Midea PortaSplit 2026: Jetzt noch kaufen trotz Importverbot?

Ab 2027 dürfte die aktuelle R32-Version der Midea PortaSplit nicht mehr in die EU importiert werden. Warum ein Kauf 2026 sinnvoll sein kann und was Besitzer jetzt wissen müssen.

Midea PortaSplit 2026: Jetzt noch kaufen trotz Importverbot?
Kein Verbot, aber eine Einschränkung: Ab 2027 dürfen Klimageräte mit dem Kühlmittel R32 nicht mehr in Verkehr gebracht werden. (Mariella Wendel)

Was das Verbot für die Midea PortaSplit wirklich bedeutet

„Verbot“ – dieses Wort geistert gerade durch jede zweite Klimaanlagen-Diskussion, und die Midea PortaSplit steht mittendrin. Die gute Nachricht vorweg: Wer bereits eine besitzt, muss gar nichts tun. Wer noch keine hat, sollte 2026 aber genau hinschauen. Denn nach derzeitigem Stand darf die aktuelle R32-Version ab 2027 nicht mehr neu verkauft werden. Die Nachfrage zieht schon jetzt spürbar an. Was wirklich dahintersteckt, klären wir Punkt für Punkt.

Was die EU-Verordnung wirklich verbietet – und was nicht

Es geht nicht um Sicherheit. Die PortaSplit wird nicht aus dem Handel genommen, weil sie gefährlich wäre, sondern wegen ihres Kältemittels. Die aktuelle Version arbeitet mit R32, einem fluorierten Treibhausgas mit einem Treibhauspotenzial (GWP) von 675.

Die neue EU-F-Gase-Verordnung drängt solche Kältemittel schrittweise aus dem Markt und ersetzt sie durch klimafreundlichere Alternativen. Für die PortaSplit heißt das nach aktuellem Stand: Ab dem 1. Januar 2027 darf die aktuelle R32-Version nicht mehr neu in der EU in Verkehr gebracht werden.

Die genaue regulatorische Einordnung der PortaSplit zwischen Split- und Monoblockgerät war zeitweise umstritten. Aktuelle Berichte und Aussagen von Midea gehen aber davon aus, dass die strengere Frist gilt. Betroffen ist dann konkret die aktuelle R32-Version, nicht zwingend die Produktreihe insgesamt. Ein Nachfolger mit anderem Kältemittel könnte parallel erscheinen.

Wichtig ist die Unterscheidung: Eingeschränkt wird das Inverkehrbringen neuer Geräte, nicht deren Nutzung. Ein feiner, aber entscheidender Unterschied, der die ganze Aufregung vorerst relativiert.

Bestandsschutz: Ein bereits gekauftes Gerät darf auch weiterlaufen

Wer heute eine PortaSplit kauft und installiert, ist auf der sicheren Seite. Bereits gekaufte Geräte genießen Bestandsschutz. Das heißt konkret:

✓  Weiterbetrieb ohne Zeitlimit, auch nach 2027
✓  Kein Austauschzwang, keine Nachrüstpflicht
✓  Wartung und Reparatur bleiben möglich, Midea sagt Ersatzteile und Support zu

Nach aktuellem Stand gelten die künftigen Einschränkungen ausschließlich für das Inverkehrbringen neuer Geräte, nicht für bereits verkaufte Anlagen. Für das bereits montierte Gerät im Wohnzimmer ändert sich nichts.

Der Preis: Starker Anstieg in der Hitzeperiode

Beim Preis folgt die PortaSplit derzeit nicht dem üblichen Muster vieler Auslaufmodelle. Normalerweise werden sie günstiger, je näher das Aus rückt. Zuletzt lief es hier aber umgekehrt.

Aktuell liegt das günstigste seriöse Angebot bei 1.299 Euro über den Anbieter Solarhandel24.

Midea PortaSplit Klimaanlage 12.000 BTU Grau (kühlen und heizen)
Midea PortaSplit Klimaanlage 12.000 BTU Grau (kühlen und heizen)
Besonders leises 4-in-1 Midea Klimagerät mit 12.000 BTU Leistung für bis zu 42 m² große Räume
TESTNOTE
Sehr Gut
95/100 Punkte • 06/2025
solarhandel24
1.299,00 
Tado
1.309,00 
TESTNOTE
Sehr Gut
95/100 Punkte • 06/2025

Der Grund liegt in einem Vorzieheffekt vor dem Auslaufen: Knappheit trifft auf Käufer, die sich noch ein Gerät der alten Version sichern wollen. Hinzu kommen Käufer, die unabhängig von der Regulierung schlicht eine mobile Split-Klimaanlage suchen.

