Solaranlage für den Balkon – das Wichtigste in Kürze
- Modellvarianten: Wer sich für ein Balkonkraftwerk interessiert, kann sich zwischen unterschiedliche Arten entscheiden. Es gibt Modelle mit Aufständerung, z. B. für den Garten oder das Garagendach oder Varianten mit Vorrichtung für die Montage am Balkongeländer mit effizientem Neigungswinkel. Für hohe Balkone eignen sich besonders Mini-PV-Anlagen mit Leichtmodulen. Daneben gibt es zudem Ausführungen für die Dachinstallation oder Kombination mit Zäunen.
- Leistung: In Deutschland ist eine maximale Einspeisung durch ein Balkonkraftwerk von bis zu 600 Watt erlaubt. Höhere Werte sind mit mehr bürokratischen Schritten verbunden. In Zukunft soll die Grenze jedoch auf bis zu 800 Watt angehoben werden. Die meisten Balkonkraftwerke sind bereits für eine solche Leistung ausgelegt, die Einspeisung wird allerdings über einen Wechselrichter gedrosselt.
- Installation: Balkonkraftwerke dürfen durch Laien montiert und in Betrieb genommen werden. Die Voraussetzung dafür ist die Anschlussart, denn es muss sich um einen herkömmlichen Schuko-Stecker handeln. Bei einem Betteri- oder Wieland-Stecker muss eine Fachkraft für die Installation beauftragt werden. Zudem ist noch kein generelles Recht für ein Balkonkraftwerk beschlossen. Mieter sollten vor dem Kauf ihren Vermieter um Erlaubnis fragen.

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Was ändert sich 2023 für Balkonkraftwerke?
Seit Januar 2023 fällt beim Kauf für Balkonkraftwerke keine Mehrwertsteuer an, die sonst eigentlich bei 19 Prozent liegt.
Als weitere Änderung steht an, dass der in Deutschland gültige Grenzwert für die maximale Einspeisung von 600 Watt auf 800 Watt angepasst werden soll. Ob dies bereits 2023 passiert, ist bisher noch nicht bekannt. (Stand: 06/2023)
Zudem sollen Balkonkraftwerke im Wohneigentumsgesetz und im Mietrecht im Bürgerlichen Gesetzbuch als „privilegierte Maßnahme“ eingestuft werden. Damit würden Balkonkraftwerke unter bestimmten Bedingungen prinzipiell erlaubt werden und Vermieter können kein Veto mehr einlegen bzw. müssten nicht mehr um Erlaubnis gebeten werden.
Wann diese Anpassung umgesetzt wird, ist bisher allerdings ebenfalls noch nicht bekannt. Konkrete Beschlüsse werden jedoch nach der Sommerpause des Deutschen Bundestages erwartet, die bis Ende August 2023 andauert. (Stand: 06/2023).
Hinweis: Unabhängig von dieser Anpassung empfehlen wir Mietern immer Rücksprache mit ihren Vermietern zu halten, um kein negatives Umfeld zu riskieren.
Wie viel Watt sollte ein Balkonkraftwerk haben?
In Deutschland ist der Maximalwert, der eingespeist werden darf, aktuell noch auf 600 Watt limitiert. Nach dem Vorbild, wie z. B. bei Balkonkraftwerken in Österreich, soll dieser Wert aber auf 800 Watt angepasst werden.
Wir empfehlen, ein Balkonkraftwerkset zu wählen, bei denen die Module diese Werte übersteigen. Es gibt bereits Modelle, die bis zu 1.000 Watt an Leistung erreichen können. Das hat den Vorteil, dass auch bei Verschattung und an weniger sonnigen Tagen eine hohe Solar-Ausbeute erreicht werden kann.
Bei Varianten, die nur auf 600 Watt bzw. nur 800 Watt ausgelegt sind, werden diese Werte lediglich unter optimalen Wetterbedingungen erreicht und Nutzer profitieren nicht von einer optimalen Energieproduktion.
Was muss ich bei einem Balkonkraftwerk beachten?
Am wichtigsten ist, dass sich der Stromzähler für ein Balkonkraftwerk eignet. Der Stromzähler des Hauses oder der Wohnung darf nämlich nicht rückwärtslaufen. Sonst ist ein Wechsel notwendig, bevor eine Solaranlage in Betrieb genommen werden darf. Außerdem sollten Mieter ihren Vermieter vor dem Kauf und der Installation eines Balkonkraftwerks um Erlaubnis bitten.
Ist ein Balkonkraftwerk gekauft worden, darf es nur selbst angeschlossen werden, wenn das Modell über einen Schuko-Stecker verfügt. Bei einem Betteri- oder Wieland-Stecker muss eine Elektrofachkraft für diese Aufgabe beauftragt werden.
Ein Balkonkraftwerk muss außerdem beim Netzbetreiber und beim Marktstammdatenregister angemeldet werden. Die maximale Einspeiseleistung liegt aktuell noch bei 600 Watt. Dieser Wert soll aber zukünftig auf 800 Watt erhöht werden. Ein Zeitpunkt dafür steht noch nicht fest (Stand: 06/2023). Ein Wechselrichter muss auf die erlaubten Grenzen eingestellt sein und höhere Leistungen drosseln.
Bei der Montage müssen Nutzer darauf achten, dass die Module fest installiert sind, sodass Wettereinflüsse, wie Regen, Schnee und Sturm, keine Gefahr darstellen. Sonst besteht die Möglichkeit, dass die Paneele herunterfallen.
Zudem kann es sich lohnen, das Balkonkraftwerk zu versichern. Wir empfehlen ein Gespräch mit dem persönlichen Versicherungspartner. Schäden durch das Balkonkraftwerk werden in der Regel von der Hausratversicherung gedeckt. Schäden, die durch die Anlage an Besitz von Dritten oder anderen Personen entsteht, ist ein Fall für die Haftpflichtversicherung.
Eine Rücksprache mit dem Versicherungspartner ist wichtig, da noch nicht alle Versicherungen Balkonkraftwerke mit der Hausrat- und Haftpflicht abdecken. Eine extra Balkonkraftwerk Versicherung gibt es jedoch nicht.
Tipp: Ausführliche Tipps, Hinweise und weitere FAQs zu Mini-PV-Anlagen nennen wir in unserem großen Balkonkraftwerk Test.
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