Viele Angebote – aber welcher Anbieter ist seriös?
Mit der hohen Nachfrage nach Photovoltaik wächst auch die Zahl der Angebote und damit die Herausforderung, seriöse Betriebe von überteuerten oder intransparenten Anbietern zu unterscheiden. Überteuerte Pauschalpakete, schwammige Angebote, Unterschrift beim ersten Haustürtermin: Wer mehrere Angebote vor sich liegen hat, steht schnell vor der Frage, welchem Betrieb er trauen kann.
Dieser Ratgeber gibt Werkzeuge dafür an die Hand: sieben Kriterien für seriöse Betriebe, zehn konkrete Warnsignale, ein Beispielangebot Position für Position durchgecheckt plus die aktuellen Zahlen 2026 zu Preisen, Einspeisevergütung und Speichergröße.
Das weitere Vorgehen? Ganz einfach: Unsere Checkliste neben die Angebote legen und Stück für Stück abhaken.
Mehrere Angebote vergleichen
Die wichtigste Regel vorab: Möglichst drei bis fünf vergleichbare Angebote einhole. Entscheidend ist, dass man dieselben Leistungsbestandteile gegenüberstellt. Über das Formular kann man sich kostenlos und unverbindlich bis zu fünf Angebote von Fachbetrieben aus der Region anfordern lassen. Schnell, einfach und alles über eine Plattform.
PGRpdiBpZD0ic3RhZ2ktNTg5ODg1NDc3IiBjbGFzcz0ic3RhZ2ktaW4tY29udGVudC1hZCBzdGFnaS1lbnRpdHktcGxhY2VtZW50Ij48c2NyaXB0IGFzeW5jIHNyYz0iLy9wYWdlYWQyLmdvb2dsZXN5bmRpY2F0aW9uLmNvbS9wYWdlYWQvanMvYWRzYnlnb29nbGUuanM/Y2xpZW50PWNhLXB1Yi01NTUyNjE5NzgyNzY3MjU2IiBjcm9zc29yaWdpbj0iYW5vbnltb3VzIj48L3NjcmlwdD48aW5zIGNsYXNzPSJhZHNieWdvb2dsZSIgc3R5bGU9ImRpc3BsYXk6YmxvY2s7IiBkYXRhLWFkLWNsaWVudD0iY2EtcHViLTU1NTI2MTk3ODI3NjcyNTYiIApkYXRhLWFkLXNsb3Q9IjE5NDAxOTIyNzQiIApkYXRhLWFkLWZvcm1hdD0iYXV0byI+PC9pbnM+CjxzY3JpcHQ+IAooYWRzYnlnb29nbGUgPSB3aW5kb3cuYWRzYnlnb29nbGUgfHwgW10pLnB1c2goe30pOyAKPC9zY3JpcHQ+CjwvZGl2Pg==Woran erkennt man einen seriösen Solaranbieter?
Nicht der niedrigste Preis pro Kilowatt-Peak (kWp) macht ein Angebot gut, sondern die Nachvollziehbarkeit. Diese sieben Punkte sprechen für einen seriösen Betrieb:
- Vor-Ort-Einschätzung: Bei einer individuell geplanten Anlage sollte ein Satellitenbild nicht die alleinige Grundlage sein. Wer die Dachsituation, Verschattung und den Zählerschrank prüft, plant und kalkuliert belastbarer.
- Individuelles Angebot: kein Pauschalpaket „von der Stange“, sondern genau auf das jeweilige Dach und den individuellen Verbrauch zugeschnitten.
- Transparente Komponenten: Hersteller und genaue Typenbezeichnung von Modulen, Wechselrichter und Speicher
- Nachvollziehbare Ertragsprognose: mit offengelegten Annahmen, nicht als glattes Sparversprechen.
- Ein klarer Vertragspartner: für das Gesamtprojekt, auch wenn Subunternehmer montieren.
- Garantien und erreichbarer Service: klar geregelt, mit Ansprechpartner im Mängelfall.
- Referenzen: nachprüfbare Anlagen aus der Region.
Gut zu wissen: Ob ein Betrieb aus mehreren Modulherstellern wählen kann ist ein Pluspunkt, aber kein absoluter Indikator für Seriosität. Ein Fachbetrieb mit viel Erfahrung an einem bestimmten System ist deshalb nicht schlechter.

