Das Wichtigste zu Anker SOLIX 4 vs. Marstek Venus D in Kürze
Beide Speicher setzen auf langlebige LiFePO4-Zellen, vier MPPT-Eingänge, eine integrierte Notstromsteckdose sowie ein modular erweiterbares Konzept. Damit enden die Gemeinsamkeiten aber auch schon.
Die Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro ist ein technischer Kraftprotz, der mit 5,02 kWh Grundkapazität, bis zu 5.000 Watt PV-Eingang, 10.000 Ladezyklen und einer optionalen 2.500-Watt-Festinstallation die Grenze zum klassischen Heimspeicher überschreitet.
Marstek Venus D zielt dagegen auf Einsteiger, die ein kompaktes, optisch ansprechendes und vergleichsweise leichtes 4-kW-System suchen. Sein niedriger Einstiegspreis relativiert sich allerdings, sobald man ihn auf die Kilowattstunde herunterrechnet, und die App hat uns in der Praxis bisher auch (noch) nicht überzeugt.

Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro

Marstek Venus D (2. Gen.)
Transparenzhinweis: Die Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro lag uns zum Zeitpunkt dieses Vergleichs noch nicht für einen Praxistest vor. Unsere Bewertung stützt sich daher auf die offiziellen technischen Daten sowie unsere Erfahrungen mit den Vorgängern SOLIX 2 und SOLIX 3.
Den Marstek Venus D haben wir bereits getestet. Da der letzte Test aus Dezember 2025 stammt, können sich einzelne App- und Softwarefunktionen durch zwischenzeitliche Updates verändert haben.
Anker vs. Marstek: Welcher Speicher eignet sich für wen?
Die Anker SOLIX 4 richtet sich an alle, die langfristig planen und nach oben skalieren wollen. Wer mehrere Modulflächen nach Ost, Süd und West kombiniert, sein System später auf bis zu 30 kWh ausbauen oder den Speicher fest per Elektriker installieren lassen möchte, bekommt hier ein leistungsfähiges Gerät mit erstklassigen Garantiebedingungen.
Außerdem erlaubt dieser Speicher bis zu 5.000 W PV-Eingangsleistung und punktet durch eine starke 2.500 W Notstromsteckdose am Gehäuse (zum Vergleich: Standard sind 1.200 W)
Für den reinen 800-Watt-Steckerbetrieb mit zwei Balkonkraftwerk Modulen ist die SOLIX 4 dagegen technisch klar überdimensioniert und mit einem Standardpreis von aktuell rund 1.599 Euro auch eine relativ große Investition. (Stand: 06/2026)

Tipp: Mit unserem Balkonkraftwerk Ertragsrechner lässt sich ganz einfach herausfinden, wie groß die richtige Mini-Solaranlage bzw. der dazu passende Speicher für den eigenen Strombedarf sein soll.
Marstek Venus D eignet sich für Anwender, die ein etwas leichteres, modulares System mit schicker Optik suchen und maximal bis zu 4.000 Watt starke Solarpanels anschließen möchten. Das Komplettset aus Haupteinheit und einem 2,56-kWh-Akku ist ab etwa 959 Euro zu haben.
Auf die Kilowattstunde gerechnet liegt es damit bei rund 375 Euro/kWh – und somit sogar über dem Anker-Niveau (rund 320 Euro/kWh bei der 5,02-kWh-Basis). Der niedrigere Gesamtpreis ergibt sich also vor allem aus der halb so großen Grundkapazität, nicht aus einem grundsätzlich besseren Preis-Leistungs-Verhältnis. (Stand: 06/2026)
Wer zudem Wert auf eine reibungslose App-Steuerung und eine fehlerfreie Anleitung legt, sollte unsere Testerfahrungen genau lesen, bevor er zugreift.

