Maxxisun Maxxicharge V2+ gegen Solakon One: Der große Vergleich

Beim Duell des kompakten Solakon ONE Speichers mit dem brandneuen Maxxicharge V2+ Premium-Modell treffen zwei völlig unterschiedliche Welten aufeinander. Wir vergleichen die beiden Systeme und erklären für wen sich was eignet.

Maxxisun Maxxicharge V2+ gegen Solakon One: Der große Vergleich
Zwei Systeme, zwei Welten: Wir haben uns die Unterschiede der beiden Speicherlösungen genau angesehen. (KI-generiert)

Das Wichtigste zu den beiden Speichern in Kürze

  • Größe: Solakon ONE hat eine Basiskapazität von 2,11 kWh und ist erweiterbar auf 12,66 kWh. Maxxicharge V2+ gibt es wahlweise als M-3.0 Variante mit 3 kWh oder als M-5.0 Version mit 5 kWh (erweiterbar auf bis zu 80 kWh). 
  • Bauweise: Während in Solakon ONE ein Wechselrichter direkt integriert ist, benötigen Nutzer des Maxxicharge V2+ Speichers zusätzlich eine CCU-Steuereinheit (separates Gerät) für den Betrieb. Dafür ist dieses System aber auch deutlich leistungsstärker.
  • Installation: Solakon setzt auf parallel geschaltete Solarmodule, Maxxicharge auf Reihenschaltung mit höherer Spannung („Voltage Boost“) für weniger Ertragsverluste und geringeren Kabelbedarf.
  • Effizienz: Maxxicharge V2+ kann laut Datenblatt in nur 0,4 S auf Laständerungen im Haushalt reagieren, während Standard-Speicher dafür bis zu 5 Sekunde benötigen. Wie lange Solakon ONE für die Umschaltung braucht, gibt der Hersteller nicht konkret an.

Maxxisun vs. Solakon: Für wen eignet sich welches Stromspeichersystem?

Der Solakon ONE lohnt sich für alle, die ein klassisches Balkonkraftwerk mit 2 bis 4 Modulen (max. 2.600 W) betreiben und einen unkomplizierten, günstigen Einstieg wollen: Denn die Installation ist dank integriertem Wechselrichter denkbar einfach und die 2,11 kWh Speicherkapazität reicht für den typischen Haushaltsbedarf. 

Wer auf eine kräftige Notstromversorgung angewiesen ist, sollte aber beachten, dass die Energieabgabe im Off-Grid-Betrieb bei maximal 1.200 W liegt.  

Solakon ONE
Solakon ONE
All-in-One Speicher mit integr. Wechselrichter für bis zu 2600 W PV-Eingangsleistung (über 4 MPPTs), zur Nulleinspeisung geeignet
TESTNOTE
Sehr Gut
94/100 Punkte • 09/2025
Solakon
589,00 
TESTNOTE
Sehr Gut
94/100 Punkte • 09/2025

Maxxicharge V2+ (in den Varianten M-3.0 und M-5.0) empfehlen wir dagegen für alle, die von Anfang an größer denken: Schließlich ist hier dank bis zu 12 anschließbaren Solarmodulen und einer Speicherkapazität von bis zu 80 kWh ein deutlich umfassenderer Ausbau möglich als beim Solakon ONE. 

Auch bei der Notstromfunktion liegt Maxxicharge V2+ mit 2.300 W klar vorn, und dank der superschnellen Umschaltzeit von nur 0,4 statt der üblichen 5 Sekunden gehen weniger Erträge verloren. Zudem steigert hier die Reihenschaltung der Solarmodule die Effizienz.

Durch die separate CCU-Steuereinheit ist die Installation zwar etwas komplexer und die Anschaffungskosten fallen höher aus als beim Solakon ONE, im Gegenzug profitieren Nutzer aber von einer höheren Leistungsreserve sowie erweiterten Möglichkeiten für einen späteren Ausbau.

Maxxicharge V2+
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Maxxisun

Technische Daten von Maxxicharge V2+ und Solakon ONE im Vergleich

Unser Direkt-Vergleich zeigt die wichtigsten Spezifikationen von Solakon ONE und den beiden zur Auswahl stehenden Größenvarianten von Maxxicharge V2+.

