Kurz-Checkliste: Mähroboter winterfest machen
Sobald Nachtfrost droht, kommt der Mähroboter vollgeladen, gereinigt und ausgeschaltet an einen trockenen, frostfreien Ort. Die Ladestation wird vom Strom getrennt und meist ebenfalls eingelagert, das Begrenzungskabel (falls vorhanden) bleibt im Boden.
Ebenfalls wichtig ist außerdem:
- Letzter Rasenschnitt auf drei bis vier Zentimeter
- Schnittgut und Laub vom Rasen entfernen, damit dieser nicht fault
- Akku vollständig geladen einlagern
- Gehäuse, Unterseite, Messerteller und Räder reinigen
- Messer und Schrauben prüfen und bei Bedarf tauschen
- Netzteil vom Strom trennen und mit der Ladestation einlagern
Kann der Mähroboter im Winter draußen bleiben?
Nein. Bei Minusgraden leiden Akku und Elektronik, Husqvarna nennt als Lagerbedingung z. B. „über 0 °C“, während wir mindestens 10 °C empfehlen.
Muss die Ladestation abgebaut werden?
Viele Hersteller fordern, das Netzteil vom Strom zu trennen und trocken und frostfrei zu lagern. Bleibt die Station draußen, muss sie am Strom bleiben. Welche Variante zum eigenen Garten passt, zeigt der Abschnitt zur Ladestation.
Ab wann sollte der Mähroboter in die Winterpause?
Der Auslöser ist das Wetter, nicht ein festes Datum. Diese drei Schwellen helfen bei der Entscheidung:
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- Letzter Schnitt steht an: In den meisten Regionen fällt er zwischen Mitte und Ende November.
- Nachtfrost ist angesagt: Spätestens jetzt gehört der Roboter ins Haus, auch wenn der letzte Schnitt noch fehlt Denn gefrorene Grashalme können brechen, wenn man darüber läuft oder einen Mähroboter bei Kälte fahren lässt.
Ladestation im Winter: draußen, überdacht oder in der Garage?
Was mit der Ladestation passiert, hängt davon ab, wo sie steht. Maßgeblich ist immer die Anleitung des Herstellers.
| Standort der Station | Was zu tun ist |
|---|---|
| Draußen, ungeschützt | Abbauen, reinigen, mit dem Netzteil trocken und frostfrei lagern. Bleibt sie stehen, gilt meist: am Strom lassen. |
| Draußen mit Dach (Mähroboter-Garage) | Das Dach hält Regen und Laub ab, aber keinen Frost. Station wie oben behandeln, der Roboter kommt in jedem Fall ins Haus. |
| In Garage oder Carport | Netzteil vom Strom trennen. Ist die Garage nicht frostfrei, Netzteil und Roboter ins Haus bringen. |

Vor dem Einlagern die Ladekontakte mit einem trockenen Tuch säubern. Das Begrenzungskabel kann im Boden bleiben, nur seine Enden werden aus der Station gelöst und trocken verstaut.
Mähroboter einlagern: Schritt für Schritt
Die meisten Hersteller legen eine eigene Anleitung bei, der Ablauf ist aber bei fast allen Modellen gleich. Husqvarna fasst ihn für seine Automower z. B. so zusammen: voll laden, ausschalten, reinigen, trocken und frostfrei lagern.
Fehler 1: Den Mäher einfach nur abschalten.
So geht’s richtig: Software aktualisieren und PIN notieren
- Solange der Roboter noch im WLAN oder per Bluetooth erreichbar ist, lohnt ein Blick in die App auf ausstehende Updates. Bietet die App einen eigenen Winter- oder Lagermodus, aktiviert man ihn laut Anleitung.
- Den PIN-Code sollte man jetzt notieren. Denn bei vielen Modellen läuft der Roboter ohne ihn nicht wieder an.
Fehler 2: Den Akkustand nicht prüfen.
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- Ein leerer Akku entlädt sich über Monate weiter und kann dabei in die Tiefentladung rutschen. Deshalb den Roboter vor der Einlagerung vollständig laden und dann komplett ausschalten, nicht nur in den Ruhemodus versetzen.
- Die meisten neueren Automower brauchen laut Husqvarna über den Winter keine Nachladung. Ältere Geräte sollte man etwa alle drei Monate nachladen. Was für das eigene Modell gilt, steht in der Bedienungsanleitung.
Fehler 3: Den Mähroboter nass und dreckig wegpacken.
So geht’s richtig: Gehäuse, Unterseite und Räder reinigen
- Grasreste entfernen, weil sie trocknen über den Winter an und sind im Frühjahr schwer zu lösen.
- Oberschale mit einem leicht feuchten Tuch abwischen.
- Unterseite, Messerteller und Radkästen mit einer Handbürste oder einem Holzstab auskratzen.
- Räder von Erde befreien, bei vielen Modellen lassen sie sich dafür abschrauben.
- Kein Hochdruckreiniger: Der Wasserstrahl drückt Feuchtigkeit in Dichtungen und Elektronik. Ob zumindest ein Gartenschlauch erlaubt ist, steht in der Anleitung.
Fehler 4: Schneidklingen jahrelang nutzen.
So geht’s richtig: Messer prüfen und tauschen
- Stumpfe Messer reißen die Halme ab, statt sie zu schneiden, die ausgefransten Spitzen werden braun. Die kleinen Drehmesser vieler Mähroboter werden nicht geschliffen, sondern getauscht.
- Wir empfehlen deshalb vor dem Winter neue Messer und Schrauben einzusetzen. Das beugt Rost vor, und der Roboter startet im Frühjahr mit scharfer Schneide.

