Photovoltaik 2026: So viel kostet eine Solaranlage heute

PV-Anlagen und Stromspeicher sind 2026 deutlich günstiger als noch vor wenigen Jahren. Wir zeigen aktuelle Preise für Module, Wechselrichter, Anlagen und Speicher, erklären die Preisentwicklung und klären, ob sich das Warten auf weitere Rabatte noch lohnt.

Photovoltaik 2026: So viel kostet eine Solaranlage heute
Die Preise für Solaranlagen sind in den letzten 10 Jahren immer weiter gesunken. (Kitreel / AdobeStock)

PV-Anlagen und Speicher auf historischem Preisniveau

Eine Photovoltaikanlage war in Deutschland noch nie so günstig wie 2026. Ein schlüsselfertiges 10-kWp-Dach ohne Speicher kostet heute meist zwischen 10.000 und 15.000 Euro. Das ist deutlich weniger als noch vor drei Jahren. Auch die Preise für Stromspeicher haben sich seither grob halbiert.

Dieser Artikel zeigt, was die einzelnen Bausteine 2026 kosten, wie sich die Preise über die Jahre entwickelt haben und warum ein weiterer großer Preissturz unwahrscheinlich ist. Wie sich die Förderung für neue Anlagen 2027 ändern könnte, lesen Sie in unserem Beitrag EEG 2027: Diese 4 Voraussetzungen sind jetzt wichtig.

Das Wichtigste in Kürze

  • Schlüsselfertige PV-Anlage 2026: rund 1.000–1.600 €/kWp – größere Dächer sind pro kWp günstiger.
  • Ein 10-kWp-System ohne Speicher kostet etwa 10.000–15.000 €, mit 10-kWh Speicher 13.000–18.000 €.
  • Stromspeicher installiert: etwa 300–500 €/kWh statt vierstelliger Werte wie noch vor wenigen Jahren.
  • Module sind fast ein Nebenposten, laut Fraunhofer ISE liegen sie nahe dem historischen Tief.
  • Die Preise sinken 2026 nur noch moderat und gehen allmählich in eine Seitwärtsbewegung über.
Eine Photovoltaikanlage muss durch eine Elektrofachkraft installiert werden
Eine Photovoltaikanlage muss durch eine Elektrofachkraft installiert werden (Victor/ Adobe Stock)

Was eine PV-Anlage 2026 wirklich kostet

Einen einzelnen „Preis pro kWp“ gibt es nicht, da er stark von der Anlagengröße abhängt. Doch es gibt eine Faustregel: Je größer das Dach bzw. die Fläche, desto günstiger wird jedes einzelne Kilowatt, weil sich Gerüst, Anfahrt und Planung auf mehr Leistung verteilen. Realistisch liegen schlüsselfertige Anlagen ohne Speicher 2026 zwischen 1.000 und 1.600 Euro pro kWp.

Ein Beispiel aus der Praxis: Ein 10-kWp-System ohne Speicher kostet je nach Anbieter und Dach etwa 10.000 bis 15.000 Euro. Detaillierte Rechenbeispiele finden Sie in unserer Übersicht zu den Kosten einer 5-kWp-Anlage. Für Privathaushalte sind das bereits die Endpreise, da seit 2023 auf Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden keine Mehrwertsteuer mehr anfällt.

KomponenteRichtwert 2026
Schlüsselfertige Anlage (ohne Speicher)1.000 – 1.600 €/kWp
Solarmodule150 – 190 €/kWp
Wechselrichter100 – 120 €/kWp
Stromspeicher (installiert)300 – 500 €/kWh
10-kWp-Anlage ohne Speicher10.000 – 15.000 €
10-kWp-Anlage mit 10-kWh-Speicher13.000 – 18.000 €

Richtwerte für 2026, Bruttopreise für Privathaushalte. Angebote streuen je nach Region, Dach und Ausstattung; kleine Anlagen liegen pro kWp am oberen Rand.

Zur Einordnung: Ein häufig zitierter Marktindex kommt Anfang 2026 auf rund 1.015 €/kWp – das entspricht etwa 10.000 Euro für 10 kWp und markiert das untere Ende der Spanne. Konkrete Angebote mit größerem Leistungsumfang, aufwendiger Montage oder kleinerer Anlagengröße liegen darüber. Einen einheitlichen „Preis 2026“ gibt es also nicht. Die oben genannte Spanne bildet diese Streuung realistisch ab.

PV-Anbieter vergleichen und beim Tiefpreis zuschlagen

Jetzt sind Photovoltaik und Speicher so günstig wie lange nicht – ein großer weiterer Preissturz ist nicht in Sicht. Wer kaufen will, sollte deshalb nicht auf den Zeitpunkt warten, sondern auf das richtige Angebot achten: Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Anbieter liegen bei gleicher Anlage schnell mehrere Tausend Euro.

