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Duell der Anker-Generationen: SOLIX 3 vs. SOLIX 4 – Welcher Speicher passt besser zu mir?

Die Anker SOLIX 4 Balkonkraftwerk Speicher bietet fast doppelt so viel Kapazität wie sein Vorgänger SOLIX 3 und auch deutlich mehr Notstromleistung. Doch lohnt sich dafür der stolze Aufpreis von rund 700 Euro? Wir haben beide Modelle genau verglichen.

Duell der Anker-Generationen: SOLIX 3 vs. SOLIX 4 – Welcher Speicher passt besser zu mir?
SOLIX 3 (vorne) ist deutlich kompakter als der neuere SOLIX 4 (hinten) (Mariella Wendel)

Kurz-Check: Welcher Speicher passt zu wem?

Das Modell Anker SOLIX Solarbank 3 Pro (kurz: SOLIX 3) bietet 2,7 kWh Grundkapazität (erweiterbar auf 16 kWh) und eignet sich für Haushalte mit einem klassischen Balkonkraftwerk aus zwei bis vier Modulen, sowie moderatem Stromverbrauch.

Dieser Speicher ist außerdem aktuell rund 700 Euro günstiger als das neueste Anker Modell SOLIX 4 und aufgrund seines geringeren Gewichts von nur etwa 30 Kilogramm auch allein aufbaubar.

Vor dem Kauf sollten Nutzer jedoch wissen, dass das Gerät anstelle eines Displays lediglich über einen Leuchtbalken verfügt. Konkrete Zahlenwerte lassen sich daher nicht direkt ablesen. Zudem hat es in letzter Zeit teilweise Kritik wegen seiner Kabelqualität einstecken müssen. Wir hatten bei unserem Test zwar überhaupt keine Qualitäts-Probleme, erwähnen sie jedoch aus Gründen der Transparenz.

Insgesamt bewerten wir SOLIX 3 als gut ausgestattetes Basismodell für kleinere bis mittlere Balkonkraftwerke und Nutzer mit begrenztem Budget.

Anker SOLIX Solarbank 3 Pro
Stand: 30.03.2026
Anker SOLIX Solarbank 3 Pro
Anker SOLIX 3: home&smart Balkonkraftwerk Speicher Testsieger 2025, 2,7 kWh Speicherkapazität, modular erweiterbar und mit Anker Intelligence.
TESTNOTE
Sehr Gut
95/100 Punkte • 04/2025
Kleines Kraftwerk
899,00 
TESTNOTE
Sehr Gut
95/100 Punkte • 04/2025
Stand: 30.03.2026

Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro (kurz: SOLIX 4) richtet sich vor allem an Haushalte mit deutlich größeren Modulflächen, höherem Energiebedarf oder hohen Anforderungen an die Notstromversorgung.

Denn gegenüber der SOLIX 3 bietet das 2026 veröffentlichte SOLIX 4 Modell eine nahezu doppelt so große Basiskapazität von 5,024 kWh sowie bis zu 2.500 Watt Notstromleistung (zum Vergleich: SOLIX 3 liefert nur max. 1.200 Watt).

Ein integriertes Display zeigt hier überdies konkrete Zahlenwerte an und die Speicherkapazität kann entweder selbst auf bis zu 30 kWh oder mit Power Dock und Profi-Unterstützung sogar auf bis zu 120 kWh erweitert werden.

Der höhere Funktionsumfang hat allerdings seinen Preis und das Gerät wiegt mit etwa 50 Kilogramm deutlich mehr als sein Vorgängermodell. Beim Aufbau ist daher Unterstützung sinnvoll. In unserem Vergleichstest verlief zudem die erste App-Kopplung nicht reibungslos.

Insgesamt sehen wir SOLIX 4 als leistungsstarke Lösung für größere Anlagen und Haushalte mit höherem Strombedarf. Für kleinere Balkonkraftwerke bietet SOLIX 3 dagegen das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis.

Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro
Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro
Die neue Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro – 4 MPPT und 5.024 Wh LFP-Speicher – modular mit BP5000 erweiterbar. Jetzt Balkonkraftwerk erweitern!
TESTNOTE
Sehr Gut
91/100 Punkte • 07/2026
Kleines Kraftwerk
1.599,00 
TESTNOTE
Sehr Gut
91/100 Punkte • 07/2026

Anker SOLIX 3 vs. SOLIX 4: Vergleichstabelle der technischen Daten

Wer noch mehr zu den technischen Spezifikationen der beiden Anker-Solarspeicher wissen will, wird in folgender Übersicht fündig:

Vergleich
Anker SOLIX Solarbank 3 Pro
Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro
Preis
statt 1.499,00 
899,00 
statt 1.999,00 
1.599,00 
Zum Angebot
Testbewertung
TESTNOTE
Sehr Gut
95/100 Punkte • 04/2025
TESTNOTE
Sehr Gut
91/100 Punkte • 07/2026
Akku-Typ
LiFePO4
LFP – InfiniPower
Speicherkapazität
2,688 kWh
5 kWh
Max. Erweiterungskapazität
16 kWh
30 kWh
Max. PV-Ladeleistung
3.600 W
5.000 W
Wechselrichter
Direkt integriert
Im Speicher integriert
MPPT
4
4
Zyklen
6.000+
10.000
Anker SOLIX Solarbank 3 Pro
Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro
Preis
statt 1.499,00 
899,00 
statt 1.999,00 
1.599,00 
Testbewertung
TESTNOTE
Sehr Gut
95/100 Punkte • 04/2025
TESTNOTE
Sehr Gut
91/100 Punkte • 07/2026
Akku-Typ
LiFePO4
LFP – InfiniPower
Speicherkapazität
2,688 kWh
5 kWh
Max. Erweiterungskapazität
16 kWh
30 kWh
Max. PV-Ladeleistung
3.600 W
5.000 W
Wechselrichter
Direkt integriert
Im Speicher integriert
MPPT
4
4
Zyklen
6.000+
10.000
Stand: 04.08.2026

Wichtig Hinweis:  Die 95 und 91 Punkte im Testsiegel könnten zunächst den Eindruck erwecken, dass die SOLIX 4 technisch schlechter abschneidet als die SOLIX 3. Das ist jedoch nicht der Fall. Der Grund liegt in einer Anpassung des Testverfahrens: Seit Juni 2026 bewertet die Redaktion Balkonkraftwerk-Speicher nach strengeren und aktualisierten Kriterien.

Die SOLIX 3 wurde noch nach dem früheren, weniger strengen Maßstab getestet, während bei der SOLIX 4 bereits das neue Verfahren zum Einsatz kam. Die beiden Punktzahlen lassen sich deshalb nicht direkt miteinander vergleichen. Aussagekräftiger ist der Blick auf die technischen Daten und unsere praktischen Erfahrungen mit beiden Modellen, auf die wir in den folgenden Abschnitten näher eingehen.

Diese 5 Kriterien entscheiden die Anker SOLIX Modellauswahl

Wer nach dem Kurz‑Check weiterhin zwischen SOLIX 3 und SOLIX 4 schwankt, sollte folgende 5 Dinge prüfen:

  • Tatsächlicher Strombedarf (Grundlast + zusätzlicher Bedarf)
  • Verfügbare Fläche für den Aufbau von Solarmodulen
  • Vorhandenes Budget für Gerät + Installation(falls Elektrikerhilfe nötig)
  • Bedarf für eine spätere Erweiterung zum vollwertigen Hausspeicher
  • Stellenwert einer Notstromreserve bei einem Black Out

Zur Erinnerung:

SOLIX 3 ist unsere Empfehlung für ein klassisches Balkonkraftwerk mit zwei Modulen und moderatem Verbrauch. Denn seine kleinere Kapazität deckt den Alltag zuverlässig ab. SOLIX 4 ist dagegen die bessere Wahl, wenn mehrere Modulflächen kombiniert werden sollen, langfristig ein größeres System geplant ist oder eine belastbare Notstromversorgung im Vordergrund steht.