Technische Daten von Anker SOLIX 4 und Marstek Venus D
Wer alle wichtigen Eigenschaften schnell vergleichen will, findet sie in der folgenden Tabelle.
|
Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro
|
Marstek Venus D (2. Gen.)
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|
|---|---|---|
![]() |
![]() |
|
| Preis |
statt 1.999,00 €
1.599,00 €
|
969,00 €
|
| Zum Angebot | ||
| Testbewertung |
– |
– |
| Speicherkapazität |
5 kWh
|
2,56 kWh
|
| Max. Erweiterungskapazität |
30 kWh
|
15,36 kWh
|
| MPPT |
4
|
4
|
| Max. PV-Ladeleistung |
5.000 W
|
4.000 W
|
| Ausgangsleistung (Hausnetz) |
800 W (Schuko) / 2.500 W (Wieland, Profimontage)
|
800 W (Standard) / 2.200 W (Premium, Profimontage)
|
| Wechselrichter |
Im Speicher integriert
|
In der Haupteinheit integriert
|
| Notstromfunktion |
2.500 W (Bypass bis 3.600 W)
|
2.200 W (Spitze bis 2.500 W)
|
| App |
Anker-App, Bluetooth + WLAN, „Anker Intelligence“ (KI)
|
Marstek-App, Bluetooth + WLAN + Ethernet, KI-Ladeoptimierung (lt. Hersteller)
|
| Schutzklasse |
IP66
|
IP65
|
| Größe |
46 x 30,5 x 35,5 cm
|
48 x 38,5 x 13,5 cm (Haupteinheit)
|
| Gewicht |
50 kg
|
17,1 kg (Haupteinheit) + 24 kg (Akku)
|
| Zyklen |
10.000
|
6.000+
|
| Garantie |
10 Jahre
|
10 Jahre
|


Was sind die Unterschiede von Anker SOLIX 4 und Marstek Venus D?
Auf den ersten Blick wirken beide wie moderne, modulare Balkonkraftwerk-Speicher mit vier MPPT-Trackern. Beim näheren Hinsehen trennen sie jedoch Welten – vor allem bei Leistung, Konzept und Preis.
Das kann Anker SOLIX 4
Der wohl größte technische Sprung der Anker SOLIX 4 ist ihre PV-Eingangsleistung von bis zu 5.000 Watt, verteilt auf vier separate MPPT-Tracker mit je 1.250 Watt. In der Praxis bedeutet das: Module nach Ost, Süd und West lassen sich getrennt anschließen, und Verschattung auf einer Seite kostet nur dort Leistung. Im Inneren arbeitet ein LiFePO4-Akku mit 314 Amperestunden und einer nutzbaren Nennenergie von 5.024 Wattstunden – ab Werk also schon das Doppelte eines typischen Balkonspeichers.
Besonders flexibel ist die Ausgangsseite. Im Plug-&-Play-Betrieb über den Schuko-Stecker speist die SOLIX 4 die in Deutschland erlaubten 800 Watt ins Hausnetz ein. Wird sie dagegen per Wieland-Stecker von einem Elektriker fest installiert, stehen die vollen 2.500 Watt Wechselrichterleistung zur Verfügung – damit nähert sich der Speicher einem klassischen Heimspeicher an.

Hinzu kommt ein Off-Grid-Ausgang mit bis zu 2.500 Watt Dauerleistung (Bypass bis 3.600 Watt), also mehr als doppelt so viel wie die rund 1.200 Watt vieler Konkurrenten.
Wer dynamische Stromtarife nutzt, kann diesen Balkonkraftwerk Speicher zudem mit bis zu 2.500 Watt aus dem Netz laden und in günstigen Zeitfenstern füllen. Ausbaubar ist das System auf bis zu 30 kWh, abwärtskompatibel zu älteren Anker-Akkupacks und mit 10.000 Ladezyklen, 10 Jahren Garantie und 15 Jahren angesetzter Lebensdauer ausgestattet.

So gut ist Marstek Venus D
Der Marstek Venus D ist ebenfalls ein modulares Speichersystem, das sich sowohl in der Kapazität als auch bei der PV-Eingangsleistung flexibel anpassen lässt. Die Haupteinheit übernimmt Steuerung und Wechselrichterfunktion und bietet vier MPPT-Eingänge für bis zu 4.000 Watt Solarleistung.
Jeder angeschlossene Zusatzakku liefert dabei 2,56 kWh, sodass sich das System von 2,56 kWh (ein Modul) bis 15,36 kWh (sechs Module) skalieren lässt. Damit deckt es kleinere Balkon-Setups bis hin zu mittleren Haushalten ab.
Wo der Venus D wirklich glänzt, ist die Optik: Mit seinem flachen, klar gezeichneten Gehäuse wirkt er ungewöhnlich elegant und fügt sich deutlich unauffälliger an Balkon oder Hauswand ein als der wuchtige Anker-Klotz.
Hinzu kommt das spürbar geringere Gewicht. Die flache Haupteinheit bringt nur rund 17 Kilogramm auf die Waage, ein Akkumodul rund 24 Kilogramm. Beide sind daher einzeln deutlich leichter und handlicher zu transportieren und zu stapeln als die 50 Kilogramm schwere Anker-Basiseinheit, die man kaum allein bewegen kann.

