Stromspeicher selbst einbauen: Plug’n’Play macht’s legal!

Egal ob im eigenen zuhause eine Solaranlage verbaut ist oder nicht: Strom zu speichern lohnt sich in jedem Fall. Schließlich steigen nicht nur die Energiekosten ständig, sondern auch die Gefahr von Blackouts nimmt zu. Wir erklären deshalb, welche Speicher-Typen jeder legal selbst installieren darf.
Stromspeicher selbst einbauen: Plug’n’Play macht’s legal!
Unsere Experten installieren regelmäßig Speicher verschiedener Marken (Mariella Wendel / home&smart)

Das Wichtigste beim Stromspeicher selbst einbauen in Kürze

Alle, die einen Stromspeicher selbst installieren möchten, sollten Folgendes wissen:

  • Geräte-Typ: Im Handel gibt es Plug-&-Play Speicher, die sich mit einem haushaltsüblichen Schuko-Stecker ans Hausnetz anschließen lassen und für jeden geeignet sind. Direkt verkabelte Speicher sollten dagegen nur Elektriker anschließen, weil hier für Laien die Gefahr eines lebensgefährlichen Stromschlags besteht.
  • Kapazität: Die im Handel angebotenen Stromspeicher haben üblicherweise eine Kapazität von 1,6 bis 10 kWh, wobei oft auch mehrere der Module kombinierbar sind. 
  • Preis: 2,56 kWh Stromspeicher gibt es bereits für weniger als 1.000 Euro und wer etwas mehr Budget hat, erhält z.B. bei Marstek für nur 600 Euro mehr sogar doppelt so viel Kapazität.
Für den Anschluss eines Plug & Play Speichers sind keine Fachkenntnisse nötig
Für den Anschluss eines Plug & Play Speichers sind keine Fachkenntnisse nötig (Mariella Wendel)

Wer darf einen PV-Speicher installieren?

Grundsätzlich lässt sich jede Batterielösung in Eigenregie einbauen, wenn man ausreichend technische Vorkenntnisse besitzt und sich streng an die Bedienungsanleitung hält. Da stromführende Kabel bei einem Fehler allerdings potenziell tödliche Verletzungen verursachen können, raten wir jedoch dringend dazu nur Plug-&-Play Speicher selbst zu installieren.

Diese sind extra für die Installation privater Nutzer ausgelegt und so gestaltet, dass keine Direkt-Verkabelung vorgenommen werden muss. Stattdessen wird der Speicher einfach durch das Einstecken eines haushaltsüblichen Schuko-Steckers mit dem Hausnetz verbunden.

Hier wird gerade das Schuko-Kabel mit dem Speicher gekoppelt
Hier wird gerade das Schuko-Kabel mit dem Speicher gekoppelt (Mariella Wendel/home&smart)

Wie kann ich einen Stromspeicher selbst einbauen?

Wie die Installation eines Plug & Play Speichers konkret aussehen kann, zeigt folgende Anleitung am Beispiel des Modells Marstek Jupiter C.

Stromspeicher selbst einbauen – so geht‘s

  • Zuerst die Schutzfolien auf der Vorderseite des Speichers entfernen und die Gummi-Schutzkappen an der Rückseite abziehen.
  • Anschließend die Solarpanels über die MC4-Anschlusskabel mit dem Speicher verbinden. Dafür stehen acht Ports zur Verfügung, die den Anschluss von bis zu vier PV-Modulen ermöglichen.
Über solche Stecker werden Solarmodule meist mit dem Speicher verbunden
Über solche Stecker werden Solarmodule meist mit dem Speicher verbunden (Mariella Wendel/home&smart)
  • Im nächsten Schritt das Schuko-Kabel am Speicher anschließen und mit einer Wandsteckdose verbinden.
  • Danach die Antenne ausklappen und festschrauben.
  • Den Ein-/Aus-Schalter kurz drücken, bis er grün leuchtet und das Display die ersten Informationen anzeigt.
  • Abschließend den Speicher über die Hersteller-App gemäß den Anweisungen mit dem Smartphone koppeln.

Welche Plug & Play Stromspeicher sind gut?

Wir haben bereits zahlreiche Balkonkraftwerk Speicher in der Praxis geprüft und auch schon verschiedene Plug-&-Play Stromspeicher ausprobiert, besonders überzeugt haben uns dabei folgende drei Modelle:

Alle drei konnten uns im Test mit einer Top-Verarbeitung und extrem einfachen Installation überzeugen. 

Marstek Venus E besticht durch eine besonders elegante Optik
Marstek Venus E besticht durch eine besonders elegante Optik (Mariella Wendel/home&smart)

Günstige Einsteiger-Lösung: Marstek Jupiter C 

Der Marstek Jupiter C Speicher überzeugt als umfassende Komplettlösung mit einem integrierten 800-Watt-Wechselrichter und vier MPPT-Eingängen, an die jeweils ein 500-Watt-Solarmodul angeschlossen werden kann. Mit einer Speicherkapazität von 2.560 Wattstunden liefert er ausreichend Energie und hält selbst winterlichen Temperaturen bis zu minus 20 Grad Celsius stand.

