Warum dein Geschirr dreckig aus der Spülmaschine kommt

Wenn Geschirr nicht richtig sauber wird, können Ablagerungen in der Maschine oder verstopfte Sprüharme eine Ursache sein. Worauf es bei Sieb, Sprüharmen und Enthärtung ankommt und warum auch ein wöchentlicher Lauf mit höherer Temperatur zur Pflege gehört.

Warum dein Geschirr dreckig aus der Spülmaschine kommt
Das Sieb reinigen ist der erste Schritt zu sauberem Geschirr. Aber es geht noch besser! (AlexGo / Adobe Stock)

Das Wichtigste in Kürze

  • Ursache: Die Maschine reinigt sich nicht vollständig selbst. Ablagerungen können die Reinigungsleistung mindern.
  • Pflege & Hygiene: Ein wöchentliches Programm mit 60 bis 65 Grad Celsius reduziert Keime in der Maschine, ersetzt aber nicht die Handpflege.
  • Kalk: Die Enthärtungsanlage sollte an die Wasserhärte angepasst sein.
  • Kosten: Ein vermiedener Nachspülgang spart unter 0,37 Euro Stromkosten.

Warum ein schlechtes Spülergebnis oft in der Maschine beginnt

Ein Geschirrspüler reinigt Geschirr zuverlässig, reinigt sich dabei aber nicht vollständig selbst. Kalk, Fett und Essensreste bleiben an Stellen hängen, die das Spülwasser nicht gut erreicht.

Bleibt Geschirr schmutzig, ist oft ein zweiter Durchlauf nötig. Moderne Spülmaschinen brauchen laut Umweltbundesamt im Eco-Programm rund 10 Liter Wasser und weniger als 1 kWh Strom. Ein unnötiger Nachspülgang verbraucht erneut Wasser und Strom.

Wie Fett- und Kalkablagerungen die Maschine beeinträchtigen

Hartes, kalkhaltiges Wasser kann Ablagerungen im Geschirrspüler verursachen. Diese können den Stromverbrauch pro Spülgang erhöhen und die Reinigungsleistung mindern. 

Moderne Geräte haben deshalb eine Enthärtungsanlage, die an die Wasserhärte angepasst werden sollte. Auch Fettreste können sich mit der Zeit ablagern und zu technischen Störungen oder einer ineffizienteren Arbeitsweise führen.

Wer dauerhaft nur mit 35 oder 45 Grad spült, sollte regelmäßig ein Programm mit höherer Temperatur laufen lassen. Das VerbraucherFenster Hessen empfiehlt mindestens einmal pro Woche 60 bis 65 Grad zur Pflege der Maschine.

Geschirr richtig einräumen

Auch die Beladung kann entscheidend dafür sein, wie sauber das Geschirr wird. Die Sprüharme müssen sich frei drehen können und dürfen nicht durch Teller, Töpfe oder Besteck blockiert werden. Gleichzeitig sollte das Geschirr so stehen, dass die Wasserstrahlen alle verschmutzten Flächen erreichen.

Stehen Teile zu dicht aneinander oder verdecken sie sich gegenseitig, kann das Wasser nicht überall hingelangen. Dann bleiben trotz eines ansonsten funktionierenden Spülprogramms Speisereste zurück.

Sieb und Sprüharme reinigen

Sieb und Sprüharme sind zwei Stellen, die regelmäßig Pflege brauchen. Laut Verbraucherfenster Hessen sollten die Siebe mindestens einmal im Monat entnommen und gereinigt werden. Die Sprüharme werden ebenfalls entfernt und separat gesäubert.

  • Sieb: Entnehmen, unter Wasser reinigen, wieder einsetzen. Ziel ist, dass keine Speisereste mehr im Filterkorb hängen.
  • Sprüharme: Abnehmen und die feinen Öffnungen prüfen. Verstopfungen lassen sich mit einem Zahnstocheroder einer zurechtgebogenen Büroklammer lösen.

In den Sprüharmen können sich kleine Reste absetzen, die die Öffnungen verstopfen und dadurch das Spülergebnis verschlechtern.

So vermeidet man Nachspülen und unnötigen Verbrauch

Wer das Geschirr richtig einräumt und die Maschine regelmäßig pflegt, kann unnötige Nachspülgänge vermeiden. Ein Eco-Spülgang benötigt laut Umweltbundesamt rund 10 Liter Wasser und weniger als 1 kWh Strom. Bei einem Strompreis von 37,0 Cent pro Kilowattstunde (Durchschnittspreis lt. BDEW) entspricht das rechnerisch weniger als 0,37 Euro Stromkosten pro zusätzlichem Spülgang.

Geschirr vor dem Einräumen nur von groben Speiseresten befreien, aber nicht unter fließendem Wasser vorspülen. Das Umweltbundesamt rät davon ab, weil dabei zusätzlich Wasser und Energie verbraucht werden.

Wann ein Spülmaschinenreiniger sinnvoll ist

Ein intensiver Spülmaschinenreiniger ergänzt die Handpflege: Er dient der Reinigung von Ablagerungen in der Maschine, nicht des Geschirrs. Empfohlen wird ein Einsatz alle drei bis vier Monate. Das konkrete Intervall hängt vor allem davon ab, wie häufig die Maschine genutzt wird, wie stark sie verschmutzt ist und was die Gebrauchsanleitung des Herstellers empfiehlt.

Fazit: Erst die Engstellen reinigen, dann die übrige Pflege prüfen

Wenn das Geschirr nicht mehr richtig sauber wird, zuerst das Sieb reinigen und die Sprüharme freimachen. Anschließend prüfen, ob die Enthärtung zur Wasserhärte passt. Ein wöchentlicher Lauf mit 60 bis 65 Grad Celsiusdient dem Keimschutz, ersetzt die Handpflege aber nicht.

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