IFTTT steht kurz für „If This Then That“
IFTTT wurden im Jahr 2010 in San Francisco gegründet und nehmen seither eine immer stärker beanspruchte Funktion hinter den Kulissen der modernen Geräte und Applikationen ein. Die Funktionsweise ist so einfach wie auch erfolgreich: auf der IFTTT-Webiste finden sich sogenannte „Rezepte“. Das sind in der Praxis nichts anderes als eingestellte Funktionsabläufe, wie ein Gerät A mit Gerät B oder ein Gerät C mit Software Y kommunizieren könnte.
Die Ideen liefern die User selber. Frei nach dem Namen des Unternehmens, welcher übersetzt so viel wie „wenn das [passiert], dann [löse] das aus“ bedeutet, kombinieren User also verschiedene Komponenten miteinander. Als Beispiel: immer wenn die Wohnung betreten und das anhand eines Motion Sensors ermittelt wird, könnte ein Facebook Post „Ich bin jetzt daheim“ herausgeschickt werden. Das ist zwar nicht zwingend nützlich, zeigt aber wie kreativ diese Vernetzungen sein können.
Nützlicher geht es natürlich auch, beispielsweise indem das Netzwerk einen Übergang zwischen einem Bewegungsmelder und den im Smart Home befindlichen Beleuchtungselementen herstellt. Dann ergeben sich schon wesentlich praktischere Synergien, welche mitunter nicht gegeben sind, wenn die Produkte von verschiedenen Herstellern stammen oder keine Basis für derartige Szenen liefern. Nun gingen IFTTT einen neuen Weg, indem sie derartige Skripte für die Entwickler und Hersteller freigaben.
Diese können sich die typisch kreativen IFTTT-Skripte also in die eigene App integrieren und somit eine Brücke zwischen verschiedener Soft- und Hardware ermöglichen, welche anderenfalls im Smart Home nicht denkbar oder schlicht nicht realisierbar wäre. Zuvor war die Erstellung solcher Skripte aufgrund notwendiger Limitierungen wesentlich komplizierter und dem 0815-Anwender nur nach einer aufwändigen Lernphase möglich.
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Ein weiterer Baustein für das Internet der Dinge
Anhand der Funktionsweise wird bereits klar, dass IFTTT für das Smart Home und für das Internet der Dinge/Internet of Things (IoT) eine taktgebende Rolle einnehmen könnte. Besonders wenn man einen vorsichtigen Blick in die Zukunft wagt, wo sich aufgrund dem Internet der Dinge immer weitere einzelne Komponenten vernetzen und auf smarte Weise aufeinander reagieren sollen. Zeitgleich werden lästige Hürden im Smart Home erfolgreich und praktikabel überwunden. Der typische Verbraucher müsste sich damit weniger darum sorgen, ob denn das einzelne Gerät nun tatsächlich mit einem anderen Gerät oder einer bestimmten externen Software funktioniert.
Eine absolute Allzwecklösung sind aber zum aktuellen Zeitpunkt auch diese Skripte nicht, wie ein kurzer Blick auf die Liste der Partner offenbart. Unter anderem unterhält IFTTT aktuell nämlich keine Kooperation zu einem der populärsten Unternehmen überhaupt im Smart Home Sektor: Apple. Begründet wird das mit mangelnden Ressourcen, vor allem weil besonders für Apples HomeKit ein langwieriger Prozess bevorsteht, bevor tatsächlich eine Kooperation stattfinden könnte – inklusive externer Chips, die verbaut werden müssen.
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