Fehler 5: Einen zu nassen oder kalten Standort wählen.
So geht’s richtig: Trocken, frostfrei und luftig lagern
- Der Lagerort muss trocken sein und darf nicht unter null Grad fallen. Ein Keller, ein Hauswirtschaftsraum oder eine frostfreie Garage eignen sich gut. Eine Gartenhütte taugt nur, wenn sie auch bei Dauerfrost über null Grad bleibt.
- Den Roboter mit allen Rädern auf eine ebene Fläche stellen oder an eine passende Wandhalterung hängen. Nicht luftdicht in Folie einpacken, damit sich keine Feuchtigkeit staut, und nichts darauf stapeln.

Selbst machen oder Winterservice beim Händler?
Wer einen Mähroboter von einem stationären Fachhändler (z. B. Husqvarna oder Stihl) besitzt, kann ihn auch beim Händler warten lassen. Stihl empfiehlt für den iMOW sogar einen jährlichen Check über den Winter.
Ein Winterservice kostet bei Fachhändlern um die 100 Euro, die Einlagerung kommt extra dazu.
Sinnvoll ist das vor allem, wenn der Roboter in der Saison Fehlermeldungen gezeigt hat oder zu Hause kein frostfreier Platz frei ist. Für Online-Marken wie Worx oder Segway gibt es solche Angebote kaum.
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Das Begrenzungskabel bleibt im Boden. Husqvarna bestätigt, dass Begrenzungs- und Leitkabel den ganzen Winter verlegt bleiben können.
Im Frühjahr lohnt sich ein Kontrollgang: Maulwürfe, Frost oder Spatenstiche können das Kabel beschädigen. Meldet der Roboter beim ersten Start einen Signalfehler, kann ein Kabelbruch die Ursache sein.
Tipp: Wer sich über Kabelbrüche oder das Verlegen ärgert, kann die Winterpause nutzen, um auf ein Modell ohne Begrenzungskabel umzusteigen. Solche Roboter erkennen die Rasenkante per Kamera, GPS-RTK oder Lidar. Einen Überblick über aktuelle Geräte gibt unser Mähroboter-Test.
Kabellos und ohne Ladestation: LawnMaster OcuMow
Der LawnMaster OcuMow ist ein Einstiegsmodell für kleine Rasenflächen bis max. 150 m². Er braucht weder Begrenzungskabel noch Ladestation oder App. Eine Kamera mit optischer Graserkennung hält ihn auf dem Rasen, Ultraschallsensoren erkennen Hindernisse.
Man setzt ihn auf die Fläche, er mäht im Zufallsmodus und arbeitet mit der Spot-Cut-Funktion einzelne Stellen gezielt nach. Der herausnehmbare 24-Volt-Akku (4 Ah) wird im Haus geladen, nach rund einer Stunde ist er voll. Eine Ladung reicht für bis zu vier Stunden, die Schnitthöhe ist von zwei bis sechs Zentimetern einstellbar.
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Alternative für größere Flächen: WORX WG749E
Der WORX WG749E passt zu Gärten bis 800 m², in denen im Herbst viel Laub anfällt und der LawnMaster Roboter an seine Grenzen kommt. Er läuft mit zwei 20-Volt-Akkus (je 4 Ah) als 40-Volt-System und hat einen Radantrieb mit bis zu 5,2 km/h.
Die Schnitthöhe lässt sich in sieben Stufen von 20 bis 80 Millimetern einstellen, die für den Herbst ideale Vier-Zentimeter-Marke ist also direkt wählbar. Der Fangkorb fasst 55 Liter, alternativ mulcht der Mäher. Mit 28,7 kg ist er allerdings kein Leichtgewicht.
Auch der Akku-Rasenmäher braucht eine Winterpause: Mähwerk und Unterseite trocken reinigen, den Holm einklappen und die Akkus herausnehmen. Die PowerShare-Akkus lagert man frostfrei, den empfohlenen Ladestand nennt die WORX-Anleitung. Im Winter treiben sie andere WORX-Geräte mit 20, 40 oder 80 Volt an, etwa einen Laubbläser.

Mähroboter einlagern: Diese fünf Fehler werden teuer
- Leer einlagern: Ein Akku mit wenigen Prozent Restladung kann über den Winter tiefentladen werden.
- Im Ruhemodus lassen: Ein Roboter im Standby zieht weiter Strom und leert den Akku.
- In der Gartenhütte lagern: Unbeheizte Hütten und Garagen fallen bei Dauerfrost oft unter null Grad.
- Mit Hochdruck reinigen: Wasser in Dichtungen und Elektronik kann zu Korrosion führen, die erst im Frühjahr auffällt.
- Schmutzig wegstellen: Angetrocknetes Gras im Messerteller und an den Rädern blockiert beim ersten Start.
Muss das Begrenzungskabel im Winter raus?
Nein, es kann im Boden bleiben. Im Frühjahr sollte man es aber auf Brüche oder andere Schäden kontrollieren.
Bei welcher Temperatur lagert man den Mähroboter?
Trocken und über 0 °C, besser noch bei mindestens 10 °C. Ein Keller oder Hauswirtschaftsraum eignet sich gut.
Muss der Akku im Winter nachgeladen werden?
Bei den meisten neueren Modellen nicht. Ältere Geräte sollte man aber etwa alle drei Monate nachladen.
Wie macht man einen Akku-Rasenmäher winterfest?
Mähwerk trocken reinigen, Akkus herausnehmen und frostfrei lagern. Den empfohlenen Ladestand nennt die Anleitung des Herstellers.
Wann holt man den Mähroboter wieder raus?
Ungefähr im März, sobald keine Nachtfröste mehr drohen und der Rasen wieder wächst. Vor dem ersten Start Updates einspielen und die Ladekontakte prüfen.
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