Solakon ONEMaxxicharge V2+ (CCU + M-3.0)Maxxicharge V2+ (CCU + M-5.0)
BatterietypLiFePO4LiFePO4LiFePO4
Speicherkapazität2,11 kWh3 kWh5 kWh
Erweiterbar aufbis 12,66 kWh (1 Haupteinheit + 5 Zusatzakkus)Bis 48 kWh (bis zu 16 Speicher pro CCU)Bis 80 kWh (bis zu 16 Speicher pro CCU)
PV-Eingangsleistungbis 2.600 W (4 MPPTs)4.000 W (Ost-West) bzw. 2.000 W (Süd) 6.000 W (Ost-West) bzw. 3.000 W (Süd)
Solarmodul-AnschlussParallelIn ReiheIn Reihe
AC-Ladeleistung1.200 W2.300 W (CCU-Eingang)2.300 W (CCU-Eingang)
Ausgangsleistung On-Grid2.200 W max., werksseitig auf 800 W begrenzt2.300 W (bis 6.900 W mit 3 CCUs)2.300 W (bis 6.900 W mit 3 CCUs)
Offgrid-/Notstrom-Ausgang (Dauer)1.200 W2.300 W2.300 W
Reaktionszeit Einspeisesteuerungk. A.0,4 sec0,4 sec
Ladezyklen8.000+8.00010.000
SchutzklasseIP65IP65IP65
Gewicht26,5 kg32 kg45,6 kg
SicherheitApp in Deutschland entwickelt & auch Server Standort in DeutschlandLokal steuerbar, Aluminiumgehäuse in Kombination mit selbstlöschenden KabelnLokal steuerbar, Aluminiumgehäuse in Kombination mit selbstlöschenden Kabeln
Garantie10 Jahre10 Jahre (+5 Jahre dazu buchbar)10 Jahre (+5 Jahre dazu buchbar)

Hinweis: Alle Maxxicharge-Werte sind Herstellerangaben und noch nicht unabhängig von home&smart getestet.

Maximal stark: Mit der neuen CCU V2+ verwandelt man seinen Maxxicharge Speicher in ein echtes Powergerät.
Maximal stark: Mit der neuen CCU V2+ verwandelt man seinen Maxxicharge Speicher in ein echtes Powergerät. (Maxxisun)

Optik und Wetterfestigkeit: Standard-Features vs. selbstlöschende Kabel

Beide Systeme entsprechen der Schutzklasse IP65 und sind folglich gegen Staub und Strahlwasser geschützt. Zudem sind sie für den Betrieb zwischen -20 und +55 °C ausgelegt und besitzen jeweils eine integrierte Zellheizung für den Wintereinsatz. Für die Outdoor-Montage am Balkon oder an der Fassade sind damit beide Speicher-Systeme grundsätzlich geeignet.

Ebenfalls gut zu wissen: Beide Speicher kühlen laut Datenblatt rein passiv und arbeiten ohne Lüfter, so dass Nutzer keine störende Geräuschentwicklung befürchten müssen.

Maxxicharge V2+ ergänzt die Grundausstattung überdies um ein Aluminiumgehäuse, selbstlöschende Kabel und einen physischen „SecurX“) PV-Notschalter auf der Rückseite.

Solakon setzt beim ONE ebenfalls auf ein robustes Gehäuse, wirbt aber nicht mit vergleichbaren Zusatzmerkmalen in diesem Bereich.

Auch bei Größe und Gewicht unterscheiden sich die Systeme spürbar. Solakon ONE fiel uns im Praxistest als besonders handlich auf und ließ sich entsprechend unkompliziert aufstellen. Bei Maxxicharge V2+ ist die CCU V2+ mit 350 x 350 x 113 mm und 10,6 kg zwar kompakt, die Speichereinheiten bringen aber deutlich mehr Gewicht auf die Waage: 

  • 32 kg bei der M-3.0 (362 x 382 x 322 mm)
  • 45,6 kg bei der M-5.0 (362 x 380 x 404 mm). 

Maxxisun hat bei Speicher Kapazität und Erweiterbarkeit klar die Nase vorn

Solakon setzt beim ONE auf ein einfaches Stecksystem: Eine Haupteinheit mit 2,11 kWh lässt sich um bis zu fünf baugleiche Zusatzakkus auf insgesamt 12,66 kWh erweitern. Das reicht für die meisten Balkonkraftwerk-Haushalte komfortabel aus, stößt aber bei sehr hohem Verbrauch oder Interesse an einer späteren Aufrüstung Richtung Hausspeicher an seine Grenzen.

Maxxicharge V2+ ist dagegen von Grund auf für deutlich größere Ausbaustufen konzipiert. Nach Angaben des Herstellers lassen sich bis zu 16 Speichereinheiten an einer CCU betreiben, wodurch die größere M 5.0 Speichervariante eine Systemkapazität von bis zu 80 kWh erreichen kann. 

