Ein Szenario, das sich leicht ausmalen lässt: eine Wohnung in Berlin oder München. Der Balkon ist nicht groß, reicht aber für ein paar Solarmodule. Die Anlage läuft rund, Sonnenlicht wird zuverlässig in sauberen Strom verwandelt – und dann schaltet sich das System von einem Moment auf den anderen ab. Keine Fehlermeldung, kein Wetterumschwung. Jemand ist einfach unten am Haus vorbeigegangen und hat auf eine digitale „Aus-Taste“ gedrückt.
Das ist kein Gedankenspiel, sondern wurde im Sommer 2026 öffentlich. Der Chaos Computer Club (CCC) wies auf schwerwiegende Sicherheitslücken bei bestimmten Wechselrichtern für private Photovoltaikanlagen hin.
Schon mit einem Funkmodul für wenige Dutzend Euro ließen sich Geräte aus mehreren Hundert Metern Entfernung abschalten oder im Extremfall sogar beschädigen. In einem Praxistest fanden die Sicherheitsforscher binnen nur 20 Minuten 24 offen erreichbare Photovoltaikanlagen.
Der Wechselrichter auf dem Balkon würde damit gewissermaßen sein eigenes „Türpasswort“ nach draußen funken – und die ganze Straße könnte mithören.
Balkonkraftwerke: Die Wahl von Millionen Haushalten – und ein mögliches Sicherheitsfenster
Balkonkraftwerke sind im deutschsprachigen Raum längst kein Nischenprodukt mehr, und ihr kräftiges Wachstum hält auch 2026 an. Laut Bundesnetzagentur wurden allein im ersten Halbjahr 2026 in Deutschland rund 203.000 neue steckerfertige Solaranlagen registriert, mit einer gesamten installierten Leistung von etwa 278,1 MW.
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Nach der Marktstammdatenregisterverordnung sind Betreiber steckerfertiger Solaranlagen verpflichtet, ihre Anlage im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur einzutragen. Wer das versäumt, verstößt gegen die gesetzlichen Vorgaben und riskiert ein Bußgeld von bis zu 250 Euro.
So werden Balkonkraftwerke vom Produkt für technikbegeisterte Pioniere zu einer der wichtigsten Möglichkeiten für Mieter, Wohnungseigentümer und private Haushalte, sich aktiv an der Energiewende zu beteiligen.
Sind allerdings mehr als 1,3 Millionen Geräte auf Balkonen, an Geländern und Hauswänden montiert, liegen zwischen den einzelnen Anlagen oft nur wenige Meter. Weisen die Wechselrichter eines Herstellers eine Sicherheitslücke in der Funkkommunikation auf, muss ein Angreifer nicht zwangsläufig ein einzelnes Gerät gezielt ansteuern.
Unter Umständen genügt ein Broadcast-Befehl innerhalb eines Wohngebiets, um mehrere Anlagen in einem Gebäude oder gar in einem ganzen Straßenzug gleichzeitig zu beeinflussen.
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Der Kern der Warnung lässt sich sinngemäß so zusammenfassen:
„Kritische Infrastruktur beginnt nicht erst bei großen Kraftwerken. Sie befindet sich längst in den Vorgärten, an Hauswänden und auf Balkonen. Wenn Tausende Geräte durch einen einzigen Funkruf gemeinsam abgeschaltet werden können, entsteht ein systemisches Risiko.“
Zwei technische Wege innerhalb der Branche: die Entscheidung von TSUN
Der bekannt gewordene Vorfall zeigt deutlich, dass sich bei der Kommunikationsarchitektur von Mikrowechselrichtern zwei grundlegend verschiedene technische Ansätze gegenüberstehen.
Verbreiteter Ansatz: externe Datenerfassung und drahtlose Funkkommunikation
Ein Teil der am Markt erhältlichen Mikrowechselrichter arbeitet mit einer externen DTU, also einer separaten Datenübertragungseinheit. Sie tauscht sich über Sub-GHz- oder 2,4-GHz-Funksignale mit den Wechselrichtern aus. Kennzeichnend für diese Architektur ist, dass Geräte Identitäts- und Kommunikationsinformationen aktiv per Funk aussenden können. Bei unzureichend abgesicherten Systemen lassen sich solche Informationen unverschlüsselt oder über nicht ausreichend geschützte Protokolle übertragen.
Daraus ergibt sich ein Risiko: Angreifer in Funkreichweite könnten Signale mitschneiden, Geräte identifizieren, Steuerbefehle analysieren und unter Umständen gefälschte Befehle an Wechselrichter schicken. In dicht bebauten Wohngebieten wächst diese Gefahr erheblich – in einem einzigen Mehrfamilienhaus können mehrere Dutzend Geräte im selben Funkbereich installiert sein.
