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Darf man Balkonkraftwerke wirklich auf 4.000 Watt ausbauen?

Mini-PV war lange der unkomplizierte Einstieg. Doch wer erst einmal Solarstrom auf dem Balkon produziert, will mehr – jede Fläche nutzen, weitere Module dazuschalten. Aber: Was ist bei 4000 Watt erlaubt, und wann lohnt sich das wirklich? Wir haben die Antworten.

Darf man Balkonkraftwerke wirklich auf 4.000 Watt ausbauen?
Wir klären alle wichtigen Fragen zur Nutzung von 4000 W Solaranlagen (Anker)

Kurz-Überblick zum 4000 Watt Balkonkraftwerk – was ist erlaubt?

Ein sogenanntes 4000 Watt Balkonkraftwerk ist technisch grundsätzlich realisierbar. Rechtlich handelt es sich bei einer Anlage mit 4.000 Wp Modulleistung jedoch nicht mehr um ein klassisches Steckersolargerät im Sinne der Sonderregelungen für Balkonkraftwerke. Diese gelten nur bis zu einer gesamten Modulleistung von 2.000 Wp und einer Wechselrichterleistung von höchstens 800 W

Das 4000 Watt Balkonkraftwerk ist damit rechtlich eher als reguläre Photovoltaikanlage bzw. (bei einer Begrenzung der Einspeiseleistung auf 800 VA) als Kleinsterzeugungsanlage einzuordnen. Für den Anschluss gelten deshalb andere Anforderungen als bei einem herkömmlichen Balkonkraftwerk. Insbesondere ist ein Anschluss über einen gewöhnlichen Schuko-Stecker bei einer Modulleistung von 4.000 Wp nicht vorgesehen. In der Regel muss eine Elektrofachkraft eine geeignete Energiesteckvorrichtung, etwa eine Wieland-Einspeisesteckdose, oder einen Festanschluss installieren.

Zudem ist das reguläre Anschlussverfahren mit dem zuständigen Netzbetreiber zu klären und die Anlage muss unabhängig davon im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur registriert werden.

Solarmars 4000 W Set mit SOLIX 4 (Solarmars, 4000 W legal Artikel)
Solarmars 4000 W Balkonkraftwerk mit SOLIX 4
XXL-Balkonkraftwerk mit 8 PV-Modulen, 5 kWh Anker SOLIX 4 Speicher, Verlängerungskabeln und 5 m Anschlusskabel sowie gratis Smart Meter. Halterung passend zum Standort dazu buchbar. Mit dem Code HSMR4000 gibt’s außerdem 20 Euro Extra-Rabatt.
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2.339,00 

Gut zu wissen: Auch bei Anlagen mit Balkonkraftwerk Speicher gelten nochmals eigene Anmelde-Regeln. Warum dies so ist zeigt unser Beitrag zum Thema „Balkonkraftwerk Speicher jetzt alle verboten?“

Ist es möglich, mehrere Solarmodule zu kombinieren, um 4000 Watt zu erreichen? 

Ja, das ist grundsätzlich machbar. Denn mehrere Module dürfen parallel geschaltet oder mit Y-Kabeln verbunden werden. Wichtig ist nur, dass die Gesamtleistung der Module und die Leistung des Wechselrichters den gesetzlichen Grenzen entsprechen. 

Wo bekomme ich ein 4000 Watt Balkonkraftwerk mit Speicher?

Inzwischen bieten bereits viele Händler passende Lösungen an, von denen wir folgende besonders empfehlen können.

Solarmars 4000 W Anlage mit dem neuesten Anker SOLIX 4 Speicher (5 kWh)

Während die von vielen anderen Händlern noch angebotene Anker Solarbank 3 maximal 2,7 kWh bietet, bringt der neue Anker SOLIX 4 Pro Speicher bereits ab Werk satte 5 kWh mit – also fast die doppelte Energiemenge. Dadurch kann deutlich mehr Solarstrom für die Abend- und Nachtstunden gespeichert werden.

Auch bei der Notstromversorgung legt Anker kräftig nach. Statt 1.200 Watt liefert die SOLIX 4 Pro bis zu 2.500 Watt Notstromleistung und kann damit selbst größere Verbraucher zuverlässig versorgen. Das macht das Balkonkraftwerk mit Speicher nicht nur für den Eigenverbrauch, sondern auch als Backup-Lösung deutlich attraktiver.

