Unser Test-Fazit zum TerraMow V600 Mähroboter
Der TerraMow V600 zeigt im Test, dass rein kamerabasierte Mähroboter inzwischen ein Reifegrad erreicht haben, an dem sich teurere Modelle messen lassen müssen. Das Mähergebnis ist gut, der Randschnitt ist für ein Modell mit mittigem Mähteller ohne Seitenmähwerk verhältnismäßig sauber – und die Hinderniserkennung schlägt alles, was wir bislang bei einem Mähroboter gesehen haben.
Besonders eindrucksvoll: Der V600 verzichtet sowohl auf RTK-GPS als auch auf LiDAR und navigiert ausschließlich mit Kameras. Dass er trotzdem so präzise um Hindernisse herumarbeitet, ist eine echte Ansage. Im Härtetest umfuhr er einen Gartenschlauch perfekt mit minimalem Abstand, ohne ihn zu berühren.
Nicht alles glänzt allerdings. Ein Software-Problem hat unseren Test mehrere Tage aufgehalten: Der V600 brach nach wenigen Bahnen den Mähvorgang grundlos ab, fuhr nicht zur Ladestation zurück und musste manuell zurückgetragen werden.
Der TerraMow-Support reagierte zwar schnell und löste das Problem – die Erfahrung trübt das Bild aber spürbar. Auch das Mähverhalten wirkt im Alltag stellenweise unruhig: Der V600 unterteilt die Fläche selbständig in Teilzonen, mäht erst die Fläche und dann den Rand der jeweiligen Zone, manchmal allerdings nur Teile davon. Die Effizienz dieser Logik bleibt hinter dem zurück, was Modelle mit klarer Bahnen-Strategie zeigen.
In Summe ist der V600 dennoch ein guter Mähroboter mit klaren Stärken. Wer einen zuverlässigen Kamera-Mäher für eine kleine bis mittelgroße Rasenfläche sucht und Wert auf eine herausragende Hinderniserkennung legt, kommt am V600 nicht vorbei.
Wir vergeben die Testnote „gut“ und sprechen eine Empfehlung für mittlere Gärten aus.
TerraMow V600 – Design & Ausstattung im Überblick
Optisch erinnert der TerraMow V600 extrem an den eufy E18 den wir bereits 2025 getestet haben. Auch er ist ein Mähroboter ohne RTK und LiDAR und setzt voll auf Kameras zur Navigation.

Auch jetzt beim V600 dominiert die markant abfallende Front, in der die zwei Kameras hinter einer Glasfront sitzen. Das Gehäuse ist vollständig aus Kunststoff gefertigt, wirkt in der Verarbeitung aber wertig und solide. Farblich ist der V600 in einem dezenten Grauton gehalten.
Die Unterschiede gegenüber dem eufy zeigen sich nur auf der Oberseite: TerraMow setzt auf eine etwas anders verteilte Tastenanordnung, und die Status-LEDs sind in einem Kreis statt als Balken angeordnet.

Funktional bleibt das Set-up gleich – eine rote Stopp-Taste, Bedienknöpfe für Start/Heimfahrt sowie LED-Anzeigen für Akkustand und Betriebszustand. Ein Drehrad zur mechanischen Höhenverstellung gibt es nicht, die Schnitthöhe wird ausschließlich über die App eingestellt.

Auf der Unterseite findet sich ein zentral platzierter Mähteller mit drei Klingen. Ein zusätzliches Seitenmähwerk – wie es Modelle von Worx oder ECOVACS für den Randschnitt bieten – fehlt. Dass der V600 trotzdem gute Ergebnisse am Rand erzielt, hat einen anderen Grund: Er kann sehr nah an die Rasenkante heranfahren.
Im Lieferumfang waren enthalten:
- 1x Mähroboter TerraMow V600
- 1x Ladestation
- 1x Netzteil mit Verlängerungskabel
- Erdschrauben zur Befestigung der Station
- Ersatzklingen samt Schrauben
- Inbusschlüssel
- Schnellstartanleitung

Alle Komponenten waren ordentlich verpackt und gepolstert. Wie schon beim eufy E18 fiel aber auch beim V600 der hohe Plastikanteil im Verpackungsmaterial negativ auf.
Aufbau und Einrichtung des TerraMow V600
Der Aufbau ging im Test ähnlich schnell, wie bei vielen anderen Mährobotern die wir bisher testen konnten. Die Ladestation am Wunschort platzieren, mit den Erdnägeln befestigen, an die Steckdose anschließen – fertig. Insgesamt waren wir nach weniger als zehn Minuten fertig. Wichtig: Der Mähroboter muss über einen Schalter auf der Unterseite eingeschaltet werden.

