MOVA auf der IFA 2026: Wie „Physical AI“ Roboter begreifen lässt

Unter dem Leitmotiv „The AI MOVAment“ tritt MOVA auf der IFA 2026 mit einem großen Auftritt an: Auf mehr als 1.700 Quadratmetern zeigt die Premium-Smart-Living-Marke nach eigenen Angaben 22 weltweite Produktpremieren und 15 neue Technologien – von smarter Outdoor-Pflege über Haushaltsreinigung, Küche und Haustierbedarf bis hin zu Embodied AI.

MOVA auf der IFA 2026: Wie „Physical AI“ Roboter begreifen lässt
Auf rund 1.700 Quadratmetern zeigte MOVA neue Produkte und wie sie durch KI verbessert werden. (Carsten Kitter)

Der rote Faden ist dabei weniger ein einzelnes Gerät als eine Idee: Künstliche Intelligenz soll ihre Umgebung nicht nur erkennen, sondern Situationen bewerten und Aufgaben in der realen Welt übernehmen. MOVA fasst das als Dreiklang aus Wahrnehmung, Entscheidung und Ausführung – ein Ansatz, der die Neuheiten in Berlin verbindet.

Ein Tastsinn für Saugroboter: TactiPercept

Bislang navigieren Saugroboter vor allem über Kameras und Sensoren, die ihre Umgebung optisch erfassen. Mit TactiPercept ergänzt MOVA diese visuelle Navigation um eine taktile Ebene. 128 Drucksensoren, eine flexible Dämpfungsstruktur und ein Echtzeit-Feedback registrieren, wenn der Roboter Möbel, Wände oder andere Hindernisse berührt.

Der MOVA Z70 Ultra Roller Complete ist eines der aktuellen Saugroboter Flaggschiffe.
Der MOVA Z70 Ultra Roller Complete ist eines der aktuellen Saugroboter Flaggschiffe. (Carsten Kitter)

Auf dieser Basis passt das Gerät seine Bewegung und Reinigungsstrategie unmittelbar an. In der Praxis soll das mehrere Vorteile bringen: ein kontrolliertes Abbremsen schon bei leichtem Kontakt, ein näheres und zugleich sicheres Reinigen entlang der Wand sowie Unterstützung, wenn der Roboter sich aus einer festgefahrenen Situation selbst befreien muss.

Stabile Verbindung unter Wasser: AquaSonar

Ein bekanntes Problem bei Poolrobotern ist die Funkverbindung: Klassische WLAN-Signale lassen sich unter Wasser nicht übertragen. MOVA setzt bei AquaSonar deshalb auf Ultraschallkommunikation, um den Roboter auch während der Reinigung erreichbar zu halten.

Die dafür nötige Relaistechnik ist direkt in die Station integriert, eine zusätzliche schwimmende Kommunikationsboje entfällt. Nutzer können so den Status des Roboters abfragen und relevante Steuerungsfunktionen bei vergleichsweise einfachem Setup aufrufen.

Präzise bis an die Rasenkante: UltraTrim 3.0 und 4.0

Bei Mährobotern verweist MOVA auf seine Position als – nach Absatzvolumen – weltweit führende Marke bei LiDAR-Modellen und zeigt gleich zwei neue Kantentechnologien. UltraTrim 3.0 feiert im LiDAX Ultra Gen 2 Premiere.

Dank UltraTrim 3.0 soll der Randschnitt beim der neuen MOVA Mähroboter Generation nochmal verbessert werden.
Dank UltraTrim 3.0 soll der Randschnitt beim der neuen MOVA Mähroboter Generation nochmal verbessert werden. (Carsten Kitter)

Eine separate Schneidscheibe erlaubt das Mähen entlang von Mauern, Zäunen und Hecken mit 0 cm Kantenabstand; bei niveaugleichen Übergängen kann der Mäher die Begrenzung sogar direkt überfahren.

UltraTrim 4.0 geht einen Schritt weiter und ergänzt einen ausfahrbaren, adaptiven Kantenschneidarm, der sich Unebenheiten im Gelände anpasst. Drei Schnitthöhen von 4, 5 und 6 cm sowie das automatische Einziehen bei Hindernissen sollen die Flexibilität zusätzlich erhöhen.

Ein Mähroboter, der zupacken kann: AstraX

Wie weit MOVA den Gedanken der handelnden KI treibt, zeigt AstraX. Der Mähroboter erhält einen Multifunktionsarm mit wechselbaren Werkzeugaufsätzen. Schon 2025 hatte MOVA das Konzept auf der IFA dabei.

Die MOVA AstraX-Show war einer der Hingucker auf der IFA.
Die MOVA AstraX-Show war einer der Hingucker auf der IFA. (Carsten Kitter)

Erkennt die KI-Vision einen Gegenstand auf der Mähroute, kann der Arm ihn entfernen, bevor der Roboter weiterarbeitet. Mit einem Zweifingergreifer nimmt AstraX zudem Früchte aus niedrigen Positionen auf, und über eine Bewässerungsdüse lassen sich festgelegte Bereiche zeitgesteuert gießen.

Auf der IFA demonstriert MOVA das Konzept mit mehreren synchronisierten AstraX-Robotern in einer Live-Vorführung.

Feinfühliges Greifen für Embodied AI: Knot 80

Am weitesten in Richtung humanoider Robotik reicht Knot 80. Das System kombiniert einen humanoid inspirierten Roboterarm mit 3D-Raumerfassung und einer intelligenten Greifsteuerung.

Die Roboterhand verfügt über elf Freiheitsgrade, das gesamte Armsystem über 15 Gelenke – vier im Arm, elf in der Hand. Bei Objekten unterschiedlicher Form, Material und Ausrichtung erkennt Knot 80 deren Position und räumliche Lage, bestimmt eine geeignete Greifbewegung und reguliert die Greifkraft dynamisch zwischen 25 und 50 Newton.

Der Knot80 Roboterarm gehörte ebenfalls zu den Top Highlights 2026.
Der Knot80 Roboterarm gehörte ebenfalls zu den Top Highlights 2026. (Carsten Kitter)

Ein kontinuierliches visuelles Feedback erlaubt Korrekturen in Echtzeit und damit präzisere, stabilere Bewegungen.

Eigener Bereich für NexLawn

Neben den MOVA-Neuheiten erhält NexLawn, ein Unternehmen der MOVA Group, einen eigenen Ausstellungsbereich innerhalb des Messestands. Gezeigt werden dort Mähroboter für private Außenbereiche, automatisierte Poolreinigung sowie ein gewerblicher Mähroboter – ein Einblick in Produkte und Technologien der Marke.

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