Dein Schlafzimmer wird nachts feuchter, als du denkst

Nachts bleibt das Fenster oft stundenlang zu, und genau dann sammelt sich im Schlafzimmer Feuchtigkeit an. Pro Person können es im Schlaf 0,5 bis 2 Liter sein. Morgens lüften und Schränke mit Abstand zur Außenwand aufstellen: Beides gehört zu den Maßnahmen gegen Schimmel im Schlafzimmer.

Dein Schlafzimmer wird nachts feuchter, als du denkst
Wir verraten, was Schimmel im Schlafzimmer effektiv vorbeugt! (tangmo.pa / Adobe Stock)

Warum die Feuchtigkeit nachts bei geschlossenem Fenster steigt

Während man schläft, wird Feuchtigkeit über Atmung und Schweiß abgegeben. Wer zwischendurch nicht lüftet riskiert schnell Schimmelbildung, vor allem im Winter.

Laut Verbraucherzentrale Niedersachsen verliert eine Person pro Nacht ungefähr 0,5 bis 2 Liter Flüssigkeit. Schlafen mehrere Personen im gleichen Raum, ist die Feuchtigkeitsbelastung umso höher.

Das Wichtigste in Kürze

  • Feuchtequelle: Atmung und Schweiß lassen die Luftfeuchte nachts bei geschlossenem Fenster steigen.
  • Routine: Nach dem Aufstehen lüften und das Schlafzimmer tagsüber auf mindestens 16 bis 18 Grad Celsius beheizen.
  • Möbelabstand: Schränke an Außenwänden mit 5 bis 10 Zentimetern Abstand aufstellen.
  • Kontrolle: Ein Hygrometer zeigt, wie sich die gemessene Luftfeuchte zum häufig genannten Orientierungsbereich von 40 bis 60 Prozent verhält.

Wie viel Feuchtigkeit zusammenkommt und warum sie über Nacht steigt

Die Zahl klingt erst mal abstrakt, wird aber im Alltag schnell greifbar: Diese Menge entspricht einer kleinen bis großen Trinkflasche. Bei zwei Personen verdoppelt sich die Menge dementsprechend – mit Kindern im Schlafzimmer ebenso.

Bleibt das Fenster im Schlafzimmer über Stunden geschlossen, sammelt sich die abgegebene Feuchtigkeit an. Das sieht man dann häufig direkt am Fenster in Form von Wassertröpfchen, dem sogenannten Kondenswasser.

Morgens lüften, tagsüber weiterlüften und heizen

Wer nur eine Sache ändern will, kann das gleich morgens zum Ritual machen: Das Umweltbundesamt empfiehlt, im Schlafzimmer morgens nach dem Aufstehen 5 bis 10 Minuten bei weit geöffnetem Fenster zu lüften.

Für Wohnräume allgemein rät die Verbraucherzentrale NRW, 3 bis 4 Mal täglich zu lüften, mindestens aber 2 Mal, morgens und abends. Für weitere Stoßlüftungen im Tagesverlauf nennt sie 3 bis 5 Minuten pro Stoßlüftung im Winter. Die Verbraucherzentrale empfiehlt außerdem, das Schlafzimmer tagsüber auf mindestens 16 bis 18 Grad Celsius zu beheizen, weil hohe Luftfeuchtigkeit bei niedriger Temperatur das Schimmelrisiko erhöht.

Typische Schimmelstellen: Raumecken, Außenwände und hinter Schränken

Wenn Schimmel im Schlafzimmer auftaucht, sitzt er laut Verbraucherzentrale Niedersachsen besonders häufig in Raumecken, an Außenwänden und hinter Schränken. Schränke an Außenwänden sollten daher 5 bis 10 Zentimeter von der Wand abgerückt werden, damit Luft dahinter zirkulieren kann.

Luftfeuchte mit einem Hygrometer messen

Ob die Luftfeuchte nachts über einen Orientierungsbereich steigt, lässt sich mit einem Hygrometer prüfen. Häufig genannt wird für Wohnräume eine relative Luftfeuchte von 40 bis 60 Prozent. Einen gesetzlichen Grenzwert gibt es dafür nicht.

Ein digitales Hygrometer mit einer Genauigkeit von ±3 Prozent reicht für den Alltag. Damit wird sichtbar, wie effektiv das Lüften tatsächlich ist. Sinkt die Luftfeuchtigkeit nur wenig, muss man entweder länger lüften oder durch das öffnen von weiteren Türen und Fenstern für einen stärkeren Durchzug sorgen.

Fazit: Luftfeuchte messen und die Routine anpassen

Ein Hygrometer ist perfekt zur Orientierung. Die Basis ist und bleibt aber das routinemäßige Lüften. Öffne morgens das Fenster für 5 bis 10 Minuten. Tagsüber sollte man weitere Stoßlüftungen einplanen und das Schlafzimmer auf mindestens 16 bis 18 Grad Celsius beheizen. Schränke an Außenwänden sollten 5 bis 10 Zentimeter Abstand zur Außenwand haben.

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