Auch das Einbinden in die TerraMow-App lief schnell – die Menüführung gleicht in den Grundzügen der eufy-App. Nach Eingabe der WLAN-Daten und einem kurzen Firmware-Update wechselte die App in den Kartiermodus. Wir tippten auf „Kartierung starten“, und der V600 fuhr selbstständig los, erkundete die Fläche und legte im Hintergrund die Garten-Karte an.
Funktionen, Performance & Sicherheit: Was kann der TerraMow V600
Nach der reibungslosen Einrichtung hatten wir im Betrieb dann leider mit einem Software-Problem zu kämpfen. Nach dem ersten erfolgreichen Mähvorgang brach der V600 danach wiederholt nach wenigen Bahnen den Mähauftrag ab. Statt zur Ladestation zurückzufahren, blieb er dabei sogar einfach stehen und meldete keinen erkennbaren Fehler. Wir mussten ihn jedes Mal manuell tragen.

Das Problem hat uns mehrere Tage aufgehalten. Der TerraMow-Support reagierte schnell, war engagiert und hilfsbereit. Nach einem Software-Update war das Problem vollständig behoben und tauchte auch nicht wieder auf.
Dennoch: Wir bewerten das als deutlichen Minuspunkt. Zugleich aber auch als Hinweis darauf, dass der Support von TerraMow schnell und hilfsbereit ist.
Beim eigentlichen Mähen geht der V600 anders vor als der eufy E18 oder die meisten klassischen Bahnenmäher. Statt die Fläche in einem durchgängigen Bahnenmuster abzufahren, unterteilt der TerraMow den Garten automatisch in mehrere Teilzonen. In jeder Zone mäht er zunächst die Fläche, anschließend den Rand der jeweiligen Zone. Dann wechselt er in die nächste Teilfläche und beginnt dort wieder mit der Fläche, gefolgt vom Rand.

Im Ergebnis funktioniert dieser Ansatz gut: Das Mähbild ist gleichmäßig, kahle Stellen oder vergessene Bereiche gab es keine. Allerdings wirkte der Ablauf für uns zeitweise unruhig: Der V600 fährt teilweise nur Teilstücke des Randes ab, kehrt scheinbar willkürlich zur Fläche zurück und springt zwischen Fläche und Rand hin und her.
Insgesamt ist das Mähergebnis aber gut und zufriedenstellend.
Randschnitt: Überraschend nah an der Kante
Spannend ist der Randschnitt: Trotz mittig platziertem Mähteller und ohne Seitenmähwerk fährt der V600 sehr nah an die Rasenkante heran. In unserem Test reichte er auch über kleine Kanten, die einige Zentimeter höher als der Rasen waren – ohne aufzusetzen oder zurückzuweichen. Das Mähergebnis am Rand ist damit deutlich besser als bei den meisten Modellen mit ähnlicher Bauart und steht dem eufy E18 in nichts nach.

Eine wirklich saubere Rasenkante schafft natürlich auch der V600 nicht in jedem Übergang – dafür wäre ein Seitenmähwerk oder ein versetzter Mähteller nötig. Im Vergleich zur breiten Masse an Modellen ohne Seitenmähwerk gehört der V600 in dieser Disziplin aber zur Spitzengruppe.
Hinderniserkennung: Das Highlight des Tests
Das eindrucksvollste Kapitel des V600 ist die Hinderniserkennung. Hier hat uns der TerraMow überrascht – im positiven Sinne. Sämtliche Hindernisse wurden im Test zuverlässig erkannt, unabhängig von Größe oder Material.

Der Mähroboter steuerte mit nur wenigen Zentimetern Abstand vorbei, ohne zu touchieren. Auch die Klassiker, an denen kamerabasierte Modelle gerne scheitern, meisterte der V600 souverän.
Highlight des Tests war ein quer über den Rasen verlegter Gartenschlauch. Der V600 erkannte ihn als Hindernis und mähte mit minimalem Abstand drumherum, ohne ihn auch nur zu berühren. Genau diese Disziplin war bei vergleichbaren Modellen – inklusive dem eufy E18 – bislang die Schwachstelle. Beim V600 sitzt sie.

