Vom Balkonkraftwerk zum Heimspeicher: So wird die Anker SOLIX Solarbank zum stationären Energiesystem

Wer seinen Anker SOLIX Balkonkraftwerk Speicher über die Jahre erweitert hat, stößt irgendwann an die Grenzen des Steckersolar-Konzepts. Genau hier setzt das Anker SOLIX Power Dock an: Es verbindet bis zu vier Solarbanks zu einem zentral gesteuerten Heimspeicher-System – inklusive Wallbox-Anschluss fürs E-Auto. Wir zeigen, wie der Umbau funktioniert und was das Power Dock kann.

Vom Balkonkraftwerk zum Heimspeicher: So wird die Anker SOLIX Solarbank zum stationären Energiesystem
Wir erklären den Anker SOLIX Power Dock und seine Funktion ganz genau. (home&smart via ChatGPT)

Das Anker SOLIX Power Dock – das Wichtigste in Kürze

  • Leistungsdaten: Das Power Dock bündelt bis zu 4 Solarbanks zu einem System mit bis zu 14,4 kW PV-Eingang, 4.800 W AC-Ausgang und 64,5 kWh Speicherkapazität – für rund 260 Euro.
  • Volle Kompatibilität: Funktioniert mit allen alten, aktuellen und künftigen Anker Solarbanks (SOLIX 2, 3 und 4) – auch gemischt. Einzige Ausnahme ist die allererste Solarbank E1600.
  • E-Auto lädt mit: Die Anker SOLIX V1 Wallbox lässt sich direkt anschließen – wahlweise 1-phasig (bis 7,4 kW) oder 3-phasig (bis 11 kW), auch Drittanbieter-Wallboxen per CEE.
  • Zielgruppe: Fortgeschrittene Nutzer, die ihr Balkonkraftwerk über Jahre Stück für Stück vergrößert haben und jetzt den Schritt zum vollwertigen Heimspeicher gehen wollen.
Anker SOLIX Power Dock
Stand: 08.07.2026
Anker SOLIX Power Dock
Zentrale Steuereinheit um mehrere Anker SOLIX Solarbanks miteinander zu koppeln: Bis zu 64,5 kWh Speicherkapazität, 14.400 Watt PV-Eingangsleistung und 4.800 Watt AC-Leistung.
Kleines Kraftwerk
289,00 
Stand: 08.07.2026

Was ist das Anker SOLIX Power Dock?

Das Anker Power Dock ist eine zentrale Schaltstelle, die mehrere einzelne Anker Speicher zu einem großen System koppelt. Bislang arbeitete jede Solarbank als eigenständiges Balkonkraftwerk-System mit eigener Einspeisegrenze.

Das Power Dock ändert das Prinzip grundlegend: Es verbindet bis zu vier Solarbanks zu einem gemeinsamen Verbund, der zentral gesteuert wird – aus mehreren Insellösungen wird ein stationärer Heimspeicher.

Mit dem Anker SOLIX Power Dock lassen sich bis zu vier Türme der Anker Solarbanks kombinieren.
Mit dem Anker SOLIX Power Dock lassen sich bis zu vier Türme der Anker Solarbanks kombinieren.

In der maximalen Ausbaustufe mit vier Solarbank 3 Pro und 20 BP1600-Erweiterungsakkus ergibt das 64,5 kWh Speicherkapazität, 14.400 Watt PV-Eingangsleistung und 4.800 Watt AC-Ausgang.

Zur Einordnung: Das ist mehr Speicher, als viele fest installierte Heimspeicher-Komplettanlagen bieten – zusammengesteckt aus Komponenten, die man teilweise schon Jahre besitzt.

Anker SOLIX Power Dock
Stand: 08.07.2026
Anker SOLIX Power Dock
Zentrale Steuereinheit um mehrere Anker SOLIX Solarbanks miteinander zu koppeln: Bis zu 64,5 kWh Speicherkapazität, 14.400 Watt PV-Eingangsleistung und 4.800 Watt AC-Leistung.
Kleines Kraftwerk
289,00 
Stand: 08.07.2026

Und: Eine Familie mit drei bis fünf Personen verbraucht am Tag ca. 15–25 kWh Strom.In der maximalen Ausbaustufe haben Nutzer also mehr als Genug Strom für mehrere Tage.