Was in ein PV-Angebot gehört – und oft fehlt
Ein belastbares Angebot ist selten eine einzelne Seite. Daher sollte man prüfen, ob folgende Positionen aufgeführt und beziffert sind:
- Gesamtleistung in kWp und Modulanzahl
- Module: Hersteller und Typenbezeichnung
- Wechselrichter: Typ (String oder Modul) und Hersteller
- Speicher: nutzbare Kapazität in kWh
- Ersatzstrom/Notstrom: enthalten oder nicht? Ein Speicher liefert nicht automatisch Strom bei Netzausfall
- Dachbelegungs- und Stringplan
- Gerüst, Montage und Unterkonstruktion
- Elektroarbeiten im Detail: Kabelwege, Dachdurchführungen, Zählerschrank (ggf. Erneuerung), Potentialausgleich, Überspannungsschutz
- Netzanschluss sowie Anmeldung beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister
- Garantien (Produkt, Leistung, Speicher) und getrennt davon die gesetzliche Gewährleistung
- Zahlungsplan und verbindlicher Fertigstellungstermin
- Inbetriebnahme & Zählersetzung: Wer organisiert den Termin mit dem Netzbetreiber für den (Zweirichtungs-)Zähler, und liegt am Ende ein Inbetriebnahmeprotokoll der Elektrofachkraft vor?
Beispielangebot im Check: 10,2 kWp + 10 kWh Speicher für 23.900 €
So sieht die Prüfung in der Praxis aus. Ein fiktives Angebot, Position für Position:
| Position | Im Angebot? | Bewertung |
| Module (Hersteller + Typ) | ja | ✓ |
| Wechselrichter (Typ + Hersteller) | ja | ✓ |
| Speicher (nutzbare kWh) | ja | ✓ |
| Dachbelegungs-/Stringplan | ja | ✓ |
| Anmeldung Netzbetreiber + MaStR | ja | ✓ |
| Gerüst | nein | ⚠️ |
| Netzanschluss / Zählerschrank | unklar | ⚠️ |
| Ersatzstrom / Notstrom | unklar | ⚠️ |
| Fertigstellungstermin | fehlt | ⚠️ |
| Garantien (Produkt/Leistung/Speicher) | unklar | ⚠️ |
| Angebotsgültigkeit | nur 3 Tage | ❌ |
| Zahlungsplan (70 % Anzahlung vor Montage) | ja | ❌ |
Legende: ✓ enthalten und unkritisch ⚠️ fehlt oder unklar – nachfragen ❌ Warnsignal
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Ob der Preis gerechtfertigt ist, hängt vom Inhalt ab. Steckt ein neuer Zählerschrank, ein hochwertiger Speicher, ein schwieriges Dach, Gerüst oder Notstrom drin, kann das erklärbar sein.
Aktuelle Preisübersichten ordnen schlüsselfertige Anlagen mit rund 10 kWp Leistung und 8 bis 10 kWh Speicher je nach Ausstattung sehr unterschiedlich ein. Die Marktspanne liegt grob zwischen etwa 17.000 und über 25.000 € (Preise ohne Mehrwertsteuer, da bis 30 kWp 0 % gelten).
Unseriös ist das Beispiel also nicht allein wegen des Preises. Zusammen mit 70 % Vorauszahlung, sehr kurzer Angebotsgültigkeit, fehlendem Fertigstellungstermin und unklaren Garantien gibt es aber mehrere Gründe, weitere Angebote einzuholen.
10 Warnsignale für unseriöse Anbieter
🚩 1. Zeitdruck: „Dieses Angebot gilt nur heute.“
🚩 2. Hohe Vorauszahlung ohne Gegenwert: Prüfen, wofür man zahlt.
🚩 3. Pauschalpreis ohne Aufschlüsselung: „10 kWp inkl. Speicher, 19.999 €“ reicht nicht.
🚩 4. Keine exakten Produktbezeichnungen: „Premium-Module“ ist keine Spezifikation.
🚩 5. Unrealistische Versprechen: „Garantiert 90 % Stromkosten sparen“.
🚩 6. Wirtschaftlichkeit nur über steigende Strompreise schöngerechnet.
🚩 7. Kein fester Fertigstellungstermin und keine Regelung bei Verzug.
🚩 8. Keine nachvollziehbaren Referenzen.
🚩 9. Unklare Gewährleistung: Wer ist bei einem Defekt Ansprechpartner und wer übernimmt die Abwicklung?
🚩 10. Unterschrift direkt beim ersten Haustürtermin.

Wie groß sollte der Stromspeicher sein?