Besonders praktisch: Während Standard Balkonkraftwerk Speicher (wie Solakon ONE) gewöhnlich nur an ihrer Haupteinheit PV-Modulanschlüsse besitzen, hat Maxxisun jede einzelne Speichereinheit damit ausgestattet. Infolgedessen steigt mit jedem zusätzlichen Speicher auch die maximal anschließbare Modulleistung.

Zusammenfassend lässt sich also sagen: Für die klassische Balkonkraftwerk-Anwendung reicht Solakon ONE für die meisten Nutzer durchaus. Wer perspektivisch in Richtung eines größeren Heimspeichers denkt oder mehrere Verbraucher dreiphasig versorgen möchte, findet in Maxxicharge V2+ aber die bessere Lösung.

Bei der Batterielebensdauer punktet Maxxicharge durch den Bypass Modus

Bei den Ladezyklen liegen beide Systeme nah beieinander: Solakon ONE erreicht laut Datenblatt bis zu 8.000 Zyklen (bei dann noch 70 Prozent Restkapazität). Bei Maxxicharge V2+ gibt der Hersteller für die kleinere M-3.0 Speichervariante ebenfalls 8.000 und für die größere M-5.0 Version sogar 10.000 Zyklen an.

Einen zusätzlichen Baustein für die Lebensdauer bringt Maxxicharge V2+ darüber hinaus mit der Funktion „Maxxicharge Intelligence“ mit: Denn eine physische Bypassleitung kann hier PV-Energie bei Bedarf direkt ins Haus leiten, ohne den Umweg über die Batterie zu nehmen. So wird die Batterie seltener be- und entladen, was laut Hersteller die Lebensdauer um bis zu 30 Prozent verlängern kann. Solakon nennt für den ONE dagegen keine vergleichbare Bypass-Funktion.

Maxxicharge V2+
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Installation und Solarmodulverkabelung sind bei Solakon deutlich einfacher

Bei der Verkabelung der Solarmodule nutzen beide Hersteller auf vollkomme unterschiedliche Konzepte. Warum dies so ist, zeigt folgender Überblick.

Reihen- versus Parallelschaltung

Der Solakon ONE setzt auf das klassische Prinzip eines Balkonkraftwerk-Speichers: Vier unabhängige MPPT-Eingänge übernehmen die PV-Anbindung mit bis zu 2.600 Watt Gesamtleistung, wobei jedes Solarmodul beziehungsweise jeder String separat mit dem Speicher verbunden wird. Dieses Konzept gilt als Standard bei Plug-and-Play-Speichern, weil es die Installation besonders einfach macht und sich flexibel an unterschiedliche Modulkonfigurationen anpassen lässt.

Die Kehrseite zeigt sich jedoch, wenn der Speicher (wie in vielen Haushalten) nicht direkt neben den Solarmodulen steht. Statt der optimalen Entfernung von wenigen Zentimetern liegen dann schließlich oft mehrere Meter zwischen Modulen und Speicher, etwa weil dieser in der Garage oder im Hauswirtschaftsraum installiert wird. Für jedes Modul müssen somit eigene DC-Kabel verlegt werden, was den Installationsaufwand erhöht und durch die längeren Leitungswege auch messbare Energieverluste verursachen kann.

Maxxicharge V2+ arbeitet deshalb mit dem Prinzip der Solarmodul-Reihenschaltung. Dadurch steigt die Betriebsspannung des Strings auf bis zu 120 Volt. Der Vorteil: Bei gleicher Leistung fließt weniger Strom durch die Leitungen, wodurch die Leitungsverluste insbesondere bei längeren Kabelwegen sinken. Gleichzeitig reduziert sich der Verkabelungsaufwand deutlich, da laut Hersteller bis zu zwei Drittel weniger Solarkabel benötigt werden.

Wie groß dieser Effekt ausfallen kann, zeigt ein Rechenbeispiel von Maxxisun: Bei zwölf Solarmodulen und 15 Metern Entfernung vom Speicher sollen die Leitungsverluste von 492 auf 109 Watt sinken. Daraus ergibt sich rechnerisch ein Mehrertrag von rund 421 kWh beziehungsweise etwa 147 Euro pro Jahr.

Vorteil Reihenschaltung: Mehr Betriebsspannung, weniger Kabel, weniger Verluste.
Vorteil Reihenschaltung: Mehr Betriebsspannung, weniger Kabel, weniger Verluste.

Zur Einordnung: Dabei handelt es sich um ein Herstellerbeispiel unter idealisierten Annahmen. Wie groß der Vorteil in der Praxis tatsächlich ausfällt, hängt unter anderem von der Kabellänge, der Anzahl der Module und möglichen Verschattungen ab.