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TSUN geht bei seinen Mikrowechselrichtern einen anderen Weg: Das Datenerfassungsmodul steckt direkt im Wechselrichter. Der Datenaustausch zwischen Erfassungsmodul und Hauptsteuerung läuft über eine interne, kabelgebundene Busverbindung.

Der entscheidende Unterschied liegt in der Architektur: Das Gerät funkt standardmäßig keine unverschlüsselten Identitätsinformationen über eine externe Funkschnittstelle nach außen. Es gibt keine öffentlich erreichbare Funkfunktion, über die sich Wechselrichter in der Umgebung mit einfachen Broadcast-Befehlen erkennen oder ansteuern ließen.
Vereinfacht gesagt:
- Verbreitete Funklösung: Signale lassen sich grundsätzlich aus der Luft empfangen; je nach System reicht das mehrere Hundert Meter weit, während die technische Einstiegshürde vergleichsweise niedrig sein kann.
- Integrierte TSUN-Architektur: Eine solche externe Funkschnittstelle zum Mikrowechselrichter existiert nicht; ein möglicher Angriff würde daher direkten physischen Zugang zum Gerät oder zu seiner internen Kommunikation voraussetzen.
Damit entscheidet die Ebene der Hardware- und Kommunikationsarchitektur darüber, ob ein Angreifer ein Gerät theoretisch schon im Vorbeigehen erreichen kann oder ob dafür physischer Zugriff nötig ist. Gerade bei Balkonkraftwerken in dicht besiedelten Wohngebieten ist dieser Unterschied besonders bedeutsam.
Nicht nur für den Balkon: Das vollständige TSUN-Produktportfolio schützt jedes PV-Szenario
Balkonkraftwerke sind erst der Anfang. Das TSUN-Produktportfolio deckt einen kompletten Leistungsbereich von 300 W bis 3.300 W ab und umfasst Ausführungen mit einem, zwei, vier oder sechs Moduleingängen.
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Auf der Verbindungsebene setzt TSUN auf ein besonderes Daisy-Chain-System: Die Wechselrichter werden über AC-Kabel direkt miteinander verbunden, ohne zusätzlichen Sammelkasten und ohne aufwendige Verkabelung. Das macht eine Erweiterung des Systems unkompliziert.
Wird mehr Erzeugungsleistung gebraucht, lässt sich ein weiterer Wechselrichter direkt einbinden, ohne die bestehende Leitungsstruktur grundlegend anzupassen. So lassen sich von kleinen Balkonanlagen bis zu leistungsstärkeren Hausdachlösungen verschiedene TSUN-Modelle zu einem einheitlichen, skalierbaren Erzeugungssystem zusammenführen.
Noch wichtiger: Das gesamte Portfolio folgt derselben Sicherheitsphilosophie – integrierte Systemarchitektur ohne externe unverschlüsselte Funkübertragung, EN-18031-konforme Firmware mit starker Verschlüsselung und gegenseitiger Authentifizierung sowie digital signierte Firmware-Updates. Egal, welches Produkt gewählt oder wie weit ein System ausgebaut wird – jedes Gerät erhält denselben grundlegenden Schutz.
Vom einzelnen Gerät bis zum skalierbaren Gesamtsystem arbeiten alle Produktlinien nach einem einheitlichen Sicherheitsstandard – ohne blinde Flecken.
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Die Hardwarearchitektur verkleinert die möglichen Angriffspunkte. Genauso wichtig ist aber, ob das Kommunikationsprotokoll selbst ausreichend geschützt ist.

Seit dem 1. August 2025 gelten im Rahmen der EU-Funkanlagenrichtlinie RED die Cybersecurity-Anforderungen der Normenreihe EN 18031. Für Funkanlagen, die in der Europäischen Union in Verkehr gebracht werden, sind besonders vier Schutzbereiche relevant:
- Authentifizierung: Starke Authentifizierungsmechanismen sollen unbefugten Zugriff verhindern.
- Sichere Kommunikation: Vertraulichkeit und Integrität der Daten sowie der Schutz vor Replay-Angriffen müssen gewährleistet sein.
- Sichere Updates: Firmware-Updates müssen digital signiert und geprüft werden, damit sich keine manipulierte Software einschleusen lässt.
- Zugriffskontrolle: Der Zugriff nicht autorisierter Nutzer auf Gerätefunktionen und Ressourcen muss eingeschränkt werden.
Die in den veröffentlichten Untersuchungen beschriebenen unsicheren Systeme zeigten in mehreren dieser Bereiche grundlegende Mängel. Teilweise fehlten selbst elementare Verschlüsselungs- oder Authentifizierungsmechanismen, sodass Steuerbefehle ohne ausreichende Prüfung akzeptiert werden konnten.