Eine beliebte Faustformel lautet „Speicher so groß wie die PV-Leistung“. Also für eine 10 kWp Anlage ein 10 kWh Speicher. Als grobe Orientierung taugt das, aber die passende Größe hängt vor allem am Stromverbrauch, nicht allein an der Anlagenleistung. Wir haben die besten Speicher getestet und in einem ausführlichen Artikel die Ergebnisse aufbereitet.
Die HTW Berlin hält diese pauschale Auslegung jedoch für ungeeignet, weil sie den tatsächlichen Stromverbrauch vollständig ausblendet. Stattdessen setzt sie zwei Obergrenzen: höchstens 1,5 kWh nutzbare Kapazität je 1.000 kWh Jahresverbrauch und höchstens 1,5 kWh je kWp PV-Leistung. Maßgeblich ist die niedrigere der beiden Zahlen.
| Jahresstromverbrauch | Einfache Orientierung | HTW-orientierte Obergrenze* |
| 3.000 kWh | ca. 3 kWh | max. ca. 4,5 kWh |
| 4.000 kWh | ca. 4 kWh | max. ca. 6 kWh |
| 5.000 kWh | ca. 5 kWh | max. ca. 7,5 kWh |
| 6.000 kWh | ca. 6 kWh | max. ca. 9 kWh |
* Bei ausreichender PV-Leistung. Zusätzlich gilt die Obergrenze von 1,5 kWh je kWp PV-Leistung. Maßgeblich ist immer der kleinere der beiden Werte.
Schnellcheck: Die richtige Speichergröße finden
Zwei Obergrenzen ausrechnen und die kleinere nehmen:
- Grenze 1: 1,5 × Jahresverbrauch (in 1.000 kWh)
- Grenze 2: 1,5 × PV-Leistung (in kWp)
Die kleinere Zahl zeigt den tatsächlichen Engpass: Die eine Grenze begrenzt nach dem Verbrauch (lässt sich der Speicher überhaupt leeren?), die andere nach der Anlagengröße (lässt er sich überhaupt füllen?). Welche zuschlägt, hängt vom Haushalt ab, deshalb werden auch beide berechnet.
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Beispiel A:
4.000 kWh Jahresverbrauch → 1,5 × 4 = 6 kWh
10 kWp PV-Leistung → 1,5 × 10 = 15 kWh
→ Ein Speicher von rund 6 kWh passt hier besser. Ein deutlich größerer Speicher wäre bei diesem Verbrauch oft unnötig groß, weil er nicht regelmäßig ausreichend entladen wird.
Beispiel B:
6 kWp PV-Leistung → 1,5 × 6 = 9 kWh
8.000 kWh Jahresverbrauch → 1,5 × 8 = 12 kWh
→ Hier sind rund 9 kWh sinnvoll. Ein größerer Speicher könnte von der PV-Anlage nicht regelmäßig ausreichend geladen werden.
Wichtig zu wissen: Ein Speicher oberhalb der wirtschaftlich-optimalen Größe rechnet sich meist langsamer. Es ist eine Komfort- und Zukunftsentscheidung, keine Rendite-Entscheidung. Fehlt eine solche Begründung und wird einfach ein großer Speicher „mitverkauft“, lohnt die Nachfrage.
PGRpdiBpZD0ic3RhZ2ktMzIzMDI4NDE1MyIgY2xhc3M9InN0YWdpLWluLWNvbnRlbnQtYWQgc3RhZ2ktZW50aXR5LXBsYWNlbWVudCI+PHNjcmlwdCBhc3luYyBzcmM9Ii8vcGFnZWFkMi5nb29nbGVzeW5kaWNhdGlvbi5jb20vcGFnZWFkL2pzL2Fkc2J5Z29vZ2xlLmpzP2NsaWVudD1jYS1wdWItNTU1MjYxOTc4Mjc2NzI1NiIgY3Jvc3NvcmlnaW49ImFub255bW91cyI+PC9zY3JpcHQ+PGlucyBjbGFzcz0iYWRzYnlnb29nbGUiIHN0eWxlPSJkaXNwbGF5OmJsb2NrOyIgZGF0YS1hZC1jbGllbnQ9ImNhLXB1Yi01NTUyNjE5NzgyNzY3MjU2IiAKZGF0YS1hZC1zbG90PSIxOTQwMTkyMjc0IiAKZGF0YS1hZC1mb3JtYXQ9ImF1dG8iPjwvaW5zPgo8c2NyaXB0PiAKKGFkc2J5Z29vZ2xlID0gd2luZG93LmFkc2J5Z29vZ2xlIHx8IFtdKS5wdXNoKHt9KTsgCjwvc2NyaXB0Pgo8L2Rpdj4=Gute Argumente für mehr Kapazität sind zum Beispiel:
• Man plant in den nächsten Jahren in eine Wärmepumpe oder ein E-Auto zu investieren. Dann steigt der Stromverbrauch deutlich, und der größere Speicher passt künftig zum höheren Bedarf.