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Warum die Preise gefallen sind und die Entwicklung langsam stagniert

Der lange Trend ist eindeutig: Ein typisches deutsches Dachsystem kostete Ende 2025 laut Fraunhofer ISE weniger als 8 Prozent des Preises von 1990. Vor allem die Module sind heute fast ein Nebenposten – der globale Verkaufspreis lag 2025 bei rund 0,10 US-Dollar pro Watt.

Zuletzt hat sich der Rückgang aber verlangsamt. Die zweistelligen Preisstürze bei Modulen sind vorbei, die Systempreise bewegen sich seitwärts. Für die Kaufentscheidung heißt das: Auf einen weiteren großen Preissturz zu warten, lohnt sich kaum noch.

JahrØ Preis (€/kWp)Trend
20201.350
20211.400
20221.350
20231.450
20241.200▼▼
20251.060▼▼
20261.015

Durchschnittlicher Preis schlüsselfertiger Anlagen ohne Speicher (Index). Absolute Werte variieren je nach Preisdefinition und Anlagengröße – der Verlauf zeigt den Tiefststand 2026.

Module, Wechselrichter, Speicher: der Preisverfall im Einzelnen

Bei den Solarmodulen ist der Verfall am deutlichsten: Von einst mehreren Hundert Euro pro kWp sind heute rund 150 bis 190 Euro geblieben. Der Wechselrichter liegt mit 100 bis 120 Euro pro kWp inzwischen in einer ähnlichen Größenordnung.

Am stärksten verändert hat sich der Stromspeicher. Mit rund 300 bis 500 Euro pro Kilowattstunde kostet er nur noch einen Bruchteil früherer Jahre. Ein aktueller Marktindex nennt für März 2026 sogar rund 315 €/kWh. Ein 10-kWh-Speicher schlägt installiert grob mit 3.000 bis 5.000 Euro zu Buche. Größer ist dabei nicht automatisch besser: Ein überdimensionierter Speicher treibt den Anschaffungspreis, ohne im Alltag voll genutzt zu werden.

Was ist mit der Förderung für Photovoltaik-Anlagen?

Die Einspeisevergütung ist kein Anschaffungspreis, beeinflusst aber die Rechnung. Aktuell (seit 1. August 2026) gibt es für Anlagen bis 10 kWp noch 7,70 ct/kWh bei Überschusseinspeisung (12,22 ct/kWh bei Volleinspeisung). Wichtiger für die Wirtschaftlichkeit ist ohnehin der Eigenverbrauch – dazu mehr im Ratgeber Einspeisen vs. Eigenverbrauch.

Für neue Anlagen sollen sich die Förderregeln 2027 grundlegend ändern – der entsprechende Regierungsentwurf (Kabinettsbeschluss vom Juli 2026) ist allerdings noch nicht verabschiedet. Und schon heute gelten über das Solarspitzengesetz besondere Regeln für die Einspeisung. Weil das die Förderung betrifft und nicht den Preis, haben wir es in einem eigenen Beitrag gebündelt: EEG 2027: Diese 4 Voraussetzungen sind jetzt wichtig.

Ein PV-Installationsservice kümmert sich u.a. um die Montage einer PV-Anlage.
Ein PV-Installationsservice kümmert sich u.a. um die Montage einer PV-Anlage (modul_a / Adobe)

Jetzt kaufen oder auf günstigere Preise warten?

Rein preislich spricht wenig fürs Warten. Die Technik ist auf einem Tiefstand, und die Zeit der großen Rückgänge ist vorbei. Wer auf einen weiteren starken Preisrückgang wartet, hat derzeit wenig Anlass dafür: Die Preise liegen bereits auf einem historischen Tiefstand. Wie stark sie sich 2027 verändern, lässt sich allerdings nicht zuverlässig vorhersagen.

Entscheidender als der Zeitpunkt ist das Angebot selbst. Holen Sie mehrere Angebote ein und vergleichen Sie den Preis pro kWp, nicht nur die Endsumme. Eine Anlage für 13.000 Euro auf einem gut ausgerichteten Dach ist preislich etwas völlig anderes als eine überteuerte mit unnötig großem Speicher.

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Fazit

2026 bewegen sich die Preise für Photovoltaik und Speicher auf einem historischen Tiefstand. Ein weiterer großer Preissturz ist nicht in Sicht. Wer ein geeignetes Dach hat, findet jetzt gute Konditionen. Für die Förderregeln, die sich 2027 ändern sollen, lohnt sich vor der Entscheidung der Blick in unseren EEG-2027-Beitrag.

 

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