Die Rechenarbeit übernimmt die im Prozessor eingebaute Grafik. Leistung, Temperatur und Stromaufnahme haben wir jede Sekunde mitprotokolliert.
Das Modell haben wir bewusst gewählt: Es hat zwar 35 Milliarden Parameter, nutzt pro Wort aber nur rund 3 Milliarden davon. Solche Modelle heißen Mixture of Experts (MoE) und laufen auf Mini-PCs ohne eigene Grafikkarte deutlich schneller als klassische Modelle gleicher Größe.
Für Bastler: Die Grafik läuft unter Linux über Vulkan, nicht über AMDs KI-Plattform ROCm, die diesen Chip offiziell nicht unterstützt. Damit das 22 GB große Modell vollständig in den Grafikspeicher passt, braucht es einen zusätzlichen Kernel-Parameter.

Leistung des VZMORE AX9 Max
| Test | VZMORE AX9 Max | Durchschnitt HX 470 |
| Geekbench 6 Single-Core | 3.095 | 2.941 |
| Geekbench 6 Multi-Core | 15.842 | 14.689 |
| Geekbench 6 Grafik (Vulkan) | 50.912 | – |
| SSD lesen / schreiben | 6.038 / 5.020 MB/s | – |
Der AX9 Max liegt fünf bis acht Prozent über dem Durchschnitt anderer Geräte mit demselben Prozessor. Ein Grund: VZMORE erlaubt dem Chip bis zu 65 Watt. Unter Dauerlast regelt er nach etwa zwei Minuten auf 54 Watt herunter und hält dieses Niveau dann stabil.
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Lautstärke und Stromverbrauch
| Situation | Lautstärke (30 cm) | Leistung des Chips |
| Leerlauf | kaum wahrnehmbar | ca. 4 W |
| Volllast Prozessor | 41 dB(A) | 54 W (dauerhaft) |
| KI beantwortet eine Frage | 47 dB(A) | 55–61 W |

Im Leerlauf ist der Mini-PC kaum zu hören und sehr sparsam. Das ist gut für ein Gerät, das rund um die Uhr läuft. Bei KI-Anfragen arbeitet der Chip dagegen an seinem Limit, und der Lüfter wird deutlich hörbar. Wer den AX9 Max regelmäßig für lokale KI nutzt, stellt ihn besser nicht auf den Schreibtisch, sondern ins Regal oder in einen Nebenraum.
Lokale KI: So schnell antwortet der Mini-PC
Wir haben dem Modell drei unterschiedlich lange Aufgaben gestellt: eine kurze Frage, eine Tabelle mit Messwerten und eine lange Messreihe über einen ganzen Tag.
| kurze Frage | Tabelle | lange Messreihe | |
| Länge der Eingabe | 38 Tokens | ~1.000 Tokens | ~6.200 Tokens |
| Wartezeit bis zum ersten Wort | 0,1 s | 2,5 s | 15,5 s |
| Antworttempo | 29 Tokens/s | 30 Tokens/s | 29 Tokens/s |

Die Antwort baut sich schneller auf, als man sie lesen kann, und das Tempo bleibt auch bei langen Texten gleich. Nur das Einlesen langer Eingaben dauert: Bei einer Messreihe über einen Tag vergehen gut 15 Sekunden, bis die Antwort beginnt. Fragt man danach zum selben Text nach, geht es sofort weiter, weil Ollama die Eingabe zwischenspeichert.
Ohne die eingebaute Grafik geht es kaum: Nur mit dem Prozessor kamen wir auf 1 bis 2 Tokens pro Sekunde. Die Grafikeinheit ist also der Grund, warum der AX9 Max als KI-Rechner taugt.