• Man möchte bei einem Stromausfall den Haushalt über mehrere Stunden mit Ersatzstrom versorgen. Dafür braucht man eine Reserve über das wirtschaftliche Optimum hinaus.
• Ein möglichst hoher Autarkiegrad ist einem wichtiger, als die letzte Nachkommastelle bei der Rendite.
Trotzdem: Ein Speicher oberhalb der wirtschaftlich-optimalen Größe rechnet sich meist langsamer. Es ist also eine Komfort- und Zukunftsentscheidung, keine Rendite-Entscheidung. Fehlt eine solche Begründung und wird einfach ein großer Speicher „mitverkauft“, sollte man explizit nachfragen.
PGRpdiBpZD0ic3RhZ2ktMTQ2NzM3NjYzNCIgY2xhc3M9InN0YWdpLWluLWNvbnRlbnQtYWQgc3RhZ2ktZW50aXR5LXBsYWNlbWVudCI+PHNjcmlwdCBhc3luYyBzcmM9Ii8vcGFnZWFkMi5nb29nbGVzeW5kaWNhdGlvbi5jb20vcGFnZWFkL2pzL2Fkc2J5Z29vZ2xlLmpzP2NsaWVudD1jYS1wdWItNTU1MjYxOTc4Mjc2NzI1NiIgY3Jvc3NvcmlnaW49ImFub255bW91cyI+PC9zY3JpcHQ+PGlucyBjbGFzcz0iYWRzYnlnb29nbGUiIHN0eWxlPSJkaXNwbGF5OmJsb2NrOyIgZGF0YS1hZC1jbGllbnQ9ImNhLXB1Yi01NTUyNjE5NzgyNzY3MjU2IiAKZGF0YS1hZC1zbG90PSIxOTQwMTkyMjc0IiAKZGF0YS1hZC1mb3JtYXQ9ImF1dG8iPjwvaW5zPgo8c2NyaXB0PiAKKGFkc2J5Z29vZ2xlID0gd2luZG93LmFkc2J5Z29vZ2xlIHx8IFtdKS5wdXNoKHt9KTsgCjwvc2NyaXB0Pgo8L2Rpdj4=Diese Werte können als Einordnungshilfe für ein Angebot verstanden werden. Die genaue Auslegung gehört ins Gespräch mit dem Fachbetrieb.

Lohnt sich das? Wirtschaftlichkeit und Preise 2026
Ein paar aktuelle Eckdaten für die Einordnung des gemachten Angebots:
- Preis (grobe Marktspanne): Eine schlüsselfertige 10 kWp Anlage ohne Speicher liegt 2026 etwa bei 12.000 bis 16.000 €. Mit 8 bis 10 kWh Speicher je nach Ausstattung bei rund 17.000 bis über 25.000 €.
- Speicher: Ein 10 kWh Speicher schlägt installiert mit etwa 5.000 bis 10.000 € zu Buche, je nach System, Kapazität und Einbindung in die Anlage.
- Mehrwertsteuer: Auf Anlagen bis 30 kWp auf oder an Wohngebäuden gilt nach aktueller Rechtslage ein Umsatzsteuersatz von 0 % (§ 12 Abs. 3 UStG); eine Befristung ist bisher nicht vorgesehen.
- Einspeisevergütung: Für Anlagen bis 10 kWp, die seit 1. August 2026 in Betrieb gehen, gelten 7,70 ct/kWh (Teileinspeisung) bzw. 12,22 ct/kWh (Volleinspeisung). Der bei Inbetriebnahme festgelegte Satz bleibt 20 Jahre gleich. Nach dem Entwurf zur EEG-Novelle (Kabinettsbeschluss vom 29. Juli 2026, noch nicht in Kraft) soll die feste Vergütung für Neuanlagen unter 25 kW ab 2027 entfallen. Wer bis 31. Dezember 2026 in Betrieb geht, behält sie noch 20 Jahre. Entscheidend ist die Inbetriebnahme: Die Anlage muss bis dahin fertig montiert und ans Netz angeschlossen sein.