Selbst kleine Bälle, Hütchen und herumliegende Gartenwerkzeuge wurden zuverlässig umfahren. In dieser Kategorie liefert der V600 das beste Ergebnis, das wir bei einem Mähroboter bislang gesehen haben – und das ohne LiDAR und ohne RTK.
App und Steuerung
Auch die TerraMow-App erinnert stark an eufy und deren grundsätzliche Stärken: Sie ist aufgeräumt, klar gegliedert und schnell zu durchschauen. Mähhöhe, Bahnabstand, Randabstand sowie Fahr- und Mähgeschwindigkeit lassen sich in mehreren Stufen einstellen.
Wie gut ist das Preis-Leistungs-Verhältnis des TerraMow V600?
Der TerraMow V600 ist für Rasenflächen bis 600 Quadratmeter konzipiert und liegt preislich bei einer UVP von 999 Euro. Damit positioniert sich TerraMow als günstigere Alternative zum eufy E18 (UVP 1.799 Euro) und zum eufy E15 (UVP 1.499 Euro), die technologisch eng verwandt sind. Das Preis-Leistungs-Verhältnis bewerten wir damit als gut.
Weitere TerraMow V600 Tests & Bewertungen
Wir als home&smart Redaktion haben es uns zum Ziel gesetzt, unsere Leser neutral und umfassend zu informieren, damit diese eine gute Kaufentscheidung auf Basis unserer Erfahrungen und Recherche treffen können.

Dabei wollen wir unsere eigenen Erfahrungen transportieren, statt jedes noch so kleine technische Detail zu erklären, welches für die meisten Leser ohnehin keine Rolle spielt. Hierzu führen wir strenge und vergleichbare Tests durch und kombinieren diese mit einer ausführlichen Recherche zu einem Produkt.
Bei allen Tests blicken wir auch immer auf die Testergebnisse anderer Fachredaktionen und auf aktuelle technische Entwicklungen. Dadurch wollen wir einen Tunnelblick vermeiden. Auf unsere Testnote haben diese Ergebnisse aber keine Auswirkungen.
Wer möchte, kann sich in unseren Redaktionsrichtlinien tiefergehend zu unserem Vorgehen bei Produkttests oder zu unserer Recherche informieren. Außerdem gibt es hier einen Artikel über unser Testverfahren.
- Das Portal netzwelt.de bewertet den V600 mit der Testnote 1,7 (gut). Positiv wurden das Design, die einfache Einrichtung und die gute Hinderniserkennung bewertet. Abzüge gab es für die umständliche manuelle Kartierung und das der Roboter nicht gut für Steigungen geeignet ist. (Stand: 04/2026)
- Auf gamestar.de wurde der Terramow V600 mit 4,5 von fünf Sternen bewertet. Positiv waren die einfache Einrichtung, der Verzicht auf Draht und RTK sowie das Mähbild. Kritik gab es für die automatische Kartierung und dass sehr flache Hindernisse nicht erkannt wurden. (Stand: 10/2025)
Preise & Verfügbarkeit von TerraMow V600

Tri-AI Vision-Technologie, automatische Kartierung, max. 600 ㎡, KI Vision-Navigation, 3.8Ah-Akku
Welche Alternativen gibt es zum TerraMow V600?
Wer einen anderen rein kamerabasierten Mähroboter für ähnliche Flächen sucht, kommt an den eufy-Modellen E15 und E18 kaum vorbei. Beide bieten praktisch dieselbe Technologie, sind aber teurer und liefern eine etwas weniger gute Hinderniserkennung als der V600. Weitere Alternativen gibt es in unserem Mähroboter Test zum Nachlesen
Wie funktioniert der TerraMow V600 Mähroboter ohne Begrenzungskabel
Der V600 setzt zu 100 Prozent auf Kamera-Navigation – die sogenannte TerraVision 2.0 Technologie. Drei nach vorne ausgerichtete Kameras erfassen die Umgebung in Echtzeit, ein KI-System erkennt Rasenkanten, feste Begrenzungen und Hindernisse. Auf RTK-GPS oder LiDAR verzichtet TerraMow vollständig.
Der Vorteil dieser Lösung: Es muss weder ein Begrenzungsdraht verlegt noch eine RTK-Referenzstation an einer Stelle mit freier Himmelssicht aufgestellt werden.
Diese Form der Navigation ist in der Mähroboter-Branche noch jung, und weniger verbreitet als LiDAR und RTK. Auch das Angebot ist überschaubar. Neben den eufy-Modellen E15 und E18 kommen aktuell vor allem die TerraMow-Eigenmodelle V600 und V1000 mit reiner Kamera-Navigation aus. Andere Hersteller wie Mammotion, Segway oder ECOVACS arbeiten mit RTK oder LiDAR. Bei diesen Marken wird die Kamera eher unterstützend genutzt.
TerraMow V600 – Technische Details
- Maximale Rasenfläche: ca. 600 m²
- Navigation: TerraVision 2.0 (3 Kameras, KI-gestützt, ohne RTK, ohne LiDAR)
- Schnitthöhe: 25 – 75 mm (per App einstellbar)
- Schnittbreite: 20 cm
- Klingen: 3, mittig platzierter Mähteller
- Maximale Steigung: ca. 32,5 Prozent
- Akkulaufzeit: ca. 120 Minuten pro Ladung
- Geräuschemission: unter 54 dB
- Schutzklasse: IPX6
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