Was tun, wenn keiner der beiden Anker Speicher optimal passt?

Nicht immer lassen sich alle persönlichen Bedürfnisse komplett durch einen der beiden Speicher abdecken. Das kann z. B. der Fall sein, wenn ein knappes Budget einer hohen Priorität für Notstrom gegenübersteht.

In solchen Fällen empfehlen wir den für die eigene Anwendung wichtigsten Faktor stärker zu berücksichtigen als die übrigen Auswahlkriterien. Hilfe beim Herausfinden dieses wichtigsten Auswahlkriteriums können folgende Fragen geben:

Wie groß ist die vorhandene oder geplante Solarmodulfläche?

Bei ein bis zwei Modulen deckt die Basiskapazität der Anker SOLIX 3 die meisten Abende ab. Bei drei oder mehr Modulen passt die höhere Aufnahmeleistung der Anker SOLIX 4 (5.000 statt 3.600 Watt Solareingang) eher zur größeren Erzeugungsmenge.

Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro gehört zu den größten bisher von uns getesteten Speichern
Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro gehört zu den größten bisher von uns getesteten Speichern (Dimitri Metzler)

Wie wichtig ist eine Notstromreserve im Alltag?

Wer in einer Region mit gelegentlichen Netzausfällen lebt oder größere Verbraucher wie den Kühlschrank auch im Notfall zuverlässig weiterlaufen lassen möchte, profitiert von den 2.500 Watt Off-Grid-Leistung und der schnellen automatischen Umschaltung der SOLIX 4. Reicht eine Grundabsicherung einzelner kleinerer Geräte, deckt die Notstromsteckdose der SOLIX 3 mit 1.200 Watt dagegen viele Alltagsfälle ab.

Ist eine spätere Erweiterung jetzt schon absehbar?

Mit einer maximalen Kapazität von bis zu 16,128 kWh (1 Haupteinheit + 5 Zusatzakkus) deckt die SOLIX 3 die meisten privaten Ausbauszenarien zuverlässig ab.

Wer dagegen bereits beim Kauf davon ausgeht, dass der Bedarf später über diese Grenze hinauswachsen wird, kann auch die SOLIX 4 in Betracht ziehen: Sie ermöglicht im DIY-Betrieb Erweiterungen auf bis zu 30 kWh und lässt sich mit dem optionalen Power Dock sogar in den Bereich eines vollwertigen Hausspeichers ausbauen.

Wie stark fällt der Preisunterschied ins Gewicht?

Beim aktuellen Preis von 899 Euro (SOLIX 3) gegenüber 1.599 Euro (SOLIX 4) liegen 700 Euro zwischen beiden Modellen. Wer dieses Budget an anderer Stelle benötigt (z. B. für zusätzliche Solarmodule statt mehr Speicherkapazität) fährt mit der SOLIX 3 wirtschaftlicher.

Die große SOLIX 4 Akkueinheit steht links neben der kleineren SOLIX 3
Hier ist der Größenunterschied der beiden Modelle sehr gut erkennbar (Mariella Wendel)

Zusammenfassung der Anker SOLIX 3 und 4 Stärken

Die folgende Zusammenfassung zeigt nochmal an welche Nutzergruppen sich die einzelnen Speicher richten

SOLIX 3 ist die richtige Wahl, wenn:

  • die Modulfläche klein bis mittel ist (typisch 1–2 Module),
  • das Budget begrenzt ist,
  • keine konkrete Erweiterung über 16 kWh hinaus geplant ist.