Laut dem chinesischen Tech-Portal IT-Home (ithome.com) hat Midea die Tagesproduktion von 3.000 auf 6.000 Geräte verdoppelt; demnach lagen seit Juni über 160.000 neue Bestellungen vor. Eine offizielle Pressemitteilung von Midea zu diesen Zahlen liegt nicht vor.

Die hohe Nachfrage hat die Preise zuletzt steigen lassen. Ob sich dieser Trend fortsetzt, lässt sich allerdings nicht sicher vorhersagen: Midea fährt die Produktion hoch, Händler könnten Restbestände abverkaufen, ein Nachfolger könnte früher erscheinen und auch Konkurrenzprodukte spielen eine Rolle.

Der eigentliche Grund für den Hype: Einfach perfekt für Mieter

Warum reißen sich überhaupt so viele Menschen um genau dieses Gerät? Weil es ein Problem löst, an dem klassische Klimaanlagen scheitern: die Mietwohnung.

Die PortaSplit ist ein echtes Split-System, kommt aber ohne Fachinstallation aus. Kein Bohren, kein Schrauben, kein Kältetechniker. Innen- und Außeneinheit sind über einen vorbefüllten Kältemittelschlauch verbunden, die Montage klappt an Fenster oder Balkon und lässt sich beim Umzug wieder rückstandslos abbauen.

Der Unterschied zum klassischen Monoblock mit Abluftschlauch ist im Alltag spürbar: kein warmer Luftstrom, der durch den Fensterspalt zurückkriecht, kein Unterdruck im Raum. Dazu 12.000 BTU (3,5 kW) für Räume bis 42 m², Energieklasse A++ und vier Funktionen in einem Gerät: Kühlen, Heizen, Entfeuchten, Lüften.

Alternativen gibt es zwar, doch diese Kombination aus Split-Komfort und werkzeugloser Montage ist selten. Das haben wir in unserem home&smart Test selbst als sehr positiv empfunden. Genau das macht die PortaSplit zu einer der interessantesten Lösungen für viele Mieter und erklärt, warum der höhere Preis viele nicht abschreckt.

Midea PortaSplit Klimaanlage 12.000 BTU Grau (kühlen und heizen)
Midea PortaSplit Klimaanlage 12.000 BTU Grau (kühlen und heizen)
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Und der Nachfolger zur PortaSplit? Kommt, wird aber wohl teurer

Ein Ersatz ist unterwegs. Midea hat eine neue Produktgeneration für 2027 bestätigt, voraussichtlich mit dem natürlichen Kältemittel R290 (Propan). Dessen Treibhauspotenzial ist verschwindend gering, es erfüllt die EU-Vorgaben langfristig.

Der Haken steckt in der Technik. Da R290 brennbar ist, gelten für Konstruktion und Zulassung zusätzliche Sicherheitsanforderungen. Je nach Gerätekategorie, Aufstellraum, Füllmenge und geregelt in Normen wie EN 378 und IEC 60335-2-40. Midea selbst nennt den Umstieg einen komplexen Prozess. Das kann die Entwicklung aufwendiger und potenziell kostspieliger machen.

Ob der Nachfolger die bewährte Plug-and-play-Einfachheit hält und zu welchem Preis, ist offen. Sicher ist nur: Das aktuelle Modell ist erprobt, mit etwas Glück verfügbar und in der Nutzung nach aktuellem Stand (August 2026) dauerhaft legal.

Fazit: Für wen sich der Kauf 2026 lohnt

Das Verbot ist kein Grund zur Panik. Aber ein guter Anlass, jetzt genau hinzuschauen.

Wer eine unkomplizierte, mietfreundliche Klimaanlage sucht, bekommt mit der aktuellen PortaSplit ein ausgereiftes Gerät, das nach 2027 uneingeschränkt weiter genutzt werden darf. Die Preise sind zuletzt gestiegen und wie es weitergeht, ist offen. Ein R290-Nachfolger dürfte technisch aufwendiger und damit womöglich teurer werden.

Kurz: Für Interessenten könnte 2026 die letzte Gelegenheit sein, die aktuelle R32-Version zu erwerben. Wer warten kann und Wert auf das klimafreundlichere Kältemittel legt, wartet auf die R290-Generation. Ein Muss ist der Umstieg nicht.

Midea PortaSplit Klimaanlage 12.000 BTU Grau (kühlen und heizen)
Midea PortaSplit Klimaanlage 12.000 BTU Grau (kühlen und heizen)
Besonders leises 4-in-1 Midea Klimagerät mit 12.000 BTU Leistung für bis zu 42 m² große Räume
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Sehr Gut
95/100 Punkte • 06/2025
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