Der aktuelle Stand der Smart Home Technologien
Über eine halbe Million von Nutzern erstellte Produktrezensionen zu Smart Home Devices und Steuerzentralen hat Argus Insights für einen aktuellen Bericht ausgewertet. Die Daten stammen aus einem Zeitraum von gut einem Jahr, beginnend im Januar 2015. Herausgekommen ist ein Bild, das zeigt, wie wenig zufrieden die Benutzer derzeit mit den verfügbaren Smart Home Technologien sind. Besonders interessant ist hier der Vergleich zwischen Nest (Nest Rauchmelder , Nest Thermostat und Nest Cam), aus dem Hause Google, und Amazons Echo-System, das zwischen März und Juli 2015 einen steilen Anstieg der Aufmerksamkeit erlebt hat. Im Vergleich dazu ist das Interesse an Googles Nest etwa konstant geblieben. Wo liegt die Ursache?

Hochwertige Technik allein zieht nicht
Google bietet mit Nest und Weave ein technisch ausgefeiltes und umfassendes Smart Home System an. Das Nest Thermostat wird allgemein als das beste Smart Device seiner Art bewertet. Die zugehörige App-Steuerung spricht aber nur mittelmäßig an. Auf der anderen Seite hat Amazon mit Echo eigentlich gar kein Smart Home System vorgestellt, sondern ein klassisches Consumer Produkt, ein HD-Lautsprechersystem, das ein immersives 360° Klangerlebnis verspricht – und fast nebenbei, per Spracheingabe auch noch Ihr Smart Home steuern kann (siehe: Amazon Echo, Echo Dot) . Was hier anziehend ist, sind nicht die harten technischen Fakten und praktischen Fähigkeiten, sondern die weichen Vorteile, das angenehme Klangerlebnis, das schöne Gefühl, dass Echo versteht, was Sie ihm sagen, dass der IoT-Lautsprecher Ihre Fragen beantwortet und nach Ihren Worten auch noch Ihre smarten Geräte steuert. Dabei kann Echo gar nicht alles selbst. Bei machen Dingen lässt es sich vom Online-Dienst IFTTT helfen. Aber genau das ist ein entscheidender Vorteil.
Offene Standards für Smart Home und IoT
Im Smart Home treffen die Geschäftsfelder unterschiedlichster Unternehmen zusammen. Geschlossene Systeme, die den Smart Home User eine bestimmte Produktpalette aufzwingen sind da wenig attraktiv. Der Ausweg sind offenen Standards, wie sie auch für den Erfolg des klassischen Internets entscheidend verantwortlich waren. Dort wurden und werden die technischen Grundlagen in RFCs (Request for Comment) öffentlich diskutiert und wenn sie sich bewähren, als Standard definiert. Auch Sie können aktuelle und historische Dokumente, wie zum Beispiel das RFC 821, mit der Definition des E-Mail Transportprotokolls SMTP auf den Servern der IETF (www.ietf.org) kostenfrei einsehen. Auch das Smart Home kann davon profitieren.
Der Ausweg sind offene Standards
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