In dieser Kombination bietet die SOLIX 3 das wirtschaftlichere Gesamtpaket aus Kapazität, Preis und Erweiterbarkeit.

Anker SOLIX Solarbank 3 Pro
Stand: 30.03.2026
Anker SOLIX Solarbank 3 Pro
Anker SOLIX 3: home&smart Balkonkraftwerk Speicher Testsieger 2025, 2,7 kWh Speicherkapazität, modular erweiterbar und mit Anker Intelligence.
TESTNOTE
Sehr Gut
95/100 Punkte • 04/2025
Kleines Kraftwerk
899,00 
TESTNOTE
Sehr Gut
95/100 Punkte • 04/2025
Stand: 30.03.2026

SOLIX 4 ist die bessere Option, wenn mindestens eines dieser Merkmale zutrifft:

  • Modulfläche ab drei Solarpanels,
  • eine zuverlässige Notstromreserve für längere Netzausfälle ist wichtig,
  • eine Erweiterung über 16 kWh hinaus ist bereits absehbar.

Hier überwiegen die Vorteile der SOLIX 4 in Kapazität, Notstromleistung und Ausbaupfad – trotz höherem Anschaffungspreis und größerem Gewicht.

Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro
Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro
Die neue Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro – 4 MPPT und 5.024 Wh LFP-Speicher – modular mit BP5000 erweiterbar. Jetzt Balkonkraftwerk erweitern!
TESTNOTE
Sehr Gut
91/100 Punkte • 07/2026
Kleines Kraftwerk
1.599,00 
TESTNOTE
Sehr Gut
91/100 Punkte • 07/2026

Anker SOLIX 3 vs. SOLIX 4 im Detail-Check: Welcher kann was?

Wer noch genauer wissen will bei welchen Spezifikationen die beiden Balkonkraftwerk Speicher Modelle die größten Unterschiede aufweisen, findet nachfolgend eine Zusammenfassung ihrer wichtigsten Eigenschaften.

Kapazität und Erweiterbarkeit im Detail

Der auffälligste Unterschied liegt in der Basiskapazität. Die SOLIX 3 startet mit 2,688 kWh pro Haupteinheit, die SOLIX 4 mit rund 5,024 kWh, erreicht also fast das Doppelte.

Bei der Erweiterbarkeit setzt sich dieser Abstand fort, wenn auch nicht im gleichen Verhältnis: Die SOLIX 3 lässt sich mit bis zu fünf zusätzlichen Akku-Packs auf maximal 16,128 kWh stapeln, die SOLIX 4 im DIY-Betrieb mit BP5000-Modulen auf bis zu 30 kWh.

Stapelung der SOLIX 3 Haupteinheit auf einen Zusatzakku
Hier haben wir im Test die SOLIX 3 Haupteinheit auf einen der Zusatzakkus gestapelt (Mariella Wendel)

Tipp: Eine Besonderheit für Bestandskunden ist die Abwärtskompatibilität der SOLIX 4: Die neue Haupteinheit lässt sich auch mit den älteren Erweiterungsakkus BP1600 und BP2700 aus den Vorgängergenerationen kombinieren, sodass bereits vorhandene Zusatzakkus nicht zwangsläufig ersetzt werden müssen.

Wer über diese Grenzen hinausdenkt, findet bei der SOLIX 4 zusätzlich das sogenannte Power Dock als Erweiterungsoption. Darüber lassen sich bis zu vier komplette SOLIX-4-Systeme zu einem Verbund zusammenschalten. In der Spitze ergibt das rund 120 kWh Gesamtkapazität, 20 kW Solareingang und 9,6 kW Wechselstromausgang.

Diese Größenordnung verschiebt die Grenze zwischen Balkonkraftwerk-Speicher und Heimspeicher spürbar nach oben. Für die deutliche Mehrheit der Balkonkraftwerk-Haushalte bleibt aber die Basiskapazität beider Modelle die relevantere Größe.