Die Reihenschaltung bringt allerdings auch höhere Anforderungen an die Planung mit sich. Die Module müssen so kombiniert werden, dass die zulässige Eingangsspannung des Speichers eingehalten wird (58,5 bis 120 Volt bei der M-3.0 beziehungsweise 60 bis 120 Volt bei der M-5.0). 

Das macht die Installation etwas anspruchsvoller als das klassische Parallelkonzept des Solakon ONE. Wer bereits Solarmodule besitzt oder eine bestimmte Verschaltung plant, sollte diesen Punkt bei der Systemwahl daher unbedingt berücksichtigen.

Ebenfalls wichtig für die Planung ist die maximal anschließbare PV-Leistung. Diese hängt beim Maxxicharge V2+ von der Ausrichtung der Solarmodule ab: Die kleinere Speichervariante M-3.0 unterstützt bis zu 4.000 Wp bei einer Ost-West-Ausrichtung beziehungsweise 2.000 Wp bei einer reinen Südausrichtung. Bei der größeren M-5.0 sind es 6.000 Wp beziehungsweise 3.000 Wp

Hintergrund ist, dass Ost-West-Anlagen ihre Spitzenleistung über den Tag verteilen, während Südanlagen häufiger ihre maximale Leistung erreichen und deshalb früher an die zulässige Eingangsgrenze des Speichers stoßen.

800 vs 2.300 W: Nur einer der beiden Speicher kann richtig viel Strom liefern

Solakon ONE entspricht den Kriterien eines klassischen Balkonkraftwerk Speichers. D.h. Seine Einspeisung ist werksseitig auf die erlaubten 800 Watt begrenzt und er gibt den Strom dabei ganz normal über Schuko-Stecker ab, ohne dass dafür eine besondere Vorrichtung nötig wäre.

Der Maxxicharge V2+ geht auch hier einen anderen Weg. Er kommt ab Werk mit der vorinstallierten Software „ready2plugin“, die sich gegen eine Gebühr freischalten lässt und dann eine Einspeisung von bis zu 2.300 Watt über eine ganz normale Steckdose erlaubt.

Möglich macht das eine Besonderheit der VDE-Regeln: Oberhalb von 800 Watt braucht es entweder eine geeignete Einspeisevorrichtung wie einen Wieland-Stecker, oder eben eine softwareseitige Steuerung. Bislang ist ready2plugin die einzige Lösung, die diesen Software-Weg rechtskonform umsetzt und Maxxicharge das einzige Plug & Play Speichersystem, welches diese direkt integriert hat.

Tipp: Maxxisun bietet obendrein einen praktischen Anmeldeservice für seinen Speicher beim Netzbetreiber an.

Maxxicharge V2+
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Stromausfall? So groß sind die Unterschiede

Solakon ONE hat eine Notstromsteckdose, die bis zu 1.200 Watt liefert und damit dem bei seiner Markteinführung 2025 geltenden Standard entspricht. Er versorgt im Störungsfall somit nur ein direkt an den Speicher angeschlossenes Gerät wie Router, Kühlschrank oder Beleuchtung. Das entspricht dem, was auch andere Balkonkraftwerk Speicher mit Notstromfunktion typischerweise bieten.

Beim deutlich hochpreisigeren Maxxicharge V2+ ist die Notstrom-Hardware hingegen sehr viel umfassender gestaltet. Schon eine einzelne CCU V2+ liefert im Notstrombetrieb laut Datenblatt bis zu 2.300 Watt dauerhaft beziehungsweise kurzzeitig bis zu 3.600 Watt, also deutlich mehr als beim Marktstandard. Das ist zunächst schlicht eine höher ausgelegte Notstrom-Elektronik und nicht dasselbe wie die zuvor beschriebene ready2plugin-Regelung: Denn die Notstromsteckdose speist unabhängig vom öffentlichen Netz, weshalb die 800-Watt-Einspeisegrenze hier gar nicht erst greift.

Tipp: Wer noch mehr Leistung braucht, kann laut Hersteller bis zu drei CCU V2+ in einem System kombinieren und bekommt dadurch entsprechend mehr Notstromleistung: rechnerisch bis zu 6.900 Watt, verteilt auf bis zu drei eigenständige Geräte. 

Effizienzcheck: So gut verarbeiten Solakon und Maxxicharge den Solarstrom

Beide Systeme haben das Ziel zu verhindern, dass überschüssiger Solarstrom ungenutzt ins öffentliche Netz fließt. Solakon erreicht das über die App in Kombination mit einem Smart Meter (etwa Shelly oder dem eigenen PowerTracker IR), der laut Hersteller „sekundengenau“ erfasst, wie viel Strom im Haus gerade benötigt wird.  Eine konkrete Reaktionszeit in Sekunden nennt Solakon für den ONE aber nicht öffentlich. 