Marstek Jupiter C
TESTNOTE
Sehr Gut
92/100 Punkte • 11/2024
Wetterfestes Gehäuse
Einfache Installation
Inkl. 4 MPPT für bis zu 4 x 500 W Input
Funktionsfähig bis zu -20 Grad
Unterstützt viele Smart Meter (z. B. von Shelly)
2
56 kWh Kapazität
App noch ausbaufähig
Nicht erweiterbar
Hohes Gewicht
TESTNOTE
Sehr Gut
92/100 Punkte • 11/2024

Ein kleiner Wermutstropfen ist die App, die in unserem Test etwas umfangreicher hätte ausfallen dürfen. Zudem fällt das Gewicht mit rund 38 Kilogramm vergleichsweise hoch aus, da die meisten Testgeräte bisher zwischen 20 und maximal 30 Kilogramm wogen.

Dennoch überzeugt der Jupiter C durch seine hochwertige Verarbeitung, erstklassige Ausstattung und einfache Bedienung – weshalb wir eine klare Kaufempfehlung aussprechen.

Marstek Jupiter C
Marstek Jupiter C

Hochwertiger All-in-One 2,56 kWh Speicher mit integriertem 800 Watt Wechselrichter, multifunktionalem Display und 4 MPPT. Jetzt ab 679 Euro erhältlich!

Leistungsstärkere Alternative: Marstek Jupiter E

Der Marstek Jupiter E Speicher überzeugte in unserem Test als vielseitige und wetterfeste All-in-One-Lösung. Denn dank seiner beeindruckenden Ladeleistung von bis zu 2.000 Watt, vier MPPT-Eingängen und einer hohen Speicherkapazität von 5.120 Wattstunden ist er ein absolutes rundum-Sorglos Paket. 

Zudem punktet dieser robuste Speicher für Balkonkraftwerke mit seinem integrierten Wechselrichter und lässt sich bequem über eine App oder das Touchdisplay steuern. 

Marstek Jupiter E
TESTNOTE
Sehr Gut
91/100 Punkte • 01/2025
Kompatibel mit jedem gängigen Balkonkraftwerk
Vier MPPT für 4 x 500 W Solarmodule
Steuerung per App / Touchdisplay
Mit integriertem Wechselrichter
Wasser- und Frostfest bis -20 °C
Extrem gutes Preis-Leistungsverhältnis
60 kg schwer
App noch ausbaufähig
TESTNOTE
Sehr Gut
91/100 Punkte • 01/2025

Besonders praktisch: Für den Anschluss ans Hausnetz wird lediglich ein AC-Kabel benötigt, sodass die Installation unkompliziert selbst durchgeführt werden kann. Zudem lässt sich das Gerät in wenigen Sekunden mit allen gängigen Solarmodulen koppeln.

Nur wenn man die Ausgangsleistung von standardmäßigen 800 auf 2.500 Watt erhöhen oder das Gerät mit einem Smart Meter koppeln möchte, ist ein Fachmann erforderlich. 

Marstek Jupiter E + Smart Meter
Marstek Jupiter E + Smart Meter

Hochwertiger All-in-One 5,12 kWh Speicher mit integriertem 800 Watt Wechselrichter, multifunktionalem Display und 4 MPPT. Jetzt inkl. Smart Meter ab 1.230 Euro erhältlich!

Design-Tipp: Marstek Venus E

Wer kein Balkonkraftwerk besitzt, sondern eine formschöne Lösung für die Wohnung sucht, wird bei Marstek Venus fündig. Schließlich bietet dieser Speicher mit 5,12 kWh Kapazität und einer maximalen Ausgangsleistung von 2.500 Watt (im On-Grid-Betrieb auf 800 Watt gedrosselt) genügend Energie, um den täglichen Strombedarf zuverlässig zu decken.

Ein weiterer großer Pluspunkt ist hier zudem die unkomplizierte Plug-&-Play-Installation, die in unserem Test nur wenige Minuten gedauert hat.

Zwar bringt der Energycube mit 65 Kilogramm ein beachtliches Gewicht mit sich, jedoch erleichtern mitgelieferte Rollen den Transport. Nach dem Aufbau muss das Gerät ohnehin nicht mehr bewegt werden.

Marstek Venus E
TESTNOTE
Sehr Gut
92/100 Punkte • 01/2025
Einfacher Anschluss ohne Fachmann
Steuerung per App / Touchdisplay
Notstrommodus (bis zu 2500 W Leistung)
Mit integrierter Steckdose
Optional nutzbare Rollen
65 kg schwer
App noch ausbaufähig
Kein Griff
TESTNOTE
Sehr Gut
92/100 Punkte • 01/2025

Etwas schade fanden wir hier nur, dass sich die App für Venus E wie bei allen von uns getesteten Marstek Speichern nur auf grundlegende Informationen beschränkt und keine Möglichkeit bietet, individuelle Strompreise zu hinterlegen. Immerhin sind in der App jedoch alle wichtigen Grundinformationen abrufbar, so dass wir trotz dieses kleinen Mankos eine klare Kaufempfehlung für Marstek Venus E aussprechen. 

Marstek Venus E Energycube
Marstek Venus E Energycube

Hochwertiger All-in-One Speicher mit 5,12 kWh Kapazität, praktischer App, Notstrom-Funktion und 10 Jahren Garantie. Jetzt ab 1.699 Euro erhältlich!

Für wen lohnt sich ein Plug & Play Speicher?

Stromspeicher zum selbst installieren sind ideal für alle, die entweder überschüssige Energie ihrer PV-Anlage speichern, einen dynamischen Stromtarif effizient ausnutzen oder sich schlicht und einfach gegen Blackouts absichern möchten.

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