Notstrom und Ausgangsleistung

Bei der Notstromfunktion zeigt sich der zweite große Sprung zwischen den Generationen. Die SOLIX 3 stellt im Notfall bis zu 1.200 Watt über eine Schuko-Notstromsteckdose bereit. Die SOLIX 4 kommt auf bis zu 2.500 Watt Off-Grid-Leistung und schaltet laut Datenblatt innerhalb von etwa 10 Millisekunden automatisch um. Sie halt also mehr als doppelt so viel Leistungsreserve bei spürbar schnellerer Umschaltung.

Gut zu wissen: Ins normale Hausnetz speisen beide Geräte regelkonform maximal 800 Watt über die Steckdose ein; die vollen 2.500 Watt der SOLIX 4 lassen sich nur über einen Wieland-Stecker nutzen, der von einer Elektrofachkraft fest installiert werden muss.

Wichtig: Die höhere Ausgangsleistung der SOLIX 4 hat auch Einfluss auf das Anschlusskabel, das deutlich massiver ausfällt als bei SOLIX 3.

Bei SOLIX 4 (rechts) sind der Speicheranschluss-Stecker und das Stromkabel viel massiver als bei SOLIX 3 (links)
Bei SOLIX 4 (rechts) sind der Speicheranschluss-Stecker und das Stromkabel viel massiver als bei SOLIX 3 (links) (Mariella Wendel)

Ladeleistung und Lebensdauer

Auch beim Laden unterscheiden sich die Geräte deutlich, wobei die Angaben je nach Ladeweg abweichen. Über die Solareingänge nimmt die SOLIX 4 mit vier MPPT-Trackern bis zu 5.000 Watt auf, die SOLIX 3 laut Datenblatt bis zu 3.600 Watt.

Bei den Ladezyklen ist die SOLIX 4 mit bis zu 10.000 Zyklen ebenfalls im Vorteil gegenüber den mehr als 6.000 Zyklen der SOLIX 3.

Für die Einordnung der Lebensdauer ist allerdings ein Detail wichtig, das im direkten Herstellervergleich häufig untergeht: Anker gibt für beide Generationen eine erwartete Lebensdauer von rund 15 Jahren an, weil ein Akku nicht nur durch Ladezyklen, sondern auch durch Kalenderalter und Umwelteinflüsse altert. Die höhere Zyklenzahl der SOLIX 4 zahlt sich damit vor allem bei sehr intensiver Nutzung aus.

Ein weiterer Punkt relativiert das Bild zusätzlich, gehört aber mit einer wichtigen Einschränkung in diesen Vergleich: In einem separaten Balkonkraftwerk Speicher Feldtest mit sieben Modellen im Mai 2026 fiel die SOLIX 3 bei der praktischen Ladeleistung deutlich ab und belegte mit 537,6 Wattstunden in drei Stunden Volllast unter allen getesteten Geräten den letzten Platz.

Auch bei der Entladeleistung blieb sie mit 1,22 statt der rechnerisch erwarteten 1,344 kWh leicht unter dem Zielwert. Die Redaktion ordnet das selbst so ein, dass kurzzeitige Ladeleistung bei voller Sonne und Langzeit-Alltagstauglichkeit zwei unterschiedliche Dinge seien, weshalb dieses Feldtest-Ergebnis der insgesamt starken Einzeltest-Note nicht widerspricht.

Wichtig: Da die SOLIX 4 zum Zeitpunkt dieses Feldtests noch nicht lieferbar war und separat getestet wurde, liegt bislang kein direkter Feldtest-Vergleich zwischen beiden Generationen vor.

Bedienung im Alltag: Anzeige, App und erste Einrichtung

Eine Änderung, die in reinen Datenblattvergleichen leicht untergeht, sich im Alltag aber bemerkbar macht, betrifft die Ladezustandsanzeige. Die SOLIX 3 zeigt den Akkustand nur über einen einfachen blauen Leuchtbalken an; genaue Werte lassen sich nur über die App ablesen.