Alle Anker Generationen zusammen: Alte, neue und künftige Solarbanks arbeiten zusammen

Die vielleicht wichtigste Eigenschaft des Power Docks ist seine generationsübergreifende Kompatibilität. Anker bestätigt, dass sich Solarbank 2, Solarbank 3 und die neue Solarbank 4 anschließen lassen – auch gemischt im selben Verbund. Und mehr noch: Auch künftige Solarbank-Generationen sollen unterstützt werden.

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Das ist ein starkes Signal an Bestandskunden. Wer 2024 mit einer Solarbank 2 gestartet ist und 2025 eine Solarbank 3 nachgekauft hat, muss nichts entsorgen oder verkaufen. Einzige Ausnahme: Die aller erste Generation ist nicht mit dem Power Doch kompatibel.

Die alte Hardware wird Teil des neuen Systems und arbeitet unter der gemeinsamen intelligenten Steuerung weiter, die Wetterdaten, Verbrauchsmuster und dynamische Stromtarife berücksichtigt.

Wie genau funktioniert das Anker Power Dock?

Technisch ist das Power Dock kein Speicher und kein Wechselrichter, sondern eine intelligente Verteil- und Steuerzentrale. Die kompakte Box wird an der Wand montiert und übernimmt drei Aufgaben gleichzeitig:

1. Energie bündeln: Die Solarbanks speisen ihren Strom nicht mehr einzeln über die Steckdose ein, sondern liefern ihn gesammelt ans Power Dock. Das hebt die Systemgrenze: Statt 800 Watt pro Einzelgerät sind im Verbund bis zu 4.800 Watt AC-Ausgang möglich – einphasig oder dreiphasig ins Hausnetz.

2. Energie verteilen: Das Dock entscheidet in Echtzeit, wohin der Strom fließt – in den Haushalt, in die Speicher oder ins E-Auto. Grundlage sind die Daten des Anker Smart Meters im Zählerschrank sowie auf Wunsch Wetterprognosen und dynamische Stromtarife.

3. Intelligent steuern: In der Anker App stehen mehrere Energiemodi bereit: Der Smart-Modus lernt Erzeugungs- und Verbrauchsmuster des Haushalts und entwickelt daraus binnen 24 Stunden eine optimale Ladestrategie. Der Eigenverbrauchsmodus priorisiert die Nutzung des eigenen Solarstroms, der Zeitplan-Modus lädt und entlädt die Speicher passend zu festen oder dynamischen Stromtarifen – bei negativen Börsenpreisen wird sogar gezielt Netzstrom in die Akkus geladen.

Anschluss und Installation: So wird das Power Dock verkabelt

Anders als beim klassischen Balkonkraftwerk ist das Power Dock kein reines Plug-&-Play-Produkt: Die Verbindung zum Hausnetz erfolgt als Festanschluss über den Verteilerkasten und muss laut Anker von einem zugelassenen Elektriker vorgenommen werden. So läuft die Installation Schritt für Schritt ab:

  1. Wandmontage: Das Power Dock wird über eine Halterung an einer tragfähigen Wand befestigt – idealerweise in der Garage (wegen der Wallbox) oder nahe den Solarbanks.
  2. Eigener Stromkreis im Verteilerkasten: Der Elektriker richtet einen dedizierten Stromkreis mit einem FI/LS-Schalter (RCBO, 40 A) oder alternativ mit separatem FI-Schutzschalter plus Leitungsschutzschalter ein. Als Zuleitung empfiehlt Anker ein flexibles Kabel mit 6 bis 10 mm² Querschnitt – wer später eine 22-kW-Wallbox plant, sollte direkt 10 mm² wählen.
  3. Ein- oder dreiphasig anschließen: Das Power Dock beherrscht beide Varianten. Beim dreiphasigen Anschluss (Fünfleiterkabel) wird im Gerät eine Überbrückungsleiste entfernt, beim einphasigen Anschluss (dreiadriges Kabel) bleibt sie an Ort und Stelle. Die abisolierten Adern werden mit Rohrkabelschuhen gecrimpt, durch die große Kabelverschraubung geführt und an den Klemmen festgeschraubt.
  4. Solarbanks andocken: Die bis zu vier Speicher werden über die seitlichen Terminals bzw. per Steckverbindung mit dem Dock verbunden – das können Nutzer nach der Elektriker-Installation selbst übernehmen. Kompatibel sind alle Solarbank-Modelle außer der ersten E1600; regelmäßige Firmware-Updates stellen die Unterstützung neuer Modelle sicher.
  5. Wallbox anschließen (optional): Für E-Auto-Fahrer bietet das Dock zwei separate EV-Anschlüsse – einphasig (bis 7,4 kW) und dreiphasig (bis 22 kW) – samt eigenem EV-Leistungsschalter im Gehäuse. Wichtig: Es darf immer nur eine der beiden Varianten gleichzeitig belegt werden.
  6. App-Einrichtung: Zum Schluss wird das Power Dock per Bluetooth mit der Anker App gekoppelt (IoT-Taste 7 Sekunden drücken), ins WLAN gebracht, per Firmware-Update aktualisiert und mit Smart Meter, Solarbanks und Wallbox zu einem System verknüpft.
Anker SOLIX Power Dock
Stand: 08.07.2026
Anker SOLIX Power Dock
Zentrale Steuereinheit um mehrere Anker SOLIX Solarbanks miteinander zu koppeln: Bis zu 64,5 kWh Speicherkapazität, 14.400 Watt PV-Eingangsleistung und 4.800 Watt AC-Leistung.
Kleines Kraftwerk
289,00 
Stand: 08.07.2026