Maxxicharge wirbt dagegen mit einer sehr konkreten Zahl: Die „SynaptiQ“-Einspeisesteuerung kann intern mit 0,4 Sekunden reagieren. Das ist nach Herstellerangabe die schnellste Reaktionszeit unter vergleichbaren Plug-and-Play-Speichern. 

Entwickelt wurde SynaptiQ laut Maxxisun gemeinsam mit der Hochschule Anhalt unter Leitung von Prof. Dr. Carlos Meza. In einem Rechenbeispiel des Herstellers auf Basis von 2.400 Schaltvorgängen pro Tag ergibt sich daraus ein möglicher Mehrertrag von rund 224 kWh beziehungsweise 67 Euro pro Jahr gegenüber einem 5-Sekunden-System. 

Der reale Vorteil dürfte allerdings davon abhängen, wie oft und wie stark sich der Verbrauch im Haushalt tatsächlich ändert, in ruhigen Haushalten mit wenigen Lastwechseln fällt der Unterschied vermutlich deutlich kleiner aus als im Rechenbeispiel. Und ebenfalls wichtig: Da Solakon keine eigene Reaktionszeit angibt, lässt sich dieser Punkt aktuell nicht direkt gegenrechnen.

Datenschutz als Kaufargument: Hier unterscheiden sich die Systeme deutlich

Beide Hersteller setzen auf eine deutschsprachige App mit Live-Monitoring von Erzeugung, Verbrauch und Batteriestatus sowie auf eine Home-Assistant-Anbindung für Nutzer mit eigenem Smart-Home-Server. 

Interessant ist dabei jedoch, wie unterschiedlich beide das Thema Datensicherheit lösen:

Solakon ONE: Datenverarbeitung in Deutschland statt beim System selbst. Solakon wirbt beim ONE explizit mit deutschem Serverstandort: Nutzerdaten aus der App sollen laut Hersteller ausschließlich auf Servern in Deutschland verarbeitet werden, eine Weitergabe an Dritte schließt Solakon aus. Das bedeutet konkret: Verbrauchs- und Ertragsdaten verlassen zwar weiterhin das Haus in Richtung Cloud, dafür greift aber uneingeschränkt deutsches beziehungsweise europäisches Datenschutzrecht (DSGVO), und die Infrastruktur liegt nicht bei einem Cloud-Anbieter außerhalb der EU. Voraussetzung für Live-Monitoring, Nulleinspeisung und Fernsteuerung per App ist allerdings immer durchgehend eine bestehende Internetverbindung des Speichers.

Maxxicharge V2+: Datenverarbeitung im eigenen Netzwerk statt in der Cloud. Maxxicharge V2+ bietet im Gegensatz dazu die Möglichkeit, Cloud-Umweg im Regelbetrieb komplett zu vermeiden: Über den „Offline-Modus“ kann das System nach der Ersteinrichtung dauerhaft lokal arbeiten, ohne sich erneut mit dem Internet verbinden zu müssen. Die CCU V2+ kommuniziert dafür laut Datenblatt über ihre RJ45-LAN-Schnittstelle direkt mit dem Smart Meter im Haus, sodass Verbrauchsdaten, die bei einem Smart Meter durchaus Rückschlüsse auf Tagesabläufe im Haushalt ermöglichen, gar nicht erst an einen externen Server übertragen werden müssen.

Verfügbarkeit und Kosten: Wer bietet das bessere Gesamtpaket?

Der Solakon ONE ist bereits regulär erhältlich, die Basisversion mit 2,11 kWh gibt es aktuell ab 599 Euro. Größere Ausbaustufen bis 12,66 kWh liegen je nach Konfiguration bei rund 3.344 Euro.

Maxxicharge V2+ durchläuft laut Hersteller ab 5. August 2026 zunächst eine Vorverkaufsphase mit E-Mail-Registrierung und personalisiertem Rabattgutschein i.H.v 300 €, bevor am 24. August 2026 der reguläre Verkaufsstart folgt. 

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Hinweis: Alle Angaben zu Maxxicharge V2+ basieren auf Unterlagen des Herstellers Maxxisun und wurden zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht unabhängig von home&smart getestet. Unseren eigenen Test starten wir voraussichtlich im September 2026 und aktualisieren diesen Artikel, sobald die Ergebnisse vorliegen.

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