Die SOLIX 4 hat stattdessen ein Display mit lesbaren Zahlen für Ladezustand und Energiefluss direkt am Gerät, ganz ohne App-Aufruf. Im direkten Vergleichstest war dieser Unterschied einer der spürbarsten Alltagsvorteile der neuen Generation beschrieben und ist auch gut in unserem YouTube Video zu diesem Thema zu sehen.

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Bei der App-Kopplung zeigte sich im selben Vergleichstest allerdings ein umgekehrtes Bild: Die Verbindung der SOLIX 4 mit der Anker App verlief im Einzeltest nicht auf Anhieb reibungslos. Denn sowohl per Android Smartphone als auch per iOS Gerät waren mehrere Anläufe nötig, bis die Kopplung funktionierte.

Die daneben aufgebaute SOLIX 3 war dagegen nach wenigen Sekunden verbunden. Ob die Ursache am Testgerät oder an einem App-Update lag, ließ sich nicht abschließend klären; nach dem holprigen Start liefen bei der SOLIX 4 alle Funktionen im weiteren Testverlauf zuverlässig.

Die Bedienoberfläche selbst bewerten wir dagegen beide Modelle als übersichtlich, wobei die SOLIX-3-App bereits in einem früheren Einzeltest positiv aufgefallen war.

Der Aufbau folgt bei beiden Geräten einem ähnlichen Ablauf:

  • Akkueinheiten stapeln, Haupteinheit obenauf aufsetzen
  • Schutzfolien und Gummistöpsel an den Solaranschlüssen entfernen
  • Solarmodule entsprechend der Beschriftung PV1 bis PV4 anschließen
  • Netzkabel einstecken und mit der Wandsteckdose verbinden

Wegen des höheren Gewichts der SOLIX 4 von rund 50 Kilogramm empfiehlt sich der Aufbau zu zweit, während die SOLIX-3-Module mit etwa 29 bis 30 Kilogramm pro Einheit dank Tragegriffen auch allein zu handhaben sind.

Beide Speicher Modelle haben praktische Griffmulden an der Seite, die beim Tragen oder Stapeln helfen
Beide Speicher Modelle haben praktische Griffmulden an der Seite, die beim Tragen oder Stapeln helfen (Mariella Wendel)

Verarbeitung, Gewicht und bekannte Kritikpunkte

Neben dem reinen Gewichtsunterschied lohnt ein Blick auf einen Punkt, der in Herstellerangaben selten auftaucht, in Nutzerrückmeldungen aber wiederholt genannt wird: Zur SOLIX 3 gibt es seit einiger Zeit Kritik zur Qualität des mitgelieferten Stromkabels sowie zu gelegentlichen Softwareproblemen in der Anker App. Im eigenen Testverlauf traten diese Probleme nicht auf, die Redaktion weist aber der Transparenz halber darauf hin. Bei der SOLIX 4 wurde das mitgelieferte Kabel im direkten Vergleich als spürbar massiver und robuster beschrieben – eine Verbesserung, die sich mit den genannten Kritikpunkten an der Vorgängergeneration deckt.

Der Lieferumfang der SOLIX 4 umfasst neben der Haupteinheit:

  • das Anschlusskabel
  • ein Lösetool für MC4-Steckverbinder
  • Schrauben und Schutzstöpsel

Energiemanagement: Smart Meter und dynamische Stromtarife

Beide Modelle lassen sich mit einem Smart Meter koppeln, um die Einspeisung ins Hausnetz am tatsächlichen Verbrauch auszurichten und eine Nulleinspeisung anzustreben.

Die SOLIX 3 arbeitet dafür mit dem Anker Smart Meter oder alternativ mit einem Shelly Pro 3EM zusammen. Die SOLIX 4 unterstützt zusätzlich den neueren Smart Meter Gen 2.