Nicht vergessen: Nach der Inbetriebnahme muss die Anlage innerhalb eines Monats im Marktstammdatenregister (MaStR) angemeldet werden, der Elektriker reicht zudem die Netzanmeldung ein.

E-Auto laden: Wallbox ans Power Dock

Ein weiterer Pluspunkt: Mit dem Anker Power Dock kann auch das E-Auto geladen werden. Für viele dürfte der Wallbox-Anschluss das entscheidende Upgrade sein.

Die Anker SOLIX V1 Wallbox wird direkt über die CEE-Buchse mit dem Power Dock verbunden und lädt das E-Auto bevorzugt mit eigenem Solarstrom – wahlweise 1-phasig mit bis zu 7,4 kW oder 3-phasig mit bis zu 11 kW.

Wer bereits eine Wallbox eines anderen Herstellers besitzt, bleibt nicht außen vor: Über den CEE-Anschluss unterstützt das Power Dock auch Drittanbieter-Ladegeräte in denselben Leistungsklassen.

Damit wird aus dem einstigen Balkonkraftwerk ein System, das tagsüber den Speicher füllt und abends das Auto mit Sonnenstrom lädt.

Für wen lohnt sich das Power Dock?

Ganz klar: Das Anker Power Dock ist kein Einsteigerprodukt. Wer gerade sein erstes Balkonkraftwerk plant, braucht keine zentrale Systemsteuerung.

Interessant wird es für eine bestimmte Gruppe – und die ist größer, als man denkt: Nutzer, die ihr Anker-System über Jahre organisch vergrößert haben. Erst zwei Module mit Solarbank, dann Erweiterungsakkus, später eine zweite Solarbank mit zusätzlichen Modulen auf dem Garagendach.

Anker SOLIX Power Dock
Stand: 08.07.2026
Anker SOLIX Power Dock
Zentrale Steuereinheit um mehrere Anker SOLIX Solarbanks miteinander zu koppeln: Bis zu 64,5 kWh Speicherkapazität, 14.400 Watt PV-Eingangsleistung und 4.800 Watt AC-Leistung.
Kleines Kraftwerk
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Stand: 08.07.2026

Genau diese gewachsenen Setups stoßen ohne zentrale Steuerung an Grenzen: Jede Solarbank regelt für sich, die Einspeisung bleibt gedeckelt, und ein E-Auto lässt sich nicht sinnvoll integrieren. Das Power Dock löst diese Probleme mit einem einzigen Gerät.

Auch die Robustheit passt zum stationären Anspruch: Power Dock und Solarbanks sind gegen Staub und Spritzwasser geschützt, Anker gewährt 10 Jahre Garantie.

Fazit: Das fehlende Puzzleteil im Anker-Ökosystem

Mit dem Power Dock schließt Anker die Lücke zwischen Balkonkraftwerk und klassischer PV-Anlage mit Heimspeicher – und belohnt ausgerechnet die treuesten Kunden: Wer über Jahre Solarbanks angesammelt hat, verwandelt sie für rund 260 Euro in einen stationären Heimspeicher mit bis zu 64,5 kWh, zentraler KI-Steuerung und Wallbox-Anschluss. Ein durchdachtes Konzept, das den schrittweisen Ausbau der eigenen Energiewende konsequent zu Ende denkt.

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