Die Mikrowechselrichter von TSUN wurden auf die Anforderungen der EN 18031 ausgelegt, die entsprechenden Schutzmechanismen sind serienmäßig umgesetzt. Selbst wenn ein Angreifer Zugang zu einer Kommunikationsverbindung erlangen sollte, sollen gefälschte Befehle, wiederholte Sitzungen und manipulierte Firmware dadurch wirksam abgewehrt werden.
Vom Balkon bis zum Dach gilt für jedes TSUN-Gerät derselbe Sicherheitsanspruch.
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Betrachtet man Hardwarearchitektur und Kommunikationsprotokoll zusammen, tritt der Sicherheitsansatz der TSUN-Mikrowechselrichter besonders klar hervor:
Erste Ebene: Angriffspunkt – nicht auffindbar
- Externe Funklösung: Das Gerät sendet Identitätsinformationen aktiv aus; Angreifer können Ziele unter Umständen aus größerer Entfernung erkennen.
- Integrierte TSUN-Lösung: Keine unverschlüsselte Geräteerkennung per Broadcast; das Gerät lässt sich nicht auf dieselbe Weise von außen über Funk aufspüren.
Zweite Ebene: Kommunikationskontrolle – nicht steuerbar
- Ungeschützte Lösung: Befehle werden unverschlüsselt und ohne ausreichende Identitätsprüfung übertragen und lassen sich dadurch fälschen oder wiederholen.
- EN-18031-konformer TSUN-Ansatz: Verschlüsselte Übertragung und gegenseitige Authentifizierung sorgen dafür, dass gefälschte Befehle zurückgewiesen und Replay-Angriffe wirkungslos werden.
Dritte Ebene: Firmware-Schutz – nicht manipulierbar
- Lösung ohne Signaturprüfung: Firmware aus beliebigen Quellen kann akzeptiert werden und ermöglicht im schlimmsten Fall das Einschleusen einer Hintertür.
- Digitale Signaturprüfung bei TSUN: Es werden ausschließlich autorisierte und signierte Firmwarepakete angenommen; nicht freigegebene Schreibvorgänge werden abgewiesen.
Greifen alle drei Verteidigungslinien ineinander, wird ein Angriff an mehreren voneinander unabhängigen Stellen blockiert. Ob ein Gerät am Balkongeländer oder auf einer Dachkonstruktion sitzt – der Sicherheitsstandard bleibt derselbe.
EN 18031: Von der Zusatzqualifikation zur Marktvoraussetzung
Für Verbraucher wird die Übereinstimmung mit EN 18031 mehr und mehr zu einem einfachen und wirkungsvollen Orientierungskriterium.
Manche älteren Geräte verlassen sich weiterhin auf sogenannte „proprietäre Protokolle“. Doch ein proprietäres Protokoll ist nicht automatisch ein sicheres Protokoll. Nicht öffentlich dokumentiert heißt eben nicht unknackbar – diese technische Grundregel hat sich schon oft bestätigt.
Das gesamte Mikrowechselrichter-Portfolio von TSUN ist auf die Anforderungen der EN 18031 ausgerichtet. Die Produkte verfügen zudem über internationale Zertifizierungen und Prüfungen wie CE, VDE, TÜV, BV und UL und werden in mehr als 50 Ländern vertrieben. Unter dem Leitgedanken „sicherer, effizienter und wirtschaftlicher“ verfolgt TSUN das Ziel, Photovoltaik so einfach nutzbar zu machen wie ein Haushaltsgerät: anschließen, konfigurieren, betreiben.
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Fazit
Dezentrale Energie verändert die globale Stromversorgung. Jeder Wechselrichter ist heute nicht mehr nur ein Erzeugungsknoten, sondern zugleich ein Netzwerkknoten.
Die vom CCC aufgezeigten Fälle senden ein klares Signal an die Branche: Informationssicherheit ist keine optionale Zusatzfunktion mehr, sondern eine Grundanforderung für jedes netzgekoppelte Gerät.
Von der physischen Architektur bis zum Kommunikationsprotokoll, vom Hardwaredesign bis zum Firmware-Update verfolgt TSUN einen durchgängigen Sicherheitsansatz. Die integrierte Architektur verkleinert die externen Funkangriffsflächen, EN-18031-konforme Schutzmechanismen sichern die Kommunikation, und das vollständige Produktportfolio überträgt denselben Sicherheitsstandard vom Balkon bis zum Dach.
Wer sich für TSUN entscheidet, entscheidet sich für sichere und verlässliche Energieunabhängigkeit.
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