Einen eigenen Praxistest der SOLIX 4 dazu haben wir aber noch nicht durchgeführt, sondern bisher nur einen Anker Smart Meter mit der SOLIX 3 gekoppelt, wie folgendes Video zeigt:

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Fazit: Anker SOLIX 3 und 4 richten sich an unterschiedliche Nutzer

SOLIX 3 bleibt ein solides, in der Basisausstattung günstigeres System für klassische Balkonkraftwerke mit überschaubarem Speicherbedarf.

Die SOLIX 4 bietet mit doppelter Kapazität und höherer Notstromleistung die spürbarsten technischen Fortschritte gegenüber der Vorgängergeneration. Hinzu kommen schnellere Ladung, ein ablesbares Display statt Leuchtbalken und ein Ausbaupfad bis in den Bereich eines Hausspeichers. Dies sind Vorteile, die sich vor allem bei höherem Bedarf, Erweiterungsplänen oder gesteigertem Sicherheitsanspruch beim Notstrom auszahlen.

Welches der beiden SOLIX Modelle die wirtschaftlich und technisch passendere Wahl ist, hängt damit weniger von der Generation als vom individuellen Nutzungsprofil ab.

FAQ
Ist die SOLIX 3 trotz der neueren SOLIX 4 noch empfehlenswert?

Ja, sofern der Bedarf zur Basiskapazität passt. Denn die niedrigere Testnote der SOLIX 4 ist Folge eines seit Juni 2026 verschärften Prüfverfahrens, nicht eines technischen Rückschritts.

Was tun, wenn bereits ein SOLIX 3 System im Einsatz ist?

Ein Wechsel auf die SOLIX 4 lohnt sich in der Regel nur, wenn einer der genannten Zusatzfaktoren neu hinzukommt:

  • ein deutlich gestiegener Strombedarf
  • der Wunsch nach einer belastbaren Notstromreserve
  • oder eine geplante Erweiterung über 16 kWh hinaus.

Ein funktionierendes SOLIX 3 System muss hingegen nicht allein wegen der „neueren Technik“ ersetzt werden.

Gibt es bekannte Schwachstellen bei Kabelqualität oder App-Kopplung?

Zur SOLIX 3 gab es im Sommer 2026 teilweise Nutzerkritik zu Kabel und App-Software, die bei uns im Test alledings nicht auftrat.

Dafür benötigte im direkten Vergleichstest die App-Kopplung der SOLIX 4 beim ersten Test mehrere Anläufe, während die SOLIX 3 sofort verbunden war. Nach dem Start liefen bei beiden Geräten alle Funktionen zuverlässig.

Können alte Anker-Erweiterungsakkus an der SOLIX 4 weiterverwendet werden?

Ja. Die SOLIX-4-Haupteinheit ist laut Hersteller abwärtskompatibel mit den älteren Erweiterungsakkus BP1600 und BP2700. Damit lassen sich bestehende Speicherlösungen der SOLIX-2- und SOLIX-3-Generation auch mit der neuen SOLIX 4 kombinieren. Wer bereits Erweiterungsakkus besitzt, muss diese also nicht zwangsläufig ersetzen und kann sein Speichersystem flexibel weiter ausbauen.

Tipp: Hier geht es zu unserem Anker SOLIX 2, 3 und 4 Direktvergleich.

Welcher der beiden Balkonkraftwerk Speicher arbeitet lauter?

Sowohl die Anker SOLIX Solarbank 3 Pro als auch die Anker SOLIX Solarbank 4 Pro arbeitet im Normalbetrieb mit unter 30 dB sehr leise. Nur bei hoher Last können leise Betriebs- oder Schaltgeräusche des Wechselrichters auftreten.

Beide Speicher haben an der Rückseite Kühlrippen für eine optimale Luftzirkulation
Beide Speicher haben an der Rückseite Kühlrippen für eine optimale Luftzirkulation

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