Praktisch ist hier zudem die in das Gehäuse integrierte Notstromsteckdose, die 2.200 Watt Dauerleistung (Spitze bis 2.500 Watt) bereitstellt.
Laut Hersteller bringt der Venus D inzwischen darüber hinaus eine KI-gestützte Ladeoptimierung mit, die anhand von Standort, Wetter und Verbrauch den günstigsten Ladezeitpunkt vorhersagt, sowie neben Bluetooth und WLAN auch einen Ethernet-Anschluss für eine stabilere Datenverbindung. Diese beiden Punkte konnten wir in unserem zurückliegenden Test allerdings noch nicht selbst prüfen.
Gut zu wissen: Bei Marstek sitzen Wechselrichter und Notstromsteckdose in einer separaten Haupteinheit, während Hersteller wie Anker beides direkt im Speicher verbauen und dazu günstigere Zusatzakkus anbieten.

Wie gut lassen sich Anker SOLIX 4 und Marstek Venus D installieren?
Beide Systeme setzen auf ein stapelbares, weitgehend werkzeugloses Konzept. Beim Marstek Venus D waren in unserem Testaufbau und Vernetzung in wenigen Minuten erledigt – Schutzfolien abziehen, Haupteinheit auf den Akku stapeln, Solarmodule und Stromkabel anschließen, fertig.
Getrübt wurde der gute Eindruck allerdings durch die Anleitung: Sie war ausschließlich per QR-Code und nur auf Englisch verfügbar und obendrein fälschlich mit „Marstek Jupiter C“ beschriftet, obwohl es sich um das Venus-D-Modell handelte. Gerade Einsteiger kann das unnötig verwirren.
Die Anker SOLIX 4 wirbt mit einer „5-Sekunden-Plug-&-Play“-Inbetriebnahme. Allerdings ist sie mit 50 Kilogramm Eigengewicht alles andere als ein Leichtgewicht und braucht einen stabilen, ebenen Stellplatz.
Wer die vollen 2.500 Watt nutzen will, kommt zudem um einen Elektriker nicht herum, da hierfür die Festinstallation per Wieland-Stecker nötig ist.
Dafür punktet Anker mit IP66-Zertifizierung – also vollständig staubdicht und gegen starkes Strahlwasser geschützt – während der Marstek Venus D mit IP65 ebenfalls außentauglich, aber eine Stufe niedriger eingeordnet ist.
Wie sicher ist die Nutzung dieser Balkonkraftwerk Speicher?
Beide Speicher nutzen die thermisch stabile LiFePO4-Technologie, die für hohe Zyklenzahlen und lange Lebensdauer steht. Anker gibt 10.000 Ladezyklen an und bietet mit umfangreichen Schutzfunktionen – von Überspannungs- über Kurzschluss- bis Tiefentladeschutz – ein Rundum-Sicherheitspaket. Marstek entspricht dagegen mit mehr als 6.000 Zyklen nur dem branchenüblichen Standardwert von 2025.
Wichtig für beide: Die Selbstinstallation durch Laien ist nur erlaubt, solange die Einspeisung 800 Watt nicht überschreitet. Wird ein Stromspeicher betrieben, muss dieser zusätzlich im Marktstammdatenregister und beim Netzbetreiber angemeldet werden – das gilt für beide Systeme gleichermaßen.
Wie schneiden Anker SOLIX 4 und Marstek Venus D in der Praxis ab?
Die Anker SOLIX 4 überzeugt zumindest auf dem Papier mit einer beeindruckenden technischen Bandbreite: hohe PV-Eingangsleistung, flexible Einspeisung zwischen 600 und 2.500 Watt, starke Notstromfunktion und ein nahezu konkurrenzloser Ausbaupfad auf 30 kWh.
Einen eigenen Praxistest der SOLIX 4 haben wir noch nicht durchgeführt – mit den Vorgängermodellen SOLIX 2 und SOLIX 3 haben wir jedoch durchweg sehr gute Erfahrungen gemacht, was uns auch für die neue Generation zuversichtlich stimmt.
Wie gut die beworbene KI-Steuerung „Anker Intelligence“ im Alltag wirklich optimiert, muss sich aber erst im Test zeigen, da das Datenblatt hier wenig konkret wird. Für den reinen 800-Watt-Steckerbetrieb ist der Speicher zudem schlicht überdimensioniert – wer aber wachsen will, bekommt voraussichtlich ein rundes Gesamtpaket.
Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro Vorteile
- 5.000 W PV-Eingang über 4 MPPT-Tracker
- 5,02 kWh Grundkapazität, ausbaubar auf 30 kWh
- starke Notstrom-/Off-Grid-Funktion bis 2.500 W
- AC-Laden für dynamische Stromtarife
- 10.000 Zyklen
Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro Nachteile
- Für reinen 800 W Steckerbetrieb überdimmensioniert
- hoher Anschaffungspreis
- 50 kg Gewicht
Der Marstek Venus D punktet mit guter Verarbeitung, einem ungewöhnlich eleganten, flachen Design, geringem Gewicht der Einzelkomponenten, einer praktischen Notstromsteckdose und der Möglichkeit, bis zu 4.000 Watt starke Solaranlagen anzuschließen.
Der niedrige Komplettset-Preis darf allerdings nicht über die nur halb so große Grundkapazität hinwegtäuschen – pro Kilowattstunde ist der Venus D nicht günstiger als die Anker SOLIX 4.
Das große Manko war (zumindest bei uns) die App: Sie zeigte in unserem Test über mehr als sechs Wochen hinweg immer wieder Verbindungsprobleme, brach kurz nach dem Start ab, zeigte zeitweise nur zwei statt vier Solarmodule an und ließ sich erst nach mehreren Neustarts stabilisieren.
Auch nach zahlreichen Updates trat das Problem immer wieder auf. Zusammen mit der fehlerhaft beschrifteten Anleitung trübte das den ansonsten guten Eindruck spürbar.
Wichtig zur Einordnung: Unser Venus-D-Test liegt inzwischen einige Zeit zurück und erfolgte schon im Dezember 2025, sodass Marstek einzelne dieser Software-Schwächen per Update möglicherweise mittlerweile behoben hat.
Marstek Venus D (2. Gen.) Vorteile
- Ungewöhnliches Design
- Vergleichsweise niedriges Gewicht der Einzelkomponenten (ca. 17 + 24 kg)
- Notstromsteckdose mit 2.200 W (Spitze 2.500 W)
- Für bis zu 4.000 W starke Solaranlagen geeignet
Marstek Venus D Nachteile
- Preis-Leistungs-Verhältnis pro kWh schlechter als bei Anker
- App Verbindungsprobleme im home&smart Test
- Steuerungs-(Haupt)-einheit ohne eigene Speicherkapazität
Fazit: Die Anker SOLIX 4 gewinnt das Duell
So elegant und handlich der Marstek Venus D auch ist – in diesem Duell geht der Sieg klar an die Anker SOLIX 4. Sie bietet mit 5,02 kWh die doppelte Grundkapazität, erreicht 10.000 statt nur rund 6.000 Ladezyklen, lässt sich mit bis zu 30 kWh weit über die 15,36 kWh des Marstek hinaus ausbauen und nimmt mit 5.000 statt 4.000 Watt auch mehr PV-Leistung auf.
Hinzu kommt die optionale 2.500-Watt-Festinstallation. Pro Kilowattstunde ist sie dabei sogar minimal günstiger als der Venus D – der niedrigere Marstek-Gesamtpreis erklärt sich vor allem aus der kleineren Kapazität.
Trotzdem hat der Marstek Venus D seine Berechtigung: Wer ein optisch dezentes, flaches Gehäuse und leichte, gut allein zu handhabende Einzelkomponenten schätzt, einen überschaubaren Speicherbedarf hat und mit dem niedrigeren Einstiegspreis ins Thema einsteigen möchte, bekommt ein solides System – sofern er bei der App über mögliche Schwächen hinwegsehen kann.
Für maximale Leistung, Ausbaufähigkeit und Langlebigkeit führt jedoch kein Weg an der Anker SOLIX 4 vorbei.

Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro

Marstek Venus D (2. Gen.)
Tipp: Hier kann man nochmal genau nachlesen, was die Unterschiede zwischen den Modellevarianten Anker SOLIX 2,3 und 4 sind.
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