Wie gut sind die Antworten?
Wir haben der lokalen KI acht Alltagsaufgaben gestellt, von der Reklamations-Mail über eine Übersetzung bis zur Smart-Home-Automation. Dieselben Aufgaben hat das Cloud-Modell Claude Sonnet 5 gelöst. Bewertet hat ein weiteres KI-Modell, ohne zu wissen, welche Antwort von wem stammt. Drei Bewertungen haben wir von Hand nachgeprüft und eine korrigiert.
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| Übersetzung | 1,0 | 1,0 |
| Logik und Rechnen | 1,2 | 1,0 |
| Kleines Programm (Python) | 1,3 | 1,5 |
| Text zusammenfassen | 1,8 | 1,2 |
| Faktenfrage (Zigbee, Thread) | 1,8 | 1,0 |
| Mail formulieren | 2,0 | 1,0 |
| Datenschutz-Frage | 2,5 | 1,0 |
| Smart-Home-Automation | 3,2 | 1,5 |
| Durchschnitt | 1,8 | 1,2 |
Unser Fazit zur Qualität: Für Übersetzungen, Rechenaufgaben, Mails und Zusammenfassungen ist die lokale KI gut zu gebrauchen. Das Python-Programm war sogar besser als die Cloud-Lösung. Bei Spezialwissen wird es unzuverlässig: Die Smart-Home-Automation hätte so nicht funktioniert, und bei der Datenschutz-Frage war die Antwort zu optimistisch. Mit Denkphase erfand das Modell dort sogar rechtliche Belege.
Qwen3.6 kann vor jeder Antwort eine Denkphase einlegen. Im Test hat das nicht geholfen: Die Antworten wurden nicht besser, dauerten aber viermal so lange. Wir empfehlen, die Denkphase abzuschalten.
Testergebnis
Fazit
Der VZMORE AX9 Max ist ein hochwertig verarbeiteter Mini-PC, der dank V-Cooling auch unter Dauerlast nicht einbricht. Als lokaler KI-Server überzeugt er mit flüssigen Antworten, ohne dass Daten in die Cloud gehen. Für Mails, Zusammenfassungen und Übersetzungen reicht die Qualität, Rechtsfragen und Smart-Home-Code sollte man prüfen. Wer den Mini-PC oft für KI nutzt, sollte ihn außer Hörweite aufstellen und über 64 GB Arbeitsspeicher nachdenken.
Preis und Verfügbarkeit
Der VZMORE AX9 Max kostet 1.549 Euro und ist nur in der Ausstattung mit 32 GB Arbeitsspeicher und 1 TB SSD erhältlich. Neben Amazon verkauft der Hersteller den Mini-PC auch direkt im VZMORE-Shop, mit Versand aus Deutschland (Preise abgerufen am 27.09.2026).

VZMORE AX9 Max
Mini-PC mit Ryzen AI 9 HX 470, 32 GB RAM und 1 TB SSD für lokale KI
Häufige Fragen zum VZMORE AX9 Max
Welche KI-Modelle laufen auf dem VZMORE AX9 Max?
Mit 32 GB Arbeitsspeicher laufen Modelle bis etwa 22 GB Größe. Am besten eignen sich sogenannte MoE-Modelle wie Qwen3.6-35B-A3B, die pro Wort nur einen kleinen Teil ihrer Parameter nutzen.
Ist lokale KI so gut wie ChatGPT oder Claude?
Nicht ganz. Im Blindtest erreichte die lokale KI die Note 1,8, das Cloud-Modell Claude Sonnet 5 eine 1,2. Bei Übersetzungen und Rechenaufgaben war kaum ein Unterschied zu sehen, bei Rechtsfragen ein deutlicher.
Was ist V-Cooling?
V-Cooling ist das Kühlsystem des AX9 Max mit einer Dampfkammer (Vapor Chamber), einem Lufteinlass rundum am Boden und einem gedämpften Lüfter. Im Test hielt es die Leistung auch unter Dauerlast, ohne dass der Prozessor drosselte.
Wie laut ist der VZMORE AX9 Max?
Im Leerlauf ist er kaum wahrnehmbar. Unter Volllast haben wir 41 dB(A) gemessen, bei KI-Anfragen 47 dB(A), jeweils in 30 Zentimetern Abstand.
Lässt sich der Arbeitsspeicher aufrüsten?
Ja. Die zwei Module sind austauschbar, laut Hersteller sind bis zu 256 GB möglich. Mehr Speicher erlaubt größere Modelle, macht die KI aber nicht schneller.
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