Ein weiterer Pluspunkt ist die höhere Skalierbarkeit. Während sich die Solarbank 3 auf maximal 16 kWh erweitern lässt, wächst die SOLIX 4 Pro bei Bedarf auf beeindruckende 30 kWh Speicherkapazität an.

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Habe ich als Mieter oder Wohnungseigentümer einen Rechtsanspruch auf eine 4000 Watt Anlage?

In der Regel nein oder zumindest nicht aufgrund der Sonderregelungen für Steckersolargeräte. Denn der gesetzliche Anspruch aus § 554 BGB für Mieter beziehungsweise § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 5 WEG für Wohnungseigentümer gilt nur für Maßnahmen zur Stromerzeugung durch privilegierte Steckersolargeräte. Diese dürfen insgesamt höchstens 2.000 Wp Modulleistung und höchstens 800 VA Wechselrichterleistung haben.

Eine Anlage mit 4.000 Wp Modulleistung überschreitet folglich die Leistungsgrenze und fällt daher nicht mehr unter diese Privilegierung. Ihre Installation muss also grundsätzlich wie eine reguläre Photovoltaikanlage beziehungsweise als sonstige bauliche Veränderung genehmigt werden.

Wie melde ich ein 4000 Watt Balkonkraftwerk korrekt an?

Eine Anlage mit 4.000 W Modulleistung wird zwar oft als „Balkonkraftwerk“ verkauft, fällt rechtlich aber nicht mehr unter das vereinfachte Anmeldeverfahren für Steckersolargeräte. Denn die Anmeldung beim Netzbetreiber entfällt nur bei Anlagen bis 2.000 Wp Modulleistung und 800 VA Wechselrichterleistung.

Für eine 4.000 W Anlage ist deshalb vor der Installation das reguläre Netzanschlussverfahren einzuhalten. Nach der technischen Prüfung und fachgerechten Inbetriebnahme muss die Anlage zusätzlich im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur registriert werden. Welche Unterlagen erforderlich sind, legt der zuständige Netzbetreiber fest.

Muss ich meinen Stromzähler austauschen lassen?

In der Regel ja, verantwortlich dafür ist aber der Netzbetreiber, nicht der Anlagenbetreiber. Der Austausch ist für einen einfachen modernen Zähler grundsätzlich kostenfrei bzw. mit geringem Aufpreis verbunden; bei einem Smart-Meter-Gateway kann eine jährliche Gebühr anfallen. Bis der Netzbetreiber den Tausch vornimmt, ist der Betrieb mit einem rückwärtslaufenden Altzähler seit Solarpaket I ausdrücklich erlaubt.

Muss ich meine 4000 Watt Anlage bei der Versicherung melden?

Eine gesetzliche Melde- oder Versicherungspflicht für Photovoltaikanlagen gibt es nicht. Ob die Anlage dem Versicherer angezeigt werden muss und ob sie automatisch mitversichert ist, hängt von den Bedingungen der Wohngebäude-, Hausrat- oder Haftpflichtversicherung ab.

Eine fest installierte 4.000-Wp-Anlage sollte dem Wohngebäudeversicherer deshalb vor der Installation beziehungsweise vor Montagebeginn schriftlich gemeldet werden. Je nach Tarif ist eine Erweiterung des Versicherungsschutzes oder eine separate Photovoltaikversicherung erforderlich. Bei einer mobilen oder am Balkon montierten Anlage kann stattdessen die Hausratversicherung zuständig sein.

Wer eine vertraglich vorgeschriebene Anzeige unterlässt, riskiert im Schadenfall Nachteile. Je nach den Umständen kann der Versicherer die Leistung kürzen oder vollständig verweigern. Am besten lässt man sich vorab schriftlich bestätigen, ob die Anlage einschließlich Wechselrichter, Speicher, Überspannungsschäden und Haftpflichtrisiken mitversichert ist.

Kann ich ein 4000 Watt Balkonkraftwerk selbst installieren?

Die Solarmodule dürfen grundsätzlich selbst aufgebaut und mit dem Wechselrichter gekoppelt werden, aber für die Einspeisung ins Hausnetz muss ein Elektriker eine entsprechende Einspeisesteckose installieren (z. B. eine Wielandsteckdose).

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