Die Wirtschaftlichkeitsrechnung sollte nicht nur eine einfache Amortisationszeit benennen, sondern die Annahmen dahinter: angesetzter Strompreis, Eigenverbrauchsquote, Speicherkosten und -lebensdauer sowie Wartung. Und die entscheidende Frage: Was passiert, wenn die Strompreise nicht steigen?
Anmeldung und Haftung: drei Punkte für den Vertrag
Anmeldung: Zwei Schritte, die zeitlich auseinanderliegen. Das Netzanschlussbegehren beim Netzbetreiber erfolgt vor der Inbetriebnahme, die Registrierung im Marktstammdatenregister (MaStR) innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme. Die Registrierungspflicht liegt beim Anlagenbetreiber. Wird nicht fristgerecht registriert, werden Förderzahlungen zunächst nicht fällig, und je nach Verstoß können Sanktionen entstehen. In der Praxis übernimmt die Anmeldung oft der Installateur. Das sollte aber ausdrücklich im Vertrag vereinbart werden.
Haftung: Vor der Unterschrift klären, wer der Vertragspartner für das Gesamtprojekt ist, wer montiert, ob Subunternehmer eingesetzt werden und wer bei Mängeln haftet. Ein sauberes Angebot beantwortet das schriftlich.
Garantie ist nicht Gewährleistung: Die Herstellergarantie ist eine freiwillige Zusage des Herstellers, die gesetzliche Gewährleistung dagegen das Recht gegenüber dem Vertragspartner. Beides sollte man sich schriftlich geben lassen. Wer die Abwicklung im Schadensfall übernimmt, sollte ebenfalls geklärt werden.
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Ein gutes Angebot erkennt man nicht am niedrigsten kWp-Preis, sondern daran, dass jede Position benannt, jede Annahme offengelegt und jeder Zuständige im Vertrag steht. Den Gesamtpreis sollte man auf den Preis pro kWp herunterrechnen, möglichst drei vergleichbare Angebote einholen und mit den Checklisten aus diesem Artikel gegenprüfen.
Auf diese Weise verhandelt man auf Augenhöhe, statt unter Zeitdruck und mit offenen Fragen zu unterschreiben.
Solaranlage planen 2026: Unverbindliche Angebote vergleichen
Wer mehrere Angebote gegenüberstellen möchten, kann sich über dieses Formular bis zu fünf Angebote kostenlos und unverbindlich von Fachbetrieben aus der Region anfordern.
Wie viele Angebote sollte ich einholen?
Möglichst drei vergleichbare Angebote sind eine gute Orientierung. Entscheidend ist, dass man dieselben Leistungsbestandteile gegenüberstellt – drei nicht vergleichbare Angebote bringen weniger als zwei wirklich detaillierte.
Wie viel Vorkasse ist bei einer Solaranlage üblich?
Gestaffelte Zahlungen sind bei solchen Werkverträgen üblich. Entscheidend ist, dass Zahlungsplan und Gegenleistung zusammenpassen und nicht einen Großteil des Preises gezahlt wird, bevor wesentliche Leistungen erbracht wurden. Eine Anzahlung in Höhe von 70 % vor Montage sind deshalb ein deutliches Warnsignal.
Was kostet eine PV-Anlage 2026?
Als grobe Marktspanne: Eine schlüsselfertige 10 kWp Anlage liegt ohne Speicher etwa bei 12.000 bis 16.000 €, mit 8 bis 10 kWh Speicher je nach Ausstattung bei rund 17.000 bis über 25.000 €. Die Beträge verstehen sich ohne Mehrwertsteuer, da bis 30 kWp 0 % gelten. Die Spanne ist groß, daher sollte der Preis pro kWp nur als Vergleichsgröße verwendet und auf den Leistungsumfang geachtet werden.
Wie hoch ist die Einspeisevergütung 2026?
Für Anlagen bis 10 kWp, die seit 1. August 2026 in Betrieb gehen, gelten 7,70 ct/kWh (Teileinspeisung) und 12,22 ct/kWh (Volleinspeisung); der Satz bleibt ab Inbetriebnahme 20 Jahre gleich. Achtung: Nach dem EEG-Novelle-Entwurf soll die feste Vergütung für Neuanlagen ab 2027 wegfallen – wer bis 31. Dezember 2026 in Betrieb geht, sichert sie sich noch für 20 Jahre.
Muss ich meine Anlage anmelden?
Ja. Das Netzanschlussbegehren beim Netzbetreiber läuft vor der Inbetriebnahme, die Registrierung im Marktstammdatenregister innerhalb eines Monats danach.
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